Probleme im Bauch - keine Idee mehr

    Hallo,

    ich männlich, habe seit Mitte März fast durchgängig leichte Schmerzen im Bauch (um den Bauchnabel herum) - auf Skala vo 1-10, vielleicht eine 3. Habe dann Darmspiegelung (ohne Auffälligkeiten) und eine Magenspiegelung machen lassen. Hier wurde ein axiale Hernie (war vor 4 Jahren noch nicht da) eine leichte bis mäßige chronische Gastritis und Verdacht auf Barrett Syndrom gefunden. Barrett ist nicht sicher, da an der Z-Linie Probe genommen, meinte die Ärztin. Speiseröhre sah sonst wohl unauffällig aus. Ultraschall Bauch auch gemacht - sah alles gut aus.

    Sollte 2 Wochen PPI nehmen (1 x 40 mg täglich). Habe das dann in Absprache auf 4 Wochen verlängert und will jetzt langsam ausschleichen. Habe fast nur Suppen (Kartoffelsuppe, Kürbissuppe) und Brötchen gegessen, dazu mittags und abends leichten Fisch. Etwas Obst (Erdbeeren, Papaya, Avocado). Heute Abend eine Suppe mit Reisnudeln und Hühnerfleisch.

    Habe alles weggelassen (kein Kaffee, kein Alkohol, keine Süßigkeiten, keine Kohlensäure). Mache auch noch so ein Getränk für Magen und Speisenröhrenschutz (Kümmel, Kartoffeln, Leinsamen, Wasser).

    Trotzdem wird es irgendwie nicht besser.


    Bin eher schlank, habe bei dieser Ernährung jetzt auch 4 kg abgenommen, macht jetzt etwa 55 kg aus bei 1,66 m.


    Hatte bis jetzt keine Unverträglichkeiten.


    Dachte auch an Körperhaltung (Bauchquetschen durch ungünstigsten Sitzen im Homeoffice), aber irgendwie weiß ich keinen Rat mehr, da der Schmerz ja fast immer da ist.


    Hat jemand noch Ideen? danke.

  • 11 Antworten
    riverstar schrieb:

    Hatte bis jetzt keine Unverträglichkeiten.

    Das bedeutet gar nichts. Hatte bis mitte 20 keine einzige Allergie, keine Unverträglichkeiten, gar nichts. Und innerhalb weniger Jahre bekam ich alles, Fructose, Lactose, eigentlich jeder Zucker, jeder Süßstoff und Histaminintoleranz. Die erste Intoleranz kam aus dem nichts und ich habe 1-2 Jahre gebraucht um überhaupt zu verstehen, dass es eine ist. Denn gemeinerweise kommen die Beschwerden bei mir immer erst am nächsten Tag bei einer völlig anderen Mahlzeit. Heute zuviel Zucker, morgen 20 Minuten nachm Mittagessen üble Bauchkrämpfe.


    Heißt nicht, dass es bei Dir welche sind, nur kann man sie nicht so einfach ausschließen.

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    riverstar schrieb:

    Also wenn man z.B. kein Brot vertragen würde?

    Ganz einfach, lass' z.B. das Brot mal weg. Wird es dann besser, weißt Du, woran es liegt. Wird es nicht besser, liegt es an etwas anderem. Viele Unverträglichkeiten kriegt man auf diese Weise raus: Versuch und Irrtum.


    Gewisse Unverträglichkeiten lassen sich auch messen, z.B. eine Laktoseintoleranz. Recht zuverlässig ist aber auch ein Ernährungstagebuch: links in der Spalte die Nahrung, rechts die Wirkung darauf. Ist ein wenig aufwändig, aber durchaus aufschlussreich.

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    Monsti schrieb:
    riverstar schrieb:

    Also wenn man z.B. kein Brot vertragen würde?

    Ganz einfach, lass' z.B. das Brot mal weg.

    :)^


    Ich habe schon unzähzlige Tests gemacht. Das Beste war der Laktosetest, ich hatte 3 Atemtests, jedesmal verliefen die Messwerte praktisch identisch, ich habe dennoch drei unterschiedliche Ergebnisse weil sie von unterschiedlichen Leuten bewertet wurden.


