Speiseröhrentumor: Oma verhungert?

    Ich weiß nicht mehr weiter! Alles fing im Oktober an. Meine Oma (82) kam ins Krankenhaus, weil keine Speisen mehr durch die Speiseröhre gingen, sondern immer wieder oben rauskamen. Bösartiger Tumor in der Speiseröhre. Er wurde abgetragen, damit sie wenigstens flüssiges essen konnte. Magensonde wurde zur Sicherheit auch gelegt. Das ging immer ein paar Wochen gut, dann musste wieder abgetragen werden bei einer Magenspiegelung. Eine Op (würde 5-6 Stunden dauern), würde sie nicht überleben. Also wurde die schlimme Krankheit nur erträglicher gemacht. Jetzt war es wieder soweit. Heute sollte wieder nur agetragen werden. Passte nicht mal mehr ein Schluck Wasser durch. Aber die Ärzte kamen nicht mehr dran, konnten nix machen. Und die Magensonde geht auch nur für ne Zeit. Ich kann doch nicht zusehen, wie sie verhungert!!!!!!!!! Jetzt fangen sie wieder an zu untersuchen und zu untersuchen usw. echt schlimm. Sie wird immer dünner und schwächer. Ist aber bei klarem Verstand, was das Ganze noch schlimmer macht! Der Tumor geht schon bis in den Magen, wie die Ärzte sagen. Sie hat ständig Bauchschmerzen und Morphiumpflaster helfen kaum noch. Wie sollen wir ihr Mut machen??? Es ist so schlimm!

  • 17 Antworten

    kaka111

    Frag die Ärzte mal ob das legen einer PEG-Sonde möglich ist. Ist


    auch eine Magensonde, wird aber durch die Bauchdecke gelegt und das Essen oral ist noch möglich, wenn es denn möglich ist.


    Hoffe es hilft etwas weiter...

    sowas hat sie ja, aber die haben sie am Anfang gelegt, weil dies wohl nur in Verbindung mit einer Magenspiegelung möglich ist, und später (also jetzt) kein Durchkommen mehr ist. Damals konnte sie noch essen und wir mussten sie noch nicht benutzen. Wie die sagten, ist die auch irgendwann zu und Spiegelung, also legen einer neuen Sonde ist dann ja nicht mehr möglich. Gibt es denn noch andere Möglichkeiten einer Ernährung? Bin echt am Ende. :-(

    Sorry...

    Bin z.Z. nicht jeden Tag im Forum. Meines Wissens kann eine PEG jederzeit neu gelegt werden. Ist halt mit Kurznarkose oder örtlicher Betäubung verbunden. Eine PEG ist auch besser zu pflegen und "scheuert" nicht an der Nase (klar ist ja durch die Bauchdecke...). Der Verband muß täglich gewechselt werden. Darüber kann aber sicher auch ein Krankenhaus oder eine kompetente Sozialstation Auskunft geben.

    Aber wenn der Tumor so groß ist dass die Speiseröhre nicht mehr durchgängig ist? Dann geht auch keine Spiegelung mehr. Und ohne Spiegelung kein Legen einer neuen Sonde mehr möglich, oder? Ihr wurde übrigens gestern ein Röhrchen in die Speiseröhre gesetzt. War ganz hohes Risiko, dass dabei was verletzt wird. Hat aber geklappt. Gott sei Dank. Ich glaube, langsam ist die Luftröhre auch betroffen. Sie bekommt ab und zu schon keine Luft meht! Ist das alles Mist!!!

    Du hast Recht

    ohne Spiegelung kann keine PEG gelegt werden. Leider ist damit das Ende der Fahnenstange bei deiner Oma erreicht. Das ist zwar nicht schön, aber Speiseröhrenkrebse führen meist dazu dass man daran verhungert. Ist halt echt eine furchtbare Krankheit, und man kann deine Oma nur dazu beglückwünschen dass man ihr die Operation erspart hat, denn das ist eine der grössten und komplikationsreichsten Operationen die es gibt, da sowohl im Bauch als auch im Brustkorb operiert werden muss. Allerdings wird man deiner Oma ihre Krankheit so gut es geht angenehm machen, z.B. mit Schmerzmitteln, Infusionen, etc.

    DIe Kinder, die ich betreue, haben bewusst keine PEG bekommen, sondern eine Gastrotube. Diese wird innen nicht fixiert mit einer Halteplatte, wie bei einer Peg.


    das stellt man sich so vor,wie ein blasenkatheter. ein schlauch geht in die bauchdecke und wird innen mit einem ballon geblockt. kann zb bei verstopfen auch gewechselt werden ohne eine OP oder spiegelung.


    vielleicht wäre das nochmal ne andere Variante ?


    Vielleicht wäre es auch möglich eine Sonde in den dünndarm zu legen?? Da sie durch die Metastasen im Magen schon so Bauchprobleme hat ?


