Innerlich schon damit abgefunden

    Hallo Leute,


    vor einiger Zeit hatte ich hier ja schon ein paar mal meine Leiden aufgezählt.


    Damals ging es um Magen Darmproblemen, Herzrasen- und Herzstolpern mit Angst, Beklemmung, Schmerzen linker Arm und sowas. Ich habe auch zugegeben, dass ich seit 8 oder 9 Jahren viel Rauche und ca. 6-7 Jahre gekifft habe. Dann noch die riesen Angst vor Krebs, die ich hatte.


    Hatte ja öfters ungewöhnliche Bauchschmerzen, Angst vor Darmkrebs. Dann eine Zeit Schmerzen und Druck im Hoden, Angst vor Hodenkrebs, dann chronische Bronchitis, Atemnot und und und, Angst vor Lungenkrebs. Seltsame Schmerzen im Kopf, Angst vor einem Gehirntumor.


    Ich war oft bei vielen verschiedenen Ärzten, doch anstatt mich richtig zu untersuchen gab es nur rumgeeier, alles wurde auf die Psyche geschoben, so richtig klare Befunde und Diagnosen gab es niregdnwo.


    Na dann war alles eine Zeit ruhig.


    Seit zwei Jahren geht es nun schon so, dass ich mich gesundheitlich immer schlechter fühle.


    Und nun ist die Angst vor Krebs, die Unsicherheit und das Misstrauen den ärztlichen Fähigkeiten gegenüber so schlimm wie nie zuvor, ja sogar so schlimm, dass ich mich innerlich total auf darauf eingestellt habe, ich könnte was schlimmes haben. Denn die Beschwerden sind in der letzten Zeit eindeutiger geworden.


    Nun bin ich 25 Jahre alt. Mit dem Kiffen habe ich vor einem Jahr ungefähr aufgehört. Und zwar absolut. Nun versuche ich noch das Rauchen aufzuhören.


    Vor ca. 2 Wochen ging der Horror wieder los. Beim Einschlafen hatte ich wieder ein Herzstolpern, mit so einem blitzartigen Zischen im Kopf, und extremes Angstgefühl. Ich dachte, ich kriege einen Infarkt. Am nächsten Tag hatte ich die ganze Zeit Herzrasen, Beklemmung, und Schmerzen in den linken Hals und Arm. Ein leichter, aber unangenehmer dumpfer Schmerz.


    Vor ein paar Tagen, als es mir gerade für ein paar Minuten gut ging, fingen schlagartige, ungewöhnliche Kopfschmerzen im Linken Kopf und hinter dem linken Ohr an. Sofort wurde ich benommen, leichte Übelkeit, ich musste mich hinlegen. So ging das dann weiter die nächsten Tage. Dazu fingen meine Bronchien wieder an zu verkrampfen, leichte Schmerzen in der Brust.


    Ich bekam wieder die Angst vor Krebs. Eine riesen Angst.


    Und dann, vor ein paar Tagen, als ich meinen Hals abtastete, bemerkte ich links und rechts zwei geschwollene Lymphknoten. Hatte ich nie zuvor gehabt. Auch schon lange keine Infektion, keine Erkältung oder sonstiges. Ich habe dann geleden, dass angeschwollene Lymphknoten auf Infektionen oder aber auch auf Krebs hinweisen können.


    Ein schlechtes Zeichen ist, wenn sie nicht schmerzen und relativ hart sind. So ist es bei mir. Und dann brach für mich die Welt zusammen. Ich bin wieder depressiv geworden, habe Angst, vor allem, weil es in meiner Familie schon Todesfälle gab(allerdings nicht durch Krankheiten) und mich alles nun fertig macht. Meine Beziehung leidet darunter.


    Nun war ich heute bei einem neuen Arzt. Ich erklärte ihn alles nach und nach. Als ich gerade mal bei dem Punkt mit den Magen Darmbeschwerden angelangt war, meinte der Arzt sofort, es sei alles Psychosomatisch, kein Grund zu Sorge. Aber ich war noch nicht fertig mit erzählen. Ich fügte hinzu, dass ich vor Zwei Tagen Blut im Stuhl hatte. War auch so. Nicht viel, aber immerhin. Dann eierte der Arzt wieder rum, und schob es auf Verletzungen im Afterbereich. Da ich aber auch das schon hatte, kenne ich den Unterschied zwischen Blut im Stuhl und Blut durch Wunden am After.


