schwere Lebererkrankung

    Hallo, an das gesamte Forum :-)


    ich habe seit 3 Wochen Druckschmerzen, manchmal auch stechende Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen.


    Dazu Juckreiz am ganzen Körper. Seit einigen Tagen bekomme ich rote Flecken am ganzen Körper mit kleinen Bläschen obendrauf,


    die jedoch von Tag zu Tag größer werden Ging mit Cordisoncreme aber wieder weg. Hautausschlag im Intimbereich und unter der Brust, der sich nicht mit Cordisoncreme behandeln lässt.


    Dazu ist mir übel mit Brechreiz mit ständigen heftigen aufstoßen. Essen kann ich zur Zeit gar nicht, habe 8 kg in den letzten 3 Wochen abgenommen. Gebrochen habe ich jedoch nicht.


    Seit Mittwoch Nacht treibt es an den Beinen Beulen heraus, die sich später dunkelbraun bis lila verfärben.


    Das ganze Gewebe an den Beinen wird seit Mittwoch weich, hängt teilweilse herab und die Beinen erscheinen unförmig, uneben. Die Knie sind nach innen angeschwollen.


    Gelbsucht, Fieber nicht. Ketone und Leykozyten stark erhöht. Alkohol trinke ich gar keinen.


    Am Dienstag war ich beim Hausarzt, dort wurde Blut, Urin und EKG gemacht. EKG in Ordnung. Da sich mein Zustand sehr verschlechtert hat,


    wollte ich am Freitag erneut vorsprechen, um auch das Labor zu besprechen. Hausarzt leider geschlossen, Brückentag. Termin für Sono erst am 30.5.2018.


    Ich nehme seit 1993 auf Grund starker psychischer Probleme durchweg starke Antidepressiva und Beruhigungsmittel. Bin deswegen stark übergewichtig und meine Leberwerte sind seit Jahren schlecht mit Fettleber.


    Habe vor 3 Wochen kurzerhand außer Diazepam alle Psychopharmaka abgesetzt, in der Hoffnung, dass die Schmerzen vielleicht weggehen. Dem war nicht so.


    Auch Mariendiestel & Co. hat bis jetzt nicht geholfen.


    Habe große Angst, meine Fettleber hat Hepatitis oder beginnende Zirrhose. Montag will ich erneut zum Arzt. Ich bin außer mir vor Angst, kann so gut wie nicht mehr schlafen. Vielleicht gibt es ähnlich Betroffene, die mir einen Rat geben können. Bin für jeden Hinweis sehr dankbar.


    Hatte im Vorfeld versucht, bei einem Spezialisten für Lebererkrankungen einen Termin zu bekommen, absolut unmöglich, nächst freier Termin im August.


    Liebe Grüße *:)

  • 93 Antworten

    Hallo, in welchen Abständen werden deine Leberwerte gemessen? Wie haben sie sich über die letzten Wochen verändert? ich glaube es werden drei leberwerte mit einer Blutprobe bestimmt.


    ich finde es keine gute Idee die psychopharmaka abzusetzen, nicht dass sich die Symptome verstärken.


    wie sieht es mit Psychotherapie aus, neben den Medikamenten?


    Wünsche dir gute Besserung

    Der Arzt soll dein Blut mal auf AMA testen lassen (Antimitochondriale Antikörper), um auszuschließen, dass du eine Autoimmunhepatitis oder eine andere Autoimmunerkrankung der Leber hast.


    Gute Besserung!

    Hallo TimFaber,


    der vorletzte Blutwert wurde im August 2017 getestet, da sollten die Leberwerte angeblich in Ordnung gewesen sein, was mich sehr wunderte, denn sie waren jahrelang immer zu hoch, nur keiner hat sich einen Kopf gemacht oder mich ernsthaft gewarnt. Die letzte Blutentnahme war Ende Januar, da waren sie wieder erhöht, aber auf Grund der Medikamenteneinnahme vertretbar. Psychotherapie bin ich seit Januar mit der Krankenkasse am kämpfen, da es sich um Kostenerstattung handelt. Wollen die einfach nicht genehmigen. Es kommt aber nur der Therapeut in Betracht, da er in unmittelbarer Wohnortnähe ist und ich durch meine Angst- und Panikattacken weder öffentliche Verkehrsmittel fahren, noch durch die halbe Stadt zu einem anderen Therapeuten laufen kann. Tja, mit den Psychopharmaka weiß ich nicht Recht, immerhin haben die mich soweit gebracht.


    Werde am Montag aber nochmal nachfragen.


