Angst vor Krebs

    Hallo,


    seit Wochen kämpfe ich mit entsetzlichen Schwindel, Benommenheitszuständen und Kreislaufproblemen. Ich fühle mich sehr schläfrig, sehr müde und kraftlos und das selbst nach genug Schlaf. Das furchtbare ist, dass es am Abend beim einschlafen beginnt, eine Art Schüttelfrost und Unwohlsein (Schwindel), den nächsten Tag durchgehend da ist und selbst am nächsten Tag nicht vergeht. Ich fühle mich, als habe ich die Nacht davor durch gesoffen. Ich sehe auch nicht gut aus, bin blass und habe Augenringe. Hinzu kommen Verdauungsprobleme die mich seit Jahren quälen, fettiger breiiger Stuhlgang, begleitet von gelegentlichem Durchfallgefühl (selten Schmerzen) und vor wenigen Wochen auch Blutablagerungen im Stuhl und Klopapier zu sehen. Allerdings weiß ich, dass ich Hämorrhoiden habe Diese Zustände hatte ich in ähnlicher Form vor mehreren Jahren auch schon, aber diesmal ist es so schlimm wie nie zuvor.


    In den letzten Monaten und Jahren habe ich immer mal wieder Checkups machen lassen, Ultraschall Bauchraum, Stuhlproben, Urinproben, Großes Blutbild alle Werte normal, Schilddrüse scheinbar normal. Nehme weiterhin L Thyroxin 50mg. Erst kürzlich habe ich erneut einen Bluttest machen lassen, kein Befund. Eine Darmspiegelung wurde mir aufgrund des Blutes am Stuhl und Klopapier empfohlen und nehme ich war.


    Ich mach mir jetzt große Sorgen, ob ich Krebs habe und dieser mich zur Erschöpfung bringt. Es ist immer ein auf und ab, ich fühle mich wie betrunken, habe Kopfschmerzen, Augendruck/Brennen und fühle mich sehr schläfrig. Das ist ein auf und ab, mit guten und schlechten Tagen. Ich mache kaum Sport, bin jedoch nahe am Untergewicht. (172, zuletzt 55 Kilo gewogen)


    Ärzte schieben einen immmer auf die Depri Schiene, ich werde kaum ernst genommen, die Untersuchungen kommen mir oberflächlich vor. Seit Jahren habe ich Probleme mit dem Darm und erst jetzt, wo Blut auftaucht soll ich zur Spiegelung. Habe große Angst, vor unentdecktem Krebs. Mir geht es einfach so schlecht...

  • 27 Antworten
    Zitat

    Ärzte schieben einen immmer auf die Depri Schiene, ich werde kaum ernst genommen, die Untersuchungen kommen mir oberflächlich vor. Seit Jahren habe ich Probleme mit dem Darm und erst jetzt, wo Blut auftaucht soll ich zur Spiegelung. Habe große Angst, vor unentdecktem Krebs. Mir geht es einfach so schlecht...

    Na ja - mal ehrlich: Wenn jetzt allmählich jeder 2. Patient auftaucht mit Krebsängsten bei Symptomen, die tausend anderen Krankheiten zugeordnet werden können, ist schon heftig, auch für die Ärzte.


    Auch wenn es dir schlecht geht, mach dir klar: Es gibt derzeit KEINEN ernsthaften Grund, an Krebs zu denken! Dafür bestehen überhaupt keine Symptome. Andererseits können wir nie ausschließen, auch mal ernsthaft zu erkranken, und wenn es soweit sein sollte, werden wir auch damit irgendwie fertig - weil uns gar keine andere Wahl bleibt.


    Allein dein Minigewicht kann übrigens schon ein Grund für deine Schwäche sein. Wofür nimmst du denn Thyroxin, wenn deine Schilddrüse in Ordnung ist? Das Blut kann von inneren Hämorrhoiden herrühren, von denen du außen nichts merkst. Da ist so einiges noch ungeklärt, aber alles hat erstmal nichts mit Krebs zu tun.

    Ich nehme Thyroxin weil ich vor Jahren eine Unterfunktion der Schilddrüse diagnostiziert bekommen habe. Seitdem haben sich die Werte verbessert oder "verfälscht" ich weiß es einfach nicht. Ich lese von Schilddrüsen Patienten deren Werte normal sind und denen es trotzdem mies geht...


    Andererseits quälen mich auch diese Darmbeschwerden, es sind jedoch so gut wie nie "echte Durchfälle", also wässrig und über mehre Klogänge der Fall. Eher breiig, schleimig aber immer mit einem durchfallartigen "Gefühl", also müsse es unbedingt raus. Dabei brennt es am Hintern, als würde ich heiße Lava ausscheiden.


    Ein erneuter Besuch bei einem anderen Internisten brachte die selben Ergebnisse. Es war nichts im Blut erkennbar und auch ein Ultraschall zeigte nichts auffälliges außer Luft im Darm. Gestern hatte ich erneut so einen Schub der bis jetzt anhält, Erschöpfung und Benommenheit, Schwäche....


