• Panische Angst vor Darmkrebs! (Blut im Stuhl, Blähungen, Bauchweh, Extrem ungesund gelebt)

    Hallo zusammen, ich muss meine Angst einfach mal schildern, weil ich mich im Kopf schon mit dem Schlimmsten beschäftige und schon mehrfach den Tränen nahe war. Vorab muss ich sagen, dass ich in meinem Leben zwischen 20 und 40 exzessiv gelebt habe. Unmöglich viel Alkohol (so dass der Gamma GT bei 600 war) und ebenso extrem gegessen. Vor kurzem habe ich…
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    Das Blut wurde nicht im nüchternen Zustand abgenommen, mittags um 14 Uhr.


    Ja, meine Krebs-Angst ist übertrieben und ich glaube auch nicht wirklich dran. Der Glukose Wert hatte mich nur erschrocken, weil hier öfter die BSD angesprochen wurde.


    Mich nervt aktuell eigentlich nur noch, dass auch nach drei Monaten kein Arzt eine Ahnung hat. Und das, obwohl nun so langsam auch klar ist, fass ich mir die Probleme nicht einbilde.


    Es mag sein, dass die Symptome unterschiedliche Gründe haben, aber so langsam sollte das Ganze auch enden.


    Gewichtsverlust: das liegt sicher an meiner Angst, vor einer Krankheit aber auch Angst etwas falsches zu essen.


    Magenprobleme, schmerzen links, Blähungen ab mittags: da vertrage ich etwas nicht, denn es passiert nicht jeden Tag, es könnte an Milch liegen oder an fettiger Nahrung


    Stechen in der Blase, damit zusammenhängend Schmerzen in den Flanken: wie auch schon angemerkt hier, vermutlich ein Infekt, der aber nicht richtig festgestellt werden kann. Bisher sind die Werte im Urin mal so, mal so


    Rückenschmerzen: vermutlich aufgrund, jahrelanger, stundenlanger gekrümmter Haltung vor dem Notebook oder aufgrund dem schnellen Gewichtsverlust.


    Da ist man halt genervt und ratlos und nervt die Ärzte.

    Versuch Mal, etwas zu entspannen. Regelmäßig schwimmen gehen, Yoga, einfach einen entspannten Tag ohne Ängste und Sorgen. Und ich wette mit dir, das ein oder andere Problem legt sich. Das mit dem Bauch kann auch schlicht ein Reizdarm sein, wenn man nichts findet? So ist's bei mir und ich hab mich damit abgefunden. Also who cares.

    Ich war schon oft dabei, es liege nur an den Nerven und Ängsten. Habe viel Stressabbau betrieben, bin sogar weggefahren, aber die grundsätzlichen Beschwerden sind gekommen und gegangen wie immer. Es ist ja auch nicht dramatisch, das weiß ich. Aber wenn du immer wieder Probleme bekommst und dir niemand sagen kann, was es nun ist. Dann arbeitet doch eher dieses Krankheitsbild an den Nerven und nicht umgekehrt.


    Also ich habe den Eindruck, das Thema Nieren und Blase oder das Thema Bauchspeicheldrüse (ja ok, auch ohne Krebs) sind die Themen, um die es bei mir geht. Vor allem das Thema Pankreasinsuffizienz schaue ich mir nochmal genauer an.


    Morgen gehts mit allen neuen Werten zu dem Arzt, der überhaupt erst die Entzündung seinerzeit im Enddarm gefunden hat.

    Ich bin die Laborwerte mal genauer durchgegangen. Haben die Auffälligkeiten einen gemeinsamen Nenner? Und ich denke, ja das haben sie. Mangelernährung. Ich habe viele kg verloren in kurzer Zeit.


    Die Blutwerte sagen natürlich eine Menge, aber bezogen auf dieses extreme Abnehmen:

    • MCHC leicht zu niedrig > Alleine für sich eher nicht aussagekräftig, maximal Eisen-Mangel
    • Homocystein zu hoch > unter anderem Vitaminmangel infolge Mangelernährung (B6 und B12, Folsäure)
    • Calciumphosphate und Calciumoxalat im Urin > Hinweise auf Steine (Blase/Nieren) können unter anderem durch Mangelernährung entstehen
    • Kreatinin interessanterweise fast erhöht > Zerfall von Muskelzellen > Muskeln bauen sich häufig bei einer Diät ohne Sport ab
    • GFR leicht zu niedrig > eingeschränkte Nierenfunktion > würde ich für sich alleine ignorieren, da viele wichtigere Nierenwerte gut sind und wie ein Arzt erklärte, ist die GFR schnell mal zu niedrig aufgrund der Ernährung, Muskeln, Trinkverhalten...
    • Leukozyten und Bakterien im Urin, die sich heute plötzlich nicht mehr finden, sind evtl. aufgrund der langen Zeit entstanden (8 Std. bis zur Abgabe)
    • GGT erhöht > dieser Wert ist seit 10 Jahren leicht erhöht, GOT und GPT sind gut, jeder Arzt meinte bisher, das sei völlig harmlos (Werte für die Galle sind ansonsten top, also ist es die Leber, die leicht angeschlagen scheint)
    • Nitrit im Urin (ein Tag vorher war kein Nitrit vorhanden, heute auch nicht) kann entstehen durch "zu lange Lagerung des Urins (8 Std. bis zur Abgabe)

    Das sind alle Werte aus dem Labor, die auffällig waren.


