Krebsvererbung in der Familie

    hallo bin 16 und in meiner familie gibt es schon krebs. wenn ich das mal errläutern dürfte :


    das gibt es nur mütterlicherseits.


    die mutter meiner oma hatte blasenkrebs, hat dies an ihren sohn weitervererbt. die mutter meiner oma hatte das mit fasdt 90 und ihr sohn ist mit anfang 70 dran gestorben.


    der bruder meiner oma hat mit seiner großcousine 2 kinder gezeugt, die eine hat deswegen vermutlich nen hirntumor bekommen und die andere einen schlaganfall.


    dann noch von seiten meines opas mütterlicherseits :


    dessen oma hatte krebs. sie scheint es an seinen bruder vererbt zu haben, welcher auch denselben krebs hatte. er ist mit mitte -ende 60 dran gestorben.


    mehr gibt es nicht.


    meine tante hatte vor 6 jahren einen gutartigen tumor an der wirbelsäule und jetzt aktuell wieder. sie untersuchen den noch, wissen noch nicht, ob er nicht auch böse ist. aber sie vermuten gut.


    jetzt frage ich mich : hätte ich denn da irgendein risikofaktor?


    meine 'nahe>' verwandschaft, sprich meine oma, mein opa, und sonst alle tanten haben nie krebs gehabt.


    auch meine eltern haben das nicht.


    würde gerne mal ne meinung / einschätzung hören! LG

  • 54 Antworten

    Bei uns in der Familie ist auch nicht anders.


    Väterlicherseits sind einige Vorfahren an Krebs gestorben.


    mein Vater starb mit 54 an Darmkrebs, seine Cousine hatte auch Darmkrebs, seine andere Cousine Brustkrebs.


    Ich mach mich deshalb jetzt aber nicht verrückt.


    Geh regelmäßig zu den Kontrollen und lass deine Blutwerte kontrollieren. Dann dürfte nichts passieren.


    Ich bin wg meinem Vater und einer Darm OP doppelt vorbelastet für Darmkrebs. Ich geh zur Vorsorge und das denk ich reicht erst mal. Es bringt mir ja eh nichts mich ständig damit verrückt zu machen ob ich Krebs bekomme oder nicht.

    Hallo liver256,


    also zuerst einmal kann ich dir sagen, dass der Ausbruch der Erkrankung Krebs nicht vererbbar ist. Im Körper arbeiten sieben Schutzmechanismen daran, beschädigte Zellen zu reparieren, so dass Fehler, die beim Kopieren des Genmaterials entstanden sind, behoben werden können. Erst wenn alle dieser Mechanismen versagen, kommt es zum Ausbruch der Krankheit und dies geschieht vollkommen zufällig. Es gibt aber bestimmte Risikofaktoren, die das Ausfallen der Schutzmechanismen bewirken, so z.B. chemische Substanzen oder Strahlung. Zum anderen kann aber auch schon von Geburt an einer der Schutzmechanismen fehlen, nämlich dann, wenn es von den Eltern weitervererbt ist.


    Das heißt dann aber nicht, dass die Krankheit auch wirklich ausbricht, es ist nur von Anfang eine "Sicherung" weniger vorhanden.


    Auch wenn es trotzdem furchtbar ist, denn das Alter macht ja nichts besser, so ist Krebs in hohem Alter gehäuft zu finden. Je älter wir werden, um so mehr Fehler passieren beim Kopieren und Teilen von Zellen. Außerdem ist es da auch wahrscheinlicher, dass negative Einflüsse (Zigarettenrauch etc.) die Schutzmechanismen schon außer Kraft gesetzt haben. Du schreibst, dass die Mutter deiner Oma mit 90 Jahren Blasenkrebs hatte, das ist sehr spät, da ist nicht von einer erblichen Veranlagung auszugehen. Je eher die Krankheit auftritt, um so wahrscheinlicher ist es, dass eine erbliche Beteiligung vorliegt. Aber selbst dann ist man keineswegs dazu verdammt, wirklich Krebs zu kriegen.


