Angst vor Magenkrebs mit 31

    Hallo liebe Community,


    da ich seit geraumer Zeit unter der massiven Angst vor Magenkrebs leide und derzeit aufgrund der Corona-Krise keine Spiegelungen durchgeführt werden, solange sie nicht unbedingt notwendig sind, wollte ich hier mal nachfragen, wie ihr die Symptome seht, evtl. könnt ihr mir ja etwas die Angst nehmen.


    Allgemein zu mir, ich bin 31 Jahre alt und männlich. Ich leide seit 2012 unter einer Refluxkrankheit mit Zwerchfellbruch, was man Ende 2015 bei einer Magenspiegelung diagnostiziert hat, ansonsten ohne Befund. Daher auch seit 2012 immer wieder Einnahme von PPI sowie H2-Blocker im Wechsel oder auch, wie aktuell, in Kombination (aktuell 40mg Esomeprazol sowie 300mg H2-Blocker täglich). Zuletzt im Jahr 2018 begonnener, gewollter Gewichtsverlust von 84kg auf 60kg über zwei Jahre durch Ausdauersport (täglich 45 Minuten) bei einer Größe von etwa 1,70m.


    Meine Beschwerden beziehen sich im Wesentlichen auf den Magen-/Darm-Trakt, die Beschwerden äußern sich wie das Roemheld-Syndrom. Anfallsartig baut sich in meinem Magen und Darm so extrem viel Luft auf, dass es zu Extrasystolen und Beklemmungsgefühl im Brustkorb kommt. Diese Beschwerden sind reversibel, wenn dann Stuhlgang erfolgt oder Luft abgelassen wird, beispielsweise durch Aufstoßen.


    Zusätzlich habe ich beim Essen doch ein relativ schnelles Sättigungsgefühl, das allerdings nicht immer und auch nach dem Essen manchmal ein unangenehmes Völlegefühl. Schmerzen hinter dem Brustbein bzw. temporär im Oberbauch sowie Säurebeschwerden kommen manchmal dazu, sind aber nicht immer vorhanden.


    Den Blähungen kann ich mit Simeticon entgegen steuern, allerdings sind diese "Anfälle" manchmal so heftig, dass ich das Gefühl habe, ich müsste sterben. Eine Panikstörung ist bei mir ebenfalls vorbekannt.


    Meine Frage ist jetzt, ob die genannten Symptome in irgendeiner Form auf Magenkrebs hindeuten könnten und wie wahrscheinlich es ist, mit 31 ohne familiäre Vorbelastung bei Spiegelung 2015 ohne Befund an Magenkrebs zu erkranken.


    Typische Symptome wie Abneigung gegen Fleisch habe ich nicht. Meinen Ausdauersport kann ich täglich 45 Minuten lang meist ohne größere Probleme durchziehen.


    Würde mich über Antworten freuen.


    Liebe Grüße

    Basti

  • 23 Antworten

    Aber mal einen Ernährungsmediziner hast du nie aufgesucht?


    Ich habe eine riesige Hernie, ich hatte Reflux und Sodbrennen ohne Ende. Mein Darm spielte auch verrückt. Einschließlich Op‘s.


    Die Ursache waren Unverträglichkeiten wie zum Beispiel Getreide. Gluten war es aber nicht.


    Mit anderen Worten: Trotz Hernie kein Reflux, kein Sodbrennen. Kann ich das im Urlaub nicht einhalten, ist der ganze Mist aber 24 Stunden wieder da.


    Also: was man oben reinwirft, macht weiter unten den Magen sauer...


    Man muss nur rausfinden, was ...


    Dann schwappt auch nichts mehr hoch...

    Hast Du mal was an Deiner Ernährung geändert? Mal 4 Wochen nur Schonkost ohne Einnahme der PPI? Kohlensäurehaltige Getränke sind z. B. auch ein Verursacher von Blähungen.


    Ich würde mir mit einem Fachmann mal Deine Ernährungsgewohnheiten ansehen und ggf. diese anpassen. Hast Du schon mal was von den Ernährungsdocs gehört? Da gibt es fabelhafte Sendungen gerade zum Magen-Darm-Trakt, alle noch ansehbar in der Mediathek.

