Gallenblase weg, normal weiterleben?

    Hallo, ich mache mir zur Zeit Sorgen, weil meine Gallenblase rausgenommen wird und ich nach den paar Schon-Wochen wieder ein "normales" jugendliches Leben führen will.


    Aber ich fang mal von vorne an...:


    Ich bin 16 Jahre alt und habe schon seit vlt. 8-10 Jahren verdammt starke Schmerzen im oberen Bauchbereich (oder wie man des nennen soll ;-)) und zwar direkt unter den Rippen. Diese Beschwerden, die hauptsächlich Nachts waren, schlaflose Nächte verursacht und Brechen hervorgerufen haben, kamen alle paar Monate. Die Abstände zu den Schmerzen wurden bis vor kurzem immer kürzer (2mal in einem Monat). Ich war schon oft beim Arzt, doch das einzige was der festgestellt hat, war, dass meine Galle ziemlich gross ist. Dann war ich mal im Krankenhaus (auch schon gute 6 Jahre her) und da wurde ein Schlauch bis in die Gallengänge getan und ein paar Proben genommen. Ohne Ergebnisse. Ich hab dann von meinem Hausarzt nur so Tabletten bekommen, die vielleicht bei anderen helfen mögen (Buscopan). Auch nach 3 Stück hat sich nichts getan. Schmerzen ohne Ende. Am Sonntag, den 9.3. hatte ich dann so starke Schmerzen, wie nie zu vor. Ich wollte lieber sterben, als diese Schmerzen auszuhalten. Mein Vater hat mich dann schnell ins Krankenhaus gefahren. Ultraschall wurde gemacht. Feststellung: Wow, ist die gross :-).


    So Art Gallenstein-Gries wurde auch gefunden. Aber der Röntgenarzt meinte, dass kann solche Schmerzen nicht hervorrufen. Dann wurde ich auf die Station gelegt (nach 4 Stunden höllischer Schmerzen) und hab endlich ein Schmerzmittel bekommen. Schlafen. Am faraudfolgenden Mittwoch wurde Magen-Darm-Spiegelung gemacht, wobei die Ärzte nur feststellten, dass der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen eine Entzündung hat und dass ich daher oft Sodbrennen habe. Dann am nächsten Montag wurde Kernspint gemacht. Am selben Tag noch hat die Ärztin gesagt, dass meine Galle so chronisch entzunden ist, wie bei einem 70 jährigen und dass sie entfernt werden muss, weil die Abstände zu den nächsten Schmerz-Attacken immer kürzer werden würden. Am Mittwoch, 2 Tage später, wurde ich dann operiert und die Gallenblase wurde endoskopisch entfernt. Jetzt die eigentliche Frage:


    Einerseits meinten die Ärzte, dass ich nach 4 Wochen "Schonung" (körperlich: nicht schwer heben und ernährungsmässig: kein Alkohol, keine fettigen Sachen, keine Säfte, keine Kernfrüchte) wieder ganz normal weiter leben kann und dass es mir dann wieder "normal" geht.


    Andererseits hat mir ein Arzt gesagt, dass die Leber, weil die Galle ja ein Zwischenspeicherungs-Organ für diverse Säuren und so ist, NIE so viel Säure produzieren kann, wie sie mit Galle (zwischengespeichert) vorhanden ist.


    Wie sieht meine Lage jetzt aus und was passiert, wenn ich richtig fettige Sachen esse?Oder was passiert, wenn ich mal Bier oder anderen Alkohol trinke. Werde ich da schneller betrunken, oder langsamer, als mit einer vorhanden Gallenblase?


    Muss ich auf all diesen "Luxus" von nun an verzichten oder den Konsum senken oder kann ich doch "normal" mit all meinen Gewohnheiten weiter leben?

  • 11 Antworten

    Also das Problem nun ist das die Nahrung im Darm nicht noch weiter zersetzt werden kann.


    Unter umständen das du bei zu hoher Belastung des Magentraktes kein gut verdautes Essen ausscheidest.


    Zudem das viele Stoffe im Darm nicht mehr herausgelöst werden können aus der Nahrung, da der Zustand der Auflösung nicht weit genug ist.

    Re: Gallenblase

    Hallo,


    Ich finde die Diagnose und vorgesehene Behandlung schlicht eine Katastrophe und Armutszeugnis für die behandelnden Ärzte.