    Als ich dann zu den geschwollenen Lymphknoten kam, wusste er gar nichts mehr richtig zusagen. Er tastete ab, meinte, die seien noch ziemlich klein und beweglich. Aber auch hart, und schmerzlos. Und ich selber finde sie gar nicht sehr beweglich. Dann fing er damit an zu meinen, jeder könnte Krebs bekommen, die beste Untersuchung würde daran nichts ändern, vielleicht ist sowas Schicksal bla bla bla.


    Es wurde dann ein EKG gemacht und Blut abgenommen, obwohl ich ausdrücklich gesagt habe, dass ich nicht mehr nüchtern sei(habe Kaffee getrunken, Bonbon gelutscht). War denen aber egal.


    Nun habe ich für morgen ein Termin, bei dem ich die Ergebnisse erfahren soll.


    Und ich bin nun innerlich schon so weit, dass ich mich darauf eingestellt habe, ...ich wills gar nicht ausschreiben.


    Nun mal meine Frage: ist das Leben vorbei, wenn man die Diagnose Krebs bekommt? Wie geht man damit um?

  • 77 Antworten

    Hallo!


    Nein, das Leben ist nicht vorbei...auch dann nicht, wenn man die Diagnose Krebs bekommen sollte. Es gibt viele Krebsarten, die heutzutage gute Heilungschanchen haben. Du solltest Dich deshalb nicht unnötig verrückt machen, dazu gibt es derzeit keinen Grund.


    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Du keinen Krebs haben wirst...dazu sind Deine "Symptome" einfach zu vielfältig und generalisiert. Es gibt ja kaum ein Organ, was bei Dir nicht betroffen zu sein scheint. So äußert sich kein Krebs! Ich z.B. habe nichts gespürt und hätte niemals gedacht, dass ich ihn habe. Steigere Dich also nicht in etwas hinein, sondern lebe im Hier und Jetzt!


    Übrigens: Für ein EKG und die relevanten Blutbildwerte muss man nicht nüchtern sein. ;-)


    Viele Grüße,

    Wieso soll das Leben vorbei sein?? Man kann jederzeit und überall sterben. - Mit dem Schicksal hat der Arzt übrigens recht. Mach dich nicht verrückt, vielleicht ist dein Schicksal ein völlig anderes und alles ist gut. :-)

    Danke für die Worte.


    Aber es wird immer schlimmer.


    Am nächsten Tag war ich ja nun wieder da, wegen den Ergebnissen des Bluttests. Die Werte waren alle absolut gut. Er meinte, es wären keine chronischen Entzündungen oder sonstwas zu erkennen. Seltsam fand ich das, weil ich eigentlich chronische Bronchtis habe und Morbus Meulengracht, zu dem eine Fettleber und Anämie. Ist aber alles nicht so schlimm.


    Trotzdem sagte er, könne man durch einen Bluttest nicht wirklich nachweisen, ob man Krebs hat. Ich fragte ihn wieder, wie man es denn dann sicher nachweisen könnte. Er meinte, selbst die besten Untersuchungen würden in den meisten Fällen nichts bringen. Das kann doch einfach nicht sein. Ich soll noch 3 bis 4 wochen abwarten wegen den Lymphknoten und dann wieder hingehen.


    Aber nun ist es noch schlimmer geworden. Ich habe nun neue Lymphknotenschwellungen bekommen, links hinter dem Ohr im Nacken Haaransatz und links zwischen Hals und Schlüsselbein.


    In der nächsten Nacht bekamm ich plötzlich so einen hartnäckigen, extremen Hustenanfall. Seitdem habe ich wieder Probleme mit der Atmung. In zwei Nächten bin ich mit nachtschweiss aufgewacht, aber nur minimaler Schweiss.


    Und nun bekomme ich hin und wieder einen ganz leichten Kopfdruck, weder linke Seite und dadruch so ein verschwommensgefühl im Kopf.


    Aber das schlimmste ist der Horror und die Angst vor Krebs. Inzwischen schliesse ich ja Darmkrebs oder sowas aus. Ich gehe von Lungenkrebs oder Kopftumor aus, auch wenn es total widerlich ist, das hier auszuschreiben.


    Und die Beziehung mit meiner Freundin geht in den Arsch. Wir haben uns dermassen gestritten, geheult, jetzt will sie morgen weg und mich allein lassen, weil ihr alles zuviel ist. Der grund: Ich steigere mich da so extrem rein, bin depressiv, heule. Und sie tut so, als wenn nichts wäre. Wärend ich im dunkeln sitze und vor Angst heule, sitzt sie am PC und Chattet mit ihren Freunden. Kein Hauch von Sorge oder Mitgefühl. Ich will nicht in Selbstmitleid zerfliessen oder Mitleid haben, aber ein wenig Mitgefühl oder Sorge ist doch wohl nicht zuviel verlangt. Die Angst einfach abstellen und so tun, als wenn gar nichts wäre, kann ich nicht.


