Gallensteine Grösse und Menge?

    Hallo


    Man hat mir letzten Freitag, 18.01.2018, die Gallenblase laparoskopisch entfernt. Ich litt davor während 1,5-2 Jahren an ständigen Druckschmerzen. Meistens direkt nach Mahlzeiten, wobei üppige oder fettreiche die Schmerzen noch verstärkten.


    Was ich nie ganz verstanden habe war, ob ich wirklich eine "Kollik" gehabt habe oder nicht. Klar, die Schmerzen dauerten manchmal bis zu 5 Stunden und in der Zeit hatte ich Ausstrahlungen in den Rücken, war rastlos und es ging mir einfach mies wegen des Drucks. Aber es war nicht so, dass ich mich kaum noch rühren konnte.


    Dennoch fiel mein Entscheid für eine Operation aus, da mein Vater ebenfalls Gallensteine hatte (familiäre Neigung) und es ohnehin nicht besser werden würde. Ausserdem hatte ich gegen Ende fast täglich Probleme damit.


    Zwar habe ich aufgrund Arbeitsstress wohl auch einen Reizmagen/Reizdarm und weiss, dass die Gallenblase-OP diese Beschwerden nicht (mit)lindern kann. Jedoch hatte ich immer das Gefühl, dass die Gallensteine der Haupt-Schmerzverursacher wären und dass dadurch auch der Rest "schmerzempfindlicher" wurde.


    Jedenfalls wollte ich sagen:

    Die Operation ist super verlaufen. Ich will damit Menschen Mut machen, die vor dieser Entscheidung stehen. Im Internet liest man häufig nur die negativen Beiträge, weil es diese Personen sind, die Rat suchen und im Internet posten. Von den positiven Operationen hört man selten etwas.


    Ich hatte zwar in den ersten 3-4 Tagen nach der Operation grosse Probleme mit dem aufgeblähten Bauch und natürlich schmerzt die Wunde noch recht stark, aber alles in allem ist es aushaltbar auch wenn ich noch sehr viel schlafe und mich ausruhe.


    Mehr noch: Ich kann schon fast wieder normal essen und habe bisher auch nicht das oft geschilderte Problem der Übelkeit bzw. dass man immer gleich zur Toilette gehen muss, wenn man was gegessen hat. Es geht mir wirklich schon recht gut und ich merke richtig, dass ich dort, wo ich sonst nach dem Essen immer Schmerzen hatte, einfach nichts mehr da ist. :)^


    Was ich aber zu guter Letzt noch fragen wollte:

    Was ist eigentlich "normal" bei Gallensteinen?


    Ich hatte z. B. lediglich 1cm grosse Steine (Breite/Höhe/Länge), davon aber gleich 35 Stück.


    Sind 35 Steine eher viel oder normal?

    Sind kleine Steine "gefährlicher" als ein grosser bzw. wenige grosse?


    Eigentlich kann es mir ja jetzt egal sein, aber mich interessiert das halt...


    Gruss, ein Schweizer

  • 4 Antworten

    35 Steine a 1 cm. Da muss deine Blase ja rappelvoll gewesen sein und wahrscheinlich auch gar nicht mehr wirklich funktioniert haben. Deswegen hast du wahrscheinlich auch keine größeren Verdauungsbeschwerden nach der OP.

    Die Beschwerden die du vor der OP hättest, würde ich nicht unbedingt als typische Kolik bezeichnen. Aber sei froh, solche Schmerzen sind der Wahnsinn.

    Da gibt`s so ziemlich alles- nur einen großen/oder kleinen Stein, viele kleine, viele größere Steine usw.

    Gefährlicher sind kleine Steine, die in die Gallengänge abwandern können und diese dann verstopfen.

    300 Steine? Krass... Will ich mir gar nicht vorstellen... Dürften aber wohl sehr kleine gewesen sein, oder? Ohne das in irgendeiner Form "schmälern" zu wollen natürlich. Ist nur für mich sehr erstaunlich, dass es Gallensteine wirklich in allen Formen und Variationen gibt...


    Meine wird wohl schon ziemlich voll gewesen sein. Hab nochmals nachgemessen bzw. im Bericht geschaut, die Durchschnittsgrösse war doch "nur" 0.8cm. Aber dennoch, bei 35 Stück kommt da ordentlich was zusammen. Zumal alle ungefähr gleich gross waren. Also kleinere oder grössere hatte ich keine. Die waren ziemlich gleichmässig.


    Heute hab ich mir mal einen Apfelkrapfen gegönnt. Von dem bekam ich früher meistens das typische Druckgefühl halbrechts im Oberbauch. Bisher nicht die geringsten Anzeichen:-)