Asbest Kontakt in Australien!

    Hallo zusammen!

    Ich bin seid 1,8 Jahren in Australien, hatte bereits verschiedene Jobs und leider auch meine erste "Erfahrung" mit Asbest.

    Letztes Jahr habe ich für eine Construction/Demolition Firma in Sydney gearbeitet.

    Dort war Ich, unter anderem, 3 Wochen lang in einem Hochhaus und habe Duct (lüftungschächte) von der Decke geschnitten.

    An einem Tag passierte uns ein Unglück, eine Leitung fiel ungebremst von der Decke und brach in zwei Hälften, genau an jener Stelle, wo vorher unser Supervisor sagte, dort sei Asbest also nicht schneiden!

    Wir trugen leider nur staubmasken.

    Wir berichteten ihm was passierte , worauf er sagte, dass es halb so schlimm sei., man würde kein asbestose bekommen von wenig asbest.

    Blöderweise arbeiteten wir noch mehrere Tage in diesem Raum.

    Zugegeben, der Raum war Extrem Groß. Ca 200 qm2 vielleicht sogar mehr.

    Ich selbst habe nie wirklich verstanden wo genau dort asbest gewesen sein soll, dennoch mache ich mir große Sorgen....

    Angeblich wurde der Raum vorher von Leuten mit ahnung begutachtet.

    Dennoch konnte mir niemand sagen, als wir einen Schacht öffnetten und eine rötliche Substanz fanden, ob es asbest enthielte oder nicht.

    Hoffe hier kann mir jemand ein paar Tipps geben. 🤔

    Wie hoch seht ihr das Risiko?!

    Danke! :)^

  • 18 Antworten

    Der Supervisor hat Recht!

    Du musst schon über einen deutlich längeren Zeitpunkt mit Asbest zu tun gehabt haben um Asbesthose oder Lungenkrebs zu bekommen.

    Ja, da kann ich dir weiterhelfen. Es kommt darauf an, ob du den Asbeststaub eingeatmet hast und dieser in die Lunge gekommen ist. Das ist schwer zu beurteilen, aber zu diagnostizieren. Du weißt sicher, daß Asbest zu Lungenkrankheiten führen kann, das nennt man Asbestose oder Staublunge. Asbest bleibt sehr lange in der Lunge und eine Erkrankung kann sich nach Jahrzehnten noch zeigen. Daher empfehle ich dir, einen Facharzt für Pneumologie zu konsultieren. Dieser wird auf jeden Fall zunächst deine Lunge gründlich abhören. Ist beim Abhören der Lunge bei der Einatmung ein knisterndes Geräusch zu hören, besteht der Verdacht auf Asbest in der Lunge. Zusätzlich wird der Arzt eine Lungenfunktionsprüfung mittels Spirometrie durchführen. Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall einen Lungenfacharzt aufsuchen, da dieser sich mit dieser Erkrankung am besten auskennt. Sollte wirklich etwas sein, bedenke das wäre eine Berufskrankheit. Ich wünsche dir alles Gute und keine Panik, es braucht absolut nichts zu sein.

    < Sollte jemand dennoch Verdacht hegen, dass er oder sie über einen Zeitraum von Jahren Asbestfasern in hoher Konzentration ausgesetzt war und eventuell eingeatmet hat, ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt, der eventuell an einen Lungenfacharzt oder Spezialisten für Arbeitsmedizin überweist. In der Regel sind aber bei häuslicher Asbestbelastung und gelegentlichem Heimwerken (selbst wenn dabei geringe Mengen Asbest frei wurden) weitere Vorsorgeuntersuchungen nicht angezeigt. >



    https://www.umweltbundesamt.de…e-stoffe/asbest#undefined

    Sylphide schrieb:

    < Sollte jemand dennoch Verdacht hegen, dass er oder sie über einen Zeitraum von Jahren Asbestfasern in hoher Konzentration ausgesetzt war und eventuell eingeatmet hat, ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt, der eventuell an einen Lungenfacharzt oder Spezialisten für Arbeitsmedizin überweist. In der Regel sind aber bei häuslicher Asbestbelastung und gelegentlichem Heimwerken (selbst wenn dabei geringe Mengen Asbest frei wurden) weitere Vorsorgeuntersuchungen nicht angezeigt. >



    https://www.umweltbundesamt.de…e-stoffe/asbest#undefined

    Das stimmt leider nicht.