    Also mit Deiner Ernährung scheint doch einiges im Argen zu sein. 60 kg auf 1,70m für einen Mann, das ist sehr wenig.

    Isst Du bewusst wenig? Das fördert die Säureproduktion ungemein. Ich würde lange Essenspausen vermeiden und lieber öfters kleinere Portionen essen.

    Vor allem nach dem Sport nicht mit leerem Magen ins Bett, das gibt einen Säureüberschuss und heftiges Sodbrennen.

    Für Krebs spricht hier absolut nichts. Spiegelungen kann man auch jetzt machen wenn nötig. Ich hatte erst vor drei Wochen eine Endosono.

    Basti271 schrieb:

    Meine Frage ist jetzt, ob die genannten Symptome in irgendeiner Form auf Magenkrebs hindeuten könnten und wie wahrscheinlich es ist, mit 31 ohne familiäre Vorbelastung bei Spiegelung 2015 ohne Befund an Magenkrebs zu erkranken.

    Für Magenkrebs spricht hier überhaupt nichts. Hätten die Ärzte auch nur den leisesten Verdacht, hättest Du trotz der Corona-Krise einen kurzfristigen Termin zur Gastroskopie bekommen.


    45 min. Ausdauersport ohne Probleme wären mit Magenkrebs vollkommen unmöglich. Ich bin selbst an Krebs erkrankt. Glaube mir, die Leistungsfähigkeit nimmt rapide ab und der Appetit wird auffällig weniger.


    Du scheinst schon ziemlich viel gegooglet zu haben. Bitte lass' das! Du bist medizinischer Laie und kannst mit den Informationen im Web nicht allzu viel anfangen. Dies ist zumindest mein Eindruck nach dem Lesen Deines Eingangsbeitrags. Zudem leidest Du an einer Angststörung, was einen Teil Deiner Symptome erklärt.

    Basti271 schrieb:

    Ich leide seit 2012 unter einer Refluxkrankheit mit Zwerchfellbruch

    Mein Mann auch, er wurde deshalb auch schon operiert - leider erfolglos. Seine Symptome sind bis heute sehr ähnlich denen, die Du beschreibst. Mit Magenkrebs hat das aber herzlich wenig zu tun. Entspanne Dich!

    Hi und danke für die bisherigen Antworten.


    Kohlensäurehaltige Getränke meide ich generell so gut es geht, ich trinke eigentlich nur stilles Wasser, auch wenn ich allgemein viel zu wenig trinke, oft nichtmal einen Liter am Tag.


    Einen Ernährungsmediziner habe ich bislang noch nicht aufgesucht, kann aber von mir selber sagen, dass ich mich relativ gesund ernähre und jetzt nicht nur Junk-Food in mich rein schaufele. Ich esse sehr viel Obst und Gemüse und kann bei einer Änderung der Ernährung keine Verbesserung der Beschwerden bemerken. Lasse ich die PPI weg, dann entzündet sich meine Speiseröhre übel.


    hr schreibt, dass das alles mit Krebs nicht wirklich übereinstimmen würde. Das beruhigt schon mal. Es fühlt sich halt nur so krass an, vor allem die Schmerzen in der Brust bzw. nahe des Magenausganges sind heftig. Dazu muss ich aber sagen, dass ich einige Bandscheibenvorfälle und Bandscheibenvorwölbungen habe, eine davon in der BWS, die andere LWS und noch eine in der HWS. Der Orthopäde meinte, daher könnte ein Teil der Beschwerden auch kommen.


    Ich bin während eines solchen "Anfalles" auch schon in die Notaufnahme. Die EKGs zeigen keine Auffälligkeiten und auch das Blutbild war immer okay. Bei Krebs wäre ja wohl auch das Blutbild verschoben, oder?


    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten :)


    Liebe Grüße

    Andrejka schrieb:

    Also mit Deiner Ernährung scheint doch einiges im Argen zu sein. 60 kg auf 1,70m für einen Mann, das ist sehr wenig.

    Daraus berechnet sich ein BMI von 20,76. Für einen relativ jungen Mann (31) ist das doch in Ordnung...

    Ob du dich der Problematik entsprechend richtig ernährst, weißt du aber gar nicht wirklich. Viel Obst hat zum Beispiel auch viel Fruchtsäure und viel Fruchtzucker. Du meinst, du meinst, aber Ahnung davon hast du gar nicht. Vielleicht kannst du auch nur gedünstetes Obst essen, rohes eben weniger....


