Tumor im Bauchraum

    Hallo liebe Leser!Ich habe da so einige fragen die ihr mir vielleich beantworten könnt.(ich bin ganz neu hier)


    Und zwar geht es um meinen Vater. Er hat einen Tumor im Bauchraum der auch schon auf Leber Nieren gestreut hat.(Mehr weiß ich leider nicht weil mein Vater nicht zum arzt geht)


    Mittlerweile beginnt die Gelbsucht seine augen sind gelb und seine Haut ebenfalls. Essen und trinken tut er kaum noch. Meine Frage ist jetzt:


    Worauf muss ich mich vorbereiten?


    Wird es schnell zu ende gehen oder sollte ich mich darauf einstellen ihn zu pflegen?


    Lg

  • 13 Antworten

    Ein unbehandelter Tumor, der schon in die Nieren gestreut hat, wird ihn umbringen.


    Wo hat er die Diagnose erfahren? Oder hat er sich aufgegeben, da er ja "nicht zum Arzt geht"?


    Ich befürchte, dass er natürlich zum Pflegefall wird, aber für wie lange kann niemand sagen. Er wird ja sehr schwach werden, da er kaum noch isst und trinkt.


    Tut mir leid wegen deinem Vater. So ein Verlauf ist für niemanden angenehm; nicht für den Betroffenen, aber auch nicht für die Angehörigen. Dafür wünsche ich dir und deiner Familie viel Kraft :)* .


    Wie ist dein Vater aktuell untergebracht? Zuhause mit weiteren Familienmitgliedern, oder lebt er alleine?

    Er hat sich aufgegeben. Meine mutter ist im Juni an Leukämie gestorben. Da wussten wir schon von seinem tumor zu dem zeit punkt war er schon inoperabel. Ich will ihn auch nicht zwingen zum arzt zu gehen ich weiß er will zu meiner Mutter. Ich habe ihn zwar drum gebeten aber mehr kann ich auch nicht machen. Ja er lebt allein. Bzw. Mit meiner Tante in einem Haus.

    Oh je, Muffin, da machst du ja dieses Jahr einiges durch. :°_


    Zwingen kannst du ihn zu nichts. Und so eine Behandlung ist sehr kräftezehrend (auch psychisch) - wenn man auch gerade die eigene Frau verloren hat und so wenig Chancen auf späte Heilung, dann kann ich es fast verstehen, dass er gehen will.


    Mensch, das sind keine schönen Sachen.


    Aus eigener Erfahrung (meine Mutter starb auch an Krebs) kann ich dir nur raten, im Falle der Pflegebedürftigkeit Hilfe hinzuzuziehen. Mach dich schlau beim örtlichen Sozialdienst oder über die Caritas. Auch die örtlichen Hospizvereine helfen sehr gut und können auch viele Tipps geben und auch später die ambulante Behandlung begleiten, dass dein Vater auch im Endstadium möglichst beschwerdefrei ist (er wird ohnehin wenig Kraft haben und daher viel schlafen).


    Wie geht's dir so dabei? Kommst du zurecht? Hast du jemanden an der Seite, der dich stützt, einen Partner oder gute Freunde?

    Ja..das war kein schönes jahr.mit meiner Mutter konnte ich gottsei dank gut pber alles sprechen und wir konnten uns alles sagen was zu sagen war.ich konnte sie auf dem letzten weg auch noch begleiten.Also mein gefühl sagt mir das es nicht mehr lange dauern wird bis er geht. Bei meiner Mutter war es gut das ich wusste wie und auf was ich mich einstellen muss. Bei ihm ist es leider nicht so. Er bekommt zwar medikamente gegen schmerzen und anti depressiva aber die Krankheit macht sie nicht leichter. Ja er schläft viel. Und wenn es soweit ist bzw. Wenn es nötig ist (was ich für ihn nicht hoffe) werde ich mich über einen pflegedienst informieren. Ja ich bin verheiratet und habe auch gute Freunde die immer da sind. :)z

    Zitat

    Ja ich bin verheiratet und habe auch gute Freunde die immer da sind. :)z

    Das ist gut. :)z


    Es ist schade, wenn man an einen Sterbenskranken nicht mehr herankommt, weil er sich selbst damit nicht auseinandersetzt. Aber ändern kannst du da nichts.


