Bitte um hilfe kleinzelliges bronchialkarzinon

    als erstes einen guten abend an alle.ich bin neu im forum und hoffe,dass meine beitäge und fragen bei euch ankommen denn ich bin langsam am ende mit meiner kraft.im april 2006 ist bei meinem vater ein lungenkarzinom festgestellt worden.durch weitere untersuchungen wurden zu dem auch noch drei metastasen im kopf festgestellt.es wurde sofort mit einer chemo und für den kopf mit einer strahlentherapie begonnen.das bronchialkarzinom liegt so ungünstig das eine op nicht möglich ist.zuerst hat beides sehr gut angeschlagen die metastasen im kopf konnten wie durch ein wunder restlos zerstört werden.auch das karzinom ist von ca 4,5 cm auf 3mm zurückgegangen.meine familie und ich waren überglücklich und dachten alles wird gut.na ja dann bekam mein vater vor einigen wochen die vierte chemo die auch die letzte sein sollte.anschließend drei wochen pause um abzuwarten ob noch mal bestrahlt werden muss um den rest auch noch zu zerstören.in diesen drei wochen pause ging es meinem vater immer schlechter er bekam husten, wurde hoch aggressiv,starke rückenschmerzen und hat nichts mehr gegessen.darauf hin sind wir zum arzt der ein zt durchgefürt hat.er hat festgestellt, dass die letzte chemo nicht mehr gegriffen hat und der tumor innerhalb dieser pause wider rasend schnell gewachsen ist allerdings keine neuen metastasen gebildet haben soll.jetzt muss mein vater 6 wochen 5 tage die woche zur bestrahlung.zwei wochen sind fast um und keinerlei besserung er schläft nur noch und nimmt tramal gegen die schmerzen.essen möchte er auch nichts.wir kaufen auf eigene kosten so eine flüssige aufbaunahrung um wenigstens für ein paar kalorien zu sorgen aber selbst die trinkt er nur mit widerwillen.kann mir jemand sagen ob dies alles eine normale reaktion nach der chemo ist und ob man noch auf die stahlentherapie bauen kann?oder wird es an der zeit sich langsam zu verabschieden?ich will das ganze einfach nicht wahr haben meine eltern sind auch mit meine besten freunde.ich habe noch einen funken hoffnung und zwar gibt es wohl einen tee den indianer wohl auch gegen krebs einsetzen und auch zum teil damit erfolge gehabt haben.er nennt sich una de gato tee oder auch katzenkrallentee genannt.hat jemand schon einmal erfahrung mit diesem tee gemacht?oder weiß jemand ob dieser tee überhaupt zusätzlich bei der strahlentherapie angewendet werden kann?ich möchte meinem vater ja nicht noch zusätzlich schaden.aber die hoffnung stirbt zuletzt und ich möchte natürlich nach jedem strohhalm greifen den es irdendwie gibt.ich danke im vorraus für antworten von euch und wünsche allen die ähnliches mitmachen auch wenn es schwer ist hoffnung und kraft.DANKE

  • 12 Antworten

    HAllo Stefanie,


    leider sieht das überhaupt nicht gut aus. Ich stelle zwar keine Ferndiagnose, aber der Verlauf des kleinzelligen Bronchial-Ca. bei Ihrem Vater ist chrakteristisch. Initial spricht es auf die Chemotherapie sehr gut an und der Rückgang der Tumordimension ist beeindruckend. Da aber nicht alle Tumorzellen zerstört werden können, wächst es nach Beenden der Chemotherapie sehr schnell weiter und ist dann nicht mehr einzudämmen. Eine Chemotherapie beim kleinzelligen Ca. ist daher in den allermeisten Fällen (Größenordnung weit über 90%) nur eine Lebensverlängerung. Auch die Wirkugnsweise des von Ihnen genannten Tees ist leider nicht gegeben. Das wäre in etwa so, als wenn man mit einem Luftgewehr auf einen Panzer schießt.


    Tut mir leid, dass ich Ihnen nichts Postitves sagen kann, aber die Situation Ihres Vaters ist leider sehr sehr schlecht.