    Mein Gott, wenn es nun Krebs ist? Eine Freundin meiner Eltern ist vor einem jahr an Lungenkrebs gestorben, nur 2 Monate nach der Diagnose. Ein Arbeitskollege von mir an Hirntumor, auch nur 4 Monate nach der Diagnose.


    Hätte ich doch nur nicht diese verdammten Lymphknotenschwellungen, dann könnte ich selber einsehen, dass ich ein Hypochonder bin. Aber so? So kann ich es nicht mehr ertragen

    Zitat

    Hätte ich doch nur nicht diese verdammten Lymphknotenschwellungen, dann könnte ich selber einsehen, dass ich ein Hypochonder bin. Aber so? So kann ich es nicht mehr ertragen

    Warum gehst Du eigentlich immer gleich vom Schlimmsten aus? Diese Symptome könnten ebensogut auf eine EBV-Infektion (Pfeiffer'sches Drüsenfieber) hinweisen. Das wäre in Deinem Alter sehr viel wahrscheinlicher als z.B. Lungenkrebs.


    Es ist schade und traurig, dass Du Dich so sehr in Deine Krankengeschichten hineinsteigerst und dadurch sogar Deine Beziehung aufs Spiel setzt. Um Deine Angst und Hypochondrie in den Griff zu bekommen, solltest Du wirklich psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Diesen Rat gebe ich Dir nicht, weil ich Dich und Deine Beschwerden nicht ernst nehme, sondern ganz im Gegenteil. Ich wette mit Dir, dass es Dir auch körperlich spürbar besser gehen wird, wenn Du gelernt hast, einfach gelassener und entspannter zu leben, unabhängig vom Status Deines Lymphknotens.

    Hallo Harry 531


    glaube mir, ich wünschte, es wäre nur Hypochondrie. Aber diese Anzeichen, einfach zu deutlich.


    Selbst der Arzt hatte plötzlich große Augen gemacht als er die Lymphknoten abtastete. Wenn ich es mir recht überlege, habe ich sie nun bestimmt 3 Wochen. Sollen die nicht innerhalb weniger Tage abklingen? Stattdessen werden sie härter und mehr.


    Würden die Lymphknoten in nächster Zeit verschwinden, oh mann, wie ich abfeiern würde. Aber nun zu warten, nicht zu wissen, was los ist, das ist Horror.


    So ein pfeiferschen Drüsenfieber habe ich garantiert nie gehab. Nicht mal eine einfache Erkältung habe ich dieses Jahr gehabt. Nichts der gleichen

    Zitat

    Selbst der Arzt hatte plötzlich große Augen gemacht als er die Lymphknoten abtastete.

    Wenn der Arzt ein malignes Lymphom oder andere tumoröse Veränderungen vermuten würde, hätte er Dich zum CT geschickt. Fühlen sich Deine Lymphknoten gummiartig an? Hast Du in letzter Zeit merklich an Gewicht verloren oder bist Du nachts in Schweiß gebadet, so das Du die Wäsche wechseln musst?


    Wenn Du Dich von Deinem Arzt nicht ernstgenommen fühlst, dann wechsele ihn, damit Du endlich Deinen Komplett-Check bekommst...sonst wirst Du wahrscheinlich doch nicht zur Ruhe kommen!

    Zitat

    So ein pfeiferschen Drüsenfieber habe ich garantiert nie gehab. Nicht mal eine einfache Erkältung habe ich dieses Jahr gehabt. Nichts der gleichen

    Woher willst Du das wissen? Ist denn eine EBV-Serologie durchgeführt worden? So eine Infektion kann auch nahezu symptomlos ablaufen, es müssen nicht immer die klassischen Beschwerden vorhanden sein. Auch andere inapparante Infektionen (z.B. Toxoplasmose, Borrellien) können zu benignen Lymphknotenschwellungen führen...

    Hallo zusammen.


    ich kann Schrotthaufen nur allzu gut verstehen.


    Ich habe ein schreckliches Jahr hinter mir und es ist kein Ende in Sicht.