    Ich müsste mal zum Arzt und die Werte aushändigen lassen, mache ich mal...


    Wenn ich den Arzt Auf Borelliose, Histamin oder anderes angesprochen habe wurde abgewunken und es ist fast schon so als würden sie sich weigern mich auf diese Möglichkeiten untersuchen wollen...

    du gehst leider überhaupt nicht auf meinen Post ein. Luft im Darm zeigte sich bei mir auch immer extrem.


    Das kann von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit kommen,


    Was isst du so? Führe mal ein Ernährungstagebuch oder lass die Tests direkt machen. Bei mir ist Fructose und Laktose der Übeltäter...

    Also ich war nun beim Gastro. und habe noch ein MRT nach neurologischer Rücksprache (EEG/Sehtest/MRT) machen lassen. Alles bisher ohne Befund. Ich werde wahnsinnig, dieses grässliche Gefühl, meine Augen brennen und alles drum herum fühlt sich verklebt und fettig an.


    Warte nun auf einen Termin in einem Stoffwechsel Zentrum, aber keiner kann mir helfen....

    Der Gastro hat mir zwar einen Laktose Test angeboten, allerdings sollte der ein paar Tage später erst gemacht werden. Er meinte nur, ich habe nichts, es seien nur harmlose Hämhoriden (wie auch immer). Zu weiteren Test wurde sich nicht geäußert und ich wurde abgewürgt. Ob ich eine Zöliakie oder dergleichen haben könnte lässt sich nur mit Magenspiegelung raus finden. Oh man ich geh durch DIE HÖLLE

    Der Gastro hat mir zwar einen Laktose Test angeboten, allerdings sollte der ein paar Tage später erst gemacht werden. Er meinte nur, ich habe nichts, es seien nur harmlose Hämhoriden (wie auch immer). Zu weiteren Test wurde sich nicht geäußert und ich wurde abgewürgt. Ob ich eine Zöliakie oder dergleichen haben könnte lässt sich nur mit Magenspiegelung raus finden. Oh man ich geh durch DIE HÖLLE

    Ist bei Dir der Vitamin-D-Spiegel im Blut mal gemessen worden? Vitamin-D-Mangel ist häufig und kann u.a. zu Kraftlosigkeit und Kreislaufproblemen führen. (Natürlich können solche recht "allgemeinen" Symptome viele Ursachen haben.) Auch B12-Mangel ist nicht so selten; lasse am besten das Holo-TC bestimmen, sowie Folat und Homocystein. Der häufiger untersuchte "normale" B12-Wert (Gesamt-Vitamin-B12 im Serum) kann aber auch schon ein Anhaltspunkt sein.


    Breiiger Stuhl kann nicht von Hämorrhoiden kommen. Deine Verdauung ist anscheinend gestört. Eine gründliche Stuhlanalyse könnte sinnvoll sein (z.B. hier).


    Als praktische Maßnahme für den Darm solltest Du Flohsamenschalen probieren (ein für "Anfänger" geeignetes Präparat ist z.B. Mucofalk, Einnahme mit reichlich kohlensäurefreiem H2O gemäß Beipackzettel).

    Danke für die Antworten, ich muss sagen, dass mich mein Darmleiden nicht so sehr belastet wie eben diese Benommenheit und die brennenden Augen. Der Gastro lies eine Darmspiegelung durchführen bei der er nichts fest stellen konnte. Wie gesagt, eine Magenspiegelung könnte man in Bezug zu einer Zöliakie abklären.


    Sieht man denn diese ganzen Werte nicht im großen Blutbild?

    Vit.-D-Mangel ist am "Blutbild" nicht erkennbar. Das ist ein eigener Test (Laborwert 25-OH-D, zum Teil auch anders bezeichnet, die Substanz heißt auch Calcidiol), der bei Ärzten nicht immer routinemäßig gemacht wird. Das hängt auch mit den Kosten zusammen, die gesetzlichen Kassen sind da eher knauserig ("Budgetierung" bei Hausärzten).


    Die natürliche Hauptquelle des Vitamin D ist die körpereigene Synthese unter dem Einfluß von UVB-Strahlung; in Deutschland ist das die Sommer-Sonne, wenn sie hoch genug steht. Wer auch in der warmen Jahreszeit die Mittagszeit fast ausschließlich in Räumen oder Fahrzeugen verbringt, ist ein heißer Kandidat für D-Mangel...


    Starker B12-Mangel (z.B. bei Veganern) kann zu einer bestimmten Form der Anämie, die man am Blutbild sieht. Das Fehlen einer solchen Anämie ist aber kein Beleg für eine wirklich gute Versorgung mit B12 und Folsäure.


    Der Begriff Großes Blutbild bedeutet nicht "besonders umfassende Untersuchung des Blutes", das wird wohl oft falsch verstanden.

