Adenokarzinom Stadium IV mit Hirnmetastasen

    Hallo!


    Ich bin schon vor 2 Wochen auf Euer Forum gestossen und habe ein bißchen durchgelesen. Ich möchte mich erst einmal vorstellen:


    ich bin Krankenschwester, habe selbst 5 Jahre auf der Onkologie gearbeitet und vor 3 Wochen wurde bei meinem Schwiegervater ein "Schatten" im Röntgenbild festgestellt.


    Ich war aufs Schlimmste gefasst, da er starker Raucher ist (2-3 Schachteln ohne Filter am Tag) und früher als Dachdecker gearbeitet hat.


    Nach CT und Bronchoskopie stand fest: Adenokarzinom der Lunge, zentral gelegen, ca. 7cm groß, ins Mediastinum eingebrochen, somit inoperabel.


    Dieser Lungenfacharzt hat ihm das Ergebnis der Biopsie so mitgeteilt: "Tja, es hat sich als bösartig bestätigt, ich habe für Sie einen Termin zur ambulanten Chemo vereinbahrt, der ist in 2 Wochen!"


    Das wars! Ich bin aus allen Wolken gefallen, so eine Unverschämtheit, da knallt man einem Patienten so eine Diagnose vor den Latz und er muß 2 Wochen bis zum nächsten Termin warten!


    Ich bin dann in unsere Klinik zum Onkologen marschiert und hab ihm die ganze Sache geschildert. Am nächsten Tag durfte ich mit meinem Schwiegervater kommen.


    Nach den ganzen Untersuchungen zur Einstufung hat sich nun leider herausgestellt, daß er 3 Hirnmetastasen hat, 1,4cm, 2cm und 6cm groß. Er wurde mit Cortisontabletten nach Hause geschickt. Diese sollten erstmal gegen die Ödeme wirken, da die rechte Hirnhälfte, in der auch die große Metastase sitzt, ziemlich ödematös ist.


    Allerdings bekam er immer heftigere Kopfschmerzen und am vergangenen Freitag haben wir ihn wieder in die Klinik gebracht.


    Heute ist die erste von 11 Ganzkofbestrahlungen.


    Ich habe zwar selbst in der Onkologie gearbeitet, aber das ist schon 10 Jahre her.


    Wer hat Erfahrungen mit so großen Metas und der Ganzkopfbestrahlung? Er ist 59 Jahre alt. Er versteift sich total auf die Chemo, die aber jetzt erstmal hinten ansteht.


    Freue mich über jede Antwort!

  • 10 Antworten

    Hallo !

    Ich habe zwar nicht so viel Ahnung von den med. Fachausdrücken, kann aber von der Erfahrung meines Vaters berichten ! ( Leider starb er am 19.07.07 an Lk ) Auch er hatte mehrere Herde im Kopf, bekam 18 Ganzkopfbestrahlungen ! Diese hat er alle gut vertragen und sie haben auch Wirkung gezeigt. Im Kopf war dann alles weg !!!! :)^ Leider hatte er schon zuviele Metas in Nieren, Leber und Knochen,es half alles nichts mehr !! Ich wünsche Deinem Vater alles Gute und drücke ihm fest die Daumen !!!! ( Mein Vati war 67 )LG Manuela46

    Guten Morgen!

    Hallo Manuela!


    Es tut mir sehr leid für Deinen Dad.


    Wann wurde denn bei ihm die Diagnose gestellt?


    Liebe Grüße

    Hallo engelchen07 !!

    Bei meinem Vati hat man im August 2006 einen kleinzelligen Lk festgestellt, ohne Metastasen. Diese hat er dann trotz Chemo sehr schnell überall bekommen! Das habe ich nicht verstanden : trotz Chemo !!!! Lieben Gruss Manuela46

    Hallo zusammen!

    Es hat sich einiges getan.


    Mein Schwiegervater ist nun mit den Bestrahlungen fertig, bekommt Cortison, die Haare fallen ihm aus und er kann nur noch von einem großen Teller essen. Von einem kleinen fällt ihm alles runter (also auch bei einer Scheibe Brot).


    Er ist felsenfest davon überzeugt, daß er nächste Woche wieder Autofahren darf. Am 21.8. soll er zur stationären Chemo, für den ersten Zyklus, dann weiter mit ambulanter CHemo.


    Er ist übelst streitsüchtig, heißt meine Schwiegermutter das A.... rauf und runter. Auch mich hat er vorhin murmelnderweise übelst beschimpft, aber ich denke, er weiß einfach nicht, was er sagt.