    Angefangen hat alles im Nov 07, als ich wegen zu hohem Blutdruck zu meiner Internistin bin. Diese hat sofort überreagiert und mich zum MRT der Nieren geschickt, weil es nicht unwahrscheinlich wäre, dass sich in meinem alter bei hohen Blutdruck ein Nebennierentumor gebildet haben könnte. Im Nachhinein weiß ich von anderen Ärzten, dass das wohl etwas überzogen war. Jedenfalls hab ich in dieser Zeit zwischen dem MRT-Termin und dem Besuch bei der Internistin nur gegoogelt. Zwischendrin geheult und wieder gegoogelt. Es waren wirklich die härtesten 5 Tage meines Lebens (ich bin froh, dass es nur so wenige Tage waren). Seitdem bin ich von der Angst besessen, irgendetwas in meinem Leben, dass ja eigentlich toll läuft, könnte kippen. Konkret: Ich habe Angst, dass ich oder ein mir sehr nahestehendes Familienmitglied an Krebs erkrankt oder stirbt.


    Weiter ging es im Frühjahr mit Schwindel. Klar, ich war der festen Meinung einen Gehirntumor zu haben.


    Dies wurde abgeklärt: HNO, Kardiologie, Neurologie - alles negativ. Einzige Diagnose: hochgradig nervös und ängstlich.


    Anschließend kamen geschwollene Lymphknoten am Hals... Nun war die Frage: Leukämie oder Lymphom, oder vll doch ein Zungengrundtumor... Jetzt nach einem halben Jahr erst, ist der Lymphknoten so gut wie weg.


    In dieser Zeit hat mir mein Hausarzt Opipramol verschrieben. Ich denke, sie haben mir geholfen. Jedoch habe ich sie abgesetzt, als es mir besser ging... Vll ein Fehler...??


    Nun hat meine Mum seit 4 Jahren einen allergischen Husten. Nun ist aktuell, dass ich Angst habe, sie könnte an einem Lungentumor erkrankt sein, da es momentan wieder sehr heftig ist. Laut Test reagiert sie sehr aallergisch auf Schimmel, Milben und einige Pollen. Lebensmittel wurden nicht getestet soviel ich weiß. Es ist eigentlich plausibel. Früher hatte sie allergischen Schnupfen. Nun hat sich das ganze eben verschoben, denn der Schnupfen ist so gut wie weg. Aber als sie vor kurzem etwas von einem metallischen Geschmack sagte, wurde ich wieder panisch. Andererseits ist mir auch klar, dass wohl keiner mit einem Lungentumor, der seit 4 Jahren Symptpme macht, noch so aktiv ist wie meine Mum. Sie ist ein Energiebündel, das sagt jeder. Sie ist nie müde. Sie hat außer Husten keinerlei Beschwerden, wie Atemnot, Gewichtsabnahme oder ähnliches. AUßerdem hat sie ein starkes Immunsystem. Vor kurzem war die ganze Familie richtig erkältet, ich musste sogar Antibiotika nehmen. Sie arbeitet an der Kasse im Supermarkt, hat jeden Tag mit wahnsinnig vielen Menschen Kontakt und auch Berührung. Nichts - sie blieb gesund.


    Es ist so - ich hab meine Mum unendlich lieb und panische Angst, dass ich dieses Jahr mein letztes Weihnachten mit ihr habe.


    Ich überlege wieder mit Opipramol anzufangen...


    Ich glaub wenn man einmal diese Angst gehabt hat, kommt man ohne Therapie nicht mehr raus. Ich habe mir auch fürs neue Jahr vorgenommen, dies in Angriff zu nehmen.

    Zitat

    Ich glaub wenn man einmal diese Angst gehabt hat, kommt man ohne Therapie nicht mehr raus. Ich habe mir auch fürs neue Jahr vorgenommen, dies in Angriff zu nehmen.

    Warum erst fürs neue Jahr und nicht schon viel früher? Ich verstehe das nicht...Ihr macht Euch doch Eure ganze Lebensqualität kaputt, wenn ihr ständig so in Euch hineinhört und bei jeder noch so kleinen Veränderung gleich eine Welt zusammenbricht.


    Ich selbst habe bereits Krebs gehabt und aktuell auch wieder mit einem Rezidiv zu tun, trotzdem würde ich niemals so panisch reagieren. Letztendlich muss man lernen, so etwas auch im Falle eines Falles akzeptieren zu können. Letztendlich kann man diese Krankheit nicht wirklich verhindern...egal, wie sehr man in sich hineinhört oder wie oft man zur Vorsorge geht, insofern ist Panik nicht hilfreich. Das einzige, was durch diese übertriebene Panik passiert, ist, dass man sich um den eigentlichen Sinn und Wert des Lebens bringt...

    Zitat

    Einzige Diagnose: hochgradig nervös und ängstlich.

    Ja, genau! Das ist die richtige Diagnose! Und genau diese Erkrankung muss behandelt werden!