    Also erst mal ruhig bleiben @:)


    Liebe Grüße


    Elyse

    warum zu kontrollen


    mir wurrde immer gesagt bei gäbe es null risiko., weil meine nahe familie ja nichts hat.


    ich hätte gar kein risiko, weil meine oma nichts hat, sie hätte es kriegen können, ihre mutter hat es aber an ihren bruder vererbt. seine enkel haben jetzt ein risiko


    bei dem bruder meines opas: er hatte das auch. von der großmutter meines opas. auch er kann es an seine enkel vererben.


    zu mir meinte ein arzt mal so, weil ich dem das gesagt habe, dass ich mir weegen der genetik keine sorgen machen müsse, ich wäre KEIN risikotyp.


    nur wenn es die mutter, der vater,die oma, der opa oder so hat, dann hätte ich nen risiko.


    meine oma kommt von den blutwerten und allem auf ihren vater. und sie ist ja meine unmittelbare verwandte.


    stimmt ihr dem zu?

    ich war noch nie bei ner kontrolle oder so.


    achso. auf die familie meiner mutter komme ich nicht. wird zumindest gesagt


    ich komme eher auf die familie meines vaters,


    da gibts es keine krebserkrankungen . keine einzige. und in der mütterlichersetis ja nur im hohen alter.


    ich sehe so aus wie mein vater, habe so knochen wie er....


    und krank bin ich auch nie. er hat auch ein gutes imunsystem.

    Zitat

    ich war noch nie bei ner kontrolle oder so.

    Und warum nicht?


    Du machst dir ja ziemliche Gedanken darum.


    So viel ich weiß kann man auch überprüfen lassen, wie hoch die Gefahr einer Krebserkrankung bei einem ist...aber ob das auch in Deutschland machbar ist und wie teuer das ist weiß ich nicht...


    Ansonsten, informiere dich doch mal richtig über Vererbungslehre usw.


    Frag deinen Bio-Lehrer, wie das so ist usw.


    Ich glaub du weißt da einfach zu wenig drüber, machst dir aber Gedanken.

    So pauschal kann man das nicht sagen. Soweit ich weiß, ist es bei Krebs nicht möglich, eine Stammbaumanalyse durchzuführen. Eine erbliche Veranlagung ist bis jetzt nur bei Dickdarmkrebs, Eierstockkrebs und Brustkrebs bekannt, aber wie gesagt, nur in dem Sinne wie oben beschrieben. Man müsste ja auch erst mal herausfinden, ob der Erbgang dominant oder rezessiv ist.

    Zitat

    sie hätte es kriegen können, ihre mutter hat es aber an ihren bruder vererbt.

    Sie könnte ja reintheoretisch auch Konduktorin sein, d.h. bei ihr bricht es nicht aus, sondern sie gibt es nur weiter.


    Aber wie gesagt, meiner Meinung nach kann man das per Stammbaumdiagnose nicht wirklich herausfinden. Ich bin mir aber in dem, was ich jetzt geschrieben habe, nicht wirklich sicher. Wer es besser weiß, bitte antworten ;-)

    Bei mir verhält es sich auch ähnlich: Meine Oma und mein Vater haben/hatten Krebs.


    Einmal Brustkrebs, einmal Darmkrebs.


    Klar hab ich jetzt Angst, dass ich später auch betroffen sein werde. Bei meinem Vater wurde es vor kurzem entdeckt, momentan ist er im Krankenhaus und gestern war seine erste OP... :-X

    Doch doch Elyse, du hast Recht.


    Wie gesagt, man kann sich testen lassen was das Krebsrisiko bei einem angeht, aber ich bin mir auch nich sicher, ob das nich nur bei Brsutkrebs geht...weswegen sich ja dann einige Frauen gleich die Brust entfernen lassen usw. :=o

    wie war das nochmal mit dominant oder rezessiv....??? weiß ich gar nicht mehr.


    ja ich mache mir eben sorgen. aber mir wurde eben gesagt, dass es keinen gibt, der es an mich vererben könnte.


    meine oma hat nix, meine eltern nicht.


    es wurde immer an andere nebenstehende familien weitervererbt und meine nahe ist davon verschont geblieben.


    und mir wurde gesagt, eine kontrolle würde nur sinn machen, wenn ...ich wiederhole mich schon wieder... ein nahes familienmitglied dran erkrankt ist und ich diese gene habe. also diesem mitglied sehr ähnlich sehe, etc.


    meine familie (oma ,opa,mama,papa,godel,patte ...) haben es nicht. nur die urgroßmutter im hohen alter.


    tja und ihr sohn hat eigene familien gegründet und es nicht weitervererbt.


    auch bei dem bruder meines opas...der hat es auch nicht vererbt.

    Zitat

    Wie gesagt, man kann sich testen lassen was das Krebsrisiko bei einem angeht

    Das würde ich persönlich aber nicht durchführen lassen. Was habe ich davon, wenn ich weiß, dass mein Risiko erhöht ist? Dann werde ich mein restlichen Leben damit verbringen, mich auf meinen Tod vorzubereiten, obwohl vllt. gar nichts passiert.