    Wenn in der Speiseröhre ein Tumor ist, kann ich mir gut vorstellen, er drückt durch sein Volumen die Luftröhre ab, oder aber befällt die Luftröhre ebenso.

    es ist soweit, sie ist zu hause und wir rechnen stündlich damit, dass es vorbei ist. Innerhalb 2 Tage erkennt sie kaum noch jemanden und ist auch selten bei Bewusstsein. Sie ruft immer: Hilf mir, Hilf mir. Aber wir können doch nicht helfen. Das einzige, was wir tun können,ist, dass immer jemand bei ihr ist. Dann ist sie ruhiger und das machen wir auch! Komisch ist, dass sie so eine innere Unruhe hat und immer aufstehen will obwohl sie dann zusammenbricht, weil sie so schwach ist. Sie wird stündlich weißer im Gesicht und die Hände und Füße sind so weiß, dass man denkt, da ist gar kein Blut drin. Wie kommt das wohl? Es ist so schrecklich, was diese arme Frau im letzten halben Jahr durchmachen musste!

    @ :)hallo kaka

    ich wollte dir mein beeileid aussprechen ich kann mir vorstellen wie hart das is ich durfte bei meinen grosseltern auch nur zuschaun wie der krebs sie zerfrisst meine oma wusste zum schluss nichmal mehr wer sie is oda wir das war echt hart ich wünsche dir und deiner familie alles erdenklich gute das ihr das gut übersteht:)*

    auch mein beileid hast du, kaka! ich weiß genau wie das ist :-(


    vor 2 jahren hatte meine oma einen schlaganfall. die ärtze im altenheim erkannten dies nicht und ließen sie im heim und brachten sie nicht ins krankenhaus! dann ein bis zwei wochen später hatte sie dann noch einen, das wurde auch erkannt, aber durch den ersten konnten die ärzte nichts mehr für sie tun und meine oma litt nur noch. im krankenhaus lag sie nur im bett, im koma. sie wurde künstlich ernährt und ihre ganze linke hälfte war angeschwollen. sie hat schwer geatmet und diese ganzen sachen. sie litt echt nur noch!


    manchmal könnte ich den scheiss ärzten echt eine reinhaun... sowas von inkompetent!!! aber den schmerz über die dummheit der ärzte und vorallem über den verlust meiner oma habe ich recht schnell verarbeitet. ich dachte immer wieder, wie sehr sie doch litt, als sie im krankenhaus lag und ich daran dachte, dass es ihr jetz nur besser geht! und es gibt ja auch ein leben nach dem tod :-)

    Ist schlimm, was man hinnehmen muss und nichts tun kann, oder? Wurde mir jetzt erst so richtig bewusst. Ich dachte immer, die Ärzte können immer was tun und helfen. Ist ja wohl leider nicht so. Irgendwo sind auch ihre Grenzen. Wenn man gesagt bekommt, es gibt keine Lösung mehr, ist keine Behandlung mehr möglich, haut es einen fast um....meinst du wirklich, das es ein Leben nach dem Tod gibt? Ich weiß gar nicht so recht, woran ich glauben soll. Kann mir einfach nichts vorstellen.

    hallo kaka111,


    ich habe in den letzten 4 jahren meine eltern, meinen schwager und meine schwiegereltern verloren.


    meine schwester kämpft gerade mit krebs und der chemo.


    ich zb. glaube daran, dass nach dem tod noch etwas kommt.


    ich weiß wie du dich nun fühlen mußt, wie es ist wenn man einen der geliebtesten menschen verliert.


    als damals meine mam gestorben ist hat mich dieses gedicht sehr berührt.


    und hoffe, es gibt dir auch einen kleinen funken hoffnung.....


    Der Tod hat keine Bedeutung -


    ich bin nur nach nebenan gegangen.


    Ich bleibe, wer ich bin,


    und auch Ihr bleibt dieselben zusammen.


    Was wir einander bedeuten, bleibt bestehen.


    Nennt mich bei meinem vertrauten Namen.


    Sprecht in der gewohnten Weise mit mir


    und ändert Euren Tonfall nicht!


    Hüllt Euch nicht in Mäntel aus Schweigen und Kummer -


    lacht wie immer über die kleinen Scherze, die wir teilten.


    Wenn Ihr von mir sprecht, so tut es ohne Reue


    und ohne jegliche Traurigkeit.


    Leben bedeutet immer nur Leben -


    es bleibt so bestehen -


    immer - ohne Unterbrechung.


    Ihr seht mich nicht, aber in Gedanken bin ich bei Euch -


    irgendwo, ganz in der Nähe - nur ein paar Straßen weiter.


    Henry Scott Holland (1847-1918)


    kopf hoch!! zeit heilt die wunden im herz


    fühl dich gedrückt:°_