Welches Ausmaß müssen Lymphknoten annehmen?

    Hallo,


    welches Ausmaß müssen Lymphknoten annehmen, damit man von Krebs sprechen kann? Vor ca. 6 Monaten habe ich an beiden Halsseiten und an der Leiste Lymphknoten bemerkt, diese wurden dann langsam größer und unterm Kiefer, im Nacken (Haaransatz), am Ohr, unterm Kinn, am Hinterkopf, und in den Leisten kamen dann neue hinzu, die zwar hart und schmerzlos sind, aber nicht wachsen (bzw. ganz langsam). Erkältung oder andere Infektion dürfte ich eigentlich nicht haben und hatte ich auch schon lange nicht mehr? Könnte das dann Krebs sein oder wachsen die Lymphknoten bei Krebs dauerhaft (also spürbar)? Ich fühle mich außerdem manchmal fiebrig... Bin im Internet öfters auf Morbus Hodgkin gestoßen... Könnten bei dieser Krebsart dann die Lymphknoten auch sehr langsam bzw. kaum bis garnicht wachsen (denn meine Lymphknoten sind seit 6 Monaten Monaten ja geschwollen, bzw. sehr langsam gewachsen) Ich hoffe auf gute antworten und nicht sowas wie ''Geh zum Arzt das kann dir hier keiner sagen'' oder so... ich möchte ja nur einen Einschätzung.....


    LG :)*

  • 17 Antworten

    Mein Hals-LK hatte zu Beginn der Chemo 13 cm (3 Wochen vorher halb so groß) - das war dann ein NHL. Es gibt aggressiv wachsende maligne Lymphome (das sind die "guten", weil sie gut auf Chemos ansprechen), und es gibt langsam wachsende maligne Lymphome, die man nicht so leicht bekämpfen kann. Also beobachtet man ihr Wachstum und greift erst zum Skalpell, wenn durch die Raumforderung nahe Organe bzw. Gefäße beengt werden. Insgesamt ist LK-Krebs sehr selten und die Heilungsrate liegt bei 80-90 %.


    Sich Gedanken über die Ursache geschwollener LK zu machen ist, falls diese nicht gerade ins Auge fällt, sinnlos, weil die LK ja durch ihre Arbeit den Ausbruch eines Infekts vielleicht gerade verhindert haben. Eine userin hat vor kurzer Zeit von einem LK von 4.5 cm berichtet. Ergebnis: Entzündung unklarer Genese. Die Lymphom-Untersuchungskaskade umfaßt Tastuntersuchung, Ultraschall, Röntgen, MRT bzw. CT, Biopsie mit nachfolgender histologischer Untersuchung, wobei die nächste Stufe nur greift, wenn in der Stufe vorher ein maligner Tumor nicht klar ausgeschlossen werden konnte. Übrigens "vergessen" manche LK nach Abklingen des Infekts oft das Abschwellen; mehrere unserer user laufen mit solchen LK gesund durch die Gegend und erfreuen sich ihres Lebens.

    @ Zwack44

    Angenommen meine LKs haben ''vergessen'' abzuschwellen, wieso sind es dann so viele wovon nicht ein einziger abgeschwollen ist?? Ich habe LKs ja auch in verschiedenen Bereichen am Körper (Leiste und Hals). Außerdem hatte ich schon sehr sehr lange keine spürbare Infektion oder Erkältung oder ähnliches.


    Sind Lymphknoten nach innen hin größer als sie nach außen wirken? Wenn man dann in manchen Fäden hier liest, von denen man denkt, dass man diese Krankheit haben könnte, bekommt man Nagst, weil dann meist dei Symptome total übereinstimmen. Mir ist klar dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass man Krebs hat, aber irgendjemanden trifft es dann ja doch und warum sollte man nicht selbst dieser jemand sein??


    LG :)*

    Was sind "viele"? Weißt Du, dass Du 500-600 LK hast? Da ist "viele" sicher relativ. Warum manche LK ohne nachvollziehbaren Grund anschwellen, warum manche vergessen wieder abzuschwellen, wird Dir kaum jemand sagen können. Du hast nicht geschrieben, über welche Größenordnung wir bei Dir reden. Alles, was unter 2 cm ist, ist nicht der Rede wert. LK werden auch nicht nach innen größer, wenn sie Teil eines oberflächlichen Lymphsystems sind. Die Form ist ellipsoid, und wenn sie anschwellen, nehmen sie eine kugelförmige Gestalt an. Die Größe läßt sich am einfachsten per Ultraschall bestimmen. Vergiß am besten alles, was Du über Symptome im Netz gelesen hast. Mein NHL hat nicht geschmerzt, es gab keine B-Symptome, keinen "Bierschmerz", und ich habe vorher und hinterher nicht nach LK gesucht.

