Extrem hohe gamma-GT

    Vor einigen Jahren wurde bei mir eine Erhöhung des Gamma GT festgestellt. Alle anderen Leberwerte waren/sind im Normbereich. Normal wäre ein Wert von ca 38, bei mir schwankt der Wert zwischen 100-250. Alkohol trinke ich kaum, nehme aber seit langer Zeit regelmäßig Schmerzmittel. Der Internist zu dem ich mal überwiesen wurde meinte aber eine solche Erhöhung wäre davon auch bei langen Gebrauch nicht die Regel, mein Hausarzt meint allerdings schon. Ultraschall, alle weiteren Blutuntersuchungen waren in Ordnung, bis halt auf den Gamma GT. Beschwerden habe ich keine.


    Hat jemand Erfahrungen mit sowas? Was für Beschwerden würden im Falle einer Schädigung denn auftauchen?

  • 29 Antworten
    Zitat

    Beschwerden habe ich keine.

    Das "Dumme" ist dass Leberschäden meist erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden verursachen.


    "Leichte Erhöhungen können durch die Einnahme von gewissen Medikamenten oder durch chronischen Alkoholkonsum auftreten. Stärkere Erhöhungen findet man bei chronischer Hepatitis, Leberzirrhose, Lebermetastasen oder Schädigungen der Leber durch Gifte, Medikamente, Alkohol oder Erbkrankheiten wie Myotone Dystrophie Typ 2. Die höchsten GGT-Werte beobachtet man bei Erkrankungen der Gallenkanäle (Cholestase, Cholangitis), bei akuter Hepatitis sowie bei toxischen Leberschädigungen." Wikipedia


    Welches Schmerzmittel nimmst du denn? Kannst du es mit einem anderen versuchen oder die Dosis verringern? Am besten wäre natürlich die Ursache für die Schmerzen zu beseitigen und damit auch das Bedürfnis nach Schmerzmitteln.

    Hauptsächlich Ibuprofen und Novalgin, früher auch Aspirin, aber das Vertrag ich nicht mehr. Paracetamol lass ich schon ganz weg, da es die Leber noch mehr belastet als die anderen Schmerzmittel. Die Medis nehme ich aufgrund von HWS Problemen und starken Verspannungen. Ausgelöst durch Fehlbelastung und Stress ( bei den Verspannungen) Ja am Grundproblem zu arbeiten ist natürlich der einzige Weg zur Reduktion der Schmerzmittel, nur leider meist leichter gesagt als getan. Gerade was das Stressbedingte angeht, mache schon ne Weile autogenes Training. Aber so ganz vermeiden lässt es sich halt so einfach nicht.

    Wärme etc hilft nur bedingt, da oft einige Triggerpunkte vorhanden sind und durch Wärme lassen die sich nicht lösen. Nur durch manuellen starken Druck, was natürlich auch immer erst mit starken Schmerzen verbunden ist.

    Der Bereich 100-250 ist sicherlich nicht normal und läßt auf chronisch schädigende Einflüsse die auf die Leber wirken schließen. Von schlimm und extrem hoch ist das aber noch ein ganzes Stück entfernt. Eine der häufigsten medikamentös bedingten Ursachen dafür ist die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, wobei da aber die GOT und die GPT nicht selten auch etwas erhöht sind (oft weniger als die yGT).


    Die häufigste Ursache für diese Veränderung ist der nutritiv-toxische Leberschaden, also quasi eine "Wohlstandsleber" durch fett- und kohlenhydratreiche Ernährung oder halt Alkohol. Dafür müßte man dann aber schon regelmäßig trinken.


    Wenn das bei Dir unklar ist, wo es herkommt, mache einen Termin beim Gastroenterologen und lasse es abklären. Da gehört auch u.a. die Untersuchung auf Infektionen und Zuckerkrankheit dazu. Aber das muß dann derjenige entscheiden, der sich Dir und den Werten befaßt, oft ergeben sich im Gespräch und bei der allgemeinen körperlichen Untersuchung bereits wichtige Anhaltspunkte wo es herkommen kann.

    Zitat

    nehme aber seit langer Zeit regelmäßig Schmerzmittel.

