Verhärtung Brust- wie weiter?

    Einen schönen Samstag an alle!

    Folgende Situation: Vor 6 Monaten wurde meine linke Brust wegen einer Verhärtung mittels Mamma Sono von einer Ärztin im Brustzentrum geschallt- alles war in Ordnung. Dann entdecke ich einen Lymphknoten in der Achsel (den die Gyn später schon nicht mehr spüren konnte) und wurde zur erneuten Sono der Brust überwiesen. Die war in einer Radiologie vor 3 Wochen. Lymphis und beide Brüste ohne Befund.
    So. Nun habe ich gestern eine vermeintlich neue Verhärtung ertastet und bin panisch. Ich schreibe „vermeintlich“, weil ich mir nicht richtig sicher bin. Ich bin seit 3 Jahren in fast Dauerangst vor Brustkrebs (auch in therapeutischer Behandlung deswegen) und taste sehr oft und intensiv. Und manchmal weiß ich einfach nicht, ob sich das schon immer so anfühlte oder ich mich wieder nur auf eine Stelle konzentriere und abdrehe.

    Ich habe meinen Mann tasten lassen (macht er manchmal dann für eine objektivere Meinung) und er sagt, es fühlt sich an wie alles andere, was wir immer getastet haben und sich in der Sono dann als unauffällig herausstellt. Er findet nicht, dass es sich unterscheidet zu anderen etwas auffälligeren Stellen und ist sich da sicher.

    Meine Gedanken machen jetzt folgendes „Vor 3 Wochen war noch alles gut. Was soll da jetzt passiert sein? Aber ich bin jung und wenn man jung ist (32), ist Brustkrebs aggressiver und wächst demnach auch schneller. Was, wenn er so schnell gewachsen ist?“ Und dann bin ich gefangen.

    Was würdet ihr machen? Meine Gyn überweist mich keinesfalls noch mal zur Sono. Bei einem anderen Gynäkologen nach einem Termin als Selbstzahler fragen oder es einfach gut sein lassen und beobachten?
    Ich bin so gefangen in meiner Angst, dass ich nicht mehr weiß wie sich „normale“ Menschen verhalten.

  • 47 Antworten

    Du scheinst eine panische Angst vor Brustkrebs zu haben. Bei dem kleinsten Verdacht auf ein Mammakarzinom hätte wohl jeder Arzt eine Biopsie veranlasst. Vertraue deinen Ärzten! Ich gehe davon aus, es wurde eine 3 D Degum Mammasono durchgeführt. Um die Bilder beurteilen zu können, braucht der Arzt eine entsprechende Qualifikation. Die 3 D Degum Mammasono ist sicherer als eine Mammographie. Kopfkino ausschalten. Alles Gute für dich!

    Sorgenmiez schrieb:

    Ich bin seit 3 Jahren in fast Dauerangst vor Brustkrebs (auch in therapeutischer Behandlung deswegen)

    Gut. Es ist wichtig mit der Therapie weiter zu machen.



    Sorgenmiez schrieb:

    Was würdet ihr machen?

    Zitat


    „Vor 3 Wochen war noch alles gut. Was soll da jetzt passiert sein?



    Du wurdest vor 3 Wochen untersucht und alles ist ok.


    Deine Angst vor Krebs ist sehr gross und schnell steigert man sich rein, kann normale körperliche Reaktionen nicht mehr einordnen usw.


    Sprich mit deinem Therapeuten oder überlegt zusammen ob es sinnvoll ist wenn du in eine psychosomatische Klinik gehst.

    Ist es möglich, daß ich dir zu dieser Thematik Anfang Oktober alle Fragen beantwortet habe? Erinnerst du dich?

    Trastevere schrieb:

    Du scheinst eine panische Angst vor Brustkrebs zu haben. Bei dem kleinsten Verdacht auf ein Mammakarzinom hätte wohl jeder Arzt eine Biopsie veranlasst. Vertraue deinen Ärzten! Ich gehe davon aus, es wurde eine 3 D Degum Mammasono durchgeführt. Um die Bilder beurteilen zu können, braucht der Arzt eine entsprechende Qualifikation. Die 3 D Degum Mammasono ist sicherer als eine Mammographie. Kopfkino ausschalten. Alles Gute für dich!



    Ja, die habe ich auch. Und das obwohl in meiner Familie niemand bisher daran erkrankte. Außer mein Uroma väterlicherseits mit über 70.
    Ich weiß einfach wie häufig dieser Krebs vorkommt und hab zu viele Horrornachrichten von jungen Frauen gelesen und arbeitsbedingt selbst mitbekommen. Daher habe ich wirklich jeden Monat aufs Neue Sorge davor, es erwischt mich jetzt auch.


    Inwiefern der Radiologe da welches Gerät hat, kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich gehe mal davon aus, dass er ein gutes Gerät hat und auch weiß, was er tut. Es ging zwar alles recht schnell, aber ich vertraue ihm. Denn wenn ich da zweifeln sollte, gibt es ja gar keine Grundlage mehr für Untersuchungen.
    Meine Sorge ist eher, dass die Verhärtung neu ist und sich der Krebs so schnell jetzt entwickelte. Also man den so mini vor 3 Wochen noch nicht gesehen hat und der jetzt eben rasant gewachsen ist.
    Oh man.
    Mein Mann hat gerade noch mal getastet und findet es weiterhin nicht beunruhigend. Und er sagt, er würde mich beim kleinsten Zweifel als erster zur Abklärung schicken, weil er mich liebt und nicht will, dass ich krank werde.

    Trastevere schrieb:

    Ist es möglich, daß ich dir zu dieser Thematik Anfang Oktober alle Fragen beantwortet habe? Erinnerst du dich?