    Für Zuckerunverträglichkeiten gibts Atemtests, für Laktose auch über ne Gewebeprobe aus ner Spiegelung. Gluten gibts verschiedene Marker im Blut und auch Gewebeprobentest glaube ich. Labore / Heilprakiker bieten oft auch Tests gegen Nahrungsmittelallergien an, ich habe da ein paar hundert Eur ausgegeben, kann man von halten was man will, mir blieb am Ende nur das Gefühl, dass da jemand meine verzweifelte Lage ausgenutzt. :-|


    Ein paar Tests kann man schon machen aber am Ende bleibt nur ausprobieren. Wenn Dir ein Arzt bescheinigt, Du verträgst Laktose obwohl Du immer Durchfall davon bekommst, bringts auch nix. Aber es hilft am Anfang zur Orientierung, man bekommt dann besser Informationen zur Diagnose und mehr Verständnis bei Ärzten, Ernährungsberatern und Krankenkasse.


    Ernährungstagebuch unterstütze ich ebenfalls, würde aber ergänzen, dass man nicht nur Symptome in Direktbezug auf ein essen aufschreibt. Man sollte das schon 1, 2 Wochen midnestens alles aufschreiben was man isst / trinkt / einnimmt und unabhängig davon nebendran aufschreiben welche Symptome so am Tag aufgetreten sind. Bei mir ists z. B. so, dass sich Zucker erst 1 Tag später, also 2-3 Mahlzeiten später bemerkbar macht. Daduch habe ich sehr lange gerätselt, was mir Beschwerden auslöst, weil das jedesmal bei einem anderen Lebensmittel war (das ich zufällig am Folgetag gegessen habe).

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    Hallo! Mit diesen ganzen "Unverträglichkeiten" redet man dem Patienten leicht etwas ein, womit er zum Schluß gar nichts mehr essen darf. Dabei haben die "Unverträglichkeiten" keinen echten Krankheitswert, sondern sind nur echte Syptome einer anderen Krankheit, die im Dunkeln und unbehandelt bleibt. Es sind ja keine Allergien!

    Hätte ich gegessen, was Du gegessen hast, hätte ich auch Bauchweh! Dein Gewichtsverlust zeigt, dass es nicht das Richtige für Dich ist, denn Du bist ja schon ein Leichtgewicht.

    Ich empfehle Dir, etwas "Richtiges" zu essen, worauf Du Lust und Hunger hast. Zwar zurückhaltend erst nur kleine Portionen und nicht die Überdinger wie Sauerkraut mit Haxe. Da müsste sich Dein Magen wirklich erst dran gewöhnen. Gegen ein kleines Schnitzel mit normalen Kartoffel ist nichts zu sagen. Gute Besserung!

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    Nein hat man nicht.

    Es gibt jede Menge verschiedene Gründe, warum man Brot nicht gut verträgt.

    Bei manchen Leuten ist es der Weizen oder Roggen, was nicht vertragen wird, bei anderen der Sauerteig oder die Hefe.

    Und bei Gastritis sollte man auf jeden Fall kein Vollkornbrot essen, sondern eher leichtverdauliche Sorten.

    Ich vertrage Brot auch nicht so gut. Und als meine Gastritis noch akut war, wurde mir nach dem Essen von Brot (sogar Toastbrot) regelmäßig leicht übel und schlapp.

    Dann hab ich mal glutenfreies Brot aus Hirse und Buchweizen (der hat nichts mit Weizen zu tun, heißt nur so) gegessen. Das brachte aber auch nichts....

    Inzwischen kann ich Brot in geringem Maße wieder gut essen, also so zwei bis höchstens drei Scheiben am Tag. Nur kein grobgeschrotetes Roggenbrot, das geht gar nicht!

    Meistens kaufe ich mir feingeschrotetes Weizen-oder Dinkelbrot aus dem Bioladen.

    Zum Glück gibt es dort ab Samstag Mittag immer welches zum halben Preis, das wäre mir sonst auf Dauer zu teuer....

    Und zum Frühstück esse ich fast immer mein selbstgemixtes Müsli aus Haferflocken und wechselweise Hirse-Dinkel-oder Buchweizenflocken dazu. Manchmal auch Einkorn-oder Emmerflocken, (beides sehr alte Weizenvorläufer, die schon in der Bronzezeit angebaut wurden) bloß sind die natürlich ganz schön teuer...