    Metamizol hat eine ordentliche Bandbreite an möglichen Nebenwirkungen, u.a. auch Leberschädigungen.


    Wenn Du regelmäßig Ibuprofen einnimmst, solltest Du mit Deinem Arzt besprechen, ob Du nicht ergänzend einen Protonenpumpenhemmer nehmen solltest, um Deinen Magen zu schützen.


    Generell solltest Du versuchen, die Ursache Deiner Schmerzen zu bekämpfen, auch wenn das ein langwieriger und ggf. von Misserfolgen begleiteter Prozess sein kann.

    Zitat

    Die Medis nehme ich aufgrund von HWS Problemen und starken Verspannungen.

    Vielleicht kannst du eine Kombination von Schmerzmitteln und muskelentspannenenden Medis ausprobieren. Wenn es dir hilft kannst du so vielleicht die Schmerzmittel verringern.


    Wie lange nimmst du die denn schon? Und wieviel pro Tag? Du kannst dir mit Ibu auch die Nieren kaputt machen, aber das weisst du sicher.


    Ich weiss, es ist nicht leicht. :°_

    Die ganzen Untersuchungen auf Hepatitis,Diabetis, EBV etc Wurden schon durchgeführt, alles negativ. Alkohol trinke ich vielleicht 1x im Monat, da bleiben ja fast nur noch die Medikamente als Ursache. Hatte ich mir auch immer schon gedacht, war nur irritiert als der Arzt der diese ganzen Sachen damals untersucht hatte, meinte es könnte nicht davon kommen. Und der hatte sich von mir wirklich bis ins Detail alles aufgenommen, was ich wie lange und in welcher Dosierung nehme.


    Schmerzmittel nehme ich jetzt sicher schon 10 Jahre, mal mehr mal weniger je nach Beschwerden. Mit dem Magen hatte ich zwischenzeitlich auch schon Probleme, zu der Zeit habe ich auch Pantozol bekommen. Habe damit aber schon ne ganze Weile keine Beschwerden mehr. Meine Nieren sind (noch) absolut in Ordnung. Aber das es auch dort zu Schädigungen kommen kann, weiß ich natürlich.


    Kann man bei so einer Erhöhung schon beinträchtigungen wie Müdigkeit, Konzentratinsschwäche haben? Ich bin eigentlich immer müde, das wäre so das einzige körperliche Indiz.

    Ich werde in absehbarer Zeit ohnehin sehen ob es an den Schmerzmitteln liegt bzw wie weit der Wert sinkt, wenn ich keine nehme. Stecken grad in der Kinderplanung und sollte ich schwanger werden, sind die Schmerzmittel zum Großteil eh Tabu. Dummerweise ist das einzige was man da in kleinen Mengen nehmen darf Paracetamol, aber da werde ich dann wohl wirklich nur noch im Notfall drauf zugreifen.

    Zitat

    a oft einige Triggerpunkte vorhanden sind und durch Wärme lassen die sich nicht lösen. Nur durch manuellen starken Druck, was natürlich auch immer erst mit starken Schmerzen verbunden ist.

    Das klingt, als seist du in einer Behandlung, um die Verspannungen zu lösen? In welcher denn? Ich frag jetzt aus Neugier, weil ich mich mit ähnlichen Problemen herumplage.

    Momentan kein Sport mehr, durch nen Jobwechsel vor 5 Monaten habe ich aber auch viel weniger Beschwerden. Hatte vorher nen reinen Bürojob und saß Zuhause auch noch viel vorm PC. Zu der Zeit habe ich Gymnastik mit so nem Schwungstab für den Rücken gemacht, hat aber nicht viel gebracht.


    EBV hatte ich nicht, nein.


    Wegen der Beschwerden hatte ich mehrfach Physiotherapie. Die Triggerpunkte löse ich jetzt selber, der Physiotherapeut hatte mir gezeigt wie das geht. Dafür habe ich mir so nen geschwungenen Bogen gekauft mit dem man alle Punkte am Rücken selbst erreicht. Durch starken Druck direkt auf die Yverhärtung löst sich der Muskel, ist EXTREM schmerzhaft aber funktioniert sehr gut. Die Verhärtungen lösen sich und sind danach nicht mehr tastbar.