Meine Gallenkoliken sind so heftig, dass ich mir jedes Mal wünsche, einfach nur tot umzufallen. Der Schmerz ist einfach nur schrecklich. Bei der nächsten gehe ich definitiv zum Arzt und lasse alles kontrollieren. Gegen den Schmerz habe ich Iberogast und Novalgin Tropfen probiert. Hat beides nicht wirklich schnell oder gut geholfen. Habe jetzt, für den äußersten Notfall, ein paar Tramadol Tabletten hier rumliegen, die meine Freundin noch übrig hatte. Ich hoffe, dass ich sie nicht brauchen werde.


    Gott sei Dank habe ich diese Koliken nur alle paar Monate mal.

    @ blucapart

    Zitat

    Novalgintropfen haben mir übrigens schon zweimal kein bisschen geholfen. Hab mir fest vorgenommen, dass nächste Mal ins KH zu fahren und mich an einen Tropf mit Weißdergeierwas hängen zu lassen. Hatte ich mir vor der letzten allerdings auch schon überlegt... ich hoffe, beim nächsten Mal bin ich schlauer.

    Man braucht sich nicht scheuen, mit einer Kolik die Klinik aufzusuchen. Mein Hausarzt empfielt sogar sofort in eine Klinik zu gehen, sobald die ersten Anzeichen einer Kolik auftreten. Es besteht schließlich auch immer die Gefahr, dass ein Stein in Gang stecken bleibt und dann ist schnelles Handeln erforderlich. Zudem hat ein Krankenhaus bessere Möglichkeiten Schmerzen zu lindern. Bei meiner letzten Kolik hab ich dann eben mal eine Morphiumspritze erhalten weil sonst nix half.

    Ich hatte auch Gallensteine und wollte eine OP vermeiden. Mein Hausarzt war von UDC nicht so begeistert, weil er meinte, dass die Steine zwar aufgelöst werden (können), aber wieder kommen. Recht hatte er. ;-) Beim ersten Mal habe ich UDC etwa 1,5 Jahre genommen (nach ca. einem halben Jahr mussten erste Ergebnisse zu sehen sein, war dann auch so, nach 1,5 Jahren war nichts mehr zu sehen). Aber nach etwa einem Jahr waren wieder Steine beim Ultraschall zu sehen. Die zweite Einnahme dauerte dann nochmal ein etwa ein knappes Jahr. Und nach dem ersten Kind wurde es dann richtig schlimm, UDC half nichts mehr und die Koliken kamen im Tagesabstand. Dann war ich dann doch für die OP bereit (und habe es nie bereut). Fazit: UDC kann die OP tatsächlich recht lange rausschieben.


    Mein HA wollte vor der ersten Einnahme ein Röntgenbild haben. Die Steine sollten dort nicht zu sehen sein, weil sie sonst irgendwas enthalten, was UDC nicht auflöst.


    Und das Schwanger werden hat mir mein HA verboten. UDC kann wohl die Frucht schädigen. Nach dem Absetzen musste ich aber nur 2 Wochen warten (und nach 4 Wochen war ich dann tatsächlich schwanger).

    @blucapart

    Ich hatte Novalgintabletten und die haben auch nicht geholfen. Im KH (zweimal) und beim HA gabs den Novalgintropf. Nach 5 Minuten war die stärkste Kolik erträglich ??tolles Gefühl??.

    Zitat

    Hast du deine Gallenblase noch? Wenn ja, dann lasse sie doch entfernen. Dann hast du in der Regel deine Ruhe.

    Ich habe gelesen, dass das mittlerweile die Therapie der Wahl ist, ja. Bisher habe ich noch keine Diagnose, weil ich nie damit beim Arzt war. Auch, weil das alle paar Monate nur mal vorkommt. Nächstes mal steh ich aber mein Onkel Doc auf der Matte. :)z

    @ Nurarihyon

    Zitat

    Ich habe gelesen, dass das mittlerweile die Therapie der Wahl ist, ja. Bisher habe ich noch keine Diagnose, weil ich nie damit beim Arzt war. Auch, weil das alle paar Monate nur mal vorkommt. Nächstes mal steh ich aber mein Onkel Doc auf der Matte. :)z

    Ähm... Wieso bis zur nächsten Kolik warten? Du kannst ja trotzdem aktuell Steine in der Gallenblase haben, die (noch) keine Probleme machen. Die könnten über ein Ultraschall festgestellt werden. Falls etwas gefunden wird, kannst du ja mit dem Arzt das weitere Vorgehen besprechen. Kann sein, dass er rät noch abzuwarten. Aber vielleicht rät er auch zu einer OP, bevor du die nächste Kolik bekommst.

