Vergrößerter Lymphknoten am Kiefer

    Sehr geehrte Damen und Herren,


    vorab, ich bin 23 Jahre alt und männlich. Ich habe eine Leidensgeschichte, wo mir niemand im Moment helfen kann.


    Es fing vor gut 2 Wochen an, beim Abendbrot fing meine rechte Seite am Kiefergelenk an weh zu tun. Am nächsten Morgen wurde es schlimmer, ich konnte den Mund schwer auf und zumachen, außerdem vernahm ich ein Knacken in Gelenknähe.


    Ich wartete anderthalb Wochen, es ging nicht weg, dann fuhr ich zum Zahnarzt. Da ich vor Zahnärzten Angst hatte, war ich 4 Jahre lang nicht und es gibt viele Baustellen im Zahnbereich. Beim Arzt angekommen schilderte ich ihm meine Leiden, er machte eine Röntgenaufnahme vom Kiefer, er wertete die Aufnahme auch gleich ordentlich und fachlich aus und meinte dass ich eine Knirschschiene brauche, er fertigte diese an und am nächsten Tag holte ich diese ab. Außerdem sei ein Eiterherd unter einem toten Zahn, davon sollte das aber nicht kommen.


    Nach 7 Tagen mit Knirschschiene keine Besserung, ich mich im Internet zwischenzeitlich verrückt gemacht und über Krebs gelesen. Abends knetete ich schließlich auf der linken Kieferseite herum um Unterschiede zur rechten Seite zu ertasten, da merkte ich einen kleinen Knubbel direkt neben dem Ohr, ganz klein. Durch das geknete und gekneipe wurde der Knubbel größer und fing an weh zu tun – bis heute.


    Gestern ging ich schließlich zum Hausarzt und ließ mich untersuchen, ich schilderte meine Probleme, er tastete den Hals auf Lymphknoten ab und den Kieferbereich, alles OK. Er nahm Blut ab wegen den Entzündungswerten, Blutsenkungsgeschwindigkeit sei völlig in Ordnung. Dazu muss ich sagen, dass ich Bluthochdruckmedikamente nehme, einmal Rasilez 300mg und 2,5mg Bisoprolol. Der Hypertonus sei schwer einstellbar, deswegen sollte ich heute zum Nieren-MRT.


    Da ich nun einmal im Ärztehaus heute war, ging ich anschließend gleich zu meinem HNO-Arzt – dort schilderte ich das Gleiche. Er untersuchte Rachenraum und Kehlkopfbereich, alles OK. Ich muss dazu sagen, dass keine Schwellung von Außen sichtbar ist. Ich berichtete dem Arzt davon was ich alles gemacht habe und was der Zahnarzt gemacht hat, Röntgen. Der Arzt veranlasste ein Röntgen im Nebenhöhlenbereich, auch dort war alles in Ordnung. Nun bekam ich Panik, weil ich gleich dachte, Krebs. Er konnte es nicht mehr hören so oft fragte ich ob es Krebs ist. Er machte schließlich ein Ultraschall und nahm sich viel Zeit. Komischerweise ist auf der Seite, wo der Kiefer weh tut, nichts zu sehen, keine vergrößerten Lymphknoten und sonst nichts, er untersuchte bis in den Hals runter und suchte alle Lymphknoten ab auf der rechten Seite – nichts.


    Dann sagte ich auf der linken Seite, wo ich rumgespielt habe, weil mir da was uneben vorkam, sei ein kleiner Knoten. Er untersuchte diese Seite ebenso genau wie die rechte Seite und sagte der Lymphknoten neben dem Ohr sei leicht vergrößert, ich soll ihn bitte in Ruhe lassen.


    Ich soll Ibuprofen nehmen 400'er und nach zwei Wochen beobachten was passiert, wenn der Knoten größer wird soll ich hinkommen er schaut ihn sich wieder an.


