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    Also, mein Mann hat aufgrund eines malignen Melanoms, das im Februar entfernt wurde, einen Tumorpass. Letztens wurde er im KH wegen einer allergischen Reaktion mit Cortison behandelt. Bei Besuch seines Hautarztes war der mehr oder weniger bestürzt und hat meinen Mann explizit darauf hingewiesen, dass er in Zunkunft auf den Tumorpass bzw. Krebsvergangenheit unbedingt hinweisen soll, weil Cortison für diese Patienten absolut ungeeignet ist.


    Kann dies nur aus meiner Erfahrung so sagen.

    Hat er das auch begründet? Cortison wird sogar teilweise in der Hirntumortherapie eingesetzt. Hochdosiert und über längere Zeit angewandt kann Cortison viele Nebenwirkungen haben, Krebs gehört aber nicht dazu...

    Das einzige, was er natürlich meinen kann, ist die immunsupprimierende Wirkung, aber das kommt ja eigentlich nur zum tragen, falls man Cortison über sehr lange Zeit und hochdosiert zu sich nehmen muss. Bei einer Behandlung von einer akuten allergischen Reaktion dürfte der Effekt nicht zum tragen kommen.

    Er meinte nur, dass Cortison für Leute, die eine Krebsvergangenheit haben, nicht geeignet ist.


    Kann ja sein, dass es in der Krebstherapie hilfreich ist, aber nichts ist für Personen, die mal Krebs hatten oder gefährdet sind.

    ,,Er meinte nur, dass Cortison für Leute, die eine Krebsvergangenheit haben, nicht geeignet ist.


    Kann ja sein, dass es in der Krebstherapie hilfreich ist, aber nichts ist für Personen, die mal Krebs hatten oder gefährdet sind. ''


    das könnte stimmen... aber soweit ich jetzt weiß ist cortison nicht krebsfördernd...

    Da stimme ich aber nur zu, wenn es um die orale Gabe von Cortison geht. In Form von Salben ist Cortison in den meisten Fällen sehr gut verträglich, weitgehend Nebenwirkungsfrei und unverzichtbar bei unzähligen Erkrankungen.

    Hallo, wie ist das bei Sprays? Nehme seit 2 Monaten "Alvesco" gegen meine Entzündete Bronchialschleimhaut und soll das Spray jetzt noch mal 3-4 Monate nehmen. Abends einen Hub. (160mg)Muss ich mir wegen dem Spray jetzt Gedanken machen?

    Zitat

    sie machen bei langfristiger Anwendung die Haut dünner und damit mechanisch anfälliger

    Es gibt so ziemlich kein Medikament, das bei langfristiger Anwendung nicht Nebenwirkungen zeigt. Die Frage ist doch, ob die Wirkung die Nebenwirkungen rechtfertigt. Bei akuten Schüben von entzündlichen Hauterkrankungen beispielsweise ist Cortison ja wohl immer noch das Mittel der Wahl und bringt gute Erfolg bei sehr wenigen Nebenwirkungen. Die Frage ist ja auch immer, ob es eine gute Alternative zu einem Wirkstoff gibt.


    Problematisch ist meiner Meinung nach vor allem die langfristige und hochdosierte orale Einnahme, zumal da ja dann ein gewisser Gewöhnungseffekt des Körpers eintritt, weswegen Cortison nicht von heute auf morgen wieder abgesetzt werden kann.

    Zitat

    Nehme seit 2 Monaten "Alvesco"

    Das Medikament kannte ich noch nicht, aber habs mal im aktuellen AKB nachgeschlagen. Ist noch recht neu, Markteinführung 2005. Deswegen ist die Studienlage noch recht dürftig. Der Wirkstoff ist aber einfach eine weitere Variante von Cortison.


    Nebenwirkungen: Häufig: Bronchospasmen (wenn Du also feststellst, dass sich die Atemnot nach Inhalation eher verstärkt, absetzen), Heiserkeit, Husten.


    Gelegentlich Ekzeme, Hautauschläge, Störungen des Geschmackssinns, Mundtrockenheit, Brennen, Entzündungen und Reizungen, eventuelle auch Mundsoor.


    Deine Dosis ist die übliche Dosis für Erwachsene.


    Bei so langer Dauer sollte man auch darauf achten, ob systemische Nebenwirkungen auftreten, auch wenn diese eigentlich nicht zu erwarten sind.


    Auch wenn das erstmal nach vielen Nebenwirkungen klingt, brauchst Du Dir keine Sorgen machen, weil es eigentlich gut verträglich ist. Wie gesagt, jedes Medikament hat mögliche Nebenwirkungen, das heißt nicht, dass sie auch auftreten.

    Typische systemische Nebenwirkungen bei Cortison sind vielfältig:


    - Einlagerung von Fettgewebe ins Gesicht und Körper (Vollmondgesicht)


    - Osteoporose


    - Muskelschwäche


    - Blutdruckabfall


    - erhöhter Blutzucker


    - Steigerung des Augeninnendrucks


    - Störungen bei der Sexualhormonproduktion --> vermehrter Haarwuchs


    - Wachstumsstörungen bei Kindern und Jugendlichen


    - Veränderungen im Blutbild


    - Kopfschmerzen, Schwindel, Depressionen


    ... und noch viele mehr.


    ABER: Diese Symptome treten üblicherweise nur auf, wenn man Cortison HOCHDOSIERT und über einen LANGEN ZEITRAUM ORAL einnehmen muss. Bei lokaler Anwendung wie bei Dir geht Cortison kaum ins Blut über. Da sind, wenn überhaupt nur lokale Nebenwirkungen zu erwarten. Es gibt Menschen, die jahrelang Cortison zu sich nehmen müssen. Die sind durch die obigen Nebenwirkungen eher betroffen.