    Warum?


    Nun, dir soll die Gallenblase entfernt werden. Werden deine Beschwerden denn dadurch verursacht, daß du eine Gallenblase _hast_? Denn nur dann wäre es sinnvoll, die Gallenblase zu entfernen.


    Sicher nicht, denn eine Gallenblase hat jeder andere auch, aber nur du hast diese Beschwerden.


    Die medizinisch richtige Vorgehensweise wäre nun, zu fragen, wodurch denn diese Beschwerden _letztendlich_ verursacht werden. Wenn die Gallenblase vergrößert ist, dann ist das nur ein Symptom und man muß sich natürlich fragen, was denn dazu führt, daß sie sich vergrößert. Wenn sie Gries enthält: ja warum? Woher kommt der denn? Wenn sie entzündet ist: WARUM ist sie entzündet?


    Nicht nach der Ursache der Entzündungen zu fragen und stattdessen die Gallenblase zu entfernen ist genauso sinnvoll, wie bei Feueralarm die Sirene abzuschneiden. Man hat dann Ruhe, aber irgendwo brennt es weiter. Die Schmerzen sind weg, aber die Ursache ist noch da. Und sie wird sich über kurz oder lang andere Wege suchen, um sich auszudrücken.


    Ich werde nie verstehen, warum man den Ursachen nicht auf den Grund geht, sondern stattdessen versucht, das Symptom zu unterdrücken oder anderweitig ruhigzustellen. Ist ersteres zu aufwändig und letzteres bringt mehr Geld? Ist es Naivität, Ignoranz oder Unkenntnis über die tatsächlichen Zusammenhänge?

    Re: H1

    Unter Deinen geschilderten Umständen ist das Entfernen der Gallenblase absolut ok. Die Gallenblase dient nur als Resrvoier und hat mit der Verdauung direkt nichts zu tun. Das heist, Du kannst alles essen und trinken, nur mit fettigen Speisen und Nüssen solltest Du vorsichtig sein. Wenn bei einer Vedauung mehr Gallensäure verlangt wird, da zu fettig, so bezieht das der Magen aus der Galle. Wenn aber die Galle fehlt, also keine Reseven an Gallensäure vorhanden ist und das Essen zu fettig ist, so ist mit Durchfall zu rechnen und dem dazugehörenden Bauchweh. Die Lebensqualität ist eigentlich nicht eingeschränkt.

    jn: Sie suchen ja zur Zeit nach der Ursache... Aber die eine Ärztin hat gemeint, eben weil es eine chronische Gallenblasenentzündung ist, also keine normale, dass die Entzündung nie zurück geht. Und daher meinte sie, dass es besser wäre, sie gleich rauszunehmen.


    Iso: Durchfall... hm... aber Danke für die Antwort


    Wie schaut es dann mit Alkohol aus? Weil die Säuren und so sind ja für den Abbau von aller Nahrung vorhanden (wenn ich mich nicht irre). Wird der dann weniger abgebaut und gelangt dann mehr ins Blut oder muss ich öfters mal aufs Klo rennen, weil zu wenig abgebaut wird...?

    Re: H1

    Was heisst "Durchfall...hm...aber danke für die Antwort? Du fragst und ich gebe Dir verbindliche Antwort. Ich schreibe Dir, dass Du ein normales Leben führen kannst. Die Leber produziert Gallensaft in genügenden Mengen, nur wenn übermässig Fett konsumiert wird, ist zuwenig Saft vorhanden wenn die Galle fehlt, daher der Durchfall. Du darfst es ohne weiteres ausprobieren!

    es geht darum, dass...

    Durchfall nicht angenehm ist. Und bei meinem letzten Durchfall bei ner MagenDarm Infektion konnte ich auch nicht grad vor Freude springen ^^ Darum Durchfall... hm...


    Ich bin dir ja für deine Antwort dankbar ;-)

    Was passiert...

    ...wenn ich mich (jetzt 9. postoperativer Tag) zusauf?


    Das Leben ist ja so scheisse... und dann darf man sich nicht mal dicht saufen... und den ganzen Frust wegspülen


    Life sucks hard and than you die!!!