    Mit freundichen Grüßen

    "re:bitte um hilfe kleinzelliges bronchialkarzinon"

    hallo pinkfloyt1966 ja leider haben sie recht ich habe diese nacht noch meinem beitrag geschrieben und heute morgen klingelte dann das telefon und meine schwester war dran.mein vater wurde heute morgen eingeliefert allerdigs nicht in das kh wie üblich es wären wohl nicht genug betten da.der arzt war total unfreundlich und hat knall hart durch das telefon gesagt mein vater sei ohnehin wie meinte er ausbehandelt und er solle in ein kh in der nähe seiner angehöhigen.ich bin total am ende und will einfach nicht akzeptieren was auf uns zu kommt.mein vater bekommt seid heute morphiumpflaster gegen seine schmerzen und aufbauspritzen für sein blut. wenn er wider fit ist so sagen die ärzte wird er wider bestrahlt.aber so wie er aussah glaube ich nicht das es noch so weit kommt.ich habe keine ahnung wie lange sich das alles ziehen kann.geht es mit diesen beschwerden jetzt schnell oder muss er noch lange leiden?

    Hallo Stefanie,


    aller Erfahrung nach wird Ihr Vater nicht mehr auf die Beine kommen. Die Prognosen sind beim kleinzelligen Bronchial-Ca. äußerst schlecht, die Überlebensrate liegt im einstelligen Prozentbereich. Es handelt sich um den aggressivsten Typ des Lungenkrebses. Das liegt an der extrem hohen Metastasierungsgeschwindigkeit dieses Karzinoms.


    "Austherapiert" wie der Arzt sagte, heißt wirklich "keine Überlebenschance". Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das ist die Realität. Es kann jetzt nur darum gehen, Ihrem Vater das Leiden und die Schmerzen so erträglich wie möglich zu machen bis dann irgendwann der Tod eintritt. Wann das genau sein wird, kann man nicht sagen, aber die Zeitspanne wird aller Erfahrung nach eher Wochen und keine Monate betragen.


    Mit freundlichen Grüßen

    re. hilfe .....

    Liebe Stefanie,


    ich kann Dich so gut verstehen,aber Hoffnungen auch wenn diese zuletzt sterben, will ich Dir keine machen.


    Habe meine Mama im Januar verloren und sie hatte bei dieser Diagnose erstaunliche 3 Jahre überlebt . Als es hieß Sie ist aus therapiert waren es nur noch 8 Wochen.


    Aufgrund der Hirnmetastasen lag sie zuletzt im Koma aber wir hatten sie daheim und somit konnten wir Ihren letzten Wunsch erfüllen. Es ist hart und unverständlich bis jetzt. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit die auf die zu kommt.


    Alles Liebe Sabine

    Liebe stefanie26,

    ich weiß das alles zu lesen ist grauenvoll. Mein Vater bekam Mitte April 06 bescheid das er ein nichtkleinzelliges Bronalkarzinom hat. Die Zeit war grauenvoll 1,5 Monate bekam er noch Chemo naja in der Zeit 2 mal weil es ihm jedesmal schlechter ging danach wurde es abgebrochen, ab Ende Mai lag er nur noch im Krankenhaus 5 Tage vor seinem Tod wurde er noch in eine andere Klinik verlegt noch weiter weg von uns und am 04. Juli 06 ist er dann eingeschlafen. Es ist 4 Monate her und ich begreife es immer noch nicht es tut so weh. Mein Vater war erst 60 Jahre alt. Ich war so froh als ich dieses Forum Ende Mai gefunden habe. Die Gespräche die haben mir so gut getan ich wurde gestärkt in allem. Nur damals als ich viel Kraft brauchte auch heute sind die lieben Forums Mitglieder für mich da. Und was ich besonders toll finde ist das ich heute für die anderen da sein kann.


    Mein Vater hat alleine gewohnt und wollte uns nicht zur Last fallen er wollte nicht zu seinen Kindern nach Hause.


    Wir sind für Dich da. Genieße die Zeit die Du mit Deinem Vater hast. Ich habe auch teilweise nur auf seinem Bett gesessen seine Hand gehalten und nicht geredet es wird Euch beiden gut tun.


    Gruß Tanja

    Liebe Stefanie


    Es ist tatsächlich so, wie PinkFloyd1966 schreibt. Ihr Vater wird aller Voraussicht sterben müssen. Mir ging es vor über 10 Jahren mit meinem Vater ebenso. Leider habe ich damals verpasst, die verbleibende Zeit wirklich für ein Miteinander zu nutzen. Die brutale Wahrheit des Todes habe ich abgespalten und verdrängt.


    Ich rate Ihnen, suchen Sie liebevollen Kontakt zu ihm. Am besten er kann Ihnen und seiner Familie nahe sein. Nehmen Sie sich die Zeit bei Ihrem Vater zu sitzen mit ihm zu sein und öffnen Sie Ihr Herz für ihn.