    Ich habe sonst auch immer die gleichen Worte gesagt wie Harry513. Doch nicht jedes Leben verläuft gleich. Manche haben kaum Schicksalsschläge im Leben. Andere haben wenige, aber harte Schicksalsschläge zu bewältigen. In diesen Falle ist es noch durchaus möglich, gelassen zu bleiben.


    Aber wieder andere leute erleben ihr ganzes Leben hindurch solche Hammerhorrordinge, dass die Psyche sich zwangsläufig zum negativen verändert. Wenn man ständig nahestehende Personen durch allemöglichen Dinge verliert, dann entwickelt sich so langsam eine ganz neue Sicht auf das Leben, wie bei mir: Es ist ein um jeden Preis überleben, und somit auch die große Angst, dieses kurze Leben zu verlieren. Nicht aus Angst vor dem Tod, sondern weil man noch so viele Dinge zu erledigen hat, weil man diese ohnehin geringe Zeit nicht verschwenden will und die Angehörigen nicht allein lassen will.


    Nun hatte ich ja schon längere Zeit Krebsangst, aber nie waren die Symptome so eindeutig, dass ich übertrieben habe. Ich konnte mich schon wieder beruhigen und es dann gelassen sehen.


    Aber nun ist diese Angst wieder entfacht, dazu diese Lymphknoten, die nur zu eindeutig die Angst bestätigen. Eben weil sie nicht weich, beweglich und schmerzhaft sind, sondern alles genau das Gegenteil. Dazu die anderen Symptome, die alle auf einen Schlag dazu kommen.


    Aber am allermeisten ist die ungewissheit das quälende und auch die Wut auf die Ärzte und dem was man so im Net lesen kann. Denn die Ärzte könnten so schnell wie möglich alle zur verfügung stehenden Mittel nutzen, um herauszufinden, was los ist. Aber sie tun es meistens nicht. Aus Zeitmangel, aus Kostengründen, auslauter niederen Beweggründen tun sie es nicht. Und es ist ja nun auch so, dass bei Krebs eine frühe Diagnose sehr wichtig ist. Die Zeit spielt also doch ne Rolle.


    Wie soll man dann also anders, als in Angst zuverfallen? Wenn man nun diese Ungewissheit hat, ob sich da im Körper nun seelenruhig ein Krebs breit macht?


    Warum soll man zum Psychologen, wenn man doch so schnell wie möglich die Ursachen der geschwollenen Lymphknoten und anderen Beschwerden herausfinden sollte? Das ist für mich nicht logisch, sondern leichtfertig der Gesundheit der menschen gegenüber.


    Ein Hypochonder ist was anderes, jemand der aus den kleinsten Anlässen die schlimmsten Befürchtungen ableitet und auch noch zu 100 % überzeugt ist. Wenn sich jemand aber aufgrund von von nahzu eindeutigen Anzeichen große Sorgen macht, ist das nicht übertrieben. Und ich denke, geschwollene Lymphknoten in Verbindung mit anderen beschwerden sind schon ein Grund zur Sorge und zur Angst

    Meine Knoten waren auch nicht beweglich, hart und absolut nicht schmerzhaft.


    Als sie auftraten hatte ich auch keine Erkältung o.ä.


    Wie groß sind die Knoten?


    Wurde denn schon mal ein Ultraschall durchgeführt?

    Hallo prinzessin


    meine sind links und rechts am hals, weiss nicht, ca. 2 cm oder 3 cm groß. Man sieht sie nur ganz leicht, wenn ich mein Hals beuge. Der Linke ist irgendwie so, als wären es zwei verwachsene, der wurde auch ein wenig größer in den letzten Tagen. Der am Hinterkopf ist eher klein, hat aber an größe zugenommen.


    Was hatten denn deine Lymphknoten bei dir für ne Ursache?


    Dazu kommt noch, dass ich jetzt von Tag zu Tag mehr Atemprobleme habe. Dann immer wieder so ein dumpfer Schmerz von der Brust in den Hals, der dann auch noch so leicht juckend ist, ob wohl er aus dem Inneren kommt.


    Ich würde ja nicht hier im Net rumschreiben, sondern am liebsten wieder zum Arzt gehen, aber mein Hausarzt ist zu, hat Urlaub, die anderen Ärzte die ich mir rausgesucht habe sind auch alle dicht. Also muss ich warten, und mich rumquälen. Versuche mich zwischendruch abzulenken, doch dann gehts mir immer wieder schlechter, mit dem Atmen, und wieder Angst.

