Ich bin verrückt vor Angst

    Ich bin gerade 40 geworden und war schon immer sehr auf Gesundheit bedacht und bin ein sehr tapferer, aber auch ängstlicher Mensch.

    Mein Vater starb vor 3 Jahren am Lymphdrüsenkrebs, ich selber hatte schon ein verdächtiges Hautmal, das entfernt wurde und eine Konisation.

    Jetzt habe ich aus Vorsorge und auf Anraten der Naturheilpraktikerin, die meinen Vater damals behandelt hat, einen kompletten Tumorstatus machen lassen des Labors biovis, davon speziell 2 Werte , TKTL1 und APO. Vielleicht sagt das jemandem was. Nun kam es wie es kommen musste, beide Werte nicht in Ordnung, na toll! Der TKTL1 ist normal bis 119 und ich habe 123 und der APO ist normal bis 130, ich habe 103, aber er sollte unter 100 sein, das wäre besser. Dazu sind die sog. T-reg Zellen, Suppressorzellen, erhöht. Die Therapeutin tippt ja auf eine Autoimmunerkrankung, aber Krebs könne man ja natürlich nicht ausschließen, das könne man nur mit einem PET/CT. Mir geht es gut, ich habe meine Vorsorgeuntersuchungen alle gemacht heuer, nur mit Sodbrennen habe ich gelegentlich zu kämpfen.Soll ich mich jetzt in ein PET legen?? Bin völlig durch den Wind! Habe erst am 31.8. einen Termin bei dem Arzt, der mich vor 4 Jahren schon mal auf eine Autoimmunerkrankung untersucht hat, weil meine ANAs so hoch waren, aber er hat nichts gefunden! Meine ANA sind derzeit bei 1:320. Niemand hat je was gefunden, auch mein Hausarzt nicht. Eine andere Heilpraktikerin wollte mir eine Zyste in der Brust einreden, war vor kurzem erst zur Vorsorge! Bin schon drauf und dran, selber ein MRT zu bezahlen? Die andere Heilpraktikerin will mich jetzt behandeln, ja auf was denn? Mit den Werten machen die mich total verrückt, ich kann nicht mehr! Habe jetzt Urlaub, der ist jetzt schon im Eimer. Kennt sich jemand mit den Werten aus? Ich sehe mich schon verzweifelt von Arzt zu Arzt rennen und nach Tumoren in mir suchen:-(((

  • 47 Antworten

    Verstehe ich das richtig das du keinerlei Diagnose von einem Arzt hast und auf eigene Faust von mehreren Heilpraktikern irgendwelche Untersuchungen machen lässt die dich jetzt beunruhigen?


    Du hast keinerlei Beschwerden und auch kein Arzt hat dir zu diesen Blutuntersuchungen geraten?


    Das klingt tatsächlich etwas verrückt - fast so als würdest du krampfhaft irgendeine Krankheit suchen.


    Warum gehst du zur Vorsorge zu Heilpraktikern, was versprichst du dir davon?

    Halleluja. Ich halte ja so schon wenig von Heilpraktikern und Konsorten, war aber der Meinung, schadet immerhin nur dem Geldbeutel.


    Aber das ist doch Wahnsinn, da gibt's dann bestimmt tolle Glauboli oder sonstige obskure Aus- Weg- Überleitungsgeschichten, die du jetzt nehmen kannst.


    Objektiv: du bist ganz knapp über dem Grenzwert, das wird garantiert gar nix heißen.


    Und ansonsten: wenn du krank bist, geh zum Arzt, Vorsorge ist doch prima. Da braucht's keine Heilpraktikerverrücktmache!!!

    Heilpraktiker sind keine Ärzte. Zudem ist ihr Beruf nicht geschützt, d.h. jeder Volltrottel kann sich Heilpraktiker nennen. Ich war ein paar Jahre bei verschiedenen, von anderen empfohlenen (!) Heilpraktikern. Alle taten so, als litte ich unter schwersten Erkrankungen. Um welche es sich konkret handelt, konnte mir aber keiner sagen. Ständig wollte man mir irgendwelche Mittelchen (meistens teure Nahrungsergänzungsmittel) aufschwatzen. Einer faselte ebenfalls etwas von Krebs, was mich vollkommen kirre machte. Natürlich hatte ich damals keinen.

    J447 schrieb:

    davon speziell 2 Werte , TKTL1 und APO.

    Diese Tumormarker wurden erst vor kurzem entdeckt.

    Um den Test an Gesunden anwenden zu können, reicht die Datenlage noch lange nicht aus.


    Warum gibst du die Verantwortung für deine Gesundheit in die Hände von Heilpraktikern ab?

    Welche Qualifikation haben diese Heilpraktikerinnen?

    J447 schrieb:

    war schon immer sehr auf Gesundheit bedacht

    Dann solltest du etwas gegen deine Ängste unternehmen.

    Angst ist begünstigend für Krankheiten.

    Zitat

    das könne man nur mit einem PET/CT.

    Auch ein PET/CT kann keinen Krebs mit 100%iger Sicherheit ausschließen, je nach Krebsart ist die Sensitivität mitunter sogar ziemlich gering.

    Mit einem Restrisiko muss man ständig auch im „normalen“ Leben leben, auch wenn sich einige Menschen darüber nicht bewusst sind.