    Auch und gerade ohne zu sprechen - in Stille - wird sich eine grosse Nähe und geistige Intimität einstellen.


    Das wird ihm sehr helfen - und Ihnen auch. Wenn es gelingt machen Sie eine völlig neue Erfahrung.


    In unserer Gesellschaft ist das Leben mit dem Tod selten. Der Tod ist eine Sache für's Hinterzimmer. Leider! Darum fürchten wir den Tod auch so sehr.


    Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vater viel Kraft!

    re:hilfe

    tut mir leid das ich bis jetzt niemandem geantwortwt habe.die letzten tage waren sehr hart und ich hatte einfach keine nerven mehr um mich mit der realität die mir menschen geschrieben haben auseinander zu setzten.bitte versteht das nicht falsch ich weis das alles nur gut gemeint war und darum bin ich auch dankbar.trotz allem hatte ich einfach nicht die kraft .ich hoffe und denke das dies jeder der in diesem forum ist auch versteht.mein papa ist vor vier tagen wider verlegt worden.in eine spezialklinik für krebspazienten in bonn.nach wiedermal einigen untersuchungen sollte zuerst noch mal eine chemo angesetzt werden um die lebensqualität noch zu erhalten.aber meinem vater geht es immer schlechter das die ärztin empfohlen hat ihn in ein hospitz zu verlegen da wir keine möglichkeit haben ihn zu uns nach hause zu holen.mein vater hat bis jetzt daran geglaugt das er wieder auf die beine kommt und wir haben ihn auch bis jetzt in der hoffnung gelassen.aber mein papa ist auch nicht dumm wenn er jetzt hospitz hört weis auch er bescheid.ich hatte zu gott gebetet das dies nicht eintreffen würde und das er einfach mit seiner hoffnung an ein gutes ende einschläft aber dieses glück hat er wohl nicht. ich habe so eine angst wenn morgen der punkt kommt und die ärztin ihm mitteilt was los ist das ich kurz vor dem wahnsinn stehe.ich hoffe nur das sie ihm im hospitz die wahnsinigen schmerzen nehmen können die er hat.er bekommt bereitz morphiumpflaster aber die dosis ich weis nicht wie hoch hilft nichts.die ärztin meinte auch das in nächster zeit evtl nierenversagen oder eine lungenembolie auf uns zu kommt.ist das für ihn so auch schmerzhaft oder geht es schnell?vor ein paar tagen habe ich noch von hoffnung geschrieben.heute bin ich an einem punkt wo ich mir nur noch wünsche das es schnell geht und er keine weiteren schmerzrn mehr erleiden muß.vor einem dreiviertel jahr war er noch ein baum von einem kerl heute nur ein haufen elend.ich dachte er muß durch alles durch auf biegen und brechen egal was kommt er soll es erdulden chemo bestrahlung schmerzen übelkeit geistige aussetzer.ich dachte er ist es uns allen schuldig meiner mutter meiner schwester und mir.ich die sich gewünscht hat ihm irgendwann einen enkel in den arm zu geben und er mir sagt wie stolz er ist.aber man ändert seine meinung schnell er hat seine schuldigkeit bereits getan.damit das er versucht hat zu kämpfen und die qualen über sich ergehen zu lassen.dafür das er uns mit hoffnung gemacht hat obwohl ich weis es nicht er innerlich gewusst hat das man gegen die zeit spielt.ich schreibe etwas durcheinander aber ich kann immer noch nicht klar denken.ich hoffe ihr seid weiterhin für mich da denn ich habe sonst auch niemanden mit dem ich reden kann.die meisten haben keinerlei erfahrung und wissen nicht wie es in einem aussieht.

    Liebe Stefanie,


    mein Vater ist letzten Mittwoch an einem Lungenkarzinom gestorben. Ich war die letzten Stunden bei ihm, bin bei ihm gesessen, habe mit ihm gesprochen. Er ist tief und fest eingeschlafen und hörte einfach mit der Atmung auf. Die ganze Athmosphäre war sehr ruhig, warm und hell. Ich erklärte ihm immer wieder, dass er ruhig gehen darf, dass er sich keine Sorgen um uns machen braucht. Ich sagte ihm, dass er uns alles mitgegeben hat, was wir zum überleben brauchen und dass er uns auch von drüben nah sein wird. Immer wieder sagte ich ihm, dass es gut ist, so wie es ist und er keine Angst zu haben braucht. Wie gesagt, er ist ganz leicht hinüber gegangen.