    Achja, ein paar einfache Fragen hätte ich noch, die mir nicht mal mein Arzt beantorten konnte, ohne um den heissen brei rumzureden:


    1: wenn lymphknoten wegen Krebs anschwellen, sei es durch Lymphdrüsenkrebs oder Metastasen eines anderen Krebses, würden die Lymphknoten dann von Tag zu Tag immer weiter anschwellen und riesengroß werden? Oder kann die Schwellung in solch einen Fall auch stagnieren?


    2. Ist es bei Lungenkrebs möglich, dass die Halslymphknoten anschwellen? Oder total unwahrscheinlich?


    3. Soll ich denmächst damit lieber zu einem Onkologen gehen oder einem HNO Arzt?

    @ schrotthaufen1

    bist du dir sicher das Du nicht eine Hyphochondrie hast. Mir kommt deine ganze geschichte nur zu bekannt vor. Hatte das auch und habe es manchmal immer noch. Glaub mir die Lymphknoten können anschwellen ohne einen Grund bzw. auch nur von der psyche gesteuert.


    Die psyche kann Dir wirklich jede Krankheit vorgaukeln und dann auch noch die Symptome dazu liefern. Total real nur mit dem unterschied das es nichts organisches ist.


    Das mit den Depressionen und dem Nachtschweiß kenn ich auch und meine Beziehung geht auch gerade wg. dem den Bach hinunter.


    Wenn dein Blut soweit ok war kann es eigentlich gar nichts so schlimmes sein. Klar Krebs kann man dadurch nicht eindeutig nachweisen aber wenn es einer wäre dan wär irgendein Wert nicht ganz ok z. B. die Leukozyten.


    Ich bin mir echt sicher das Du eine starke Depression hast in der Krankheitsängste im vordergurnd sind. Kann auch mit dem Kiffen was zu tun habe. Kiffen kann auch Depressionen auslösen usw.


    Hoffe konnte Dir etwas helfen

    achja, die atemprobleme hab ich auch gerade. genau das gleiche gefühl wie du. Hatte auch panische Angst vor Lungenkrebs.


    Habe aber nur ne leichte Bronchitis und das gefühl kommt keine Luft mehr zu bekommen, der Druck usw. kommt von der daueranspannung die wir haben. Wenn man angst hat ist man immer Angsepannt auch wenn man es gar nicht mehr richtig merkt. Daher auch der Nachtschweiß


    Ein Hypochonder ist was anderes, jemand der aus den kleinsten Anlässen die schlimmsten Befürchtungen ableitet und auch noch zu 100 % überzeugt ist.


    Das stimmt so nicht!!! Es gibt 2 Arten von Hypochondern und die wo du beschreibst ist in der Minderzahl


    glaube mir, ich wünschte, es wäre nur Hypochondrie. Aber diese Anzeichen, einfach zu deutlich.


    brauchst du dir gar nicht mehr wünschen. Hast warhrseinlich schon. Glaub mir die Hypochondrie is alles andere nur nicht einfach oder witzig.


    VIele glauben nicht daran ein Hypochonder zu sein weil ja die "Anzeichen" bzw. "Symptome" zu eindeutig sind


    Hoffe Das du bald gewissheit hast dass du körperlich gesund bist. Ich an Deiner Stelle würde echt so schnell wie möglich ne Verhaltenstherapie machen. Je früher desto besser. Glaub mir ich weiß wo von ich rede

    Hallo Panikäschen, erstmal danke für die Worte, aber sei nicht böse, wenn ichin ein paar Dingen widersprechen muss.


    Bezüglich das Kiffen: damit habe ich schon seit einem jahr aufgehört. Depressionen habe ich tatsächlich, die fingen aber schon mit 14 an, lange bevor ich gekifft habe. Das Thema ist für mich abgeharkt.


    Eine richtige Depression habe ich nicht, da ich eigentlich den Drang habe, mich des Lebens zu freuen. Würde die ganze Sache jetzt nicht passiert sein, würde ich mit Freude und Elan meinen Sachen nachgehen, glaube mir. Nur diese Angst bremst mich im Moment.


    In Therapie gehen, nun ja, ich war schonmal in Psychotherapie, wegen Trauerbewältigung und Depris, hat mir allerdings nichts gebracht, obwohl ich wirklich der Überzeugung war, es würde mir helfen.


    Ich würde sicher wieder eine machen, aber erstmal ist es viel wichtiger, die Ursachen für diese Sachen festzustellen.


    Ich weiss was Hypochondrie ist, habe es ja selbst, aber ich kann sehr gut unterscheiden, dass es zur Zeit nicht das übliche hypochondern ist.


