Exokrine Pankreasinsuffizienz: Bachspeicheldrüsenkrebs?

    Liebe Leser,


    mich treibt die Angst zu euch ins Forum.


    Bevor ich euch berichte welche Sorge mich plagt, ganz kurz zu mir: Ich bin 31 Jahre und weiblich.


    OK, ich versuche es mal kurz zu fassen, wenn Fragen offen bleiben, könnt ihr ja noch mal nachhaken:


    Seit ca. fünf oder sechs Jahren habe ich ständig Probleme mit Quaddeln und Pusteln an meinem Kinn, manchmal auch an mehreren Stellen in meinem Gesicht. Ich brauchte ca. drei Jahre um herauszufinden, dass diese Ausschläge von meiner Ernährung bzw. meinem Darm abhängen. Mittlerweile verzichte ich auf Weizen (bin auf Dinkel umgestiegen) und habe Zucker, Histamin und Lactose stark eingeschränkt.


    Neben diesem blöden Ausschlag habe ich über die Jahre auch immer wieder unregelmäßigen Stuhl (mal weicher, mal Verstopfung, mal bleistiftdünn, mal extrem hell). Ich konnte bisher keinen Arzt finden, der mir da weiterhelfen konnte.


    Seit ca. fünf oder sechs Monaten ist der Stuhl deutlich häufiger weich und farblich meist immer hellbraun-gelblich. Meine Hausärztin kam nun auf die Idee mal zu schauen, ob da eine Fettabbaustörung vorliegen könnte. Also, ob meine Bauchspeicheldrüse nicht richtig arbeitet. Bingo. Diagnose: Leichte Exokrine Pankreasinsuffizienz.


    Soweit so "gut".


    Nun war ich ganz "schlau" und habe mich im Internet über die Ursachen dieses Problems erkundigt. Eine mögliche Ursache ist der Bauchspeicheldrüsenkrebs. :°(


    Ich bin nun ziemlich fertig, wie ihr euch sicherlich denken könnt. Diese Krebsvariante ist echt hart, kaum Chancen auf Heilung, sehr aggressiv. Ich kann kaum noch klar denken.


    Kennt sich hier jemand damit aus?


    Diesen Freitag steht für mich erst noch mal eine Darmspiegelung an, um den auffälligen Stuhl abzuklären. In einer meiner Stuhlproben wurde zudem ein sehr hoher Calprotectin-Wert gemessen (600). Ich bin echt fertig vor Sorge und schleppe mich nur noch durch den Tag. Kann an nichts anderes mehr denken.


    Traurige Grüße


    Cravitas

  • 26 Antworten

    Eine Pancreasinsuffizienz ist eine Schwäche und Google ist da nicht der richtige RAtgeber. Man kann Kreon einnehmen und gut is.


    Hättest Du Pancreaskrebs – glaub mir, da hättest Du ganz andere Probleme.


    Dinkel kann ebenso viel Gluten enthalten wie Weizen. Laß doch mal total Getreide weg.


    Bei mir war es so, dass dann sogar wieder Milchprodukte und Fett vertragen wurden- Bei mir wurde damals (in den 90ern) sogar die Bauchspeicheldrüse gespiegelt und eine Insuffizienz hat sich bestätigt durch Probeentnahme.


    Von der Insuffiziens ist heute nichts mehr zu spüren, esse bis zu 120 g Fett pro Tag.


    Ein Brötchen führt aber sofort wieder zu Problemen.

    Liebe Cravidas-- kann Deine Ängste verstehen, aber glaub mir, Pankreaskrebs "tut anders"


    (weh :°( ) Mein erster Mann verstarb mit 33 Jahren an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs nach 7 schweren Jahren mit äußerst starken Schmerzen.


    Lb. Gruß

    Ich finde da keine Anzeichen von Krebs (immer dieses Googlen! >:( )


    Aber wie Ahornblatt rate auch ich Dir zum völligen Weglassen von jedem Getreide und den Produkten daraus, zumindest als Versuch über einige Wochen.