    Versuche bei ihm zu sein, wenn es soweit ist. Du wirst sehen, dann gibt es keine Angst oder Nervosität. Es ist dann einfach so und es ist gut und schön so.


    Es war eines der beeindruckendsten Erlebnisse in meinem Leben und eines der schönsten. Dadurch, dass ich bis zum Schluss bei ihm blieb und es abschließen konnte, gibt es auch keine Trauer.


    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe :)*

    Es wird...

    noch eine schwere Zeit. Meine Mutter hat jetzt seit einigen Wochen eine seltene Art eines schnellwachsenden Bronchial-Carzinoms. Es ist nicht leicht und ich rate dir, noch so viel Zeit wie möglich mit deinem Vater zu verbringen. Ich genieße auch jede Sekunde mit meiner Mutter, alles Liebe


    tommy80

    Das tut mir so leid für deinen Pa!

    Hi Stefanie,


    vorab eines - ich weiss, das du nicht weisst, wie du die Kraft wo her nehmen sollst, aber glaube mir, du wirst nicht wahnsinnig, du stehst das durch!


    Leider kann auch ich dir keine Hoffnungen machen, ich habe Anfang diesen Jahres meine Mutter nach nur acht Wochen an diesen Scheiss Kleinzeller verloren, sie bekam nicht die geringste Chance, gegen diese Dreckskrankheit zu kämpfen.


    Es gibt eine Seite, die ich dir empfehlen möchte, http://www.lebensgedanken.de Lies dich da mal durch, sie hilft dir los zu lassen und zu verstehen.


    Im Hospiz werden die alles tun, deinem Vater die Schmerzen zu nehmen und ihm seine letzte Zeit so angenehm wie nur möglich machen.


    Leiden soll niemand. Meine Ma lag in diesen acht Wochen fast Dauerhaft auf der Palliativstation, natürlich macht es die Krankheit keinen Deut besser, aber die Betreuung und die liebevolle Sorgfalt hat uns allen geholfen.


    Ich wünsche dir und deinem Vater alles nur erdenklich Gute, aber denk auch daran - für deinen Vater wird es nur noch eine Erlösung sein, wenn er den Weg in die Sonne gehen darf.


    LG


    kaffeedrops

    Hallo zusammen,


    heute habe ich das erstemal telefoniert mit meinem Bruder, seitdem (seit einer Woche) mit einem Lungentumor im Krankenhaus ist. Danach liefern mir die Tränen, die ich bisher nicht zugelassen habe...


    Er ist so tapfer, bekommt aber furchtbar schlecht Luft; ich hörte seine mühsamen Atemzüge, und wie er sich trotzdem abmühte, normal zu sprechen. Er isst fast nichts mehr, wird täglich weniger, wie meine Schwägerin, die mir auch in der Seele leid tut, sagte. Er klagt nicht, ist so tapfer...


    Ich wohne leider einige Fahrstunden entfernt, und er möchte zur Zeit auch gar nicht, dass viel Besuch kommt. So kann ich nur von weitem "bei ihm" sein - täglich mit meiner Schwägerin sprechen, um wenigstens so teilzunehmen. Wir können es einfach nicht fassen, dass er diese Krankheit haben soll, die ihn dahinraffen wird. Ich bete, dass er nicht unendlich leiden muss. Dass er nicht ersticken wird, dass er gute Ärzte haben wird, die ihm die Leiden so erträglich wie möglich machen.


    Ich habe einfach so große Angst um ihn... Wir erwarten in der kommenden Woche die genaue Diagnose, um welche Art Krebs es sich genau handelt. Danach kann erst die Behandlung beschlossen werden. Es ist ein schnell wachsender Tumor, soviel wissen wir bereits - und das es sich um Krebs handelt; offen ist eben nur noch, um welche Art. Auf Chemotherapie setze ich beim Lungenkrebs keine große Hoffnung; nach allem, was man weiß, belastet sie oft mehr als sie helfen kann.


    Mir ist bei allem schon klar, dass, wenn seine Lebensuhr abläuft, wir das akzeptieren müssen, aber wie schwer das ist...