    In meiner Familie traten auch einige Krebsfälle, auch schon in früherem Alter auf, ich habe trotzdem mittlerweile überhaupt keine Angst mehr. Zu Beginn hab ich mir schon Gedanken gemacht, aber ich sag mir immer: Wenn es wirklich einmal so weit kommt, dann möchte ich zurückblicken können und sagen, dass ich ein erfülltest Leben hatte und das auch schaffen werde. Wieso sollte ich schon jetzt Panik verbreiten und mich selber fertig machen, mit etwas, was ich nicht habe. Nein, ich rauche nicht, ich trinke keinen Alkohol und sonst wird die Zeit mit sich bringen, was sie will.


    Alles Gute wünsch ich euch, caro star @:) :)*

    Zitat

    wie war das nochmal mit dominant oder rezessiv.... ??? weiß ich gar nicht mehr.

    Wie gesagt, informiere dich was das angeht vielleicht nochmal ein bissl ;-)




    Dein ganzes Geraten und Ausschlußverfahren bringt nichts...


    Um Elyse zu wiederholen:

    Zitat

    Soweit ich weiß, ist es bei Krebs nicht möglich, eine Stammbaumanalyse durchzuführen.



    Und du sagst ja selbst:

    Zitat

    aber mir wurde eben gesagt, dass es keinen gibt, der es an mich vererben könnte.

    Also komm mal von dem Gedanken weg, dass du es vererbt bekommen könntest, denn da gibt es ja anscheinend niemanden, der es dir vererbt haben könnte!

    Zitat

    Das würde ich persönlich aber nicht durchführen lassen. Was habe ich davon, wenn ich weiß, dass mein Risiko erhöht ist? Dann werde ich mein restlichen Leben damit verbringen, mich auf meinen Tod vorzubereiten, obwohl vllt. gar nichts passiert.

    Wie gesagt, so viel ich weiß geht das nur bei Brustkrebs. Und da ist es ja dann so, dass man seine Brust + Drüsengewebe entfernen lassen kann, was das Risiko erheblich senkt.


    Ich würde mich auch niemals testen lassen, denn ich denke das weitere Leben wäre davon einfach nur negativ beeinflusst und vieles würde nur noch unter dem Deckmantel des Krebs ablaufen.


    Andererseits lebt man sein leben ja viel intensiver, wenn man weiß, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit keine 80 Jahre alt wird.


    Aber, ich kann verstehen, wenn sich Frauen testen lassen, deren Mutter und Oma an Brustkrebs erkrankt und gestroben sind.

    Zitat

    Wieso sollte ich schon jetzt Panik verbreiten und mich selber fertig machen, mit etwas, was ich nicht habe.

    Ja, so sehe ich das auch!


    Aber bei einem Hypochonder, der liver zu sein scheint, wenn man z.B. auch ihre anderen Beiträge betrachtet, hilft es manchmal zu wissen, woran man wirklich ist.

    achso. die urgroßmutter des bruders meines opas hatte sich das laut damaligen arzt wohl wegen umwelteinflüssen eingefangen. sie ist ende des 19. jhdts geboren und hatte einen job, wo sie an irgendwelche stoffe gekommen ist... mehr weiß ich nicht. die scheinen das begünstigt zu haben.


    ich muss mich korrigieren. die beiden also die oma des bruders meines opas hatte nicht denselben krebs wie gustav. meine oma ist sich nicht mehr ganz sicher. aber sie geht davon aus, dass es ein anderer war.


    sie hatte das durch gewisse einflüsse. und er .... entweder einfach so, erbliche vorbelastung oder... durch sein hartes arbeiten, das alter... ich weiß es nicht. zumindest hat er es (bisjetzt)nicht weitervererbt.

    Zitat

    wie war das nochmal mit dominant oder rezessiv....

    Man muss zuerst den Erbgang festlegen, um herausfinden zu können, ob das kranke Allel nun dominant ist oder rezessiv. Wenn beispielsweise zwei kranke Eltern ein gesundes Kind kriegen, dann kann man sicher davon ausgehen, dass die Krankheit dominant vererbt wird. Aus Aa(Mutter) und Aa(Vater) könnte aa beim Kind entstehen. Hätte man beim Kind AA wäre es krank und hätte man Aa wäre es ebenfalls kank. Andersrum lässt sich schlussfolgern, dass ein rezessiver Erbgang vorliegt, wenn beide Eltern gesund sind und ein Kind krank.


    Ich geh aber mal nicht davon aus, dass man das bei Krebs so machen kann, da das spezifischer ist und vor allem nur bei den drei oben genannten Formen überhaupt eine erbliche Veranlagung vermutet wird.

    Zitat

    denkst du denn, dass ich ne gefahr auf krebs habe?

    Nein, denke ich nicht. Aber SELBST wenn du eine hättest, dann heißt das auf gar keinen Fall, dass du auch wikrlich Krebs bekommen wirst.


    Also bleib ganz ruhig und genieß dein Leben, bist doch noch jung ;-) @:)