    Hallo ihr drei,


    vielen Dank, dass ihr so fix geantwortet habt. :)^


    Ein Bauchspeicheldrüsenkrebs scheint mir in meinen Gedanken möglich, weil man solch einen Krebs auch lange nicht bemerken kann. Außerdem frage ich mich woher diese Bauchspeicheldrüseninsuffizienz sonst kommen soll? Ich hatte soweit ich mich erinnern kann noch nie eine entzündete Bauchspeicheldrüse (wird u.a als Ursache genannt). Und nun habe ich gelesen, dass eine Pankreatitis (also entzündete Bauchspeicheldrüse) oder ein Karzinom die häufigsten Ursachen für solch eine Insuffizienz darstellen.


    Ich weiß ja, dass es nicht ratsam ist nach solchen Sachen zu googeln, am Ende landet man immer bei Krebs. Aber irgendwie hat sich dieser Gedanke bei mir so sehr festgesetzt. :°( Mir geht es richtig schlecht. Alles ist so ungewiss. Vor der Darmspiegelung am Freitag graut es mir auch richtig. Nicht wegen der Untersuchung an sich aber wegen der Ergebnisse.


    Den Vorschlag von Ahorn und Nova2014, komplett glutenfrei zu Essen finde ich sehr gut! Werde die kommenden Tage mal damit beginnen und schauen wie es läuft. Was meint ihr nach wieviel Zeit ich dann merken müsste, ob es hilft? 1 Woche? 1 Monat? Länger?


    Liebe Clondyke, vielen Dank auch für deine Antwort. Es tut mir Leid von deiner traurigen Geschichte um deinen verstorbenen Mann zu hören. Demnach war er ja noch wahnsinnig jung als er erkrankte. Wie geht es dir heute?


    Seid erst mal ganz lieb gegrüßt,


    Cravitas

    Cravitas, beginne mit einer Woche beim Weglassen von Gluten, und dann könntest Du schon allererste Auswirkungen merken.


    Du fragst, wie es sein kann … Ich bin kein Arzt, aber viele Menschen leben heute fast nur von Kohlenhydraten, Brot, Zuckerreiches, Kuchen, Pizza, Nudeln, Reis, Fast Food, Fertiggerichte … da ist es vielleicht kein Wunder, wenn die BSD allmählich zu schwächeln beginnt ???

    Hallo Nova 2014,


    mit den vielen Kohlehydraten könntest du sogar recht haben. Ich esse sehr gern und viel verschiedene Kohlehydrate (selbstgebackenes Brot, Reiswaffeln, Kartoffeln, etc. etc.).


    Werde mal beginnen das etwas zurückzufahren.

    Genau, Craviatas! Es geht ja nicht darum, Kohlenhydrate zu verteufeln, aber wir essen einfach zu viel davon. Dabei kommen im übrigen auch die anderen, wichtigen Nährstoffe zu kurz. Lieber mal einen Salat mehr, einen schmackhaften Gemüseauflauf mit Käse oder Hähnchen bzw. Fisch, oder auch einen leckeren Obstsalat mit Mandeln und mit Rosinen gesüßt. Es gibt so viel Gutes, man muss es nur entdecken.


    Erzähl doch mal, wie es sich entwickelt. *:)

    Und die Eierspeisen hab ich vergessen. Abends mal einen schönen Teller mit Rührei, Champignons und Zwiebeln – hmmmm ….. sättigend und gut. Eier sind viel gesünder als ihr Ruf. Und keine Angst vor dem Cholesterin! Die Leber stellt es sogar selbst her, h. d. dass der Körper sie braucht. Es kursieren viele Märchen über Ernährung.

    Liebe Leute,


    morgen ist es soweit mit der Darmspiegelung. Heute erst mal Abführen mit Picoprep. Das geht ganz gut. Viel schlimmer ist, dass ich seit heute Morgen nix mehr essen darf und das noch bis morgen Mittag. %-| Naja, das wird schon.


    Ich bin heute richtig nervös. Habe kaum geschlafen und kann nur noch an dem Moment morgen denken, wenn ich vor dem Arzt sitze und er mir das erste Ergebnis der Untersuchung mitteilt. Dabei ist das ja eigentlich noch gar nicht so schlimm (denke ich), denn zur Bauchspeicheldrüse wird er gar nix sagen können, schaut ja lediglich in meinen Darm.


