Zitat

    Bei einer hypochondrischen Störung hat man aber nicht solch heftige Symptome.

    Doch! Diese Beschwerden hat man nämlich tatsächlich. Sie sind aber nicht körperlich bedingt, sondern psychischen Ursprungs.


    Ich kenne das von zwei Bekannten. Den einen (damals 72 Jahre alt) lernte ich anno 1997 in einer psychosomatischen Klinik kennen, den anderen (um 40) in unserem Krankenhaus, wo er schon seit über 10 Jahren überaus nerviger Stammgast ist. Jeder im Haus kennt ihn. Mit ersterem hielt ich noch länger Briefkontakt, seine ständigen Leiden und Selbstdiagnosen gingen mir aber irgendwann so auf die Nerven, dass ich den Kontakt abbrach. Den anderen treffe ich laufend in unserem Spital. Zur Zeit ist er sich 100%ig sicher, dass er einen Hirntumor haben muss. Er hat die ganze Latte an Untersuchungen durch - natürlich alle ohne Befund. Die Ärzte verdrehen immer schon die Augen, wenn er mal wieder zu einer Untersuchung auftaucht. Sie nehmen ihn schon lange nicht mehr ernst. Der Kerl ist zum Glück weitgehend gesund - zumindest körperlich. Dass er ein klarer Fall für die Psychotherapie ist, weist er ganz weit von sich, weil er doch "wirklich eindeutige Beschwerden" habe. Nebenbei erwähnte er auch mal, dass die Empfehlung einer Therapie auch schon von ärztlicher Seite ausgesprochen wurde. Einmal kramte er einen Blutbefund aus seiner Tasche und zeigte mit dramatischem Blick auf einen minimal veränderten, aber ziemlich unwichtigen Wert. Alle übrigen Werte waren top. Was bitte soll man dazu sagen? %-|


    Du hast schon jede Menge Untersuchungen hinter Dir (bedenke bitte, dass dies alles die Solidargemeinschaft zahlt!), und keine einzige deutete auf eine schwerere Erkrankung hin. Bezüglich "Verdacht auf ..." siehe oben. In einem anderen Faden schrieb ich Dir schon, dass Verdachtsdiagnosen nicht selten falsch sind.


    Du hast keine Pankreatitis, weder eine akute noch eine chronische. Bitte freue Dich doch!

    Wenn Du jetzt doch was Dolles am Bauch hättest wprdest Du das behandeln lassen? Ja? Warum nicht dann Deine Seele? Dort ist eine Diagnose zu finden, aber die willst Du nicht annehmen?


    Ich schließe mich an: Begib Dich in Therapie, das ist behandelbar.

    Wenn man nervös ist, kann sich das schon auf den Bauch auswirken.


    Früher wurde mir schlecht, übel, hatte Schmerzen, musste mich übergeben, manchmal kam noch Durchfall hinzu.


    Nur weil ich nervös war.


    Du machst dich mit deiner Angst völlig fertig, dass es dich da noch wundert, dass du "Beschwerden" hast. ":/

    Die werden Dir hier nicht antworten. :=o


    Du hast diese krankhafte Angst schon seit Jahren und bist komplett durchgecheckt worden. Deine letzte Blut- und Stuhluntersuchung war ohne Auffälligkeiten. Das wäre sie bei einer Pankreatitis nicht gewesen. Was willst Du denn noch? Dem nächsten Spezialisten auf die Nerven gehen? ???


    Mach eine Therapie!

    Meine Lipase war bei der letzten Untersuchung von 2 Wochen bei 65. Erlaubt sind bis 60. Also sieht man ja wohl,


    dass irgendwas nicht in Ordnung ist oder war. Letzte Untersuchung vor einer Woche war sie dann wieder bei 38.

    Zitat

    Meine Lipase war bei der letzten Untersuchung von 2 Wochen bei 65. Erlaubt sind bis 60.

    Soll das jetzt ein Witz sein? Bei einer Pankreatitis steigt der Wert um ca. das Dreifache. Lässt Du ernsthaft jede Woche Deine Lipase-Werte bestimmen? Kleine Abweichungen von Referenzwerten kommen auch bei den gesündesten Menschen vor. Das ist normal.

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    totti, anscheinend hast Du nicht den Hauch einer Ahnung, wie sich eine chronische Pankreatis äußert. Ich kannte zwei (46 und 51 Jahre alt) mit dieser Erkrankung, beide waren ortsbekannte Alkoholiker, einer zusätzlich tablettensüchtig. Beide leben nicht mehr, weil vor ein paar Jahren im Abstand von nicht mal einem Jahr an den Folgen einer Leberzirrhose verstorben. Beide waren eines Tages insulinpflichtige Diabetiker und hatten klare Zeichen einer Gelbsucht, beide waren schon frühzeitig bis auf die Knochen abgemagert (bis auf etwas Bauch), beide hatten massiven Haarausfall, und beide wären in Akutphasen nicht in der Lage gewesen, in irgendwelchen Internet-Forum rumzuturnen. Anfangs (vor etwa 15 Jahren) hatten sie immer wieder akute Attacken, bei denen sie stets als Notfall im Spital landeten. Die extremen Schmerzen hörten aber irgendwann auf, als die Pankreas ihre Tätigkeit einstellte. Damit hörte auch das ständige Erbrechen auf. Zurück blieb halt der Diabetes. Krebs hatten beide nicht entwickelt. Sie starben aufgrund siehe oben.


    Bist Du Alkoholiker?