Allein wenn ich mir deinen anfänglichen Beitrag durchlese, totti2000, zeigt das, dass Du (1) deinen Ärzten nicht vertraust, sonst würdest du nicht explizit erwähnen, welche Untersuchungen zu welcher Zeit NICHT durchgeführt wurden und (2) dass Du definitiv zu viel googelst in Bezug auf "Pancreaskarzinom".


    Liegt bei dir chronischer Alkoholabusus vor? Rauchst du? Hast du eine Hypertriglyceridämie? Hast du einen Hyperparathyreodimus? Gibt es eine familiäre Vorbelastung? Autoimmunerkrankungen?


    Aber ganz ehrlich: wenn ich Hausarzt wäre, und zu mir würde eine Patienten kommen, die zuvor bei Experten der Gastroenterologie, resp. Pancreaserkrankungen, war - wohlgemerkt zuletzt ohne pathologischen Befund - und mir im Anschluss erzählen würde, ihre Lipasewerte sind auf 65 U/l angestiegen (Referenz: 60 U/l), ich würde ohne zu Zögern die psychosomatische Schublade aufmachen.


    Es gibt Leute, die sind resistent gegenüber Fakten. "Verdacht auf" ist keine Diagnose - heute nicht, morgen nicht, übermorgen auch nicht. Wenn in den bildbegebenden Verfahren bis dato nichts nachweisbar war - vor allem in der letzten Bildgebung - dann solltest Du dich doch zunächst freuen.


    Wenn Du auf deinem Verdacht beharrst, wären folgende Fragen dennoch von Interesse:


    (1) Liegt ein chronischer Alkoholabusus vor?


    (2) Gibt es Familienmitglieder mit chronischer Pankreatitis?


    (3) Rauchst du? Welche Medikamente nimmst du regelmäßig? Liegt eine Fettstoffwechselstörung vor?

    @ An Monsti

    Klar, die Fälle die Du beschreibst, verlaufen wohl beim Großteil der Patienten so, aber weiß Gott nicht bei allen. Bei sehr vielen verläuft es gerade stillschweigend und allmählich schlimmer werdend. Aber sie schreitet immer weiter fort. Habe ich alles gelesen im ADV Pankreas Forum.Und ein Verdacht heißt ja wohl, irgendwas ist da ohne es genau zu wissen. Wenn also alles so in Ordnung wäre, gäbe es auch kein Verdacht, oder sehe ich das falsch?

    @ KTMR

    (1) Liegt ein chronischer Alkoholabusus vor? NEIN


    (2) Gibt es Familienmitglieder mit chronischer Pankreatitis? NEIN


    (3) Rauchst du? Welche Medikamente nimmst du regelmäßig? Liegt eine Fettstoffwechselstörung vor? Ich habe geraucht und früher auch öfters Alkohol getrunken bis zu dem Zeitpunkt des Verdachtes vor vielen Jahren!

    totti

    Zitat

    Und ein Verdacht heißt ja wohl, irgendwas ist da ohne es genau zu wissen. Wenn also alles so in Ordnung wäre, gäbe es auch kein Verdacht, oder sehe ich das falsch?

    Ja, das siehst Du falsch. Ein Verdacht heißt nämlich erst mal gar nichts, aber ich wiederhole mich. Inzwischen hast ja die Diagnose "keine chronische Pankreatitis ersichtlich". Kein einziger Befund spricht für eine chronische Pankreatitis. Selbige sitzt bei Dir ausschließlich im Kopf.

    Also 2 meine Freundinnen sind an Krebs gestorben.


    Eine.war sie beim Orthopäde wegen starke Rückenschmerzen, die andere ist mit irre Schmerzen einfach umgeknallt (Sie hatte schon leicht gelben Haut).


    Die erste hatte am Ende keine Bauchspeicheldrüsen Krebs mehr - sie ist wegen Leber und Hirntumoren gestorben. Sie hat in Chenobyl gelebt als es hochging - sie wurde enorme Strahlung ausgesetzt.


    Die 2. war starke Raucherin und hat viel Alkohol getrunken. Viele in ihre Familie sind an Krebs gestorben - ein genetische Faktor war im Spiel.


