• Tumor im Kleinhirn, ich hab solche Angst

    Hallo zusammen *:) Wer meinen anderen Beitrag über Angstzustände und Panikattacken verfolgt hat, weiß bereits, worum es ging. Für die andren nochmal eine Kurzzusammenfassung: Seit April diesen Jahres hatte ich häufig einen Drehschwindel, der immer stärker wurde. Dazu kamen die Panikattacken. Zu guter letzt lief alles darauf hinaus, dass die Ärzte es auf…
  • 189 Antworten

    Ich denke sie meint, dass sich der radiologe auch geirrt haben kann und dir eine falsche diagnose gestellt hat und ohne kontrastmittel kann man das vlt nicht wirklich unterscheiden. Für mich ist "Tumor im Kleinhirn linksseitig d. Kleinhirnwurms" auch eine eindeutige diagnose, aber manche ärzte urteilen etwas vorschnell. Morgen wirst du sicher mehr erfahren!

    Hallo Starlight,


    warte die Untersuchungen im Krankenhaus ab. Der Neurologe sieht auf dem Bild, dass etwas verändert ist. Was es genau ist kann er nicht beurteilen. Da gibt es einige Möglichkeiten und nicht alle Möglichkeiten haben schwerwiegende Folgen.


    Vielleicht ist es eine Blutung, ein Blutgefäss , eine Entzündung,ein Tumor (gutartig oder bösartig), vielleicht muss man es operieren oder vielleicht kann man es beobachten oder gar nix tun.


    Du wirst wahrscheinlich eine Kernspintomographie mit Kontrastmittel machen müssen, ein Ct , eventuell wird Dir unter örtlicher Betäubung eine Probe entnommen um genau festzustellen um welchen Art von Tumor es sich handelt (falls es einer ist).


    Der Neurochirurg wird Dir dann genau sagen können was Du hast und ob Du operiert werden musst oder nicht.


    Mach Dich jetzt bitte nicht mit irgendwelchen Internetrecherchen verrückt bevor Du nicht weißt was es ist.

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    @ Starlight

    Sorry dass ich mich erst jetzt melde, ich war seid meinem letzten Beitrag nicht hier, musste weg *:)

    Zitat

    Könntest Du das für mich bitte mal genauer erklären? Heißt das, es muss gar nicht unbedingt ein Tumor sein?

    Ich wollte damit sagen, das Tumor ein sehr unscharfer Begriff ist. Wörtlich heißt es eigentlich nur "Schwellung" zu deutsch vielleicht "Raumforderung" also da ist etwas was mehr Platz einnimmt wie gewöhnlich. Mein Medizinprofessor sagte streng genommen wäre jede Beule ein Tumor. Aber ich gebe schon zu, dass es eigentlich meistens im engeren Sinne für Gewebsneubildungen sog. "Neoplasien" benutzt wird. Aber selbst das heißt erstmal gar nichts.


    Ich wollte dich wirklich nicht anmachen, sondern meinte es so wie ich es sagte: Mach dich erstmal nicht verrückt, das lohnt sich nicht. Diese Aussage "Tumor" ist nicht automatisch fatal. Wobei ich wiederum völlig verstehen kann das du vor der OP als solche Angst hast da die unumgänglich zu sein scheint.


    Aber es gibt wirklich tausend Möglichkeiten, und es sind nicht alle so schlimm wie ein Glioblastom.


    Die OP ist deshalb so wichtig, weil mit einer Raumforderung in der Nähe des Kleinhirns allein dadurch dass sie Platz wegnimmt nicht zu spaßen ist. Das operiert werden muss heißt hier nicht dass es sich um einen bösartigen Krebs handelt. BITTE mach dir deshalb erst mal keine Sorgen!!! :)*

    Zitat

    Ich hätte das schon mit dem Arzt besprochen. Allerdings hab ich erst Freitag nachmittag erfahren, dass ich montag früh zum MRT muss. Da war kein Arzt mehr da am Freitag, mit dem ich hätte sprechen können.