    Leute ich habe die Werte!


    Klinische Angaben: E01.8G V.a Autoimmunthyreoditis


    Ergebnis Referenzbereich:


    Erythrozyten: 5,00 (4.54-5.77)


    Hämoglobin: 15,4 (13,5 - 17,5)


    Hämatokrit: 45 ( 40 - 51 )


    MCH (HbE) 30,8 (27,6 - 32,8 )


    MCV: 90,4 ( 80.0 - 96.0)


    MCHC: 34,1 (32,8 - 36,6)


    Erythrozytenverteilungsbreite: 12,1 ( < 14,5 )


    Leukozyten: 6,5 ( 3,9 - 9,8)


    Thrombozyten: 201 (146 - 328)


    HbA1c (IFCC): 33 < 39


    HbA1C (NGSP): 5,1 < 5,7


    Glucose venös (Serum): 85 (65 - 100 )


    Natrium: 139 ( 135 - 145)


    Kreatinin: 0,8 ( bis 1,2)


    GFR (CKD-EPO-FOrmel) 124 ( > 60 )


    Der altersentsprechende MEdian liegt bei 116m/min/1,73qm


    Cholesterin gesamt + 214


    Angeblich grenzwertig (warum hat das der Arzt nicht erwähnt?)


    HDL Cholesterin: 47 ( < 200 )


    ( 200 - 239 )


    > gleich 240 )


    (> 40 )


    Dann zweite Seite


    CRP (C-reaktives Protein quant.) <1 ( bis 5)


    Ak g. SD-Peroxidase (MAK) <30 ( < 60 )


    Ak g. TSH-Rezeptor (TRAK) <1.0 ( < 1,8 )


    Wird da jemand schlau draus?

    Hallo Crimsom24, ein einziger Witz, wenn man die Qualität am Auftrag "V.a Autoimmunthyreoditis" (V.a Autoimmunthyreoditis = Verdacht auf Hashimoto-Thyreoiditis) messen wollte. Die TPO-AK (= MAK), die auf Hashi hinweisen könnten, sind nicht erhöht; die TG-AK, die bei nicht erhöhten TPO-AK interessant wären, wurden nicht bestimmt, wogegen man die TRAK bestimmte, die bei Erhöhung allerdings in Richtung M. Basedow weisen würden. ABER: Nicht erhöhte Autoantikörper schließen SD-Autoimmunerkrankungen nicht aus, weil es auch sog. seronegative SD-AI-Erkrankungen gibt, bei denen erhöhte AK nicht nachweisbar sind. Der Verdacht auf Hashi wurde also nicht ausgeräumt, aber auch nicht bestätigt. Wollte man die Kopfzeile "V.a. ..." wirklich als abzuarbeitenden Auftrag begreifen, wäre jetzt noch eine Songraphie der SD nötig. Relevant wäre dann das Echomuster: "Inhomogen" und "echoarm" wären ein Indiz für akute oder vergangene Entzündungen, wie z.B. Hashi. Interessant, dass der Verdacht auf eine SD-Erkrankung nicht einmal zur Bestimmung von TSH und den freien Hormonwerten fT3 und fT4 animiert hat.

    Ich war bereits beim Endokrinologen, der hat Mittels Ultraschall nichts auffälliges an der SD fest stellen können, wollte aber eine genaue Blutuntersuchung (inkl. aller Hormone) abwarten und hat das bereits eingeleitet (blut wurde bereits genommen)..... die Ergebnisse bekomme ich erst am 28.10, bzw da habe ich einen "Telefontermin". Nächste Woche geht es dann, ist im übrigen ein Zentrum für Hormone/Stoffwechsel, zum Stresszucker Test.... habe mir nur zwischendurch, weil ich mal wieder kurz vorm Zusammenbruch auf Arbeit war und einer der "Internisten" zwischen denen ich hin und her pendle (es ging vor allem um die Krankschreibung) nochmal Blut abnahm. Also das wurde alles vom Internisten eingeleitet und sind noch nicht die Werte des Endo....


    Heute übrigens wieder so ein Tag zum vergessen, den gesamten Vormittag fühlte ich mich "krank", erneut dieser furchtbare Schwankschwindel/Gangunsicherheit, die Beine wie Pudding..... an schlimmen Tagen bekomme ich regelrechte Kreislaufprobleme, mit Zittern, Hitze (abwechselnd) Gelenkschmerzen, VOR ALLEM AUGENBRENNEN etc pp und am nächsten Tag ist wieder alles weg. Immer Schubweise... oh Gott es ist eine einzige Qual

    Crimsom, vielen Dank für Deine Zwischeninfo. Ich hoffe, dass die die Gesamtheit der für Dich arbeitenden Medizinmänner Dich bald wieder auf die Spur bringen, denn die Schilderung Deiner Beschwerden läßt ja auch hartgesottene user die Rückenhaare hochstellen. Schönes Rest-Wochenende!