    @ Verrückt-nach-SC

    Ja, diese künstliche Gallensäure ist tatsächlich keine Dauerlösung. Früher oder später muss wohl die Gallenblase raus. Und klar, sobald man UDC absetzt, ist die Gefahr sehr hoch, dass Steine wiederkommen. Eigentlich muss man das Zeug dauerhaft (ohne Unterbrechung) einnehmen. Dann kann man, vermute ich, eine OP sehr sehr weit rauszögern. Ich verstehe nur nicht, warum Ärzte das Medikament nicht länger als 1-2 Jahre verschreiben. Ich bekomme das Zeug ja auch auf Lebenszeit. Ich habe zwar keine Gallenblase mehr, aber ich neige leider auch zu Gallengangsteinen und da ist das Mittel tatsächlich sehr hilfreich. Aber klar, würde ich die Einnahme Unterbrechen, dann wäre bei mir die Wahrscheinlichkeit auch wieder sehr hoch Steine zu entwickeln.

    Mir wurde bisher immer von einer OP abgeraten, da ich erst 4 Koliken hatte. Davon waren 2 extrem schlimm.


    Bei mir werden im Ultraschall meist keine Steine dargestellt, aber man sieht Gries. Manchmal wächst daraus ein Mini-Steinchen, das sich irgendwann seinen Weg durch den Gallengang bahnt. Durch diesen Gries wäre bei mir die Gefahr von Gallengang-Steinen recht hoch, so dass eine OP mir vermutlich nichts nutzt.


    Dazu kommt, dass ich jede unnötige OP vermeiden muss, da ich sowieso schon sehr schlimme Verwachsungen habe.


    Wenn sich mal sehr große Steine darstellen lassen oder ich häufigere Koliken habe, muss die Notwendigkeit einer OP natürlich neu bewertet werden.


    Zu UDC hat mir übrigens auch noch keiner geraten, da lese ich mir mal bei Gelegenheit die Nebenwirkungen und Gegenanzeigen durch.

    @ blucapart

    Zitat

    Zu UDC hat mir übrigens auch noch keiner geraten, da lese ich mir mal bei Gelegenheit die Nebenwirkungen und Gegenanzeigen durch.

    Die Nebenwirkungen sind überschaubar: breiiger Stuhl, Durchfall und ganz selten Hautausschlag.

    Zitat

    Ich denke eigentlich nicht, dass Stress sich auf Gallensteine auswirkt, oder doch?

    Das würde mich auch interessieren ":/ . Ich hatte gestern nämlich auch eine Gallenkolik und habe bzw. hatte mehrere Wochen enormen psychischen Stress.

    Es gibt doch so berühmte Sprichworte, wie z.B. "Mir kommt gleich die Galle hoch." Oder "Gift und Galle spucken." Weiter gehts mit der früheren Säftelehre mit gelber und schwarzer Galle.


    Man hat schon sehr zeitig erkannt dass es zwischen Psyche und der Galle einen Zusammenhang gibt. Wenn man sehr wütent ist, soll wohl tatsächlich übermäßig viel Galle produziert werden. Ich denke, bei Stress ist das nicht anders.

    So, wie Parvati das jetzt sagt, leuchtet es mir spontan auch ein. ;-D


    Nunja, wenigstens ist es nur die Galle. Hätte auch gleich ein Magengeschwür sein können. Dass sich mein Stress kurzfristig legt, ist wohl ein WUnschtraum. Es wird eher noch schlimmer. :-/


    Hachja, muss wohl zum Onkel Doc. Bringt ja nichts die Rumlamentiererei.