    :-o:-o:-o:-o


    Mann mann mann solche Ärzte regen mich einfach auf. >:(


    Ich denke bei dir ist alles schief gelaufen was schief gehen kann. Das gehört alles vorbereitet, besprochen und abgeklärt. Bei einem Panikpatienten mit Allergien/Medikamentenunverträglichkeiten (so hab ich das verstanden) geht ja wohl nichts spontan und hopplahopp. Ich gebe zu ich dachte du hast das nicht getan, aber der Fehler lag offensichtlich auf seiten der Ärzte.:-/

    @ Lila

    Zitat

    Soweit ich weiß, gibt es nur 1 Hirmtumor, der zwangsläufig innerhalb von 6-9 Monaten zum Tod führt, woran auch eine OP nicht viel ändern kann, und das ist das Glioblastom. Dies ist aber kein Kleinhirntumor! Mit vielen andern Tumoren kann man, auch wenn sie bösartig sind, jahre- oder jahrzehntelang leben, erst recht, wenn sie operabel sind!

    Stimmt genau :)z


    Du und Niobe drücken genau das aus was ich meinte!!:)_


    PS: Hatte ich vergessen, die schwangere Frau die ich erwähnte lebt, ist geheilt und hat ein gesundes Baby. In einer OP wurde sowohl das Meningiom entfernt als auch ein Kaiserschnitt gemacht!

    Vielleicht noch eine Anmerkung zur Genauigkeit der "Diagnosen" durch die Radiologen: Bei mir hatte der Radiologe als Fazit in den Bericht geschrieben: "Verdacht auf Glioblastom". Glücklicherweise hat mir das keiner vor der OP gesagt. Ich hatte nämlich aufgrund der Tatsache, dass er mir gegenüber von einer "Raumforderung" (sic) bzw. einem "Gewächs" gesprochen hatte, schon mal ein bisschen gegooglet und war dabei auch auf das Glioblastom gestoßen ... Nach der OP zeigten sich die Operateure recht erleichtert, obwohl das Ergebnis der Histologie noch nicht da war. Einer verplapperte sich dann "Es war ja zum Glück doch kein Glioblastom, das kann ich Ihnen schon mal sagen". Ich lag da und dachte :-o. Seine weitere Einschätzung, dass es sich wohl "grade noch" um einen gutartigen Tumor handeln würde, bewahrheitete sich dann leider doch nicht, aber damit fand ich mich dann eben ab. Immerhin habe ich während meines KH-Aufenthalts erfahren dürfen, dass meine Freunde alle hinter mir stehen, sich kümmern usw. In der Reha habe ich dann meine 2. große Liebe kennen gelernt und denke daher bis heute manchmal, dass das Ganze auch sein Gutes hatte - denn momentan geht es mir recht gut. :)^

    @ Aeskulapia,

    ich dachte mir fast, daß du aus dem medizinischen Bereich kommst und solche Fälle öfter siehst. Nun ist aber der Normalbürger nicht so gut informiert und bei dem Wort Hirntumor brennen einem alle Sicherungen durch, weil das so unglaublich schrecklich klingt und mit den negativsten Gedanken behaftet ist. Fast kein Mensch weiß, daß die Mehrzahl gutartig ist und nicht zwingend operiert werden muß, daß viele ein Leben lang unentdeckt bleiben und daß Tumor alles mögliche heißen kann. Hab ich auch erst lernen müssen.


    Mein Neurologe sprach bei der Begutachtung der Bilder von einem Knubbel am Hirnstamm. Als ich die Bilder auf dem Schirm sah, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Er hat das dann erst mal runtergespielt, ja das kann man operieren und dann ist gut. Da mein Bruder mit 20 Jahren an Krebs starb, habe ich natürlich so meine Erfahrungen mit Ärtzen und Diagnosen und wie sie das so runterspielen.


    Sei also bitte nachsichtig mit den weniger gut informierten Patienten und hab ein wenig Verständnis für ihre Ängste. Hirntumor ist ja leider kein Schnupfen. Als sich das mit meinem Tumor rumsprach, dachten die Leute auch das Allerschlimmste.