    Was wißt ihr wegen dem Autofahren?


    LG


    Engelchen

    Was wird noch kommen

    Hallo ich habe mich jetzt schon oft in diesem Forum belesen,aber nie den Mut gehabt mich anzumelden.Mein Vater ist am 08.08.2007 ins Krankenhaus eingeliefert worden,verdacht auf Schlaganfall.Der zweite wohl gemerkt. Als ich am nächsten Tag ins Krankenhaus kam,und ich ihn so liegen sah,wusste ich gleich das irgend etwas nicht stimmte.Er war nicht wie ich in sonst kannte. Ich wollte gleich mit einem Arzt sprechen.Der kam dann auch und er sagte mir das mann auf der Lunge einen großen Schatten gesehen hätte und mannnicht genau wüsste was das sei.(Erkältung.....).Aber ich merkte das was nicht stimmte.Bis dann ein Doktor aus der Onkologie kam und mir sagte das er verlegt wird.Also Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom Stadium IV mit Hirnmetastasen.Was bedeutet Stadium IV.Ist das das Ende????

    Nach den Behandlungen

    Mann hat dann gleich mit Bestrahlung und Chemo begonnen.Er war sehr böse und sehr niedergeschlagene.Aber die Bestahlung hat gut angeschlagen.Mann sehe keine Metastasen mehr im Kopf aber der Tumor auf der Lunge ist nicht kleiner aber auch nicht größer geworden.Ich weis jetzt nicht ob das ein gutes Zeichen ist oder nicht.Bitte schreibt mir auch wenn es nicht"s gutes heißt!

    starker Engel

    Dass das nix Gutes ist, dass weisst du selber.


    Stadium 4 bedeutet, dass Fernmetastasen gefunden wurden (im Falle deines Vaters sind das wohl die Hirnmetastasen von denen du berichtest hast)


    Aber ob das das Ende ist kann dir hier niemand sagen. Vermutlich können das nicht mal die behandelnden Ärzte sagen.


    Rein statistisch gesehen hat dein Vater leider keine gute Prognose. Aber die habe ich zB auch nicht (Stadium 3B) und mir geht es seit der Diagnose im April immer noch gut (ich hoffe meinem Krebs geht's schlecht 8-) )


    Deshalb nicht zu sehr auf die Statistik schielen, denn das heisst für den Einzelfall gar nicht so viel.


    Diese Weisheit muss ich mir zwar auch immer wieder mal sagen lassen - aber ich denke, da ist wirklich was dran.


    Dass die Metas im Kopf weg sind und der Tumor nicht gewachsen ist, ist auf jeden Fall schon mal :)^ :)^ :)^


    -weiterhin alles gute-

    Hallo

    Meine Mutter ist 1983 mit 48 Jahren an LK gestorben. Hatte zuvor 8 Jahren aufgehört zu rauchen. Pfingsten war die Diagnose und am 9. 10. ist sie verstorben. Tumor war inoperabel.


    Vor 7 Jahren meine Tante (Schwester vom Vater) mit 40 Jahren an LK verstorben. Sie hatte geraucht. Ich bin jetzt 44 und schiebe Panik. Weiss jemand was über Veranlagung - Vererbung ?


    Heute Diagnose von einer lieben Kollegin: LK mit Metastasen an der Niere, sie ist 52. Scheisse Scheisse !!!!!!!!!!


    :°(

    @Anne1007

    Hi,


    bloß keine Panik! Es gibt zwar eine erbliche Belastung für Lungenkrebs aber die ist vernachlässigbar. Sie ist dann anzunehmen wenn Familienmitglieder ohne geraucht zu haben oder anderen Luftschadstoffen ausgesetzt worden zu sein, gehäuft an Lungenkrebs erkranken. Und das scheint bei Dir ja wohl nicht der Fall zu sein, da alle Erkrankten Raucher waren.


    Es ist übrigens durchaus üblich, dass in Familien in denen viel geraucht wird auch viele Leute an LK sterben. In meiner Familie ist das genau gewesen. Das hat aber mit erblicher Belastung nichts zu tun sondern ist dem Giftmix geschuldet, den diese Menschen über Jahre und Jahrzehnte aufgenommen haben (und das freiwillig!)


    Also, bleib' ganz gelassen. Wenn DU nicht rauchst ist Dein Risiko sehr klein.