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    Ich würde nicht sagen, dass du verrückt bist, aber ich würd sagen, dass du akute hypochondrische Ängste hast. Ich würde dir ehrlich gesagt raten, dich mit deinem Hausarzt zu besprechen, aber nicht in der Form, dass du unbedingt diese Untersuchungen brauchst...sondern dass du eben diese ganzen Ängste hast. Meiner Meinung nach könnte es hilfreich sein, wenn du dir von ihm eine Überweisung zum Therapeuten geben lässt.


    Ich hatte in meiner "schlimmsten" Zeit auch therapeutische Hilfe. Diese Angst, umzukippen, dieser ständige Schwindel (Auslöser war damals wohl ein leichter Hitzschlag, ich saß alleine auf dem Balkon daheim, und als ich nach innen ging, wurde mir total schwindelig, niemand war zuhause, ich bekam Panik...) hatten mir dann damals den Rest gegeben. Ich war zuvor schon hypochondrisch gewesen, ab dann wurde es richtig schlimm, ich bekam dann auch alle möglichen Symptome (so klassische Dinge wie Schwindel, Unwirklichkeitsgefühl, Druckgefühl im Kopf,...), fühlte mich überhaupt nicht mehr wohl, war nur noch am Googeln und der Überzeugung, ich muss was schlimmeres haben...weil ich nicht glauben konnte, dass die Psyche solche Symptome auslösen kann. Nach und nach wurde mir dann zwar in realistischen Momenten klar, dass ich vermutlich nicht totsterbenskrank bin, aber sobald ich dann eins der Symptome spürte, war die Angst wieder da....mir hat die Therapie geholfen, über meine Ängste zu sprechen, Rückmeldung zu erhalten, darüber zu reflektieren und eben Wege zu finden, mich nicht so sehr von der Angst leiten zu lassen...Während der Therapie ist das ein schleichender Prozess, vielleicht hat man Anfangs das Gefühl, es hilft gar nichts...aber das tut es, man verändert sich langsam, aber mir hat es geholfen. Wie gesagt, ich bin nicht frei von Ängsten und mache mir sicherlich immer noch mehr Gedanken als Otto Normalverbraucher, aber meine Lebensqualität leidet nicht mehr so...und wenn ich lese, dass du dich nicht mehr konzentrieren kannst, dass du schon überzeugt davon bist, wirklich schwer krank zu sein..dann sind das massive Beeinträchtigungen. Und durch eine Therapie hättest du ja nichts zu verlieren.... :-)


    Also wie gesagt, ich kann dir nur raten, erzähl deinem Hausarzt einfach all deine Sorgen, die du auch hier bechrieben hast....inwieweit weitere körperliche Untersuchungen dann überhaupt sinnvoll sind, kann ich nicht sagen, aber ich würde deinem Arzt einfach ehrlich von deinen Syptomen und Ängsten berichten.


    Ach ja, ich hatte übrigens auch mal nen Lungenfunktionstest (da hatte ich das Gefühl, dass ich nicht tief einatmen kann und hatte mich da auch reingesteigert), der war übrigens auch nicht so toll, die Ärztin hatte mir erst nicht geglaubt, dass ich noch nie geraucht habe, ich war da echt nicht so gut....aber gut...so ist es halt, ich vermute, die Lungenfunktion ist nicht bei jedem gleich ausgeprägt, vielleicht auch von der aktuellen Verfassung abhängig...das ist auch z.B. auch was, wo ich manchmal denke "Vielleicht sollte ich mal wieder nen Test machen, ob es mittlerweile besser ist", aber – ich hab keine Beschwerden, und dann wäre das schon wieder ein Schritt in die Richtung "Ich muss alles auf's genaueste kontrollieren", deshalb lasse ich das. Ich vermute, der Körper würde zeigen, wenn da was massiv nicht in Ordnung wäre. ;-)


    *:)

    Zitat

    a) Bedeutet ein schlechter Lungenfunktionstest automatisch eine Lungenerkrankung?

    Nein, jeder billige Schnupfen löst das aus. Jede Halsentzündung, jede Bronchitis.

    Zitat

    b) Überweist mich mein Hausarzt dann zum Radiologen für ein Röntgenbild wenn ich das möchte (Würde die Ärztin machen, weil ich mich mit ihr gut verstehe)

    Probiers aus. Wenn ja, hab ein schlechtes Gewissen, daß die Allgemeinheit Deine Wahnvorstellungen sponsort. Wenn nein, ist deine Ärztin zu beglückwünschen. Röntgen ist eine Strahlenbelastung, die man nicht aus Spass auf sich nimmt.

    Zitat

    google die ganze zeit nach symptomen für lungenentzündungen oder ersten anzeichen für krebs

    Hör auf mit dem Scheiss. Diagnostik geht genau anders rum. Du hast Symptome und suchst danach, was es sein könnte. Das genau macht ein Arzt. Wenn Du nach einer Krankheit googlest und dann die Symptome liest, findest Du immer was, was passt. Zu jeder Krankheit.


    Du gehörst zum Psychologen!!

    Ein "schlechter" Lungenfunktionstest kann bedeuten, dass Du zuviel geraucht hast oder dass Du Dich zu wenig bewegst. Sportler haben fast immer gute Werte (weiß ich von mir). Eine Krankheit kann es auch sein, z. B. Asthma. Das Röntgen brauchst Du bei einer Überweisung nicht zu bezahlen.