    Hallo Stefanie,


    mein Vater ist auch an einem Lungenkarzinom erkrankt.Er hat nicht diesen sogenannten "Kleinzeller" sondern ein Grobporiges auch schnell wachsendes Geschwür.Vielleicht ist es dennoch das gleiche,ich weis es nicht.Er kämpft tapfer seinen Kampf seit nun mehr fast einem Jahr,hat 3 Op´s hinter sich mit dem Erfolg,das nichts wegoperiert werden konnte.


    Auch ich war nach dieser Nachricht am Boden zerstört.Das schlimme ist,das er bereits 4 Jahre vorher einen schweren Schlaganfall hatte und seit dem die rechte Körperhälfte nicht mehr so ist wie früher.Er lag schon damals fast drei Wochen im Koma,und keiner wußte ob er jemals wieder aufwacht.Vor allem ob er uns überhaupt noch kennt.Er hatte sich soweit regeniert bis auf die Bewegungseinschränkung der rechten Körper hälfte.Dann kam die Krebs Diagnose und seitdem klammere ich mich an jeden Strohhalm.Er hat die normale Chemo hinter sich,unzählige Bestrahlungen,nachdem die Metastasen auch seinen Kopf befallen hatten.Im Moment ist es so,das durch eine Tabletten Chemo der Prozess verlangsamt bzw. fast zum stillstand gebracht wurde.Das Manko daran ist,das er seit gestern wegen extremster Schmerzen im ganzen Körper die Tabletten Chemo ausgesetzt wurde.


    Die Aussage des Arztes war,wird die Tabletten chemo erst mal aufgehört,dann geht es schnell.Er hatte auch schon eine Bluttransfusion und bekommt morgen wieder eine.


    Das schlimme an der Geschichte ist,das meine Mutter eigentlich mit Ihren Nerven seit dem Schlaganfall schon komplett am Ende ist.Ich selbst habe mitlerweile meine eigene Familie und wohne daher nicht mehr zu Hause.Ich muß immer stark sein um meine Mutter und meinen kranken Vater wieder aufzubauen.Aber ich verkrieche mich in mir selbst und versuche nichts an mich ran zu lassen,einfach den Tag "X" zu verdrängen.Viele meiner vorredner haben geschrieben man soll die Zeit mit dem kranken intensiv nutzen.Aber ich kann das nicht und das schlimme ist,ich kann nicht erklären warum.Ich könnte jederzeit mit meiner Frau über dies Thema reden,das mich langsam innerlich zerfrißt.Aber ich schaffe es nicht.Der ein oder andere wird beim lesen dieses Beitrages merken,das alles ziemlich durcheinander ist,aber genauso sieht es in mir selbst aus.Ich kann über dieses Thema eigentlich nicht sprechen,umso mehr tut es mir im Moment gut hier diese Zeilen zu schreiben.Ich liebe meinen Vater sehr,aber ich kann mich mit dem langsamen "Abschied nehmen" wie es schon jemand vor mir geschrieben hat nicht auseinander setzen.Als ich den Thread hier von Dir Stefanie und die ganzen Antworten gelesen habe,liefen mir die Tränen runter und ich habe gemerkt wie weh mir das ganze doch tut.Vielleicht habe ich auch nur Angst davor mit fallen zu lassen und dem was kommt ins Auge zu schauen.Ich weis es nicht,ich weis nur ich habe Angst,verdammte Angst meinen Vater zu verlieren.Dies ist mir beim Lesen dieses Threads bewußt geworden.Ich kann Dich nur zu gut verstehen,denn ich glaube jedem der solch ein Schicksal in gewisser Weise mit zu tragen hat,der weis wie es ist den Schmerz und die Trauer zu fühlen von heute bis hin zu dem was noch kommt.Mich beschäftigt viel das nun wieder anstehende Weihnachtsfest,wie es sein wird und vor allem wie es wird wenn er nicht mehr da ist.Mein 3 1/2 jähriger Sohn hängt so an seinem Opa und wenn ich die beiden zusammen sehe,muß ich mich abwenden und gehen um vor Schmerz und Trauer nicht laut durch unser zu schreien.Ich möchte hiermit den Beitrag von mir schließen und mich noch dafür Entschuldigen hier in Deinem Thread etwas geschrieben zu haben was Dir wahrscheinlich auch nicht weiter hilft.Aber ich denke es war meine Verzweiflung die mir dadurch erst so richtig bewußt wurde.


    Liebe Stefanie,ich wünsche Dir und all den anderen hier viel Kraft,das momentane und das noch kommende zu verarbeiten.


    Gruß Tom