Nachtschweiß: Krebsangst macht mich wahnsinng!!!

    Hallo zusammen,


    pünktlich mit 2012 gehts aktuell wieder bergab und ich drehe hier fast durch.


    Ich leide seit 3 Jahren unter einer hypochondrischen Angststörung.


    Seit einigen Tagen kann ich (ohne erkennbare Ursache) recht schlecht schlafen und wache irgendwann früh leicht verschwitzt in meinem Bett auf. Mir ist dabei auch oft auch warm und mein Puls ist beschleunigt. Kann danach nicht mehr einschlafen, wälze mich rum. Man hängt am Tag durch, alle Gedanken kreise darum. Wegen des leichten Nachschweißes haben bei mir natürlich gleich alle Alarmglocken geschlagen (Krebs), was wiederum dazu führt, dass ich verstärkt unter Angst leide (flaues Gefühl im Magen, Appetittlosigkeit). Die Angst führt nicht selten dazu, dass sie wiederum die Schlafstörungen verstärkt und womöglich auch diese Schweiß/Hitzegeschichte.


    Eine ähnliche Situation hatte ich bereits vor 2 Jahren, kann mich aber nicht entsinnen, ob ich da auch diesen Schweiß hat. Jedenfalls bin ich aktuell extrem verunsichert, ob das alles nach wie vor psychisch ist oder vielleicht doch auf Krebs o.ä. hinweisen könnte. Ich habe extreme Angst mich beim Arzt vorzustellen. Der Schweiß könnte auch Angstschweiß der Störung sein (was ich für wahrscheinlich halte), aber der bloße Gedanke an Krebs lässt mich die Wände hochlaufen! Immer diese Frage: Kommt nun doch die entgültige Diagnose oder ist es ein weiteres Kapitel in meiner Krankengeschichte.


    Momentan geht irgendwie gar nix mehr! :°(


    Großes Loch ... vielleicht hat jemand ein paar Tipps oder aufbauende Worte.

  • 44 Antworten

    Eine ganz einfache Erklärung wäre zum Beispiel, dass es in deinem Schlafzimmer evt. zu warm ist. Ich hatte das demletzt auch, da hab ich abends die Heizung versehentlich zu hoch eingestellt und dann ist mir das gleiche passiert wie dir ;-)


    Aber, wenn eine gesicherte Diagnose vorliegt:

    Zitat

    Ich leide seit 3 Jahren unter einer hypochondrischen Angststörung.

    stellt sich mir die Frage: Bist du in Behandlung? Hast du eine Therapie gemacht?Oder machst du aktuell eine?

    Was bitte schön, hat Nachtschweiss mit Krebs zu tun? Wenn Dir heiss ist in der Nacht, dreh die Heizung runter und öffne ein Fenster, dann fühlst Du Dich wohler. Und wegen Deiner Krebsangst, kann ich Dir nur raten, dass Du Dich schnellstmöglich in Therapie begibst...ist nicht bös gemeint, aber die Angst zerstört Dein Leben komplett...je mehr Du Dir einredest, dass Du Krebs hast, desto mehr Symptome wirst Du finden, weil Du sie finden willst. Der Körper kann einem sehr viel vorgaukeln--->Psychosomatik!!!!

    Zitat

    Was bitte schön, hat Nachtschweiss mit Krebs zu tun?

    Das findet man wenn man googlet. ;-) Es gibt genug Krebsarten welche mit Nachtschweiss einher gehen. Aber:


    Er leidet unter seiner Angststörung, denn:


    Zwischen

    Zitat

    leicht verschwitzt

    und

    Zitat

    Nachtschweiss

    liegen ja auch nochmal welten.

    Zitat

    stellt sich mir die Frage: Bist du in Behandlung? Hast du eine Therapie gemacht?Oder machst du aktuell eine?

    Die frage stellt sich mir auch. Geht ja immerhin schon 3 Jahre.

    Zwischen Nachtschweiss und leicht verschwitzt liegen tatsächlich Welten. Ich leide unter Nachtschweiss und ich bin dann wirklich klitschnass, als hättest du dich nach dem Duschen nicht abgetrocknet. Ich tippe eher auf Raum überhitzt. Bist du wegen der Hypochondrie in Behandlung?