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    @ starlight81

    gut, dass Du es Deiner Mutter gesagt hast. Klar, ist man als Mutter erst mal geschockt, aber dann mobilisiert man alle verfügbaren Kräfte die man hat - und die sind stark! Glaube mir! Deine Mutter wird Dir noch gute Unterstützung geben können, wenn es darum geht Untersuchungen und ERgebnisse zu bekommen!


    Als ich im Mai so schnell ins KKH musste, wegen dem Knoten in der Brust, musste ich zu einigen Voruntersuchungen - auch zum MRT! ich hab so was noch nie bekommen. Von Natur aus, bin ich was Ärzte angeht - absolut Schisserich! ;-) ich hab meine Mutter mitgenommen und da saßen wir in dem langen Flur vor dem MRT - (eine Menge Leute waren da - aller Altersgruppen) und auch wurden viele MRT's bei Jugendlichen gemacht - alle hatten ein ERgebnis, was abgeklärt werden musste. Während der langen Wartezeit habe ich sie rauskommen sehen und nach dem ersten Sichten der Aufnahme sagen die Ärzte einem schon, wie es aussieht. Die wren aber alle hinterher entspannt! Also, man sollte da erstmal abwarten - Angst haben wir wohl alle. Du wirst sehen, wie viel da hinmüssen und wirst Dich wundern!


    Was ich süß fand - ich bin ja Ende 40 und meine Mutter ist 72 Jahre alt - aber immer noch rüstig und gut drauf. Sie hat mir meine Hand gehalten und das hat mir gut getan. Als ich nach der 2. Untersuchung nach dem MRT aus dem Behandölungszimmer kam und mit der Ärztin gesprochen hatte - meiner Mutter druassen sofort sagte, dass wenn es Krebs sein sollte, wäre es so früh, dass ich oihne Chemo davonkommen würde. OP musste aber gemacht werden - das war mir egal. Meine Mutter weinte vor Glück - die ganze Anspannung war weg und wir beide sind fröhlich nach Hause gefahren! OP habe ich einige Tage später super überstanden - auch das Warten auf das endgültige ERgebnis war nicht mehr so aufregend. Aber ich habe gebetet - natürlich habe ich gebetet - warum nicht??? Es ist alles gut geworden - es war "gott sei Dank" nix! Nur so ein blöder Lymphknoten, der da nicht hingehört in der Größe!


    Ich werde für Dich beten - ich glaub ich hab da einen guten Draht zum lieben Gott! ;-)


    Mir bzw. uns hat es auch immer geholfen - ich schliesse Dich direkt heute in mein Gebet ein!


    Es gibt immer aufregende Zeiten in unserem Leben - da müssen wir durch und haben wir sie überstanden, sind wir wieder ein Stück weiter und "weiser" geworden!


    ich wünsch Dir, dass alles gut ausgehen wird und hoffe, man wird das hier auch mal lesen können?! :)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*:)*

    @ Rotkäppchen

    Zitat

    Sei also bitte nachsichtig mit den weniger gut informierten Patienten und hab ein wenig Verständnis für ihre Ängste. Hirntumor ist ja leider kein Schnupfen.

    :)z


    versprochen!

    @ :)

    So, ich hab auch wieder Internet. Bin jetzt übers Wochenende aus dem Krankenhaus entlassen worden...


    Erstmal danke für eure Beiträge, schön dass ich nicht alleine bin.


    Jetzt mal zu meinen Ergebnissen bis jetzt:


    MRT mit Kontrastmittel: Erst hieß es, da hat sich nichts eingefärbt, dann, dass die Bilder verwackelt wären, dann, dass da wohl eine Raumforderung (die Ärzte haben es Gliom genannt) ist. Ich hab mir die MRT Bilder auf CD brennen lassen. Aber ich kann auf denen mit Kontrastmittel nichts erkennen, nur auf dem ohne kann ich den Tumor sehen. Hab das Bild mal angehängt:


    http://s3.directupload.net/file/d/1906/4xpj5qib_jpg.htm


    Dann wurden noch gemacht: EEG und Schwindeldiagnostik.


