• Gallenkolik - Gallensteine - OP?

    Hallo zusammen... ich hatte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (1.7 auf 2.7.) eine Gallenkolik. Begonnen hat die Kolik um 1:30 Uhr. Natürlich konnte ich die extremen Schmerzen nicht zuordnen. Ich habe die Nacht nicht geschlafen, um 5 Uhr musste ich brechen. um 8 Uhr habe ich beim Arzt angerufen - ich sollte auf 10 Uhr vorbeikommen. Die Ärztin…
  • 83 Antworten
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    Die Gefahr der Herzmuskelentzündung wird meiner Meinung nach massiv übertrieben

    Ich kann dir versichern eine Herzmuskelentzündung ist nicht lustig. Ich arbeite in der Kardiologie und wir haben sehr oft junge Patienten mit dieser Erkrankung durch verschleppte Infekte.


    jeder ist seines Glückes Schmied, aber man sollte sein Glück nicht überstrapazieren!

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    Die Schmerzen sind recht schnell wieder verschwunden (da war wohl der Gallengang ein bißchen entzündet).

    Ist relativ typisch. Wenn das Kolikproblem oder die Entzündung weg sind, geht es einem ganz normal bis prächtig. Bis die nächste Kolik kommt...

    Zitat

    So ein Ungleichgewicht kann doch nicht über Nacht kommen. Mein Lebensstil hat sich eigentlich seit Jahren nicht geändert.

    Du hast weiter vorne im Faden von deinem hohen Konsum an Milchprodukten geschrieben. Das wäre schon so ein Ungleichgewicht, meiner laienhaften Ansicht nach.

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    Du scheinst familiär in dieser Richtung vorbelastet zu sein. Bei mir haben jedoch alle Blutsverwandten - so weit mir das bekannt ist - noch ihre Gallenblase.

    Das gilt auch für den Rest meiner Familie, alle haben das Ding noch, bis auf meine Mutter und mich. Also kann eigentlich nicht von genetischer Vorbelastung sein. Übrigens betrifft das selbst die Großeltern-Generation.

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    Die Gefahr der Herzmuskelentzündung wird meiner Meinung nach massiv übertrieben. Typischerweise sind davon fit gespritzte Menschen, insbesondere Sportler, die die Zeichen ihres Körpers ignorieren, davon betroffen.

    Wie gesagt, meine Mutter ist ein Opfer davon. Sie war nie sportlich aktiv, ab ihrem 30. Lebensjahr ausschließlich Hausfrau, Mutter und heute Rentnerin. Nix fit gespritzte Sportlerin. Bei ihr war es so, daß sie einen grippalen Infekt verschleppt hat und sich als Folge davon diese Herzmuskelentzündung entwickelt hat. Selbst die hat sie damals nicht bemerkt, erst ca. 15 Jahre später zeigten sich die Symptome, ausgelöst durch die Vernarbung des Herzmuskels und daraus folgend die Herzschwäche.

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    Die Gallenblase ist ein nützliches Organ, das sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Das operiert man nicht einfach so heraus und was weg ist, ist weg.

    Natürlich ist sie nützlich. Aber der Körper kann auch ohne sie klarkommen. Sie ist nicht überlebenswichtig.

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    Für einen Couch-Potato mag die Gallenblase irrelevant sein, aber ich verlange meinen Körper noch erhebliche Leistungen ab und möchte auch noch einmal - ohne Pause - auf das Stilfser Joch mit dem Fahrrad hinauffahren.

    Bin selber kein Couchpotato. Ich fahre zwar nicht mit dem Fahrrad irgendwelche Berge rauf, aber fit bin ich trotzdem, Gallenblase hin oder her. Deine Fahrradtour dürfte auch ohne Gallenblase kein Problem sein!


    Medikamente nehme ich übrigens keine, das ist nicht notwendig, die Leber stellt sich von alleine auf die fehlende Gallenblase ein.

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    Für einen Couch-Potato mag die Gallenblase irrelevant sein, aber ich verlange meinen Körper noch erhebliche Leistungen ab und möchte auch noch einmal - ohne Pause - auf das Stilfser Joch mit dem Fahrrad hinauffahren.

    Deine Leistungsfähigkeit wird schon nicht durch die entfernung der Gallenblase eingeschränkt ;-)

    Er hat schlicht noch nicht genügend schwere Koliken oder Entzündungen gehabt, denn der Leidensdruck scheint noch nicht hoch genug zu sein,


    Wenn er Pech hat wird sich die gallenblase eines Tages ganz massiv entzünden und bei noch mehr Pech wird das ganze dann als Notfall mit großem Bauchschnitt gemacht. Spätestens dann kommt die Einsicht ...

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    Wenn er Pech hat wird sich die gallenblase eines Tages ganz massiv entzünden und bei noch mehr Pech wird das ganze dann als Notfall mit großem Bauchschnitt gemacht. Spätestens dann kommt die Einsicht ...

    Wenn die dann mal nicht zu spät kommt.