    Die Wahrscheinlichkeit schonmal Asbest eingeatmet zu haben, ist riesig. Vor allem wenn man schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Da muss nur mal der Nachbar unbedacht alten Asbest-PVC aus seiner Wohnung gerissen haben, die extrem häufig (auch heute noch vorhanden) in öff. Gebäuden verlegten Floorflex-Platte gebrochen sein oder man zur Hauptverkehrszeit in den 90ern an ner Großstadtampel gestanden haben (Bremsbeläge enthielten Asbest und führten zu messbaren Fasern in der Luft) - schwupps wurden Fasern frei.

    So ein einmaliges Event wie bei dir bedeutet sicher eine höhere Dosis und ist sicher nicht optimal, aber dein Risiko von Folgeschäden geht wohl trotzdem im statistischen Rauschen unter. Gefährlicher wäre eine jahrelange permanente Exposition. Ein paar Tage ist da vergleichsweise wenig. Die Erkrankungs- und Todeszahlen sind in Relation zu den Massen an Asbest in Gebäuden auch eher gering, selbst unter Sanierern (und was meinst du wie viele davon gar kein Asbest auf dem Schirm haben und jahrzehntelang exponiert waren)


    Ich persönlich würde halt "normal" Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und das Thema ansonsten vergessen. Ein Arzt wird höchstwahrscheinlich auch nicht alle Hebel in Gang setzen, sondern eben schauen ob es Auffälligkeiten gibt (nach der Zeit wahrscheinlich eh nicht) oder eben nicht. Höchstwahrscheinlich nicht ;-)




    Trastevere schrieb:
    Sylphide schrieb:

    < Sollte jemand dennoch Verdacht hegen, dass er oder sie über einen Zeitraum von Jahren Asbestfasern in hoher Konzentration ausgesetzt war und eventuell eingeatmet hat, ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt, der eventuell an einen Lungenfacharzt oder Spezialisten für Arbeitsmedizin überweist. In der Regel sind aber bei häuslicher Asbestbelastung und gelegentlichem Heimwerken (selbst wenn dabei geringe Mengen Asbest frei wurden) weitere Vorsorgeuntersuchungen nicht angezeigt. >



    https://www.umweltbundesamt.de…e-stoffe/asbest#undefined

    Das stimmt leider nicht.

    Sag doch bitte, was nicht stimmt.
    Das Umweltbundesamt sagt da eigentlich nix Falsches.

    https://www.lungenaerzte-im-ne…nveraendert-in-der-lunge/TE. Ich bin kein Lungenfacharzt und andere User sicher auch nicht, aber ich war lange genug in der Medizin tätig, um deine Situation zu beurteilen, vor allem im Ausland. Wie und wo steht hier nicht zur Debatte. Damit du mir glaubst, anbei einen Fachlink von einem Pulmologen. Eventuell findest du da einige meiner Aussagen in detaillierter Form wieder. Alles Gute für dich!

    In Deutschland ist Asbest verboten, in Australien aber nicht. Wenn ich es richtig im Kopf habe, in Österreich schon länger als in der BRD.

    Der Lunge ist die rechtliche Rahmensituation egal.

    Welche Aussage, die vom Umweltbundesamt zitiert wurde, ist denn nun falsch?

    ":/ Es ist allen bekannt, dass der Unfall in Australien passierte.

    Dort gibt es aber a) nicht ganz anderes Asbest und b) funktioniert die menschliche Lunge da nicht anders.
    Für die Einschätzung der Gefährlichkeit einmaliger Exposition spielt der Ort des Unfalls keine Rolle.


    Du hast ja schließlich auch die Ruhr-Universität Bochum referenziert.

    Trastevere schrieb:

    es geht hier nicht um Deutschland oder Europa, sondern um AUSTRALIEN

    Also geht es dir gar nicht um die geschilderte eine Situation auf der Baustelle, sondern generell darum, dass man sich, wenn man in Australien lebt, generell regelmäßig auf Asbest-Schäden untersuchen lassen soll, oder was meinst du?