    Darüber hinaus finde ich es immer sehr seltsam(nicht persönlich nehmen, ich weiss ihr meint es gut) das bei den körperlichen Beschwerden niemand eindeutig was sagen kann, keine Ferndiagnosen gestellt werden können, aber bei dem psychischen soll das aufmal sehr gut möglich sein? Wie kann man sicher sagen, dass jemand ein Hypochonder ist? Das wäre eine ferndiagnose die genauso wenig möglich ist wie mit den körperlichen Beschwerden.


    Oft denke ich auch, es ist angenehmer alles mit Hypochondrie anzutun, um sich zuberuhigen. Tatsächlich finde ich es am beruhigensten, wenn alles körperlichen Untersuchungen geklärt werden.


    Ich ziehe immer noch die Mögliochkeit in Betracht, dass die Lymphknotenschwellung ganz andere Ursachen hat. Da ich mich aber selber kenne, weiss, was ich in letzter Zeit gehabt habe, und merke, wie ich mich fühle, ist es rein logisch betrachtet sehr unwahrscheinlich, dass es an anderen Ursachen liegt. Ich würde sagen, die Chance, dass allles harmlos ist bei mir, beträgt vielleicht 20 %, wenn überhaupt.


    Vielleicht versteht man auch nicht, worauf ich hinaus will:


    Ich denke nämlich, dass wenn man diese enorme Angst hat(in meinen Augen auch begründet), dann setzt man mehr daran, die Dinge in Gang zusetzen, sprich Untersuchungen, dies und das. Ich bin sogar schon so weit, dass ich bald sehr sauer werde, wenn der Arzt mich nicht richtig untersuchen lässt. Auch als Laie weiss man im groben und Ganzen, welche Untersuchungen gemacht werden können. Und auf dieses Recht bestehe ich auch nun.


    Hätte ich diese große Sorge nun nicht, würde ich mich mit ein paar Sprüchen des Arztes abwimmeln lassen.


    Als Baby hatte ich zum Beispiel eine schwere Mittelohrentzündung, meine Eltern hatten Angst und waren besorgt. Doch die Kinderärztin meinte, es wäre nichts, nur eine kleine Erkältung, sie sollten beruhigt sein. Am Abend dann ging es mir so schlecht, dass meine eltern mich ins krankenhaus gebracht hatten, und da stellte sich heraus, dass ich kurz vor dem Tod war.


    Deswegen denke ich, dass die Angst ein nötiges Mittel ist, um sein Überleben zusichern.


    Desweiteren wäre ich auch nich für ein paar Antworten auf meine drei Fragen sehr dankbar. Trotzdem danke für eure Beruhigungsversuche

    Hallo!!!


    Also zu alleresteinmal bist du ein Fall für die Psychosomatische Klinik...sowas gibts tatsächlich;-)


    Da sind Ärzte die sich mit Körperlichen, sowie seelischen Beschwerden auseinandersetzen. hausärzte sind mit solchen Fällen meist überfordert!! Ich glaube nicht, dass du Lymphdrüsenkrebs hast!!! Ich hatte mal ähnliche Beschwerden, haben sogar 3 Monate angehalten. Im nachhinein zeigte mein Blutbild Pfeifersches Drüsenfieber(und das heisst nicht dass man fieberbeschwerden hat o.ä.!!)


    Blut im stuhl finde ich da aber schon bedenklicher...da könnte jedoch ein Hämokult abklärung schaffen(Stuhlprobe wird auf unsichtbare Blutbeimengungen untersucht). Wobei man sowas mal haben kann, ohne an krebs erkrankt zu sein! Wobei Krebserkrankungen an sich nicht so viele symptome haben, wie du sie aufzählst!!


    Wenn du da genauere Untersuchungen haben willst, sollstest du mit einzelnen Beschwerden zum Arzt gehen...da besteh eine große chance auf behandlung. Wenn du mit vielen dingen auf einmal kommst, wirst du als hypochonder abgestempelt und erhällst nur routine-Blutabnahmen ect.-der Arzt will dich nämlich in deiner hypochondrie nicht unterstützen. Hypochonder kann man übrigends auch sein, ohne dass man dem arzt garnix mehr glaubt: so wie du einen Hypochonder beschreibst, ist es die schlimmste Form die es gibt!!!;-)ausserdem glaubst du auch, dass die Blutuntersuchung nicht richtig abgelaufen ist...bzw das Ergebnis nicht stimmen kann!!!(zum nachdenken*).