    Zum Schluss noch ein Rat:


    Du hast vermutlich zumindest die Anfänge einer Angsterkrankung. Das solltest Du mal mit Deinem HA besprechen, wenn die "Lungengeschichte" abgeschlossen ist. Ich würde mit Dir wetten, dass Du sonst demnächst noch Herzprobleme, Magenschmerzen und die ganze Latte psychosomatischer Beschwerden erlebst. Man kann so eine "Karriere" verhindern, indem man sich der Sache stellt und z. B. eine Verhaltenstherapie macht. Am Anfang kann man auch mit Medikamenten dagegen ankämpfen, seine körperlichen Reaktionen ständig zu beobachten und zu analysieren. Es gibt im Körper so viele Nerven, die auch mal einen Schmerz vermitteln, ohne dass der Körper krank ist. Ich bewege mich in solchen Situationen (aber ohne Stress, kein Leistungssport, es soll Spass machen) oder gehe einfach mal zu einer Freundin auf ein Gespräch unter Frauen. Männern soll so etwas auch gut tun. Eventuellen Spott, wenn man sein Problem dort vorträgt, sollte man gelassen wegstecken. Viele haben Ängste und verstecken sich nur hinter Spott und Witzen (ein richtiger Mann.. usw.) und würden es nie zugeben. Die Welt könnte viel einfacher sein, wenn man nicht immer so perfekt sein muss.


    Gute Besserung für Dich, das heißt für Deine Ängste und liebe Grüße


    estrelle

    Habe mir alles aufmerksam durchgelesen und weiß, dass ihr alle recht habt.


    Liege jetzt momentan flach im Bett. Gestern abend gings mir schon extrem schlecht und heute morgen ist mein Hals zu, Schleimentwicklung etc. Ich tippe mal auf eine Erkältung. Deswegen habe ich so das Gefühl, dass es nix bringt wenn ich heute zum Arzt gehe.


    Meine Freundin sagt ungefähr das selbe wie ihr. Sie sagt auch, dass ich nie wirklich viel geraucht habe ( ca. 6 Jahre aber davon das erste Jahr nur sehr selten, mittendrin mehr und am Ende eher selten ), so dass ich auf ca 4 Pack Years komme wenn ichs extrem stark rechne. Außerdem wär ich noch zu jung dafür.


    Zu der Sache mit dem Therapeuten : Ich würde das gerne machen, allerdings schäme ich mich dafür wirklich solche Probleme zu haben. Habe früher meinen Zivildienst in der Psychiatrie gemacht und konnte sowas nie verstehen und hab mich immer glücklich geschätzt nicht solche Probleme zu haben. Irgendwie hab ich das mit den Ängsten auch erst dieses Jahr, beginnend mit den "Nierenproblemen". Irgendwie gefällt mir 2012 nicht. Früher gab es sowas nicht. Den Auslöser kenn ich auch nicht.


    Ich hab auch mal nachgedacht und denke nicht, dass mein Arzt mir ein CT gewähren würde bzw. die Radiologie mir ein CT machen würde wegen der hohen Strahlenbelastung.

    Den "Auslöser" solltest du ganz schnell mit einer Gesprächstherapie suchen und abstellen.Du wirst immer etwas finden,das nicht zu deinem Bild von "Gesundheit "paßt!Einen jahrelanger Weg durch sämtliche Krankenheiten(und den würdest du gehen!!!)solltest du dir verweigern,sonst kannst du dich jetzt ins Bett legen und warten,bis du zum Friedhof darfst!!Und da dass :)z noch viele Jahre dauern würde,hättest du kein besonders lebenswertes LEBEN mehr.Du brauchst keinen Facharzt für Nieren,Lunge,Herz etc....


    sondern einen fähigen Psychologen. Und wenn du mit deinem HA über deine Ängste sprichst,dann bekommst du den auch.

    Zitat

    allerdings schäme ich mich dafür wirklich solche Probleme zu haben

    Dafür muss man sich nicht schämen. Ängste sind weit verbreitet und landen in der Regel nicht in der Psychatrie, wenn man etwas dagegen unternimmt, heißt zum Psychologen oder erst mal zum HA. Lass es aber bitte nicht bei Medikamenten bleiben, eine Therapie solltest Du schon machen. Man kann da sehr gut lernen, welche kleinen Tricks es gegen Angst und Panikattacken gibt. Einer psychosomatischen Herzproblematik mit Herzrasen und Atemnot kann man z. B. schon mit ruhigen und gleichmäßigen Schlucken von einem Glas Wasser und Atemübungen entgegen wirken. Also überwinde Dich und unternimm bitte etwas, damit Du die Psychatrie höchstens für eine ambulante Betreung (vorübergehend) in Anspruch nehmen musst und nicht irgendwann mal dort für lange Zeit landest, weil Du mit Dir und der Welt nicht mehr allein klar kommst. Ich wünsche Dir alles Gute. Und noch ein Tipp: ein rauher Hals mit Schleim kann auch durch eine Pollenallergie (Haselnuss, Erle u. a.) oder durch nächtliches Schnarchen entstehen.


    Alles Gute für Dich.


    estrelle