    Hallo und danke für die schnellen Antworten!!


    Mein Schlafzimmer hat aktuell 16 Grad und ich habe extra gestern eine leichtere Bettdecke verwendet, um das auszuschließen. Trotzdem bin ich die Nacht wieder wach geworden und war leicht verschwitzt. Nicht so, dass ich die Bettwäsche wechseln musste, aber halt so leicht klamm. Eigenartigerweise auch mehr punktuell und nicht am gesamten Körper.


    Naja, Nachtschweiß ist halt das typische B-Symptome bei einigen Krebsarten und macht mir deshalb wirklich große Angst. Aber gerade die Lympfknoten habe ich tausend mal abtasten lassen. Rechts am Hals habe ich einen kleinen Knubbel, der laut Ärzte aber nichts zu bedeuten hat. Der wird auch nicht größer, etc. Sonst ist alles OK. Blutwerte waren (Test im März) auch alles ohne Befund. Leukämie möchte ich auch ausschließen, ich treibe Sport und habe keinerlei Leistungseinbruch, etc. gehabt – auch keine Gewichtsabnahme. Letztendlich könnte nur eine MRT Aufschluss geben, ob da was wuchert oder nicht.


    Ich wollte dies Jahr eine Therapie beginnen, weil es so nicht weiter geht. Die Aussicht darauf lenkt aber meine Angst nicht ab – oft sind es nur ein paar Tage, in denen es akut ist und hierfür habe ich noch keine Strategie entwickelt. Außer halt die zum Arzt zu gehen und alles abklären zu lassen. Danach fällt alles von jetzt auf gleich ab und stellt eine unheimliche Erleichterung dar. Vorher ist aber halt die Angst zu "letzten" Diagnose quasi immer da und damit auch die Angst überhaupt zum Arzt zu gehen. Das das keine Dauerlösung sein kann, weiß ich natürlich.


    Jemand hatte auch die Vermutung geäußert, dass der Schweiß von zu wenig Wasserkonsum rühren kann. In der Tat vergesse ich aktuell öfter mal das Trinken. So richtig konnte ich bisher hier keinen Zusammenhang entdecken, zumal das mit dem Schweiß recht spontan kam. Halt auch da, wo die Schlafstörungen und die Angst eingesetzt hat.

    Zitat

    Ich wollte dies Jahr eine Therapie beginnen, weil es so nicht weiter geht.

    Eben, so geht es nicht weiter. Das hast du schon mal eingesehen. Aber "wollen" alleine reicht nicht, du musst auch den ersten Schritt gehen. Was genau hat dich jetzt daran gehindert?

    Trinken ist für den Körper ultrawichtig!! Und auch auf deine Ernährung solltest du achten.


    Ich reagiere zB, wenn ich über den Tag zuviel Süßes und/oder Fettiges gegessen habe, dass ich nachts schwitze und nicht oder nur kaum schlafen kann. Und wenn, dann ist es ein sehr unruhiger Schlaf. So esse ich ab 18 h nichts mehr! Ist nervig, aber nur so klappt es bei mir!


    Jetzt über Weihnachten, wo sehr deftig gegessen wurde, war an Schlaf kaum zu denken – fürchterlich !!!


    Du solltest dich deiner Angststörung schnellstens stellen und eine Therapie beginnen – du machst dich ja kaputt damit !

    Zitat

    Ich reagiere zB, wenn ich über den Tag zuviel Süßes und/oder Fettiges gegessen habe, dass ich nachts schwitze und nicht oder nur kaum schlafen kann

    Ja und bei mir wenn ich extrem scharf esse ... puh da hauts mir nachts auch den Vogel raus. ;-D


    Und trinken – ganz wichtig. (öhm kein Alk natürlich)

    vielleicht hast du einfach nur falsche bettwäsche. Mein mann bekommt auch immer n Anfall wenn es Satin oder so ist... Er meint immer das atmet nicht. Keine Ahnung, mich störts nicht. Aber soll er seine Baumwollbettwäsche nehmen wenns ihm besser geht.