    Ja. Da war es eine andere Stelle und der blöde Lymphknoten, der mir Sorgen machte. Aber der hat sich wieder verkleinert und schwupps bin ich jetzt wegen etwas anderem in Sorge.
    So ist das bei mir derzeit. Ich finde immer wieder etwas neues.

    Meine Therapie endete vor 3 Monaten nach 2 Jahren. Man hat ja nicht unbegrenzt viele Therapiestunden. Leider.
    Eine stationäre Aufnahme traue ich mich nicht. Der Gedanke daran meine zwei Kinder (3 und 5) so lange nicht zu sehen, ist schlimm. Zumal ich nicht weiß wie sie reagieren würden. Ich will nicht, dass sie glauben, ich sei krank und sich Sorgen machen. Unser Sohn ist sehr feinfühlig.

    Du hast kein Mammakarzinom, dann wäre längst eine weitere Diagnostik erfolgt, wie ich dir schon schrieb, Biopsie.

    Meine Angst ist ja nur, dass es neu ist und der Arzt das vor 3 Wochen natürlich noch nicht gesehen hat und es da noch nichts zu biopsieren gab.

    Sorry, mache dich nicht selber verrückt, das mindert deine Lebensqualität. LG

    Was hast Du in der Therapie an Strategien gelernt?


    Letztlich geht es darum, sich nicht den Angstgedanken hinzugeben. Sondern anzuerkennen, dass sie da sind - und hilfreiche Gegenargumente zu entwickeln.


    Sowas wie "Ich war vor 3 Wochen zur Untersuchung. So schnell entwickelt sich kein Krebs. Wenn etwas auffällig gewesen wäre, hätte man weiter untersucht."


    DU musst selber anfangen umzudenken. Entscheiden, nicht blind auf die Angst zu hören, sondern sie an die Wand argumentieren. Das solltest Du in zwei Jahren Therapie idealerweise irgendwie gelernt haben. Und genau DER Teil des Umdenkens ist richtig harte Arbeit.


    Weitere Grundsätze:

    - nicht ständig googeln etc.

    - regelmäßige Checks in sinnvollen Abständen, aber Abkehr vom ständigen "da ist was, ich muss zum Arzt". Die Abstände sollten immer länger werden und letztlich denen der normalen Vorsorge entsprechen.

    Ich kann @ Sunflower 73 nur voll und ganz zustimmen.

    Und vor allem: höre auf damit, ständig abzutasten!!!! Das Abtasten wird dich NIE beruhigen, es ist eine Art der ängstlichen Rückversicherung, bei der du nur verlieren kannst !

    Denn entweder tastest du nichts verdächtiges und fragst dich danach gleich wieder , ob du nicht vielleicht doch etwas übersehen hast oder aber du tastest etwas was du nicht einordnen kannst , und fragst dich, ob das schon immer da war oder neu ist.
    Ich hatte selbst schon eine Phase, in der ich in der gleichen Spirale wie du war und weiß, wie sich das anfühlt.

    Woher kommt deine extreme Angst vor Brustkrebs? Hast du eine nahe Verwandte, die daran erkrankt ist?

    Ich würde auch sagen, leg dir einen regelmäßigen KOntrollzeitraum ein. Anfangs aller 3 MOnate und später dann aller 6 Monate und dann jährlich.


    Ich kann dich sehr gut verstehen, bin selbst Krebspatientin (Haut nicht Brust!!!) und war bei Diagnose 39 Jahre alt.


    Im Gegensatz zu den anderen hier, rate ich dir, neu aufgetretene Veränderungen kontrollieren zu lassen, schon alleine um dein Kopfkino abzustellen.

    Und ich rate dir, höre auf dein Bauchgefühl. Es ist dein Körper, du kennst ihn am besten!

    Wenn es dich kirre macht, lass noch einen Ultraschall machen, kostet an die 35€ und ich viele Frauenärzte machen das in der Praxis und du brauchst keine Überweisung zum Radiologen. Taste vorher noch mal ab, lass es beim FA checken und dann lässt du deine Brust mind. 3 Monate in Ruhe, bis zum nächsten Check. Wenn du sicherer bist, gehst du nur noch aller 6 Monate hin......


    Ich lass aller 6 Monate meine Brüste schallen, immer auf eigene Kosten.


    Ich wünsch dir alles Gute und das du aus dem Teufelskreis der Angst wieder herauskommst. :)*

    @ TE

    Ich stimme Mietzli zu. Lass es abchecken, wenn es Dich kirre macht. Einen Ultraschall hat doch heutzutage auch ein Hausarzt. Meiner hatte einen. Der wird Dir auch Näheres sagen können. Es muß nicht immer direkt ein Facharzt sein.

    Zu der Mammasonografie. Da gibt es sehr große Unterschiede. Die meisten Hausärzte haben ein Ultraschallgerät, dieses dient der Abdomensonografie, um die Bauchorgane zu schallen, aber nicht zur Mammosono. Zur einwandfreien Diagnostik bedarf es eines Farbdopplers 3 D Ultraschall. Grund: nur bei dieser Sonografie ist die C Ebene in der Brust sichtbar. Der Gynäkologe/in benötigt, um die Bilder beurteilen zu können, eine Weiterbildung mit Zertifikat. Sehr viele Gynäkologen verfügen über dieses Gerät. Die Kosten betragen ca. 150 Euro, nach Aufwand mehr. Die Privatkrankenkassen übernehmen die Kosten und immer mehr gesetzliche Krankenkassen, da lohnt sich eine Nachfrage. Es wird momentan diskutiert, diese Untersuchung in den nächsten Jahren in den Vorsorgekatalog zu übernehmen.