    Viele Grüße

    Hallo, mein Hausarzt nimmt mir jeden Monat Blut ab, um die Leberwerte zu bestimmen. Sie sind erhöht, aber er meint solange sie nicht durch die Decke schießen, ist es in Ordnung. Eine befreundete Diabetologin hat gemeint, man kann bis zu einem Jahr mit erhöhten Leberwerten auskommen, danach muss man das AD wechseln um die Leber nicht noch mehr zu belasten.


    Ich würde dir empfehlen öfters die Leberwerte zu bestimmen und ggf. mit deinem Psychiater die Psychopharmaka umstellen, falls die Leberwerte besorgniserregend sind.


    Nochmal: mein Neurologe hat mir die AD reduziert und ich bin beinahe durchgedreht, ich kann dir nur raten die tabletten gewissenhaft einzunehmen, bis die leberproblematik geklärt ist, hier hast du hoffentlich bald Gewissheit.


    Langfristig ist es natürlich besser von dem Zeug wegzukommen, deshalb habe ich nach der Psychotherapie gefragt, habt ihr denn in der Nähe eine Selbsthilfegruppe für Depressionen/Panikattaken?


    Alles Gute ;-)

    Hallo Katrin,


    ich muss ehrlich sagen, wenn ich das lese:


    "Seit Mittwoch Nacht treibt es an den Beinen Beulen heraus, die sich später dunkelbraun bis lila verfärben. Das ganze Gewebe an den Beinen wird seit Mittwoch weich, hängt teilweilse herab und die Beinen erscheinen unförmig, uneben."


    würde ich mich eigentlich nicht mit einer Sono Ende Mai vertrösten lassen. Würde dbzgl noch mal mit dem Arzt reden und mich sonst, wenn es nicht sehr, sehr bald wird, woanders umschauen (Ambulanz). Ich hoffe, es wurde ein großes Blutbild gemacht.


    Gute Besserung!

    Hallo! Ich denke dass Deine Symptome sehr krass sind und einen dringenden Arztbesuch erfordern. Hoffentlich war es ein großes Blutbild, das gemacht wurde, nicht nur das normale mit 4 Werten. Es ist durchaus möglich, dass Deine Psychopharmaka die Leber angegriffen haben und die Werte verschlechtert haben. Ich denke aber in erster Linie an die Galle, bzw. Gallenblase, die kein Mensch braucht. Diese könnte entzündet, oder mit Gries oder Steinen belastet sein. Da sollte mal ein Ultraschall oder MRT gemacht werden.


    Aber Deine Hautsymptome sind so Krass, dass Du unbedingt Morgen eine Klärung mit dem Hausarzt erreichen solltest, ansonsten halte ich es auch für berechtigt, wenn Du noch heute die Telefonnummer 116117 anrufst und um den ärztlichen Bereitschaftsarzt bittest!


    Eine kranke Leber macht Hautjucken, selten auch rote Punkte und nur ganz ausnahmsweise "Beulen", die mich sehr bedenklich machen.


    Wieviel Diazepam nimmst Du denn am Tag. Ich bin eher kräftig und nehme max. einmal 10 mg vor dem Einschlafen.


    Ganz gute, schnelle Besserung!

    Deine Symptome klingen sehr stark nach einer Gallenblasenerkrankung, die ja mit der Leber zusammenhängt.


    Wenn ich deine Beschwerden hätte, würde ich mich heute bei einem Notfall melden. Das klingt wirklich nicht gut. Unbedingt einen Ultraschall der Gallenblase/ Gallengänge machen lassen und im Blut das Bilirubin bestimmen lassen. Für den Ultraschall musst du übrigens 6 Stunden vorher nüchtern sein.

    Hallo TimFaber,


    kann nur sagen, dann hast Du einen sehr verantwortungsbewussten Neurologen. Wie schon gesagt, meine Leberwerte sind fast jahrzehntelang überhöht und keiner fand es ersorgniserregend. Ich habe mir zwar schon so meine Gedanken gemacht, mich aber dann mehr oder weniger auf den Arzt verlasen. Natürlich werde ich jetzt die Leberwerte regelmäßig kontrollieren und auch mit dem Neurologen darüber sprechen, sobald ich näheres weiß. Selbsthilfegruppe für Depressionen/Panikattaken gibt es im weiteren Umfeld schon. Problem ist nur, dass meine Angsterkrankung soweit fortgeschritten ist, dass ich meine Wohnung nur noch zu zwingenden Arztterminen verlasse und dann auch nur mit Diazepam. Deshalb kämpfe ich wie eine wilde um diese Psychotherapie, wovon ich mir viel verspreche, nach dem Erstgespräch und den Qualifikationen des Therapeuten. Im Moment sieht jedoch alles danach aus, dass es zu einer erneuten Ablehnung durch die Krankenkasse kommt und ich vor dem Sozialgericht klagen muß. Und das kann dauern. Bin wie gesagt seit Januar dran, habe zusätzlich immer wieder neue Atteste der Neurologin der Krankenkasse vorlegen müssen und habe sogar die Patientenbeauftragte um Hilfe gebeten. Erwarte in den nächsten Tagen die Ablehnung der Krankenkasse, alles andere wäre ein Wunder.