    Begib dich in therapie! Wer sich mit solchen Gedanken plakt hat echt ein Problem! Nicht böse gemeint! Aber wer sich schon fertig macht bevor überhaupt ne Krankheit da ist... oh je... das klingt beängstigend...

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    Was genau hat dich jetzt daran gehindert?

    Das weiß ich selbst nicht genau. Ich bin zeitlich sehr eingespannt, auch weil ich viel Sport mache und mir Freiräume zum Entspannen nehme. Aber sicher, das sind auch nur Ausreden, aber genau diese beiden Dinge sind es, die mir über die Jahre geholfen haben – gerade der Sport. Wie gesagt, ich weiß es selbst nicht genau. Manchmal erwische ich mich sogar bei dem Gedanken "wenn du Krebs hast, brauchst du auch keine Therapie mehr". Gut, oder? Es gab zwischendurch immer wieder lange Strecken, wo es mir gut ging. Wenn ich wieder was hatte, bin ich zum Arzt und habs klären lassen. Danach war dann oft eine Weile Ruhe. Meine Angst entsteht ja nicht grundlos, sondern wird quasi getriggert durch Dinge, die ich komisch finde – sei es beim Tasten oder jetzt aktuell der Nachtschweiß.


    Mich beruhigt aber schon mal ungemein, dass es ja quasi mit ein wenig Schwitzen nicht wirklich unter die Kategorie Nachtschweiß fällt. Ich werde das natürlich beobachten, aber vielleicht führt das dazu, dass die Angst etwas nachlässt. Heute habe ich leichte Schmerzen beim Schlucken, vielleicht auch was weggeholt oder Hals trocken wegen zu wenig Wasser.

    Zitat

    Aber wer sich schon fertig macht bevor überhaupt ne Krankheit da ist... oh je... das klingt beängstigend...

    Ja, es ist wahrscheinlich schlimmer als die Krankheit selbst. Absolute Psycho-Folter.


    Tritt bei mir aber nur schubweise und in Phasen auf. Dann gehts mir wieder sehr lange gut und ich kann das Leben genießen. Ich denke dann immer, OK – so kanns bleiben. Wenn es dann wieder 2-3 Wochen schlecht ist, denke ich: Jetzt machste die Therapie. Bevor ich dann überhaupt dazu komme mich mal nach einem Therapeuten umzusehen gings mir oft wieder gut. Das klingt bescheuert, aber die Psyche arbeitet halten selten logisch nach Mustern, sondern oft auch sehr irrational.

    auch wenn es nur phasenweise ist kann dir eine therapie denke ich am besten helfen. Woher kommt denn die angst vor krebs? also ich mein es gibt tausende krankheiten... warum denkst du ausgerechnet an krebs? Gab es das schon in deiner Familie oder woher kommt die Panik davor? Weißt du das? Oder hast du mal jemanden verloren dadurch?

    Zitat

    warum denkst du ausgerechnet an krebs?

    Ichn kenne die Krebsangst sehr gut,habe das auch hinter mir.Krebs kann nunmal unter Umständen tödlich verlaufen,daher war bei mir die Angst vor Krebs besonders groß.Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt,weil ich immer fürchtete man könnte den Krebs nicht früh genug entdecken.


    Und leider sucht sich ein Hypochonder fast immer die schlimmsten Krankheiten aus,das gehöhrt zu Krankheitsbild dazu.

    Früher, als noch die Tuberculose die Geissel der Menschheit war (nach Aussatz, Pest, Typhus, Pocken ...), hätte man bei Nachtschweiß zu allererst an die TB gedacht, heute ist es der Krebs.


    Kann es sein, dass Dich die Symptome immer wieder einholen, weil Dich das Spüren dieser Ängste von anderen Dingen, die vielleicht in Deiner Psyche schlummern, ablenkt?


    Wir kennen Deine Lebenssituation nicht, aber eventuell gibt es starke Belastungen, die für Dich zu viel sind und die Du verdrängst, weil sie nicht zu lösen sind, und konkret ist das, was Du spürst, die Angst-Symptomatik?


    Gerade für solche Fragen wäre die Therapie hilfreich ...