    Ich wünsche deinem Vater eine möglichst schmerzlose Zeit und dass er bald dahin gehen kann, wohin er möchte.

    Dass er beginnt gelb zu werden, ist kein gutes Zeichen,


    Evtl. fällt er in ein Leberkoma, so dass er von allem nichts mehr mitbekommt. Vorher könnte er verwirrt sein.


    Viel Kraft :)*

    Immer mehr schlafen und dämmern. Nahrung klappt irgendwann gar nicht mehr, dan folgt künstliche Ernährung, solange er bei Bewusstsein ist. Dann ist er definitiv pflegebedürftig. Du kannst statt eines Pflegedienstes auch einen Hospiz-Platz suchen, er sollte dann nicht lange unbeobachtet bleiben. Daher ist eine frühzeitige Beratung beim örtlichen Hospizverein oder Sozialstation wirklich gut - gerade die ehrenamtlichen Sterbebegleiter können dir viele Ängste nehmen und Fragen beantworten. Die kümmern sich auch um Angehörige und um Patientenrechte (wenn irgendwas nicht gut läuft). Auch haben sie ausgebildete Palliativmediziner im Team, die deutlich wirkungsvollere Schmerztherapie machen können als ein Hausarzt. Z.B. mit einer Morphinpumpe, die ihn dauerhaft schmerzfrei lässt.


    In den letzten Tagen wird er so gut wie gar nicht mehr bei Bewusstsein sein. Das ist auch der Moment, wo Palliativmediziner dazu raten, die künstliche Ernährung einzustellen, um das Leiden nicht in die Länge zu ziehen. Der Sterbende merkt davon nichts mehr. Es werden nur noch die Lippen und der Mund befeuchtet.

    Auch mir tut Dein Vater aber auch Du sehr leid. Ich denke, dass es sehr schnell gehen wird. Aber er braucht einen Arzt! Ich möchte nicht meine letzten Stunden ohne Morphiumspritzen überstehen müssen. Es gibt auch Morphiumplaster für den Hausgebrauch (natürlich rezeptpflichtig).


    Die Kleinanzeigen in den Zeitungen sind voll mit ungebrauchten, medizinischen Geräten, wie Pflegebett, Rollstuhl, Badehilfen und sogar Treppenlifte - alle ungebraucht. Mach Dir bitte darum keine Gedanken, weil ich befürchte, dass er das alles nicht mehr brauchen wird. Einen Kraftstern für Euch :)*

    Ich bin heute bei ihm und werde nochmal mit ihm sprechen das er wenigstens zum arzt geht um zu schauen wie es jetzt weiter geht. Er sagt essen tut erkaum noch was weil er einfach keinen Hunger hat. Und trinken tut er auch kaum.

    Muffin,


    Der Zustand deines Vaters liest sich schon sehr weit fortgeschritten und nach einem begrenztem Zeitfenster.


    Wenn's noch Sachen zu bereden und zu regeln gibt, so nutze das möglichst bald.


    Evtl. lohnt sich auch ein PMD (Palliativ-Medizinischer-Dienst) mit ins Boot zu holen, die kommen auch nach Hause.


    Und nicht zum Essen zwingen, frag ihn, worauf er Lust hat...


    Viele mögen kaltes Cola, Eis ( Wassereis, Cremeis), manche auch Energydrinks....


    Viel viel Kraft wünscht dir


    Lavendelblüte

    Ich war grade bei ihm und er sagt er geht nächste woche zum arzt. Ich hoffe er macht es auch wirklich. Dann werden wir sehen wie es weiter geht.