    Mir ist genau dieser Bauchschnitt passiert, und die Gallenblase war bereits durchgebrochen, der ganze Mist lief mir in den Bauchraum. Ergebnis: beginnende Sepsis, besagter großer Bauchschnitt, große Besetzung im OP (Prof. Dr. Chefarzt von und zu Halbgott in Weiß). :[] :[] :[] %:| :[] :[] :[] Glücklicherweise war ich zu dem Zeitpunkt mit Gallenblasen-OP-Termin bereits im KH, hatte allerdings leichtes Fieber, von dem keiner so genau wußte, woher es eigentlich kam. Ich war wohl das Überraschungsei des Tages!


    Die Narbe kann ich heute noch vorweisen, falls mir einer das nicht glaubt! ;-D

    Gallenblasendurchbruch und Bauchspeicheldrüsenenentzündung? :-| Also bitte, rtwittma lässt es ja ärztlich abklären, kein Grund hier solche Ängste zu schüren. Es gibt durchaus auch viele Menschen die sich ihre steingefüllte Gallenblase nicht entfernen haben lassen und die haben auch überlebt.

    Zitat

    Das jetzt ausgerechnet ich, der gesündeste weit und breit, seine verlieren soll, leuchtet mir nicht ein.

    Was ich mich schon gefragt habe "Warum ich??".


    Auf mich trifft auch keines der genannten Risiken zu. Es gibt auch noch die 5F-Regel:

    Auch hier erfülle ich nur das 1. Kriterium


    Ich treibe 4-6 mal die Woche Sport (intensive Ausdauer - auch Wettbewerb + Kraft) und ernähre mich, meiner Meinung nach, sehr gesund. Ich lebe vegetarisch und verzichte auch auf Milch, sowie versuche ich generell nicht zu viele Milchprodukte zu konsumieren, dafür viel Früchte und Gemüse.


    Und auch ich würde mich als die "gesündeste und fitteste weit und breit" in meiner Verwandschaft bezeichnen - und doch bin ich die einzige die eine kranke Gallenblase hatte.


    Soviel zum Thema Ursachenforschung ":/

    Zitat

    Für einen Couch-Potato mag die Gallenblase irrelevant sein, aber ich verlange meinen Körper noch erhebliche Leistungen ab und möchte auch noch einmal - ohne Pause - auf das Stilfser Joch mit dem Fahrrad hinauffahren.

    Ich spreche mich keinesfalls FÜR oder GEGEN eine Gallenblasen-OP aus, wie gesagt, das muss jeder selbst entscheiden. Aber hier kann ich dir deine Ängste nehmen. Natürlich kann das bei jedem anders sein, aber ich hatte überhaupt keine Probleme. 1 Woche nach der OP ging ich schon auf einen langen Spaziergang, 2 Wochen nach der OP auf eine leichte mehrstündige Wanderung, 1 Monat danach mein übliches Training (einfach etwas gemässigter und ohne Bauchmuskeltraining) und nach 2 Monaten war ich wieder voll im normalen Training (und nach 4 Monaten am ersten Laufwettbewerb). Ich denke sogar manchmal dass es aus sportlicher Sicht sogar besser geworden ist, weil ich gezwungen bin mich noch gesünder zu ernähren. Ich kenne zwar das Stilfser Joch nicht, abeer ich bin schon einige Berge hochgefahren und gerannt ohne Gallenblase :)z ;-D

    Mal sehen:


    Punkt 1: stimmt


    Punkt 2: stimmt


    Punkt 3: stimmt nicht


    Punkt 4: stimmt ansatzweise :=o |-o


    Punkt 5: naja, eher braun als blond

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    Gallenblasendurchbruch und Bauchspeicheldrüsenenentzündung? :-| Also bitte, rtwittma lässt es ja ärztlich abklären, kein Grund hier solche Ängste zu schüren.

    Naja, ich wollte nur klarstellen, daß sowas schneller gehen kann, als man glaubt. Ich war ja auch in Behandlung damit, hatte meinen OP-Termin... und trotzdem ist es passiert.


    Übrigens bin ich die Gesündeste in meiner ganzen Familie. Alle haben dauernd irgendwas, das reicht vom Schwerallergiker über anderweitige Autoimmunerkrankungen bis hin zu den massiven Herzproblemen meiner Mutter. Und es betrifft wirklich ALLE... mit Ausnahme von mir. Als ich wegen meiner Galle zum ersten Mal ins Krankenhaus mußte, standen sie alle völlig entsetzt um mich herum, mit der Aussage "Du bist doch NIE krank!" Also trifft es durchaus auch die ewig Gesunden, die sich noch nicht mal den jeweils in Umlauf befindlichen Grippe- oder Magen-Darm-Virus einfangen!

    Zitat

    Naja, ich wollte nur klarstellen, daß sowas schneller gehen kann, als man glaubt.

    Dem kann ich nur zustimmen.


    Zu den Risikokriterien:


    Auf mich trifft da leider einiges zu... Ich weiblich, blond und sehr hellhäutig und genetisch stark vorbelastet. Dick bin ich nicht. Kinder habe ich keine. Bewegung ist bei mir seit 3 Jahren so ne Sache... Ich mache zwar regelmäßig Yoga, Pilates, Krafttraining aber Ausdauersportarten gehen bei mit so gut wie gar nicht, da ich eben seit 3 Jahren Schmerzen in den Beinen habe die bei Belastung schlimmer werden. Da kann selbst ein einfacher Spaziergang zur Qual werden.