    Hypochondrie ist eine anerkannte und gut (verhaltenstherapeutisch) behandelbare Erkrankung.


    Du zeigst schon sehr ausgeprägte Symptome – und dieses "Arztbesuche beruhigen mich vorübergehend" ist auch typisch. Eine ultimative Sicherheit bzgl. einer schwerwiegenden Erkrankung gibt es nicht, mit dem Restrisiko muss man halt leben.


    Du kommst da nur nur durch eine vernünftige Behandlung raus – und angesichts häufig monatelanger Wartezeiten auf einen Therapieplatz solltest Du Dich SCHNELL kümmern.


    Was Du selber machen kannst: Guck' Dir mal dieses Buch an: http://www.hogrefe.de/programm/ratgeber-somatoforme-beschwerden-und-krankheitsangste.html

    Das Buch kannte ich noch nicht, habe bereits 2 hier und auch einen Leitfaden zur Selbstherapie. Die hatte ich voriges Jahr begonnen und dann ist mit meinem Umzug alles irgendwie "eingeschlafen". Da gings mir aber auch gut, weil ich eben mit anderen Dingen beschäftigt war. Ich werde es mal wieder rausholen – war da zu nachlässig.


    Eigenartigerweise habe ich heute Halzschmerzen (ähnlich der Angina) bekommen und meine Mandeln sind auch recht groß. Vielleicht habe ich mir wirklich eine Infektion eingefangen und daher der Nachtschweiß. Sport werde ich mal lieber sein lassen, das ist mir dann doch nix. Termin beim HA (wollte sowieso hin wegen Vorstellung nach Umzug) habe ich nächsten Dienstag.

    Hallo Soundbaer77,


    ich hatte vor genau einem Jahr ähnliche Symptome: "Nachtschweiß" zwei Monate lang und immer Kribbeln in den Extremitäten. Habe dann Blutwerte nehmen lassen und es war immer alles gut, auch die Bauch-Sono war ok und Lungenröntgen auch. Dann habe ich gegooglet, jeden leicht grenzwertigen Laborparameter versucht selbst zu interpretieren... ...ich habe an verschiedene Krebsarten geglaubt. Dann hatte ich noch Halsschmerzen, später eine dicke Grippe wegen der zu kühlen Bettdecke (wollte das Schwitzen so besiegen) und so ging der Stress erst richtig los... :-( Ich war auch beim Onkologen, der erklärte mir Nachtschweiß bedeutet richtig naß – nicht nur ein feuchtes T-Shirt – aber das half nicht, ich konnte nichts von dem richtig glauben und hatte weiter Todesangst. Ein Ende ist nicht absehbar, ich habe jetzt Angst vor einer anderen Krankheit, habe auch ein paar passende Symptome und es macht mich wieder fertig.


    Was ich eigentlich sagen will, ohne fremde Hilfe hat man meiner Meinung keine Chance da raus zu kommen. Entweder man macht eine ambulante Therapie, oder man geht in eine psychosomatische Klinik (nein, die haben da keine weißen Kittel – ist mehr so wie ein Hotel mit festen Programm)

    Danke für deinen Beitrag. Ja, bin heute mal wieder zur Einsicht gelangt, dass das dies Jahr sein muss. Habe mir heute schon diverse Psychologen rausgesucht, wo ich mal anfrage.


    Ich habe heute auch nen dicken Hals mit geröteten Mandeln bekommen. Ganz spontan, so spontan wie das Schwitzen anfang. Wie erwähnt wars bei mir auch nicht wirklich nass, eher bisschen klamm. Ich nehmen fast an, dass es wegen der Infektion gekommen ist. Vorhin im Schlafzimmer habe ich zudem gemerkt, dass selbst die Sachen auf dem Kleiderständer sich irgendwie klamm anfühlen. Ich heize da eben mal durch auf 18 Grad, so habe ich viele Jahre geschlafen. Vielleicht wars auch zu kalt ...


    Wenn du Dich etwas ausquatschen willst, dann schreibe auch gern ein PM.


    Vielleicht kann man sich so noch etwas austauschen. Habe auch schon zig Krankheiten durch und ebenso viele Strategien entwickelt, die mal so mal so greifen.