    Du hast keine grösseren Risiko als alle die hier schreiben.

    Hallo totti2000,


    ich würde dir ggf. eine Entgiftung von Bauchspeicheldrüse-Leber-Galle-Magen-Darm, Milz usw.


    Unterstützung der Verdauung mit Bitterstoffen, Infi Momordica Tropfen, Pankreasenzyme, Mariendistel


    je nach Verträglichkeit Milchsäurebakterien.


    Die Organe hängen zusammen und können sich beeinflussen!


    Zugleich weniger Fett-Kohlenhydrate (Vor allem Brot-Nudeln-Zucker-Weißmehl-Weizen) Eiweiß-Fleisch sowieso ggf. Alkohol, Kaffee, Milchprodukte.


    Danach mal statt 20....MRT, eine Mikrobiologische Stuhluntersuchung mit Verdauungsrückständen.


    Abklärung bei einem guten Naturarzt oder Heilpratiker, TCM, Osteopathie, Entspanungsübungen, viel Kauen, nicht so viel beim Essen trinken.


    Die Bauchspeicheldrüse ist auch ein Toxinsammler:


    https://books.google.de/books?id=PC5pB1rypowC&pg=PA45&lpg=PA45&dq=toxinsammler+bauchspeicheldrüse&source=bl&ots=C15-vahoAJ&sig=TO9d6ghe_azcCLmCIfs5nOLMuVE&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjJuMz1su7XAhUOqaQKHXQpB2wQ6AEIKjAA#v=onepage&q=toxinsammler%20bauchspeicheldr%C3%BCse&f=false


    Grüße

    totti

    Zitat

    Man selber fühlt es ja am besten und weiß dann eigentlich auch woher die Sache rührt.

    Wenn Du das so genau weißt, warum rennst Du dann von Arzt zu Arzt, um immer nur zu erfahren, dass da nix ist? Wie wir aus dem Faden um Deinen Vater wissen, kannst Du ja auch CT- und MRT-Bilder beurteilen ... :=o

    Lieber Totti,


    ich kenne deine Symptome ziemlich gut :)z Aber bevor ich näher darauf eingehe habe ich zwei Fragen an dich:


    1.) Wie ernährst du dich? Kannst du mal einen Beispieltag aufschreiben? Rauchst du? Viel Kaffee?


    2.) Wurden bei den Magenspiegelungen Proben entnommen und hystologisch untersucht?


    LG Prada

    Also:


    1. Ernährung denke ich normal. Esse nicht so viel, da ich auf mein Gewicht aufpasse, eher ein wenig abnehmen wollte. Bin aber nicht dick, sondern will athletisch aussehen. Rauche nicht. Seit dem Symptomen kein Kaffee mehr, sonst morgens immer 2 Tassen schwarz


    Heute zum Beispiel. Vormittags 1 Banane, 3 Mandarinen, 4 Scheiben Knäcke mit Hähnchenaufschnitt


    2. letzte Magenspiegelung im Juli 2017 mit Proben. Leichte Bulbitis und leichte Antrumgastritis. Zu der Zeit hatte ich aber keine Probleme, vor allem mit dem Rücken nicht!

    Hallo Totti,


    also... dieselben Symptome (Brennen hinter dem Brustbein, manchmal Übelkeit, Druck im Bauch und Schmerzen bis in den Rücken, vor allem im Bereich rechte Schulter) hatte ich bei einer akuten, chronischen Antrumsgastritis ausgelöst durch Helicobacter Pylori, deshalb fragte ich nach einem hystologischen Befund. Die Frage danach hast du leider nicht beantwortet ;-)


    Es hat damals auch lange gedauert, bis ich eine Diagnose hatte und ich bin auch von Arzt zu Arzt gerannt, hatte Panik, dass ich das nie mehr loswerde und das kleinste Brennen im Magen hab ich mit großem Alarm beobachtet. Es war nicht schön und ich hatte nachher auch echt Schiss, dass es was Schlimmeres ist.


    Es war aber nur verursacht durch Bakterien. Die kamen bei mir leider auch wieder und bei der ersten Magenspiegelung wurden sie nicht erkannt, weil mir niemand gesagt hatte, dass ich meine Magentabletten 5 Tage vor der Spiegelung hätte weglassen müssen.