    Viele Grüße


    Hallo gruberin,


    ich bin ebenso wenig glücklich mit dem Sonotermin Ende Mai und will morgen fragen, ob nicht früher ein Termin möglich ist. Hoffnung habe ich nicht viel, denn die Arztpraxis ist hoffnungslos überlaufen. Ich hatte Glück, dass ich als Patient überhaupt aufgenommen wurde. Deswegen muß ich mich mehr oder weniger auf die Dinge so einlassen, wie sie kommen. Werde natürlich versuchen Druck zu machen und zu sagen, dass diese Ungewissheit meine Angst- und Panik noch mehr verstärken. Mal schauen, was das Blutbild ergeben hat.


    Viele Grüße


    Hallo onodisep,


    die Galle ist es nicht, die wurde 2006 herausoperiert. Und Grieß in den Gallenwegen würde glaube ich nicht diesen Juckreiz und die Beulen verursachen. Der Teledoktor der Barmer meinte heute Nacht, die Leber könnte Beulen verursachen. Ich nehme auch 10 mg Diazepam, allerdings morgens wegen der Angst, wenn ich aber das Haus verlassen muss, dann 20 mg. Sollte sich bis morgen weiterhin etwas dramatisch verändern, dann muss ich halt wirklich den Bereitschaftsdienst rufen, was ich nicht hoffe.


    Viele Grüße

    Die Leberwerte können bei einer Zirrhose sich auch wieder normalisieren, weil die Syntheseleistung der Leber (und damit auch die Produktion der Enzyme GPT etc.pp.) abnimmt.


    Eine Zirrhose ist aber auch im Sono erst im fortgeschrittenen Stadium sicher zu erkennen.

    Hallo pelztier86,


    gibt es eine Möglichkeit eine Zirrhose im Anfangsstadium zu erkennen? Denn wenn, wäre es vermutlich das Anfangsstadium, da die fortgeschrittenen Zeichen wie rote Lackzunge und rote Lippen oder Gelbsucht etc. zur Zeit noch nicht vorhanden sind. Danke für die Antwort, wäre sehr hilfreich, wenn ich bis morgen zum Arzttermin einen Hinweis bekommen könnte.


    Viele Grüße

    Nicht wirklich. Jedenfalls keine sichere nicht-invasive Methode. Ansonsten nur die Leberbiopsie. Es gibt den Fibro-Scan, der aber auch nur ein Hinweis auf den Grad an Leberfibrose sein kann (Ergebnisse können aber auch in die eine wie in die andere Richtung falsch liegen).


    Allerdings: sollten die von dir genannten Symptome auf eine Zirrhose zurückzuführen sein, müsste die schon so stark ausgeprägt sein, dass man sie sonographisch erfassen können müsste.


    Lackzunge etc.pp. ist erst bei schwerer, dekompensierter Zirrhose zu erwarten, und liegt auch dann nicht bei allen Patienten vor.


    Aufgrund der relativen Akuitität der Beschwerden und der erhöhten Leukos würde ich aber auch auf etwas Entzündliches schließen. Wenn es die Leber wäre, müsste es mit deiner Medikation nicht zwingend etwas zu tun haben.


    Wieviel wiegst du denn jetzt bei welcher Größe?


    Und hast du am Bauch scheinbar nicht abgenommen bzw. steht der neu heraus?

    Vll kannst du auch mal ein Foto deiner Hautläsionen und deiner Beine machen und sie hochladen (directupload etc.pp.).


    Wurde außerdem bei den Blutwerten auch die Gerinnung untersucht? Insb. Quick-Wert, Fakor VII und Antithrombin III wären interessant.


    Außerdem gibt's noch mehr AK gegen Leberzellen, das müsste aber ein Leberspezialist wissen.

    Ist denn die Ursache der erhöhten Leberwerte klar - Übergewicht, Medikamente?


    Und vor allem seit wann hast du erhöhte Leberwerte? Waren die Werte bereits vor der Gallenblasenentfernung erhöht?


    Ich würde die Gallengänge noch nicht ganz ausschliessen, falls die Ursache unklar ist. Wurde vor Kurzem schon einmal ein MRT gemacht? Schiene mir sinnvoll.