    Tu dir selbst einen Gefallen, und bitte deinen Arzt dir zu helfen, deine Angst zu verlieren(auch wenn dadurch eine stationäre Aufnahme in einer psychosomatischen Klinik notwendig wird). vielleicht reicht aber auch jemand der ambulant praktiziert(besser wär aber stationär). Dein Arzt wird dich hiebei nicht abweisen, wenn du darum bittest.


    lg franci:)*


    Tu dir selbst einen Gefallen, und

    warum fällt es immer so leicht, alles auf die Psychoschiene zu schieben? Das könnte man dann mit jedem menschen machen, der iregndwelche beschwerden hat. So einfach ist das nicht.


    Das mit dem Blut im Stuhl, nun ja, ich hatte schon vor ganz vielen jahren mal ein klein wenig Blut im Stuhl. Wobei es ken wirklicher Blutstuhl oder Teerstuhl war. Wäre es was ernstes gewesen, wäre ich jetzt gar nicht mehr am Leben. Da habe ich mit der Zeit gelernt, diese Beschwerden richtig einzuschätzen.


    Habe jetzt auch wieder ein wenig Magen Darmbeschwerden, aber ich weiss, dass es von der Psyche herrührt. Geschwollene Lymphknoten rühren aber wohl kaum von der Psyche her.


    Die Blutprobe schätze ich schon als zuverlässig ein, was mich nur aufregte war, dass die sie erst nicht machen wollten, weil ich nicht nüchtern war, und dann haben sie die doch gemacht.


    Aber ich schätze die Blutprobe doch als richtig ein.


    Trotzdem gibt dieses Blutbild keinerlei Erkenntnis darüber, ob man Krebs hat oder nicht.


    Ich werde garantiert nicht in Psychotherapie gehen, bevor nicht das mit meinen körperlichen Beschwerden abgesichert ist mit Resultaten. Wenn meine Lymphknoten abgeschwollen sind, falls überhaupt, und sich nichts ernstes ergibt, dann werde ich hier im Forum eine Partie schmeissen. Ihr könnt euch noch nicht vorstellen wie, aber ich werde es in dem Falle tun. Ich hoffe, dass ich grund dazu habe. Ich werde dann das ganze Forum auf den Kopf stellen, natürlich ohne dabei die gegen die Forumsregeln zu vesrt0ßen.


    Ich hoffe es sehr

    @ schrotthaufen1

    Noch mal drei kleine Fragen:


    Wäre Dir damit gedient, wenn Dein Hausarzt Dich zum CT schicken würde? Würdest Du einem CT-Befund überhaupt glauben...auch wenn dieser keine Auffälligkeiten zeigt, also im medizinischen Sprachgebrauch negativ ausfällt? Wieviel wäre Dir so ein CT (finanziell) wert, wenn Du es selbst bezahlen müsstest?

    Hallo Harry, deine Fragen sind ehrlich gesagt für mich ein wenig schwer zu beantworten.


    Ob mir mit einem CT gedient wäre? Der Arzt soll mich ja nicht einfach zum CT schicken, nur damit ich endlich Ruhe gebe, sondern als eine von mehreren Abklärungsmassnahmen. Ein Ct klärt auch nicht immer alles ab, aber: ja, ich wäre bei einem negativen CT zum allergrößten Teil beruhigt. Würden dazu noch die Lymphknoten wieder abschwellen, dann zu 100 %.


    Glauben würde ich den Befund aufjedenfall, nur nicht mein ganzes Vertrauen darein setzen.


    Aber am schwierigsten ist für mich die Frage, was mir das finanziell wert wäre. Hätte ich viel Geld, würde ich den tatsächlichen Preis dafür zahlen, egal was es kostet.


    Würde ich eine Untersuchung, bestehend aus Speziellen Bluttest mit Tumormarkern, Ultraschall, CT und Biopsie der Lymphknoten selber zahlen müssen, würde ich sofort alles an Geld hingeben, was ich habe, auch wenn ich dafür ebend halt hungern muss. Fallen mehrere Tests negativ aus, dann bin ich nahzu 100 % beruhigt.


    Ich meine ja, es wäre doch kein großer Umstand gewesen, hätte der Arzt mal ebend sein Ultraschallgerät angeschmissen und hätte eine erste Beurteilung getroffen.


    Ein Ct zu veranlassen, ist wohl auch nicht so weltbewegend. Hatte schonmal ein CT, wo meine Hausärztin das nicht wollte. Also ging ich zum Neurologen(wegen unüblichen Kopfschmerzen), der schickte mich sofort zum CT. Und da hat man auch was gefunden, damals war es eine große vereiterung der Nasennebenhöhlen.


    Und wenn die Lymphis nicht weggehen, dann noch eine Probe oder Entfernung vornehmen, das wäre doch alles schnell machbar.