    Dazu die Knubbel, die wohl nur Lipome sind und vielleicht sticht einer hin und wieder, umso weniger ich sie beachte, umso weniger fallen sie mir auf.


    Und die Rückenschmerzen an einer ganz bestimmten Stelle. Damit gehe ich im Februar i einen orthopädische Klinik. (Vermutung, häufiges gekrümmtes Sitzen vor dem PC und Notebook oder Folge eines Beckenschiefstandes von 2,5 cm)


    Letztendlich noch der Druck im Unterbauch, zeitweise im linken Bauchbereich. Der Darm scheint ok zu sein, Stuhlprobe ergibt Calprotectin von <39 (Norm <50) und Hämoglobin mit <0,6 (Norm <2,00). Dazu kein Hinweis auf Helicobacter pylori-Ag, Amoeben(cysten), Lamblien(cysten) und Kultur Candida.

    Monozyten = normal

    Hier vermute ich eher, dass der Magen/Darm Bereich nach dieser extremen Mangelernährung etwas Zeit braucht.


    Zum Thema Bauchspeicheldrüse haben wir viele Werte, die eigentlich sagen, dass die Bauchspeicheldrüse normal arbeitet.

    Alkalische Phosphatase = normal

    Lipase = normal

    Triglyceride = normal

    HDL-Cholesterin = normal

    Hämatokrit = normal

    C-reaktives Protein = normal


    Und das wars dann mit den Ergebnissen. Und nun? Tatsächlich den Kopf ausschalten und ganz so nebenbei für jedes mal, wo man googeln will, ein Buch zu Hand nehmen? Kann es das wirklich gewesen sein, welches den Mittelpunkt seit drei Monaten darstellt?


    Also es folgen lediglich noch Termine beim Top-Arzt um über diese Werte zu reden, beim Orthopäden wegen dem Rücken und einer Ernährungsmedizinerin, um das Ergebnis aus den Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu reden und dann wohl... über meine Ernährung.


    Unterm Strich kann es das gewesen sein, habe ich grad das Gefühl. Irgendwie ist es auch manchmal (selten) gut, sich im Netz zu informieren. Ich verstehe meine Blutwerte jetzt viel besser und sehe, warum die Ärzte nicht so recht verstehen, was ich will.

    Zitat

    Wahrscheinlich hab ich es überlesen, aber eine Behandlung gegen die Angst wäre schön angebracht, oder?

    Auf jeden Fall...die Psyche scheint das grösste Problem zu sein..das führt dan auch zu physischen Problemen

    Vorsicht vor der These "Psyche". Ich habe heute eine wahrhaftige Expertin im Bereich der psychosomatischen Erkrankungen auf einer Vorlesung kennengelernt. Ihr rennt man die Bude ein, als sie dann aber sagte "selbst wenn das alles organisch bedingt ist, kann die Psyche dafür sorgen das es ausheilt" bin ich lachend vom Stuhl gefallen. Es gibt so unfassbar viele Vollhirnis und Möchtegern Psychoonkel und Tanten da draußen... Klar, es gibt Ausnahmen aber man muss hier tatsächlich ENORM aufpassen. Sollte JEDEM bewusst sein, da "psychosomatisch" eine klare Skala besitzt, viele aber ins blaue drauf los therapieren OHNE Fokus. Die Verschmelzung zwischen psychischen Krankheiten und somatoformen Störungen macht es deutlich. Die wenigsten wissen was sie da tun und ein Großteil sieht das Geld.


    Ich möchte an dieser Stelle aber betonen, dass der TE Ängste hat die unter Garantie das Problem darstellen. Da bringt es nix dem Stress zu entfliehen, denn der sitzt in deinem Kopf. Deine völlig übersteigerte und krankhafte Angst ist sicherlich für einen Großteil verantwortlich. Du fragst "nach 3 Monaten muss doch mal was gefunden werden" - nö. Zu wenig Zeit, kein Patirnteninteresse, da ist "Psyche" schnell ausgesprochen. Hinzu kommt das die Medizin heute noch immer erst ca 40 Prozent versteht. Genauso wie es keinen Reizdarm gibt - was nichts anderes heißt wie "tut uns leid mit den uns aktuell zur Verfügung stehenden Diagnostiken sind sie nach aktuellem lehrstand gesund", gibt es keine 100 Prozentige Gewissheit - bei niemandem von uns. Das solltest du dir eingestehen und akzeptieren. Wenn dir das gelingt gehts dir vermutlich sehr schnell sehr viel besser.

