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    Du suchst nach Strohhalmen, die es anscheinend aus der Sicht deines Schwagers und seiner Ärzte nicht gibt.


    (Wenn es was bringen würde, würden die Ärzte eine Chemo machen, glaub mir.)


    Du kannst deinen Schwager bitten sich eine Zweitmeinung einzuholen, aber mehr auch nicht.


    Ich denke, du kannst einfach nicht begreifen, so kommt es rüber, und so geht es vielen Angehörigen. Die Krankheit reißt ein riesen Loch in das Leben der Familie.


    Es wäre für dich also wichtig dir Hilfe für DICH für den Umgang damit zu holen.

    Zitat

    Ich habe manchmal das Gefühl er will das alles mit sich selber ausmachen.Er gibt nach außen den starken.

    Das mußt Du leider so akzeptieren. Man fühlt sich hilflos, wenn man dem Schwerkranken nicht helfen kann, aber jeder hat seine eigene Art, damit umzugehen. Ich habe in den letzten Jahren zwei Kolleginnen/Freundinnen durch den Krebs verloren. Die eine (alleinerziehende Mutter von zwei noch nicht schulpflichtigen Kindern) ist offen mit der Krankheit umgegangen und hat nichts unversucht gelassen, was Hilfe oder ein Weiterleben versprochen hat.


    Die andere hat Außenstehenden gegenüber immer so getan, als ob sie nur einen Schnupfen hätte, trotz metastasierendem Brustkrebs. Ich habe sie einmal gefragt, ob dieses 'Gesicht wahren' sie eigentlich nicht zuviel Kraft kostet, da hat sie geweint; nur dieses eine Mal und dann so weitergemacht wie bisher. Der Name der Krankheit wurde in ihrer Gegenwart nicht erwähnt, so wollte sie es.


    Ich persönlich nehme aus diesen Begegnungen mit, dass ich den offenen Umgang wählen würde.

    Zitat

    Ich habe manchmal das Gefühl er will das alles mit sich selber ausmachen.Er gibt nach außen den starken.

    Vielleicht fühlt er sich damit besser, als wenn er jetzt auch nach Außen alle Emotionen rausbrechen ließe und sich seinem Schicksal hingibt. Ich bin auch ein Freund von Ehrlichkeit und Offenheit - auch gegenüber sich selbst - und nicht "alles-in-sich-hineinfressen" und kann es sich für mich nicht anders vorstellen. Aber Menschen sind anders. Wenn er sich mit seiner Krankheit besser fühlt, wenn er das (Selbst-)bild des "Starken" aufrecht erhält, ist das doch in Ordnung.


    Bitte versuche deine eigenen Vorstellungen, wie man mit der Krankheit und Therapien umgehen sollte und wie man sich als schwer erkrankte Person verhalten sollte, hinten anzustellen.

    Die Angst wird wahrscheinlich auch bleiben, egal ob er sich nicht behandeln lässt oder es doch noch versucht. Du kannst die Angst nur für dich akzeptieren und zulassen. Sie "beseitigen" zu wollen wird nicht gelingen.


    Ich habe es bis jetzt nicht ausschreiben wollen, es kann auch eine (wenn auch nicht besonders schöne) Erleichterung sein, der Traurigkeit mehr Raum zu geben als der Angst, indem man sich mit dem Gedanken an den Tod abfindet. 90 wird dein Schwager vermutlich nicht werden.

    Hallo


    die Mutter meiner Freudin hat Lungenkrebs der auch gestreut hat (in den Kopf) dadurch ist der Krebs erst überhaupt entdeckt worden. Sie war erst im krankenhaus, dann wieder Zuhause, jetzt ist sie wieder im Krankenhaus. Sie hat Fieber bekommen und Blutkonnservern, gestern habe ich dann erfahren, dass sie Chemo und Medis abgesetzt worden sind. (habe ich über dritte erfahren da ich ja kein Angehöriger bin bekomme ich ja keine Auskunft) aber ich verstehe das alles nicht. Heist das, das der Krebs im Endstadium ist? und die Ärzte wissen das sie den Kampf gegen den Krebs verloren haben?


    Meine oma hatte auch Krebs (und daran gestorben) da haben die Ärtze auch nichts mehr gemacht aber meine Oma war alt und hatte gelebt. Das ist dann ja was anderes. Ich mache mir Sorgen

    Bei Lungenkrebs, der gestreut hat und gerade wenn es auch noch ein Kleinzeller sein sollte stehen die Chancen schlecht.


    Von Heilung ist da ohnehin keine Rede mehr. Man kann palliativ behandeln, solange die Behandlung eine Verbesserung der Lebensqualität bringt und die Behandlung dem Patienten nicht schadet.


    Wenn sie Fieber hat und auch Konserven bekommt, dann darf sie keine Chemo erhalten, das könnte niemand verantworten. Chemo würde in diesem Falle nicht mehr helfen, sondern sie umbringen.


    Lungenkrebs mit Hirnmetastasen ist immer Stadium IV, sprich umgengssprachlich Endstadium. Wieviel Zeit da bleibt kann niemand beantworten.