    Und allein schon die Tatsche, dass du so wenig trinkst - wie kannst du dann behaupten, alles in Ordnung....


    Du bist schon damit nicht bereit, etwas Positives für dich zu tun. Jemand, der auf sich achtet, würde eben genau schon da anfangen, besser auf sich zu achten.


    Ich wette auch, es war es dir nicht wert, mal bei den ERnhrungsDocs zu schauen und Ansätze zu finden, was zu ändern.


    Was genau erwartest du eigentlich?

    ich wäre dafür das du evtl nochmal eine Magenspiegelung machen lässt, wenn du dir nicht sicher bist. Du möchtest ja auch Gewissheit haben, das es nichts schlimmes ist

    BenitaB. schrieb:

    Du bist schon damit nicht bereit, etwas Positives für dich zu tun. Jemand, der auf sich achtet, würde eben genau schon da anfangen, besser auf sich zu achten.


    Ich wette auch, es war es dir nicht wert, mal bei den ERnhrungsDocs zu schauen und Ansätze zu finden, was zu ändern. Was genau erwartest du eigentlich?

    Jetzt übertreibst Du aber, Benita. Bist Du versehentlich an den Knopf für die Bußpredigt gekommen?


    Basti hat sein Übergewicht erfolgreich beseitigt, treibt - sogar täglich - Ausdauersport, war wegen seiner diversen gesundheitlichen Probleme offenbar schon bei zahlreichen Ärzten (vgl. seine früheren Beiträge im Forum) und bemüht sich auch um gesunde Ernährung. Man kann ihm wirklich nicht vorwerfen, er sei nicht bereit, etwas für sich zu tun.


    Es kann natürlich sein, daß seine Ernährung im Bezug auf seine spezielle Problematik noch nicht ganz optimal ist und ein Ernährungsmediziner hier noch gute Tipps geben kann.


    Basti, Du isst "sehr viel" Obst und Gemüse. Das hat in der Regel einen hohen Wassergehalt. Außerdem wiegst Du nur 60 kg. Es könnte also sein, daß Du nicht wirklich "zu wenig trinkst". Wie ist denn die Färbung des Urins?

    Hallo und danke für die Antworten.


    Ich bin schon dazu bereit, weitere Sachen an meiner Ernährung zu ändern und ich erwarte eigentlich nur, einen Ansatz zu finden, mit dem es mir etwas besser geht, damit ich vor allem diese Krebs-Angst etwas loswerden kann. Beim Thema Spiegelung winkt meine HA ab und meint, es wär nicht nötig und ich wär dafür zu jung, das käme alles von der Hiatushernie.


    Der Urin ist meist normal dunkel-gelb gefärbt, manchmal hell-gelb, eher selten ist er klar. Er ist jedoch, wenn ich wenig getrunken habe, oft relativ konzentiert und trübe, weswegen man ihn auch bereits mehrfach ohne Befund untersucht hat.

    Das heißt ja trotzdem nicht, dass du deinem Körper was Gutes tust, weil du zu wenig trinkst.


    Und wie ich schon schrieb, wenn man nichts isst, was den Magen sauer macht, ist die Hiatushernie auch schittegal. Sofern man diese Dinge wegläßt, hat man weder Sodbrennen noch Reflux.... Trotz Hernie groß wie ein Scheunentor.


    Meine Erfahrung. Ernährungstagebuch über Wochen hinweg. Besuche bei den ErnährungsDocs, Ernähhrungsberatun durch Ökotrophologen.


    Hat was gebracht....

    Hallo Basti,

    Basti271 schrieb:

    [...] ich erwarte eigentlich nur, einen Ansatz zu finden, mit dem es mir etwas besser geht, damit ich vor allem diese Krebs-Angst etwas loswerden kann [...]