    Ich hoffe es wird alles gut, kann gar nicht mehr so recht glauben, dass eine vergleichsweise "harmlose" Ursache dahintersteckt. :°(

    Apropo Darmspiegelung- würde ich jederzeit wiederholen. Hatte eine vor etwa 7 Jahren, die zweite vor ca. 3 Jahren. Die erste war noch etwas schmerzhaft, die letzte gar nicht mehr.


    Also bloß keine Angst davor.


    Wünsch Dir alles Gute @:)

    Die einzige Möglichkeit ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse festzustellen ist eine Ultraschall Untersuchung der Bauchspeicheldrüse, samt spezielle Blutuntersuchungen ...


    Ich habe immer meine Darmspiegelung unter Kurznarkose machen lassen, so das ich Null mitgekriegt habe.. Ohne Narkose wurde ich das nie machen...

    Ich gehe davon aus das eine Ultraschall Untersuchung von der Bauchspeicheldrüse schon gemacht wurde, wenn du schon die Diagnose leichte Pankreas Insuffizienz bekommen hast. Bei der Untersuchung hätte der Arzt doch den Tumor gesehen, wenn du eine gehabt hättest ... Ich verstehe deine Angst dann nicht so richtig... Oder wurde kein US gemacht?

    Hallo ihr,


    bitte entschuldigt meine verspätete Rückmeldung.


    So, erst mal zur Darmspiegelung: War natürlich mächtig aufgeregt, besonders der Gedanke in Narkose versetzt zu werden und nicht mehr Herrin meiner Sinne zu sein. Aber, wie ihr schon sagtet, alles überhaupt nicht schlimm. Sehr nette Schwestern + Arzt und sehr angenehmer Schlaf. Ergebnis der Darmspiegelung: Optisches alles einwandfrei. ??? Dieses Ergenis hatten weder ich noch der Arzt erwartet nachdem mein Calprotectin auf 600 war (evtl. noch ist). Normal ist ja ein Wert BIS 50. Nun warte ich noch auf den histologischen Befund, vielleicht bringt der mehr Licht ins Dunkel.


    Am gleichen Tag wurde gleich mal noch ein Ultraschall von meiner Bauchspeicheldrüse gemacht. Auch da sah alles OK aus. Das beruhigt mich jedoch weniger, da ich ja weiß, dass es durchaus Pankreaskarzinome gibt, die lediglich mit CT und MRT aufspürbar sind. Immerhin hat mir die Ärztin nun erst mal Kreon 25000 verschrieben. (Eine Frage am Rande: Eigentlich möchte ich kein Schwein essen, Kreon ist jedoch aus Schweine-Pankreatin gemacht? Ist jemandem bekannt, ob es schweinefreie Alternativen gibt?). Damit geht es mir ein weeenig besser. Der Stuhl sieht immer noch recht hell und auch etwas schleimig aus aber wenigstens sind die unangenehmen Blähungen weg.


    Nun ja, irgendwie bin ich nun so schlau wie vorher und weiß noch nicht so recht wie weiter. In dieser Woche soll ich zur Überprüfung noch mal Stuhlproben abgeben.


    Als ich die Ärztin fragte was die Ursache für so eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz sein kann, sagte sie: "Tja hmm....in so einem jungen Alter....das weiß ich auch nicht." Toll!

    Schau mal:

    Die Sekretion des Pankreassaftes wird im wesentlichen über den N. vagus und Hormone aus der Duodenalschleimhaut gesteuert. Der auslösende Reiz für die Ausschüttung dieser pankreasstimulierenden Hormone ist der stark saure Speisebrei, der sich aus dem Magen in das Duodenum ergießt. Je tiefer der pH-Wert des Speisebreis, desto intensiver ist die Bikarbonatabgabe in den Dünndarm.


    Da bei Patienten mit einer unzureichenden Magensäureproduktion oder gar anaziden Magenverhältnissen nur eine unzureichende Ansäuerung des Speisebreis erfolgt, wird der oben beschriebene Sekretionsreiz auf die Bauchspeicheldrüse entsprechend schwach ausfallen. Es gilt daher auszuschließen, ob bei Patienten mit entsprechender Symptomatik eine unzureichende Magensäureproduktion übersehen wurde.