    Das war der Auslöser meiner Panik die ich seit ein paar Stunden durchlebe, so abstrus wie es jetzt klingen mag, aber ich habe Angst um mein Leben seit dem heutigen Arztbesuch.


    Der Herr Doktor sagte, der Knoten kann von sämtlichen Infektionen kommen, vom Rasieren bin hin zum Aufkratzen mancher Kopfhautstellen. Das glaube ich aber nicht, dort ist was faul, ich muss es nun ganz genau wissen, morgen will ich unterstützend zum Hausarzt und alles im Blut untersuchen lassen, wenn eine Infektion im Körper wäre, dann sind die Blutwerte doch nicht in Ordnung oder?


    Ich weis nicht mehr weiter und bitte um Rat, ich muss Beruhigungstabletten nehmen um einschlafen zu können heute.

  • 42 Antworten

    Ich habe selbst seit nunmehr bald 8 Jahren 2 chronisch vergrößerte Lymphknoten. Einen in der rechten Achsel und einen im rechten Kieferwinkel. Kann aber auch anderweitig am Körper hier und da Lymphknoten ertasten, egal ob sie vergrößert sind oder nicht. Gerade um die Ohren herum hat man auch nicht viel "Masse", ich kann meine Lymphknoten dort auch gut ertasten.


    Und ja, durch herumdrücken können sie noch weiter anschwellen oder auch vernarben, sodass sie nie mehr kleiner werden. Manche schwellen auch bei Infekten an und "vergessen" dann einfach wieder zu schrumpfen, nachdem der Infekt ausgestanden ist.


    Grad wenn du Zahnprobleme hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Lymphknoten darauf reagiert hat, das herumdrücken dürfte das übrige getan haben... ]:D


    Ich bin mir sicher, dass es nichts ernstes ist. So wie du es beschreibst, klingt es einfach nicht danach. Hat der Arzt auch gesagt, wie groß der LK genau ist?

    Vielen Dank für Eure Beiträge!


    Ich habe es erstmal sacken lassen und hab vernünftig nachgedacht, der HNO-Arzt gab mir eine Überweisung zum Hausarzt mit der Diagnose bek. Pat., ich habe nach diesem Schlüssel gesucht und konnte nichts dazu finden, was bedeutet das?


    Meine zweite Frage ist, wie grenzen sich Rheumaknoten im Vergleich zu Lymphknoten ab?


    Kann dieser Lymphknoten tatsächlich vom Eiterherd, der laut Zahnarzt aber lokal abgegrenzt ist, praktisch gekapselt, entstehen? Warum ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit dann bei mir völlig normal?


    Wie soll ich jetzt weiter vorgehen, ich war heute nicht beim Hausarzt, ich wollte erstmal keine Panik machen, am Ende ist da nichts und er schickt mich zum Psychologen :|N


    Vielen Dank :)^

    Deine Fragen kann ich dir leider nicht beantworten, aber ich finde, du machst dir zu viele Gedanken. Du erinnert mich sehr an mich damals ;-D Kann man Lymphknoten denn beim Röntgen sehen? Sieht man da nicht nur die Knochenstrukturen vom Kiefer?


    100%ig feststellen kann man Lymphdrüsenkrebs erst durch Entfernung und Untersuchung, oder durch Punktion. Das wird aber nur gemacht, wenn wirklich Verdacht besteht und der Lymphknoten wirklich sehr geschwollen und auffällig ist. Das ist bei dir garantiert nicht der Fall ;-)


    Wurde dir denn eine Größe genannt?


    Mein größter Lymphknoten war bei der 1. Untersuchung fast 2cm. Aktuell ist er bei 1,2cm


    Habe damals auch sehr, sehr, seeeehr viel dran rumgedrückt, sodass er wohl nie vollständig wieder abschwellen wird.

