Bauchspeicheldrüse

    Hallo,


    zu meiner Person, bin 36 Jahre, männlich. Bei mir wurde im Oktober 2017 von meinem Hausarzt eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse per Ultraschall diagnostiziert. Im Stuhl wurde ein Elastasewert von 289 ermittelt. Blutbild war i.O. Mir wurde daher eine Diät empfohlen und zu den Hauptmahlzeiten 1 Kapsel Panzytrat 25.000 zur Entlastung. Nach einiger Zeit wurde es besser, die leichte Übelkeit verschwand, durch die Enährungsumstellung verlor ich 8kg. Da ich nebenbei noch seit einigen Jahren unter Sodbrennen gelitten habe, wurde im Dezember 2017 eine Magenspiegelung durchgeführt. Ergebnis: alles soweit i.O., lediglich der Mageneingangsmuskel schließt nicht richtig. Bei Bedarf Pantoprazol.


    Vor 4 Wochen bekam ich wegen verdacht einer bakteriellen Entzündung Antibiotika (Clarithromzycin) verschrieben, welches ich nach 3 Tabletten absetzen musste, aufgrund der enormen Nebenwirkungen (Zittern, Herzrasen). Im Beipackzettel fand ich dann den Hinweis unter schwerwiegenden Nebenwirkungen -> Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die schwere Bauch- und Rückenschmerzen verusachen.


    Nach ungefähr 4 Tagen nach der Einnahme, bekam ich die gleichen Symptome wie im vergangenen Jahr. Leichte Übelkeit, gürtelförmige Schmerzen im Oberbauch und Rücken. Bin dann mit den Symptomen erneut zum Hausarzt, der tastete meinen Bauch ab und ein Blutbild wurde erstellt mit dem Ergebnis Thrombozyten und Leukozyten normal, Lipase normal, Kalium normal, Nieren- und Schilddrüsenfunktion normal.


    Jetzt plagen mich seit 2 Tagen immer mal wieder Bauchkrämpfe, Übelkeit, weicher Stuhl wie Durchfall, Blähungen und enorme Verdauungsgeräusche.


    Habe einfach Angst, dass es Bauchspeicheldrüsenkrebs sein könnte. Es wurden bisher auch keine weiteren Untersuchungen der BSD gemacht. Woher die Ursache letztendlich stammt, weiß ich auch nicht, da ich vor und auch nach der Diagnose weder Alkohol trank noch geraucht habe. :°(

  • 6 Antworten

    Hallo Markus,


    vielleicht solltest du dich doch nochmal in eine Uniklinik begeben.

    Mindestens ein CT, besser noch ein MRT mit Kontrastmittel und ggf. Darstellung der Gallenwege, diese gehen auch durch die Bauchspeicheldrüse durch.


    Ich kenne dir von dir beschriebenen Symptome.

    Bei mir waren sie erst periodisch, dann allerdings täglich.

    Ich hatte immer nur leicht erhöhte Lipasewerte und die Elastase im Stuhl war immer zu niedrig, wober der letztere Wert mind. drei mal hintereinander geprüft werden sollte, da er sehr störanfällig ist.

    Auch eine Endosonografie könnte man noch machen.


    Übrigens wurde bei mir dann später eine Magenentleerungsstörung festgestellt, die ebenfalls solche Symptome machen kann und oft auch mit einer exokrinen Pankresinsuffizienz einhergeht.

    So eine Entleerungsstörung sieht man in der Regel nicht bei einer Magenspiegelung, hat man bei mir auch nie gesehen.

    Dazu kann man eine Szintigrafie oder einen Atemtest machen lassen.


    LG

    Ich wüde nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen und halte die vorgeschlagenen Untersuchungen erstmal (!) für völlig überzogen.

    Antibiotika können einige Zeit Probleme machen. Vorher gab es keinen Anlass zur Sorge mehr, dann das Antibiotikum, dann die Probleme. Ich würde auch erstmal die Darmflora aufbauen, ggf. auf die damalige Diät zurückgreifen.

    Aber CT, MRT, Endosonografie: Overkill.


    @ Markus:

    Da hast zwei Tag elang Probleme und landest gleich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Warum? Was ist mit all den naheliegenden Dingen: Antibiotika, einfacher Magen-Darm-Infekt, falsche Ernährung bei der Wärme,...

    "CT, MRT, Endosonografie: overkill"


    Inwiefern sind solche Untersuchungen overkill?


    Natürlich muss Markus diese Untersuchungen nicht machen lassen, ist aber seine Entscheidung.


    Die verminderte Elastase deutet jedoch schon auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz hin.

    Ausserdem hat er diese Schmerzen im Oberbauch, die gürtelförmig sind und das gehört doch abgeklärt.


    LG

    Occams Rasiermesser. Die einfachste Lösung ist auch immer die wahrscheinlichste.

    Im Eingangsposting ist von Angst vor Bauchspeicheldrüsenkrebs die Rede, ich vermute also auch hier leider wieder eher Morbus Google.


    Es wird immer vom schlimmsten ausgegangen und gleich Panik geschoben. Dass 90% der Menschen nach oder während der Antibiose Durchfall haben wird überhaupt nicht beachtet. Weil, man hat ja da mal im Netz gelesen, dass.......