    Und dazu ein paar Nüsse oder Mandeln, und etwas Obst. Bloß kein Zucker oder Honig dazu, das verursacht nämlich bei empfindlichem Magen und Darm üble Blähungen!

    Wenn du Milch nicht gut verträgst, dann kannst du dazu ja auch Soja oder Mandelmilch nehmen.

    Verträgst du denn andere Milchprodukte wie Joghurt oder Käse?

    Ich nehme immer die nicht-homogenisierte Demeter-Milch, die ist m.E. Nicht nur bekömmlicher, sondern schmeckt auch besser, als die Normalmilch aus dem Supermarkt.

    Aber mir geht es deutlich besser, seit ich zum Frühstück kein Brot esse.

    Außerdem sättigt so ein Müslifrühstück sehr gut und hält lange vor...

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    onodisep schrieb:

    Hallo! Mit diesen ganzen "Unverträglichkeiten" redet man dem Patienten leicht etwas ein, womit er zum Schluß gar nichts mehr essen darf. Dabei haben die "Unverträglichkeiten" keinen echten Krankheitswert, sondern sind nur echte Syptome einer anderen Krankheit, die im Dunkeln und unbehandelt bleibt. Es sind ja keine Allergien!

    Es gibt nur leider wenig Alternativen. Man kann selbst ein bisschen herumdoktoren, aber weit kommt man da nicht. Und für Ärzte gibt es meist auch keine "Unverträglichkeiten", habe ein paar getroffen die da gar nicht dran glauben, dass es sowas gibt. Sie glauben aber dann auch nicht an anderen Krankheiten sondern es ist am Ende einfach psychisch. Komisch nur, dass die Beschwerden völlig unabhängig vom Stress sind und zu 100% mit Nahrungsmitteln korrelieren, selbst bei einem Blindtest und bei völlig neuen Nahrungsmitteln passieren die man noch nie getestet hat und denkt, man verträgt sie, aber so eine 100% Quote ist natürlich "reiner Zufall".


    Daher bleibt oft am Ende nur ein Verzicht auf Dinge die Probleme machen. Wenn die Unverträglichkeiten leicht sind, kann man auch die Beschwerden in Kauf nehmen. Ich wäre absolut nicht arbeitsfähig, würde ich "normal" essen, ich wäre 5-10x am Tag für 10-30 Minuten auf dem Klo zugange. Jetzt während der Homeoffice-Corona-Zeit kann ich endlcih mal ein bisschen austesten ob vielleicht manches inzwischen wieder geht und da gibts ein paar Sachen. :-)

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    Zitat

    HDaher bleibt oft am Ende nur ein Verzicht auf Dinge die Probleme machen. Wenn die Unverträglichkeiten leicht sind, kann man auch die Beschwerden in Kauf nehmen. Ich wäre absolut nicht arbeitsfähig, würde ich "normal" essen, ich wäre 5-10x am Tag für 10-30 Minuten auf dem Klo zugange. Jetzt während der Homeoffice-Corona-Zeit kann ich endlcih mal ein bisschen austesten ob vielleicht manches inzwischen wieder geht und da gibts ein paar Sachen.

    Das geht mir auch so.

    Es können ja alle möglichen Krankheiten Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen, z.B. Gastritis, aber auch Leber-und Gallenkrankheiten.

    Oder auch irgendwelche Störungen im Darm, wie Polypen oder dieses Meckelsche Divertikel oder wie das heißt...

    Auch Hormonprobleme (z.B. Wechseljahre) können damit zu tun haben, deshalb sind auch unter den Betroffenen viele Frauen zwischen 40 und 50.

    Aber wie auch immer, es ist wichtig sich trotz der Unverträglichkeiten sich ausgewogen zu ernähren.

    Hühnerfleisch und Reisnudeln oder nicht zu fettiger Fisch (ohne Panade!) sind ja schon mal gut bekömmlich bei Gastritis. Schweinefleisch ging bei mir eine Zeitlang gar nicht, inzwischen esse ich es ab und zu mal.

    Oder Pellkartoffeln oder selbstgemachter(!) Kartoffelbrei, das ist immer gut verträglich.