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    Hi,


    also die Größe wurde mir nicht genannt, er hat die Bilder beim Ultraschall gespeichert, wenn ich das nächste Mal wiederkomme, dass er dann vergleichen kann, jetzt sei er nur "gringfügig vergrößert", er ist auch nicht sichtbar, man muss wirklich sehr rumdrücken und kneten, dann wird er wieder größer und tut weh, wenn ich mich jetzt wieder eine Stunde damit beschäftige, weis ich dass er wieder groß wird.


    Grüße

    Lymphknoten in der Ohrspeicheldrüse

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    Liebes Forum, liebe Experten,


    ich bin ratlos und weis nicht weiter. Ich bin 23 Jahre alt und männlich. Anfang Juni diesen Jahres bemerkte ich einen sehr kleinen knubbel vor dem Ohr, nach 14 Tagen war er noch da.


    Als erstes bin ich zum Hausarzt, Tastbefund war in Ordnung, Blutbild auch sowie die Blutsenkungsgeschwindigkeit. Eine Woche später bin ich zum Zahnarzt, bei ihm war ich schon bevor dieses Ding gekommen ist wegen 3 toten Zähnen in Behandlung. Bei ihm habe ich das Problem angesprochen und gefragt ob es von den 4 Schmerzspritzen kommen kann die er mir in die Backe gegeben hat, er meinte nein. Es sei aber ein Eiterherd am oberen Backenzahn, er ist immernoch da.


    Danach bin ich zum 1. HNO gefahren. Es wurde ein Ultraschall sowie ein Röntgen gemacht. Ein Lymphknoten in der Ohrspeicheldrüse sei minimal vergrößert, beobachten. Es lies mich nicht in Ruhe, also bin ich zum 2. HNO gefahren.


    Er machte ein Ultraschall und sagte es sei nichts Auffälliges. Zu ihm ging ich ein weiteres Mal weil es mich nicht in Ruhe gelassen hat, dann hieß es es sei Psychisch ich müsse Psychotabletten nehmen wäre ein Hypochonder.


    Heute war ich beim 3. HNO. Er war der Verständnisvollste und nahm sich Zeit. Er hat den Knoten ausgemessen und von mehreren Ebenen beleuchtet. Er sei unauffällig 0,9mm ist er groß, ich muss es beobachten. Ein viertel Jahr ist es nun da, es bleibt so wie es ist von der Größe her. Er meinte auch für einen Ohrspeicheldrüsentumor ist die Lage des Lymphknotens in der Drüse untypisch und es ist nichts geschwollen. Jetzt mache ich mich verrückt weil ich in Google nachgeschaut habe, ich will nicht daran sterben, soll ich noch länger warten? Ich bitte um Hilfe, ich verzweifel hier bin kein Mensch mehr ;'{

    Hi, ich bin 23 Jahre alt. Ich weis nicht ob es ausschlaggebend ist, aber ich habe starkes Übergewicht, die Schilddrüse wird diesen Monat deswegen noch angeschaut, ich wiege 131Kg und es wird jede Woche mehr obwohl ich wenig esse und Sport treibe

    Sorry ich hab gedacht eines wäre Experten und das Andere Forum :)


    Ich bin kurz davor in die Uni Klinik zu gehen um ehrlich zu sein. Der Grund dafür ist, dass viele die diesen Krebs bekommen haben auch bei verschiedenen HNO-Ärzten waren und dort abgewunken wurde, dann stellte sich ein bösartiger Tumor heraus.


    Allein diese Vorstellung lässt mich seit mehreren Monaten nicht mehr durchschlafen, jeden Tag muss ich die Halslymphknoten anfassen, jeden Tag im Tumorforum lesen, es wird immer schlimmer und mir ist ständig schlecht deswegen.


    Mein Arbeitgeber fragt sich warum ich ständig unkonzentriert bin, der Rauswurf steht kurz bevor.


    Meine Familie stempelt mich als nicht normal ab ich halte es nicht aus.

    Ärzte veranlassen nur eine Biopsie, wenn wirklich ein dringender Verdacht besteht. Bei meinen vergrößerten Lymphknoten wurde auch nie eine Biopsie gemacht, weil die Ärzte meinten, das sei nicht notwendig.


