• Vaginalkarzinom

    Guten Tag Meine Schwägerin hatte ursprünglich Gebärmutterhalskrebs. Das wurde operiert. Dann, ein Jahr später, wurde ein Vaginalkarzinom festgestellt. Und es wurde von einem Blasentumor gesprochen. Sie bekam 3 (!) Bestrahlungen. Dann hiess es das der (Einzahl) Tumor weg sei. Aber nun hat sie permanent extrem starke Bauchschmerzen, übergibt sich…
  • 321 Antworten

    Hallo.


    Sie hätte eigentlich heut nach Mittag ins Krankenhaus sollen.


    Aber sie hielt es nicht mehr aus und ist nun seit heut morgen bereits im KH.


    Heut nachmittag ist Gespräch mit dem Chirurg...

    Hallo.


    Meine Schwägerin wird Donnerstag operiert.


    Die Ärzte machen wenig Hoffnung.


    Nun wollen wir sie Mittwoch besuchen.


    Frage:


    Über was redet man?


    Welche Themen sind angebracht.

    Ich würde schauen, worüber sie reden möchte.


    Normalerweise würde ich sagen, dass der Kranke ggf. über sein Ableben und/oder dementsprechende Vereinbarungen würde reden wollen.


    Im Falle Deiner Schwägerin gehe ich eher davon aus, dass sie das nicht so recht wird wahrhaben wollen und vielleicht eher small talk macht.


    Frag sie doch einfach, wie es ihr geht, ich meine jetzt, so wirklich geht?


    Viel Kraft für Zeit wünsche ich Euch.

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    Hallo,


    habt Ihr denn schon mit ihr gesprochen ueber Dinge wie ihr Testament, ueber eine Patientenverfuegung, ueber moegliche Vollmachten, wie fragliche Angelegenheiten nach ihrem Tode geregelt werden sollen, wo Unterlagen von ihr sind, welche Wuensche sie hat? Vielleicht koennt Ihr ein entsprechendes Gespraech so "verpacken", dass Ihr sagt, man wisse ja nie, was bei einer OP alles passieren koenne, und manchmal sei man ja nach einer OP erst laengere Zeit nicht richtig handlungsfaehig.


    Dass tatsaechlich (fast) gar nichts mehr an ihrem Zustand geaendert werden kann, ist Euch ja klar, aber wenn sie fuer sich selbst noch irgendwelche Hoffnungen aufbaut, kann es vielleicht schwierig werden, wenn Ihr diese jetzt zu ploetzlich zerstoert. Dann kann es sein, dass Ihr mit ihr gar nicht mehr in eine sinnvolles Gespraech kommen koennt.


    Vielleicht gibt es auch irgendjemanden vom Krankenhaus, der ihr sagt, dass es immer gut ist, derartige Dinge zu klaeren, selbst wenn man gesund sei oder es sich nur um einen kleinen Eingriff handele. Wenn es die Aerzte nicht tun, waere ein Geistlicher oder sozialer Mitarbeiter ggf. eine Person, die Euch dabei unterstuetzen kann.


    Ich wuensche Euch und ihr viel Kraft! :)*

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    Hallo.


    Wir waren heute da.


    Sie war sehr in sich gekehrt, wirkte verzweifelt.


    Hat sich aber wohl über unseren Besuch gefreut.


    Es soll so ziemlich alles unten herausgeschnippelt werden. Die Scheide wird entfernt.


    Urin und Stuhl sollen dann über einen künstlichen Ausgang abgeführt werden.


    Im Schriftstück der Ärzte steht klipp und klar das im Falle von zu viel Tumoren die OP abgebrochen wird.


    Die sagten auch das die OP sehr schwer wird und auch mit dem Tod bei der OP gerechnet werden muss.


    Morgen um 7 geht es los. :-/

    Agnes, das fragen wir uns auch.


    Ich persönlich empfinde die OP als sinnlos.


    Meine Schwägerin wird fast komplett ausgehöhlt.


    Ob das ein Leben ist...?

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    Ja, aber sie hat einen Behandlungswunsch und dem wird nachgekommen. Lediglich bei allzu großer Tumorlast wird dann abgebrochen.


    Nochmal: Deioe Schwägerin ist der Auslöser für diese Situation, indem sie im Prinzip alles Wahre boykottiert, leider.

    Ich sehe nicht, wie eine Schuldzuweisung jetzt dem TE oder seiner Schwägerin weiterhilft.


    Leute wünschen oft nutzlose Behandlungen, weil sie hoffen, daß sie doch was bringen. Wenn dem nachgegeben wird, kommt es leider zu solchen Operationen. Es liest sich, als ob palliative Betreuung viel sinnvoller wäre.

    Eine schwere Zeit für euch …


    Mit meinem Bruder haben wir, als es immer mehr Ende zuging, über andere Dinge geredet als Tod und Sterben; er wollte das so. Am liebsten sprach er über seine Reise auf eine Insel, die er - schon fernab der Realität - so gern noch machen wollte.


    Ja, horcht darauf, was sie möchte und geht darauf ein. :)*

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    Zitat

    Ich sehe nicht, wie eine Schuldzuweisung jetzt dem TE oder seiner Schwägerin weiterhilft.

    Hier geht es nicht um Schuld. Es geht darum, dass die Schwägerin von Anfang an keine realitätsbezogene Krankheitseinsicht hatte und somit auch falsche und irreführende Informationen an die Angehörigen weitergegeben hat. Dies warf Fragen seitens des TEs auf, auf welche dann hier eingegangen wurde.

    Zitat

    Leute wünschen oft nutzlose Behandlungen, weil sie hoffen, daß sie doch was bringen. Wenn dem nachgegeben wird, kommt es leider zu solchen Operationen. Es liest sich, als ob palliative Betreuung viel sinnvoller wäre.

    Dies ergibt sich aus dem, was ich oben schrieb. Sie hat offensichtlich den Behandlungswunsch geäußert und dem wird nun nachgegangen.


    Aus dem, was man hier im Thema liest, geht nicht hervor, dass sie verstanden hat (oder verstehen will), dass die Situation nun rein palliativ ist.


    Da kann man den Ärzten wohl am wenigsten einen Vorwurf machen.

    Hallo


    Ich war bei ihr.


    Die OP wurde abgebrochen, keine Ausgänge gelegt.


    Der Chefarzt sagte das überall Tumore wären.


    Die würden nun die Wundheilung abwarten und dann in etwa 3 Wochen mit der Chemo beginnen. :(v ":/

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