    Ich bin ja bei euch und ich wäre unglaublich froh, wäre es nur die Psyche. Aber schaut mal, ich in total glücklich, alles ist perfekt, ich esse normal und ohne Vorwarnung passiert genau das, was eben in den letzten Wochen passiert.

    Plötzlich treten Blähungen und Bauchschmerzen auf und diese Eiterpickel auf der Nase. Das alles kommt ständig zusammen, ein paar Stunden später wechselt der Schmerz von mittig nach links, zeitweise auch zusammen.

    Ganz ehrlich, das klingt für mich nach etwas, worauf ich reagiere. Die Angst vor Krebs hat eine Menge ausgelöst und ich rede mich selbst ja schon dahin, dass alles nur die Psyche war.

    Aber das Blut war nicht eingebildet und solche Entzündungen kommen auch gerne mal bei Unverträglichkeiten. So ganz will ich das nicht beiseiteschieben.

    Erst heute hat mein Bauch mittags wieder so extrem reagiert und meine Nase sieht wieder wunderbar aus.

    Ich wollte nicht sagen, dass die Psyche seine Probleme bedingen. Ich wollte mit meinem Beitrag nur sagen, dass die Psyche wahrscheinlich etwas alles einen "Ticken schlimmer" macht, als es ist. Dass der TE auch gesundheitlich etwas angeschlagen ist, streite ich nicht ab.

    Ich stimme dir zu, meine Ängste erschweren die Suche eindeutig.


    Viele Gründe kann es aber nicht mehr geben und auch mein Arzt meint, dass die Ängste zwar übertrieben sind, dennoch etwas nicht in Ordnung ist. Meine Ängste haben mich zum Beispiel völlig auf Magen/Darm konzentrieren lassen, statt objektiv an die Sache heranzugehen. Die Symptome, vor allem dieser merkwürdige Stuhlgang zeitweise passt auch sehr gut zum Thema Bauchspeicheldrüse/Galle.

    Ich versuche auch nicht an BSD-Krebs zu denken, fällt mir natürlich sehr schwer. Aber ich gehe den letzten Rest an, zu dem ein Arzt mir rät. Die Möglichkeiten sind begrenzt auf Bauchspeicheldrüse, Galle, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Stress, Ängste und evtl. der Bereich Nieren/Blase/Harnweg oder mehrere davon.


    Also es werden nun folgende Werte bestimmt:

    Pankreas-Lipase, Amylase, GGT, GPT, GOT, Bilirubin

    In Sachen Nahrungsmittelunverträglichkeit wird ein IgE- und IgG4 Test gemacht. Außerdem ist schon ein Gentest auf Laktose gemacht worden, auf dessen Ergebnis ich warte.

    Und in Sachen Nieren bzw. den Bakterien im Urin wird regelmäßig per Teststreifen geprüft, ob der Urin in Ordnung ist.

    Ach und beim Thema Rückenschmerz gehts zum Orthopäden, der sich das mal anschauen soll.


    Ich habe nicht das Gefühl, dass diese Geschichte ganz ohne Diagnose bleibt, aber möglich ist es natürlich.

    Gentest auf Laktose?

    Wie wäre es mit den ganz einfachen Atemtests? Damit kann man Laktose, Fructose, Sorbit testen.

    Da würde ich mir Mal einen Arzt suchen, der das ganze machen kann.

    Ja, ich bin nächste Woche auch beim Laktose Blutzucker Test (diese 5 Abnahmen in 2 Std).

    Nächste Woche gibt es einiges neues hoffentlich. Wird auch Zeit, hab wieder 2 kg weg, obwohl ich schon echt vernünftig esse, nur halt fettarm und ohne Laktose. Der Kreislauf meldet sich mittlerweile öfter und ich fühle mich gar nicht mehr gut. Mir erzählt auch jeder, ich würde nicht gut aussehen, na danke :-)

    Dafür glaube ich, dass die Rückenschmerzen wirklich nichts mit den Beschwerden zu tun haben. Ich sitze nicht mehr am PC und die Schmerzen haben deutlich abgenommen, immer nur wenn ich etwas mit den Armen mache.

    Wegen dem deutlichen Mangel an B12, B6 und Folsäure nehme ich jetzt Komplex Kapseln.