    Mittlerweile sind mir die Dinger auch so egal.


    Der eine is schon seit 8 Jahren da und nach und nach hab ich hier und da immer noch mehr Lymphknoten ertastet. Mittlerweile beachte ich die gar nich mehr.


    0,9 mm ist nun wirklich nicht vergrößert.


    Der erste Lymphknoten, den ich bei mir ertastet habe, ist 0,7mm.. obwohl er mir beim Tasten immer größer erschien. Ein zweiter Lymphknoten war 1,7cm (heute 1,2cm).


    Mein Arzt meinte damals:


    "Alles unter 1cm ist normal"


    "Über 1cm kann man Lymphknoten LEICHT vergrößert nennen"


    "Wenn er über 2cm wäre, müsste man es mal weiter regelmäßig beobachten"


    Ärzte wissen i.d.R. was sie tun und wann sie weitere Maßnahmen einleiten müssen ;-)


    Bei 0,9mm würd ich mir aber GAR KEINE Gedanken machen ":/

    Ich kann dich auch nur beruhigen. Du warst bei so vielen Ärzten und alle haben sie dich beruhigt und keinen Krebsverdacht geäußert. warum hast du dann immer noch Panik?


    Ich hatte kürzlich einen in der Leiste, der war tatsächlich groß und er war ca 6 Wochen so groß. Ich war bei 3 Ärzten, und 2 meinten, er solle lieber raus. Hatte dann einen Termin zum schnippeln 2 Wochen später und als ich auf dem Op lag, meinte der Chirurg "öhm moment, der ist aber viel kleiner geworden. Jetzt warten wir doch noch mal 2 Wochen"....und nach den 2 Wochen war er wieder auf Normalgröße geschrumpft. :)^ Ich hatte also ca 8 Wochen einen vergrößerten (leicht vergrößerten) LK.


    Es ist völlig normal, dass LK´s anschwellen...ich habe einige tastbare...

    Erst einmal vielen lieben Dank für die ganzen Antworten :)


    OK, dass Lymphknoten länger anschwellen hab ich auch schon gehört. Was mich an der Sache nur wundert ist, dass dieses Teil seit Anfang Juni da ist, manchmal ist so ein kleines Pochen was von dort kommt, eine Art Schmerz, an manchen Tagen merke ich es garnicht. Der HNO meinte er wolle das wegen der Narben im Gesicht nicht verantworten, gerade wegen der banalen Sache, wo ich ihn verwundert angeschaut habe. Er meinte ich soll bitte nicht mehr bei Google nachlesen, ein Knoten in der Drüse kann durch alles Mögliche kommen, selten ist es auch nicht.


    Ich werde es beobachten, wenn ich in 2-3 Wochen immer noch nicht ruhiger werde, dann spreche ich bei einem Psychiater mal vor. Ein Mensch hält solchen seelischen Ärger wirklich nicht lange aus, es geht seit einem viertel Jahr und niemand kriegt die Angst aus mir heraus, leider.


    Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende und liebe Grüße :)z

    Wie gesagt, dass es seit Anfang Juni schon da ist, muss gar nix bedeuten. Meine sind seit Jahren da :=o


    Manchmal "vergessen" Lymphknoten einfach wieder abzuschwellen. Oder aber sie sind vernarbt durch zu häufiges dran herumdrücken. Dann bleiben die auch chronisch geschwollen und bilden sich nicht mehr zurück. Daher lieber beherrschen und nicht so oft drauf rumdrücken, auch wenns schwerfällt. Habe damals STÄNDIG an meinen rumgedrückt, um auch ja jede kleine Veränderung gleich zu bemerken. Das Resultat hab ich ja nun ;-) die geschwollenen Lymphknoten werd ich nun nicht mehr los ;-D aber man sieht sie ja von außen Gott sei Dank nicht, merkt sie halt nur beim Tasten. Also solls mir egal sein.