    Montag wird dann MRT der Wirbelsäule gemacht, und Mittwoch wohl eine nuklearmedizinische Untersuchung.


    Die Ärzte sagen, es wäre ein Tumor, aber sie wissen nicht, ob gut- oder bösartig. Wenn er gutartig ist, wollen sie nicht operieren, da sie meinen, dass am Kleinhirn ja die Koordination gesteuert wird, und der Schaden danach sehr groß sein könnte :-( Naja, wird nur sehr sehr schwer für mich als Paniker damit zu leben. Ich bin Dienstag abend schon mit ner Panikattacke ins Krankenhaus. So werd ich wahrscheinlich bei jedem bisschen Kopfweh wieder ins KH :(v


    Aber wenn er bösartig ist (was sie ja nicht wissen), kann es doch passieren, dass er sehr schnell wächst. Oder auch wenn er gutartig ist. Dann muss er doch auch raus, oder? Kann man sowas nicht mit Bestrahlung behandeln, wenn schon nicht mit einer OP? Wie kann man denn erkennen, ob er gut- oder bösartig ist? Ich will mir auch auf jeden Fall noch eine zweite Meinung einholen. Könnt ihr mir da jemand empfehlen? Was kann denn passieren, wenn nicht operiert wird? Der kann doch da alles abdrücken, oder nicht?


    Ach, das macht mich alles ganz verrückt :°(

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    Je nachdem, wo du wohnst, kann ich dir die Kopfklinik der Universitätsklinik Heidelberg wärmstens empfehlen. Die haben auch eine Ambulanz. Da bräuchtest du eine Überweisung vom Hausarzt oder Neurologen, der am besten auch den Termin für dich dort vereinbaren sollte (geht dann erheblich schneller). Ich bin dort auch operiert worden und werde jetzt von einer Neuroonkologin dort betreut. Die CD und andere Befunde solltest du dann dorthin mitnehmen. Die sind sehr kompetent und besprechen ihren Fälle im Tumorboard (Neuroonkologen mit Neurochirurgen und Strahlentherapeuten, also alle betroffenen Spezialisten).

    @ Lila

    Ich kann leider nicht so problemlos zu einer anderen Klinik, bin da ja als Soldat an die Bundeswehrkrankenhäuser gebunden. Und ich will auch erst noch die weiteren Untersuchungen abwarten, bevor ich mir eine zweite Meinung einhole.


    Mir wäre wichtig zu wissen, was es als Alternativbehandlung gibt, falls nicht operiert wird?? Ich will den Tumor weg haben. Denn irgendwann wird er ja sicher weiter wachsen.

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    Nach der Alternativbehandlung solltest du die Ärzte fragen. Das hängt sehr vom Tumor ab (bin da jetzt kein Experte). Es gibt welche, die auf Bestrahlung "reagieren", andere wieder auf Chemo und/oder Hyperthermie.


    Gutartige Tumore wachsen i. A. sehr langsam, da muss evtl. außer beobachten gar nichts gemacht werden. Ist denn eine Biopsie (mikro-invasiver Eingriff) vorgesehen, um den Tumor auf seine Gut-/Bösartigkeit zu untersuchen? Oder wie wollen sie das rauskriegen?

    Dafür wollen sie diese nuklearmedizinische Untersuchung machen (ich denke, das ist diese PET). Danach wollen sie sagen können, ob er gut- oder bösartig ist. Von Biopsie hat bis jetzt noch keiner gesprochen. Aber wenn sie ja schon nicht operieren wollen, werden sie vermutlich auch nicht biopsieren.

    Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass sie das nach der PET wirklich sagen können. Bei mir wurde mal ein AMT-SPECT (auch ein nuklearmedizinisches Verfahren) gemacht, und sie waren hinterher so schlau wie davor. Die PET konnte damals nicht gemacht werden, weil sie im DKFZ steht. Immerhin scheinen sie dann von den Geräten her sehr gut ausgestattet zu sein, PET ist nämlich das genauere Verfahren. :)*@:)

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