    Ansonsten, wenn ich die Rückenschmerzen wegdenke, sind die Beschwerden eigentlich genauso wie vor drei Monaten und das nervt wirklich. (das mit dem Blut im Stuhl war ja wohl nur die Entzündung im Enddarm und ist lange vorbei).

    Aber dieser Druck im Unterbauch (evtl. Blase oder Dünndarm), der Druck links (Dickdarm oder/und Dünndarm) und das seltene Stechen links in der Flanke (Niere?). Die Schmerzen mittig im Oberbauch sind fast noch mehr da, auch die Knubbel im Bauch schmerzen nicht, weil ich nicht mehr dauernd drauf herumdrücke.


    Ich denke immer noch mehr an die Bauchspeicheldrüse, weil es sehr gut ins Bild passt. Aber auch Laktose ist passend. Und natürlich die Psyche.


    Sonntag habe ich zuletzt böse gegessen (Absicht, um etwas zu testen) Himbeere Sahne Torte und Bienenstich. Zwei Tage lang Bauchweh, Blähungen und schwimmender Stuhl.

    Dann zwei Tage superbrav, kein Bauchweh, fast normaler Stuhl, nur Rücken und Schwindel.

    Gestern ein bisschen Laktose (Spinat Rahm), aber wenig Fett (24g am ganzen Tag), heute wieder grummeln im Unterbauch und 10% schwimmender Stuhl. Für mich wirkt das stark nach Laktose oder halt noch Fett evtl.


    Mal sehen, was die nächste Woche neues bringt. Bis zum 01.03. muss das alles geklärt sein, dann beginne ich einen neuen Job, den ich immer schon wollte und was schwierig genug war, da heranzukommen. Im aktuellen Zustand wird das aber nix;-).


    Nebenbei ist es zumindest so, dass meine Krebsängste nicht mehr so riesig sind. Ich glaube, dass etwas außer dem Kopf nicht stimmt, ja, aber meine Hoffnung ist nun deutlich stärker als meine Befürchtungen.

    Nachtrag:

    Also die Nieren lösen das Ganze hoffentlich nicht aus.

    Ich sehe in den Urintests immer wieder Hinweise auf Bakterien, einmal sogar mit Nitrit. Auch manche Blutwerte für die Nieren (GFR) waren grenzwertig.

    Aber beim Hausarzt letzte Woche war laut Teststreifen alles ok.

    Diesrs ziehen in der Flanke, könnte aber auch einfach nur vom Rücken kommen. Du schriebst ja, dass du da verspannt bist. Und Bauchschmerzen können auch schon Mal eine andere Haltung verursachen.

    ig4 Tests bringen genau gar nichts.


    Du setzt dich außerdem massiv unter Druck wenn du sagst "Das muss bis zum 1.3 geregelt sein" ...


    So lange du dich so massiv an Werten hochziehst, so lange du dich ständig selbst diagnostizierst, so lange du jedes kleine bisschen beobachtest wirst du deine Beschwerden nicht los werden. Ich bezweifle gar nicht, dass da in irgendeiner Art und Weise was körperliches hinter steckt - denn oftmals (und das hat die Geldmaschinerie Psychosomatik nur WISSENSCHAFTLICH verstanden) ist es so, dass die Psyche nur leidet WEIL! der Körper leidet. Dennoch sind deine Ängste und dieser ständige Drang etwas zu untersuchen nicht normal. Nicht NUR Ängste, ich sehe da auch eine Hypochondrie drin. Das schlimme - so lange du dich hier in diesem Forum beteiligst machts die Sache schlimmer.

    Ich habe noch etwas gewartet und ja, letztendlich hast Du recht. Daher werde ich mich auch jetzt verabschieden.


    Vor einigen Monaten begann es mit Blut im Stuhl, was unglaublich viele harmlose Gründe haben kann. Aber ich sah nur Krebs und ab dem Moment ging es los, Angst und das Internet. Beides potenzierte sich in einem Tempo, so wie ich es nie gedacht hätte. Egal, was man für Symptome im Internet sucht, man kommt sehr schnell auf die schlimmsten Krankheiten. Ich nahm letztendlich 12 kg ab und war nicht mehr derselbe.


    Heute weiß ich, es war nur eine harmlose Entzündung und alle anderen Symptome waren herbeigeredet oder dem Stress und der schnellen Gewichtsabnahme geschuldet. Mittlerweile treibe ich wieder Sport, habe 2 kg zugenommen, suche im Internet nicht mehr nach Symptomen und Krankheiten und werde in einigen Monaten das Thema Ängste angehen können.


    Ich wünsche Euch alles Gute, beste Gesundheit und vielen Dank für Geduld und Eure Beiträge. Dieser Thread ist ein tolles Beispiel, was im Kopf passiert, wenn die Angst Oberhand bekommt.


    *:)