    Eben deshalb hatte ich Dir geantwortet, worauf Du aber so gut wie nicht eingegangen bist. Für Krebs spricht bei Dir überhaupt nichts. Den kannst Du getrost vergessen. :)z


    Ich kannte zwei jüngere Menschen mit Magenkrebs. Beide verstarben trotz OP und Chemo innerhalb von nicht einmal zwei Jahren. Bei beiden konnte ich den Verlauf von Anfang an beobachten. Sie waren jeweils unsere Nachbarn. Die eine war eine 38-jährige Frau, die plötzlich extrem an Gewicht verlor, kaum mehr Appetit hatte und über mangelnde Leistungsfähigkeit klagte. Sie sah aschfahl aus. Der andere - 15 Jahre später - war ein 45-jähriger Lehrer in der Wohnung nebenan. Ihm wurde im Rahmen der Krebstherapie der gesamte Magen entfernt. Auch er hatte schon länger vor der Diagnose auffällig stark abgenommen und sah echt nicht gut aus. Ohne Magen ging es ihm dann für eine Weile wieder besser, doch schon ein gute halbes Jahr später baute er erneut rasend schnell ab. Schließlich ging es ganz schnell.


    Du hast nichts von alledem und hältst auch dein Fitness-Training gut durch. Deine Gewichtsabnahme war ja gewollt. Insofern zählt sie natürlich nicht. Krebs ist deshalb zu 99,9% ausgeschlossen. Bei Dir steht offensichtlich die Angst im Vordergrund, die natürlich einige Symptome auslösen kann. Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich vor allem versuchen, diese Ängste in den Griff zu bekommen.


    Zur Ernährung und zu Deinen Trinkgewohnheiten möchte ich nichts weiter sagen. Da gilt es herauszukriegen, was evtl. Beschwerden auslösen könnte. Das kannst aber nur Du selbst, z.B. mit Hilfe eines Ernährungstagsbuchs.

    Ich würde Dir auf jeden Fall dringend raten mehr zu trinken, wenigstens 1,5 l sollten es schon sein. Dunkler Urin ist ein sicheres Zeichen, dass Flüssigkeit fehlt.

    Und wie schon geschrieben: Ernährungstagebuch führen und dann sehen, was tatsächlich Sodbrennen auslöst.

    Monsti schrieb:

    Eben deshalb hatte ich Dir geantwortet, worauf Du aber so gut wie nicht eingegangen bist. Für Krebs spricht bei Dir überhaupt nichts. Den kannst Du getrost vergessen. :)z

    Hi Monsti,


    ich danke Dir für Deine Antwort. Entschuldige, falls es so rüber kam als wäre ich nicht darauf eingegangen, war so nicht gewollt :-)


    Die Angst wird bei mir seit vielen Jahren mit Psychotherapie und pflanzlichen Beruhigungsmitteln wie Baldrian oder Passionsblumenkraut-Extrakt behandelt.


    Vorhin hatte ich wieder einen dieser "Anfälle" und bin wieder mal erneut durch die Hölle gegangen. Wieder hat sich der Druck im Bauch aufgebaut und nach einiger Zeit war der Bauch extremst gebläht. Dann folgten Herzrhythmusstörungen in Form von Extrasystolen und schneller Puls sowie Beklemmungsgefühl in der Brust begleitet von dem Gefühl, nicht richtig atmen zu können. Das Ganze hat wieder zwei Stunden in etwa angehalten und nach Stuhlgang und einer Dosis Simeticon sowie zwei Beruhigungstabletten hat sich das Ganze wieder gefangen und es war danach wieder so, als wäre nichts passiert.


    Da ich während dieser Zeit echt ohne Mist (ich übertreibe nicht) Todesängste aushalte, wäre ich echt froh darum, irgendwas zu finden, was diesen geblähten Bauch inkl. der daraus resultierenden Beschwerden lindern könnte. Das alles passt ja sehr gut zur Roemheld-Problematik und diese Leute, die das haben, finden oft meistens überhaupt nichts, was ihnen hilft.


    Wäre eine solche Darmsanierung oder Aufbau der Darmflora mittels Probiotika oder Milchsäurebakterien mal eine Überlegung wert? Soll ja helfen, zumindest laut Packungsbeilage... ;-)


    Dass ich zu wenig trinke, ist mir durchaus bewusst. Jedoch krieg ich während der Phase, in der der Bauch so aufgebläht ist, auch absolut nichts rein. Könnte höchstens die restliche Zeit des Tages versuchen, die Trinkmenge mal zu erhöhen.


    Danke Euch und Liebe Grüße