    Und wie ich schon schrieb, Haferflocken sind sehr gut für den Magen, gerade zum Frühstück!

    Aber die solltest du vor dem Verzehr mit warmem Wasser quellen lassen, dann sind sie sehr viel bekömmlicher als ungequollen. Und dann, wenn sie genug aufgequollen sind, Milch, Joghurt, oder was du eben magst dazugeben....

    Als bei mir die Gastritis richtig schlimm war, hab ich auch manchmal anstelle von Brot einfach Pellkartoffeln mit Quark, Butter und/oder Leinöl gegessen.

    Wie ist es denn bei Dir mit Milch oder Milchprodukten?

    Manche Leute mit Gastritis vertragen Milch gut, ich zum Glück auch.

    Auf harten und länger gereiften Käse solltest du lieber verzichten, und dafür lieber Quark oder Frischkäse essen.

    Es dauert aber immer mehrere Monate, bis eine Gastritis besser wird, vor allem wenn sie wie bei Dir schon chronisch ist.

    Da braucht man schon etwas Geduld, und das wird auch immer erst allmählich besser.

    Nach und nach kannst du dann wieder was ausprobieren, z.B. mal ein Rindersteak, eine Bratwurst, oder was du sonst gern gegessen hast.

    Aber auf Frittiertes oder Geräuchertes solltest du besser noch längere Zeit verzichten...

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    das Schlimme ist, das ich komplett durchgecheckt bin. Es wurde eine leichte chronische Gastritis diagnostiziert, aber ich habe die Beschwerden nicht nach dem Essen, sondern quasi den ganzen Tag. Ich nehme Flohsamen, Mariendistel für die Leber, Fangocur für den Magen.

    Es bleibt, egal was ich esse, eigentlich immer gleich. War jetzt ein paar Tage woanders, da waren die Schmerzen weg. Gab kein Brot dort, deshalb dacht ich, es ist das Brot. Jetzt, wo ich schon 2 Tage kein Brot gegessen habe und sich nichts ändert, bin ich mir schon wieder nicht mehr so sicher.

    Ich ess schon 4 Monate quasi nur Reis, leichten Fisch, 2 Roggenbrötchen am Tag, Frischkäse, und Suppen. Trotzdem wird es nicht besser. Die Schmerzen sind auch nicht da, wo der Magen ist, sondern mittig, in Höhe des Bauchnabels.


    Nehme was gegen Blähungen, esse langsam, bewege mich ordentlich. Da kann man insgesamt schon eine Krise kriegen.


    Danke für Euren Input!!

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    Statt tausend Mittelchen durcheinanderzu nehmen, die womöglich auch Unverträglichkeiten triggern, versuch lieber dahinterzukommen, was alles Dinge sind die es schlimmer oder weniger schlimm machen. Nimm mal das eine oder das andere Mittel, lass auch mal nen Tag oder zwei PAuse bevor Du was anderes probierst. Soferns an Lebensmitteln liegt, könnte man theoretisch alles streichen und nach und nach Dinge hinzufügen, aber das ist auch nicht gerade gesund und empfehlenswert, würde eher Bausteine / Gruppen weglassen. Mal ein paar Tage kein Getreide, mal keinen Zucker, mal keine Milch, Eier, keine Rohkost, wenig vs viel Ballaststoffe etc. Und bedenke, dass der Körper nicht sofort reagiert, es kann sein, der effekt braucht ein paar Tage. Es gibt Symptome die quasi schon während dem Essen eines schlechten Lebensmittels auftreten und andere, die erst, wenns eine weile im Dickdarm herumliegt richtig losgehen. Dann denkst Du bei der nächsten Mahlzeit, dass die schlecht war, dabei wars das vorherige essen. Es ist nur zufällig jetzt losgegangen weil Du den Darm durch neues Essen angeregt hast, aber der verursacher war schon im Bauch.


    Wenn es an festhängender Luft im Bauch liegt, kann ich die auch häufig mit Kirschkernkissen auf dem Bauch (in Bauchnabelgegend oder einfach ausprobieren) oder durch bestimmte Bewegungen / Übungen dazu bringen, dass sie nicht mehr an einer Stelle im Darm festklemmt und schmerzt.