Bösartiger Befund: Superfiziell spreitendes Melanom

    Hallo zusammen,


    ihr kennt sicher das Gefühl wenn ein Elternteil wiederkommt und eine negativen Befunde hat?! Ich bhin total fertig mit den Nerven.


    Nun der Befund bzw der kritische Bericht:


    I. Pigmentiertes naevoides Melanom vom Typ des superfiziell spreitenden Melanoms der Haut vom Rücken.


    II. Lentiginöse Hyperplasie der Epidermis an den Exuisionsrändern


    Da der Tumor auf zentralen Querschnitten bis etwa 2mm an den einen und 1mm an den anderen seitlichen Exisionsrand heran reicht, ist eine NAchexzision zu empfehlen. Bei dem vorliegenden histologischen Befund ist in der Anamese nach einem längeren Bestehen der Läsion zu fragen.


    Tumorklassifikation:


    Eindringtiefe nach Clark: Kevel II


    Tumordicke nach Breslow: 0,34 mm


    UICC: pt1a


    T.C 44,5


    Tumorhistologieschöüssel icd-o-da: M-8743/3


    Nach dem vorliegenden Befund ist auszugehen von dem lokalisierten Stadium low risk (Stadium I)


    ...


    Das war's. Ich habe Schiss ohne Ende. Habe natürlich viel gelesen, und wenn ich nach dem gehe, was im "großen" Internet steht, muss ich mir eigentlich keine Sorgen machen. RICHTIG?!


    Bitte helft mir.


    Viele Grüße

  • 1 Antwort

    Hallo Maik,

    Klar, dass eine Krebsdiagnose einem erstmal den Boden unter den Füßen wegzieht. Aber in diesem Fall (Tumortiefe 0,34mm und Clark Level II) sind die Aussichten sehr gut, man kann damit steinalt werden. Denn Tumoren dieser geringen Eindringtiefe haben meist noch nicht gestreut. Wichtig ist aber, dass der Betroffene regelmäßig zur Nachsorge geht, denn MM-Patienten haben statistisch ein erhöhtes Risiko, ein Zweitmelanom zu bekommen. Der im Befund empfohlene Nachschnitt wird übrigens generell bei Melanomen gemacht, ist also Standard und hat nichts Böses zu bedeuten, sondern ist einfach eine Sicherheitsmaßnahme.


    Fazit: Panik ist hier nicht angebracht, aber Vorsicht schon: regelmäßige Kontrollen, konsequenter Sonnenschutz, gesunde Lebensführung.


    Zum Schluss will ich Dir noch ein Beispiel nennen, das Dich vielleicht ein bisschen beruhigt: Mein Mann hatte vor fünfeinhalb Jahren ein MM, Tiefe 0,95mm, Clark Level IV, also wesentlich tiefer und damit gefährlicher als das von Dir beschriebene. Er hat bis heute keine Metastasen, und wir hoffen, dass das auch so bleibt!!!


    Viel Glück!