Befund Mammographie erklären?

    Hallo


    Ich war aufgrund einer tastbaren Verhärtung zur Mammographie. Können Sie mir den Befund erklären. Im Vergleich zur Voruntersuchung vom 08.05.2014 ergibt sich folgendes:


    1. Neu aufgetrende, unscharf begrenzte Architekturstörung rechts bei 10 Uhr von etwa16 mm Durchmesser. Hier ist eine weitere Diagnostik zum sicheren Ausschluss eines Malignoms durch eine MRT sinnvoll.


    2. Linke Seite unauffällig bei fortgeschrittener Involution.


    Tumormarker waren aber in Ordnung.


    VG Simone

  • 88 Antworten

    Du hattest einen Tastbefund in der einen Brust, deshalb wurde bei dir eine Mammographie gemacht, diese zeigt einen auffälligen Befund. Dieser sollte deshalb schnellstmöglich weiter abgeklärt werden. Die sicherste Diagnosestellung wäre in diesem Fall eine Stanzbiopsie, dh. man entnimmt eine Gewebeprobe und somit könnte das MRT entfallen. Mit deinem jetzigen Befund wäre es sinnvoll dich an ein zertifiziertes Brustzentrum wenden, die sind darauf spezialisiert und können dich da bestens beraten. Darf man fragen wie alt du bist?

    Es wurde ein auffälliger Befund festgestellt und insbesondere da es unscharf begrenzt ist, sollte eine weitere Diagnostik erfolgen.


    Ich würde wie april45 auch eine Stanzbiopsie anraten. Ein MRT kann etwas bösartiges meist nicht sicher ausschließen und die Biopsie wäre dann sowieso der nächste Schritt.


    Ich würde mich auch direkt an ein zertifiziertes Brustzentrum wenden. Die haben die meiste Erfahrung und können dir am besten sagen, wie du weiter vorgehen solltest.


    Hier findest du alle Brustzentren: http://www.senologie.org/brustzentren/

    Hallo,


    Zuerst einmal ich bin 37 Jahre alt und habe leider viele Frauen mütterlicherseits die Brustkrebs hatten und auch verstorben sind. Hab letztes Jahr einen Gentest machen lassen. Der war aber negativ. Habe jetzt am 21. März einen Termin im Brustzentrum. Was bedeutet denn unscharf begrenzt? Und ist das nicht ein gutes Zeichen wenn der Tumormarker in Ordnung war?


    LG Mone

    Unscharf begrenzt heißt, dass es sich nicht gut vom umliegenden Gewebe abgrenzen lässt. Das kann ein Zeichen für Bösartigkeit sein, muss es aber nicht.


    Das die Tumormarker okay waren, ist schonmal gut. Aber leider springen die nicht immer an.


    Es ist gut, dass du jetzt einen Termin im Brustzentrum hast.


    Mach dir erstmal nicht zu viele Sorgen. Ich hatte auch einen unscharf begrenzten Knoten, der nach Mammographie und MRT noch suspekt war. Meine Mutter und meine Oma hatten auch Brustkrebs. Bei mir war es dann trotzdem nur ein harmloses Fibroadenom.

    Die Lage der Auffälligkeit und das nicht klar begrenzt stimmen mich bei deiner familiären Disposition etwas bedenklich.Da du keinen Gendefekt hast kann es sich um eine spontane Veränderung sein, aber auch nur 5% aller Brustkrebsfälle sind erblich, also wie du siehst ist der Anteil an erblichbedingten Brustkrebs bei jährlich ca.70.000 Neuerkrankungen ein verschwindend geringer Teil. Das du schon einen Termin im Brustzentrum hast ist super und hast du genau richtig gemacht. Lieber einmal zuviel Welle gemacht als zu wenig. Sollte sich ein psoitiver Befund ergeben dann ist das noch lange kein Todesurteil, es kann sehr gut behandelt werden, wenn auch die Therapie nicht unbedingt ein Zuckerschlecken ist, man kann die Zeit gut überstehen.


    Halt uns bitte weiter auf dem laufenden.


    Liebe Grüße und Daumen drück das alles in Ordnung ist. :)* :)* *:)

    Hatte noch vergessen zu schreiben.


    Die Tumormarker sind nicht unbedingt immer Aussage kräftig, mit unter ist bei Neuerkrankungen auch da noch alles im grünen Bereich. Da sie nicht unbedingt immer Aussage kräftig sind werden sie meist auch bei Nachsorgeuntersuchungen nicht mit abgenommen. Tumormarker können auch bei einer Erkältung erhöht sein ohne das etwas ist.

    Im Brustzentrum wird sicher als erstes mal ein Ultraschall gemacht. Da kann man die Lymphknoten schonmal gut sehen. Gegebenenfalls wird auch noch ein MRT gemacht. Meine Lymphknoten waren auch vergrößert, aber im MRT hat man gesehen, dass es harmlos ist.


    Bei mir wurde im Brustzentrum auch erst Ultraschall und direkt im Anschluss die Stanzbiopsie gemacht.

    Die Stanzbiopsie war nicht schlimm. Ich hatte so Angst davor, aber es war halb so wild. Man bekommt erst eine Betäubungsspritze, die piekst etwas. Das Stanzen war Anfangs nur ein leichter Druck. Bei mir wurden 6 Proben entnommen und bei der letzten hat es dann etwas weh getan. Aber absolut nicht dramatisch und ich bin eigentlich sehr schmerzempfindlich. Die Biopsie wurde unter Ultraschallkontrolle gemacht und so konnte ich die Biopsie auf dem Bildschirm verfolgen. Das war ganz spannend und hat mich etwas abgelenkt.


    Bei mir war es nur ein Fibroadenom. Ich hab es dann auf Rat der Ärztin trotzdem rausoperieren lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.