    Danke für deine Antwort


    ich habe auch nicht erwartet, das man mir sagen kann wie lange sie noch lebt (wäre natürlich schön aber das kann keiner) Keine Ahnung ob es ein Kleinzeller Krebs ist oder nicht. Ich wusste nicht mal das es einen Unterschied gibt (also klar zwischen gutartig und böartig schon)


    Ich weis das es keine Heilung gibt (bevor ich den Beitrag hier verfasst habe aber ich dachte sie hätte vieleicht noch etwas Zeit) also das heisst Chemo würde sie schneller töten als der Krebs es sowieso tut. Die ärzte geben ihr also keine chemo weil das nicht zu veranworten ist aber letztendlich kommt es aufs sebele raus:-(


    Ich wusste nicht das Lungenkrebs mit Hirnmetastasen ist immer Stadium IV ist, sieht einfach nicht gut aus. Trotzdem danke

    Eine Chemotherapie greift nunmal alle Zellen im Körper an, nicht nur die entarteten. Wenn ein Patient zu schwach oder zu immunsupprimiert dafür ist (und das ist hier der Fall), dann wäre es absolut fahrlässig diesem Menschen eine Chemo zu verabreichen.


    Sobald Lungenkrebs Fernmetastasen hat, ist es immer Stadium IV und wird nur noch palliativ behandelt.

    Danke


    was heisst genau palliativ? also jemand sterben so angenehm wie möglich (möglichst schmerzfrei) oder wird sie auch noch mal nach Hause kommen? und dort ein bisschen leben (wenn auch nicht arbeiten)?

    Ich an seiner Stelle würde es mit Kalmuswurzeln versuchen, einfach kauen und schlucken, kostet fast nichts und schadet nicht. Es gibt eine Geschichte von Maria Treben in ihrem Buch "Gesundheit aus der Apotheke Gottes", da wurde angeblich jemand vom Lungenkrebs geheilt.


    http://www.digigalleria.net/krebs-nur-eine-krankheit/viewtopic.php?t=24


    Ich selber nehme es vorbeugend, wie viele andere Kräuter auch. Wenn er nicht aufgeben will, kann er es auch mit gesunder Bio Kost versuchen, eventuell auch vegan.

    Zitat

    was heisst genau palliativ? also jemand sterben so angenehm wie möglich (möglichst schmerzfrei) oder wird sie auch noch mal nach Hause kommen? und dort ein bisschen leben

    Eine palliative Behandlung ist durchaus zuhause möglich ("ambulant"), d.h. Ärzte und ein Pflegedienst kommen zum Patienten nach Hause. Aber in manchen Fällen ist "stationär" in einer spezialisierten Einrichtung (Palliativstation oder Hospiz) wohl die bessere Lösung. Das muss man im Einzelfall sehen...

    Zitat

    Sobald Lungenkrebs Fernmetastasen hat, ist es immer Stadium IV und wird nur noch palliativ behandelt.

    Habe mich gerade gestern mit einem 45-jahrigem Stadium IV Patienten aus Schweden unterhalten, der nach seine Erstdiagnose 2014 sehr erfolgreich mit einem ALK Inhibitor behandelt wurde.


    Dazu muss natürlich die entsprechende Mutation vorhanden sein.


    Der Patient berichtete (anlässlich einer Veranstaltung zum Thema Lungenkrebs im EU-Parlament) unter anderem, dass bei ihn nach anfänglich sehr erfolgreicher Behandlung 11 Hirnmetastasen aufgetreten sind und er praktisch schon im Sterben lag. Aber auch die neu aufgetretenen Hirnmetas konnten mit einem zweiten Inhibitor erfolgreich zurückgedrängt werden. Heute geht er wieder arbeiten, bringt morgens seine Kinder in die Schule usw.


    Solche Fälle sind natürlich (noch) selten und nur wenige Patienten eignen sich überhaupt für eine zielgerichtete Therapie (der Tumor muss positiv auf die entsprechende Mutation getestet worden sein.. usw ), aber ich denke solche Falle, wie der Patient aus Schweden zeigen doch, dass sich etwas bewegt in der Behandlung von nicht-operablem Lungenkrebs. Finde ich durchaus hoffnungsvoll.

    Was man auch sehen muss: Nur Chemo ist bei vielen Tumoren längst nicht so wirksam wie Simultantherapie, also Chemo plus Bestrahlung. Nervengewebe, also hier Gehirn, verträgt allerdings die nötigen Strahlendosen sehr schlecht.


    Die diversen Verfahren der Immuntherapie (falls die Tumorzellen entsprechende Merkmale haben) scheinen im Kommen zu sein.

    Hallo


    gibt es den Prognose/Erfahrungswerte wie lange man mit Lugenkrebs/Hirnmetastasen also im Endstadium noch lebt. Ich meine jetzt nicht was in googel steht- also wenn nur noch palliativ behandelt wird. Klar keine wird sagen man lebt noch genau X tage/Woochen/monate aber vielleicht ungefähr??

    Da es bereits alles zwischen 4 Wochen und 4 Jahren gab, kann das in der Tat niemand sagen. Den Durchschnitt hast Du ja bereits gelesen durch Google un Co., den kannst Du wahrnehmen, denn es wird ja palliativ behandelt.


    Und es ist durchaus sehr davon abhängig, ob es ein Kleinzeller oder ein Nicht-Kleinzeller ist.