    Ich weiß, dass man viele Lymphknoten hat. Hier und in anderen Forum schreiben aber viele, dass bei ihnen EIN Lymphknoten angeschwollen ist und diese Leute dann sofort an Krebs denken. Bei mir sind es am Hals und Kopf ca. 12 (vielleicht mehr) davon sind (mind.) Zwei größer als 2 cm. In der Leistenregion sind es ca. 5 die bis zum Bauch führen (wo dann evtl. auch welche sein könnten). Spricht man denn von schnell wachsende Lymphknoten, wenn sie innerhalb von & Monaten wachsen oder in wenigen Wochen?

    Ich habe dauernd angeschwollene Lymphknoten die nur langsam abschwellen.


    Gedanken an Krebs hätte ich erst, wenn die Lymphknoten binnen weniger Tage


    mindestens auf das 5 fache anschwellen würden.


    Mach dich nicht verrückt deswegen.


    Hast du noch andere Anzeichen die für Krebs sprechen würden?

    Zitat

    Spricht man denn von schnell wachsende Lymphknoten, wenn sie innerhalb von & Monaten wachsen oder in wenigen Wochen?

    Zitat

    Mein Hals-LK hatte zu Beginn der Chemo 13 cm (3 Wochen vorher halb so groß)

    War heute beim Arzt. Wir haben meine Blutwerte besprochen. Alle Werte liegen im Normalbereich, jedoch ist der Creatininwert leicht erhöht und die Blutsenkungsgeschwindigkeit liegt bei 2/4 (demnach etwas zu niedrig). Er meinte, den Blutwerten nach, dass keine Entzündung vorliege. Zu den geschwollenen Lymphknoten meinte der Arzt, dass Leukämie ausgeschlossen werden könne, ich solle jedoch noch zu einem HNO Arzt gehen. (Gemessen wurde Klin. Chemie (also Kalium, Creatinin, GFR, Harnsäure, ALT, Gamma-Gt, Glucose) und Hämatologie (sprich: Leukozyten, Erythrozyten, Hämoglobin etc.) Da seiner Meinung nach keine Entzündung vorliege (bzw. die Entzündungswerte gut seien) welche Ursachen der Lymphknotenschwellung könnten denn dann noch vorliegen??


    Die Lymphknoten sind teilweise sehr hart, die im Kieferwinkel über 2cm groß, und manche am Hals (auch die im Kieferwinkel) sind leicht verschiebbar, andere eher weniger. In der Leistenregion sind sie etwas hart aber schlecht verschiebbar.


    :)*

    Ich habe schon gestern die Meinung vertreten, dass es unsinnig ist, nach der Ursache des Anschwellens von LK zu suchen. Man findet sie meistens nicht heraus. Halte Dich an die Untersuchungskaskade. Als nächstes wäre bei Dir Röntgen, CT oder MRT dran. Wenn Du LK in der Größenordnung von 2 cm nicht als unerheblich betrachten und den Schmarren von Dr. Google nicht vergessen kannst, mußt Du halt diesen nächsten Schritt gehen (wenn Du einen Arzt dafür findest). Alles andere wird Dich nicht weiterführen.

    war dann mal beim HNO Arzt. Habe schon (seit dem das alles angefangen hat) ein Druckgefühl hinterm Brustbein. Seit 3 Wochen kamen dann Atemprobleme dazu (als könne ich nicht richtig durchatmen weil mir was auf die brust drückt, muss dann auch öfters durch den Mund tief einatmen). Die Lymphknoten sind immer noch angeschwollen. Der HNO meinte auch, dass eine Schwellung vorliegen würde. Er meinte ich solle wegen der Atemprobleme unbedingt einen Lungenfacharzt aufsuchen.


    Können bei Hodgkin Lymphknoten hinter dem Brustbein anschwellen und somit die Atmung behindern? Könnten auch die Lymphknoten hinter dem Brustbein wachsen, währen alle andern Lymphknoten in einem angeschwollenen Zustand verharren??


    :)*

    Atemprobleme können auch von Verspannungen kommen. Oder von der Psyche, zumindest klingt es so, als machst du den ganzen Tag nichts anderes mehr, als deine Lymphknoten zu untersuchen... Die mögen das übrigens gar nicht, wenn man sie ständig abtastet, allein davon können sie schon anschwellen. Wenn du Krebs hättest, meinst du nicht, die Ärzte hätten schon reagiert?

    Ich drücke nicht den ganzen Tag daran rum. Und ich war bisher erst bei zwei Ärzten die mich dann immer weiter geschickt haben. Die Blutuntersuchung hat, wie bereits erwähnt, nichts ergeben, was Krebs natürlich nicht ausschließt. Das Abtasten der Lymphknoten hat nur ergeben, dass eine Schwellung vorliegt. Deshalb denken die Ärzte wohl nicht an Krebs. Denn wenn bei mir Lymphknoten im Brustraum geschwollen seien sollten, dann hätten die Ärzte das bis jetzt sowieso nicht feststellen können. Beim nächsten Termin werde ich denn mal meine Gedanken über Hodgkin äußern, da ich denke, dass die Ärzte das nicht so auf dem Schirm haben. (Ist ja auch keine häufige Krankheit)


    *:)