    ähnliches "Schicksal"

    Hi H1,


    also mir ist vor ner Woche die Gallenblase rausgenommen worden. Inzwischen gehts mir schon wieder super nur die Fäden zwicken noch etwas *g*


    Ich bin 2 Jahre mit starken Magenkrämpfen rumgelaufen. Wie du schon beschrieben hast ist der Schmerz unter den Rippen. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl die Rippen würden gequetscht werden so weh hat das getan. Hab mich oft übergeben bis dann nur noch Galle kam.


    Mein Hausarzt hatte mir schon alle möglichen Medikamente gegeben gegen Sodbrennen und so aber hat natürlich alles nichts geholfen. Ich hab dann auch ne Magenspiegelung machen lassen die ebenfalls "negativ" ausfiel. Ultraschall wurde nie gemacht - jetzt weiss ich dass das echt ne Sauerei war denn mein "Problem" wurde nach der Magenspiegelung einfach als psychosomatisch abgestempelt!


    Am 24.05 hat mich ebenfalls mein Papa dann in die Notaufnahme gebracht weil ich schon dachte ich müsse sterben. Da haben sie _sofort_ einen Ultraschall gemacht und gestgestellt dass ich 15 Gallensteine in der Blase und einen "unterwegs" hab. Bin also eingewiesen worden und am Montag haben sie ne neue Spiegelung gemacht. Glücklicher Weise musste der Gallenstein nicht mehr entfert werden den hatte ich bis dahin schon ausgeschieden (naja mehr oder minder "glücklich" - die Schmerzen wünscht man nichtmal seinen Feinden)


    Am Mittwoch war dann die OP - endlich.


    Zum Essen: mir hat man gesagt die Gallenblase wäre lediglich ein Reservoir für die Gallenflüssigkeit um bei zu fettem Essen "nachzuhelfen". Ich darf schon jetzt wieder essen was ich will. Da ich keinen Alk trinke weiss ich nicht wie das aussieht aber ich denke mal es ändert sich für dich garnichts ausser das mit dem Druchfall und auch das geht nicht gleich bei der ersten Nuss etc.


    Ich hoffe du vergisst bald deine Schmerzen - ist wirklich übel sowas - und kannst dein Leben wieder geniessen.


    Ich für meinen Teil habe trotzdem vor meine Ernährung umzustellen - einfach um mehr Gefühl der Sicherheit zu haben.

    Kakusu

    Zitat:


    "......Zum Essen: mir hat man gesagt die Gallenblase wäre lediglich ein Reservoir für die Gallenflüssigkeit um bei zu fettem Essen "nachzuhelfen". Ich darf schon jetzt wieder essen was ich will. Da ich keinen Alk trinke weiss ich nicht wie das aussieht aber ich denke mal es ändert sich für dich garnichts ausser das mit dem Druchfall und auch das geht nicht gleich bei der ersten Nuss etc......"


    Das sagen alle Ärzte. Weil sich Ihr Niveau auf diesem augenblicklichen wissenschaftlichen Stand befindet.


    Auch sagen alle Ärzte, dass der Grund für Gallensteine, zu fettiges Essen ist!


    Ich sage aber: "Der Grund für Gallensteine, sind Chemikalien in den Nahrungsmitteln!"


    Chemikalien wie: Antioxidationsmittel und Konservierungsstoffe und Farbstoffe..


    Diese These wird mit Sicherheit noch bewiesen.


    Von vielen (schlechten) Ärzten wird das Entfernen der Gallenblase als kleiner Eingriff, völlig Harmlos und als selbstverständlich angesehen.


    Doch das Verdauungssystem ist ein perfekt ausgeklügeltes System, das völlig Harmonisch aufeinander abgestimmt ist.


    Wenn die Gallenblase fehlt, aber die Zellen so programmiert sind, Gallensäfte zu suchen wo nach der Entfernung, keine mehr sind, dann kann das nur, auf längere Sicht zu Komplikationen führen...


    "ohne Dir jetzt Angst machen zu wollen..."


    Es kommt immer mal vor, das man zu fettiges Essen zu sich nimmt. Z.b. auf einer Party...


    Ich bin der Meinung: Die Gallenblase muss erhalten bleiben, um jeden Preis!


    Die Ärzte sollten nicht so müßig sein, die Steine zu entfernen. Bei einer Dialyse, sind sie ja auch nicht zurückhaltend.