    Und als ich die Diagnose hatte, hat es nach der Behandlung nochmal 3 Monate gedauert, bis ich die Symptome los war. Bis heute ist und bleibt der Magen empfindlich.


    Also was ich mir bei dir vorstellen kann ist, dass du was am Magen / Pankreas hattest und der Magen empfindlich geblieben ist. Der Stress den du dir durch die Sorgen verständlicher Weise machst, geht zusätzlich arg auf den Magen!


    Was ich machen würde? Nun... deine Ernährung klingt zwar recht ok und kalorienarm, aber nicht magenfreundlich ;-) Schwarzer Tee? No Go! Mandarinen? No Go! Knäckebrot (bzw. überhaupt Teigwaren)? Leider auch No Go... Zumindest hab ich das in der akuten Zeit alles überhaupt nicht vertragen. Was mir sehr geholfen hat, war eine überwiegend (nicht ausschliesslich) basische Ernährung.


    Ich hab mich ernährt von Hirsebrei mit Banane oder Reiskeksen zum Frühstück, ansonsten gingen immer Kartoffeln, gedünstetes Gemüse (ausser Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Knobi etc..), alles nur sanft gewürzt mit etwas Kräutersalz, kein Pfeffer etc.., dann Eier, gedünstetes Hühnchen, Nüsse als Snack, leichte Suppen auf Kartoffelbasis etc..


    Damit hab ich zwar in kurzer Zeit viel abgenommen, aber bei mir war das auch ok. Nach 3 Monaten war der Magen wieder stabil. Ernährung spielt bei Magenproblemen eine ganz, ganz wichtige Rolle und der Magen verzeiht da gar nichts!


    Ich hatte in der Halbzeit meiner Diät zu Weihnachten gedacht, dass eiiiiin Stück Baguette ja wohl gehen würde. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon deutlich weniger Symptome. Ja Pustekuchen, ich hab's bitter bereut!


    Also du siehst.. da kann der Magen echt zickig sein ;-)


    Zusätzlich würde ich dir aber auch dringend zu einer Therapie raten! Durch die lange Krankgengeschichte hat sich bei dir sicherlich sowas wie eine Hypochondrie entwickelt die dich sehr stresst. Und Stress ist das Letzte, was ein Magenpatient gebrauchen kann.


    So.. das wäre jetzt meine Laienhafte Idee zu deinem Thema @:)

    Denkbar wäre für mich ein nervöser Magen, der auch gern mal zu einer echten Gastritis werden kann. Vielleicht hast du dich derart in diese Magengeschichte hinein gesteigert, dass der Stress jetzt überhand genommen hat und der Magen einfach nicht mehr zur Ruhe kommt.


    Da man auch Läuse UND Flöhe haben kann, könnte der Rücken auch einfach ein muskuläres Problem sein. Vielleicht als Folge vom seelischen Stress? Ich z. B. hab eine Skoliose in der BWS, die mir auf Magenhöhe Beschwerden bereitet. Ist der Magen entzündet, merke ich es deutlicher, bin dann aber auch verspannter.


    Da du schon so viele Untersuchungen hinter dir hast, würde ich eine ernste Diagnose am Magen ausschließen und wie meine Vorschreiber schon raten, auch mal dringend an die Psyche denken. Und ja, die Psyche macht def. auch körperlich Probleme :-)

    Ach ja... in Sachen Ernährung würde ich def. mal schauen, ob du da was verbessern kannst. Selbst wenn es "nur" ein nervöser Magen ist, kannst du dir mit der richtigen Ernährung helfen. Aber.. das musst du natürlich auch wollen.....

    Vielen Dank für Deine Ausführliche Beschreibung. Ich werde mal schauen was die Tage so bringen. Glaube aber doch immer mehr an die Bauchspeicheldrüse als an den Magen. Ist so ein Gefühl das ich habe, da ich auch mein Leben lang schon so ein Mensch mit Magenproblemen war, diese sich aber definitiv immer anders anfühlten und nicht so stark und energisch waren. Ich die psychosomatischen Beschwerden kenne ich auch, die sind auch anders.