    Bitte, bezahle keine eigenmächtigen MRTs oder sonstige bildgebenden Verfahren! Solche Untersuchungen werden ärztlicherseits angeordnet, wenn es (vielleicht auch nur vage) Verdachtsmomente gibt. Soweit ich verstanden habe, gibt es bei Dir aber überhaupt nichts, was derartige Untersuchungen rechtfertigen würde. Tue es, wenn Du Dein Geld gerne zum Fenster rausschmeißt!

    Danke euch schon mal für die Aussagen.

    Ich könnte mich echt selber ohrfeigen, dass ich das gemacht habe. Die Laborwerte wurden schon von einem Laborarzt gemacht und es stimmt, dieser TKTL1 und APO sind beide noch nicht wirklich erforscht. Außerdem sind meine Suppressorzellen erhöht. Meine ANA sind seit Jahren erhöht, kann ja sein, dass eine Autoimmunerkrankung in mir schlummert wie Rheuma oder so, Rückenschmerzen habe ich oft und dauern dann auch länger an und mit der Haut habe ich auch zu tun.

    Werde die Ergebnisse auf jeden Fall meinem Hausarzt am Montag zeigen, der hilft mir immer recht gut und holt mich runter. Und am 31.08. gehe ich noch zu dem Immunologen von damals und zeige ihm die Werte. Ich war nur so schlecht drauf vorhin, weil die Heilpraktikerin meinte, sie könne Krebs nicht ausschließen und bot mir gleich eine Behandlung mit Infusionen an. Ja, für was denn??

    Monsti schrieb:

    Zudem ist ihr Beruf nicht geschützt, d.h. jeder Volltrottel kann sich Heilpraktiker nennen.

    Das stimmt nicht, ohne Genehmigung ist dies verboten, der Beruf ist geschützt. Richtig ist allerdings, dass die Hürden relativ niedrig sind und es daher de facto etliche Scharlatane schaffen, sich Heilkpraktiker nennen zu dürfen.

    J447 schrieb:

    aber Krebs könne man ja natürlich nicht ausschließen

    Ist das eine freie Wiedergabe oder fiel diese Aussage genau so? Wenn Letzteres, dann nimm die Beine in die Hand. Dann bist du an jemanden geraten, der entweder strunzdoof oder kackdreist ist und bewusst Ängste schürt, um einen Kunden zu behalten.

    Nichts und niemandem auf der Welt kann jemals ohne minikleine Restsicherheit gesagt werden "Sie haben 100% keinen Krebs". Jeder kann es haben, nach einem noch so großen Checkup. Damit muss man zu leben lernen, ohne sein Bewusstsein darauf zu fixieren.

    J447 schrieb:

    Danke euch schon mal für die Aussagen.

    Ich könnte mich echt selber ohrfeigen, dass ich das gemacht habe. Die Laborwerte wurden schon von einem Laborarzt gemacht und es stimmt, dieser TKTL1 und APO sind beide noch nicht wirklich erforscht. Außerdem sind meine Suppressorzellen erhöht. Meine ANA sind seit Jahren erhöht, kann ja sein, dass eine Autoimmunerkrankung in mir schlummert wie Rheuma oder so, Rückenschmerzen habe ich oft und dauern dann auch länger an und mit der Haut habe ich auch zu tun.

    Werde die Ergebnisse auf jeden Fall meinem Hausarzt am Montag zeigen, der hilft mir immer recht gut und holt mich runter. Und am 31.08. gehe ich noch zu dem Immunologen von damals und zeige ihm die Werte. Ich war nur so schlecht drauf vorhin, weil die Heilpraktikerin meinte, sie könne Krebs nicht ausschließen und bot mir gleich eine Behandlung mit Infusionen an. Ja, für was denn??

    Beschäftige dich nicht so viel damit, sonst rutscht du noch in eine Angststörung rein! Glaub mir, gibt eindeutig besseres als sowas.

    J447 schrieb:

    weil die Heilpraktikerin meinte, sie könne Krebs nicht ausschließen

    Ja, kann sie auch nicht. Aber nicht, weil irgendwas für Krebs spricht. Sondern weil das niemand kann und es in diesem Fall über ihre Befugnisse herausgeht.

    Zitat

    weil die Heilpraktikerin meinte, sie könne Krebs nicht ausschließen und bot mir gleich eine Behandlung mit Infusionen an. Ja, für was denn??

    Eben! Das ist reine Geldmacherei.


    Gut, dass Du zum Arzt gehst. Die ANA-Werte sind bei Dir nur geringfügig erhöht. Das kann auf eine überstandene EBV-Infektion (bzw. andere Infektionen) oder auch auf eine Autoimmunerkrankung hindeuten. Eine EBV-Infektion lässt sich testen (wird i.d.R. beim Rheumatologen bei der Eingangsuntersuchung genauso gemacht wie eine Testung auf Borreliose).

    Natürlich kann das niemand sicher ausschließen, das ist mir schon klar, mich nerven nur diese Vermutungen, "Sie könnten das haben und das haben und das könnte es sein". Ich bin wirklich selber entsetzt, worauf ich mich da eingelassen habe. Ich bin noch traumatisiert von der Erkrankung meines Vaters, war damals sehr schlimm und er war damals bei der Heilpraktikerin in Behandlung, als die Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten.

    @ Monsti


    Du hast recht, ich habe EBV in mir, wurde darauf schon mal getestet. Borreliose war ich negativ und Autoimmunreaktionen hatte ich schon einige, nur wurde bisher noch nie etwas konkretes festgestellt. Vor 3 Jahren hatte ich noch die ANA 1:200, jetzt sind es schon 320.

    Auch hatte ich im Winter diese furchtbare Grippeimpfung. Da ging es mir gar nicht gut mit.