• Diagnose Lungenkrebs

    Hallo ihr Lieben, mir ist letzten Dienstag der Boden unter den Füßen weggerissen worden. Meine Mama hat Lungenkrebs :°( :°( :°( Sie liegt jetzt im Krankenhaus und musste sich erstmal diversen Untersuchungen unterziehen. Genaueres haben die Ärzte noch nicht gesagt, ich denke das wird am Montag dann der Fall sein. Ich weiß, dass ich jetzt erstmal nichts an der…
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    Liebe mini_789, mein herzliches Beileid. Ich weiß wie schwer die letzten Monate für dich waren. Man lebt in einer Ausnahmesituation und es ist eine Achterbahn der Gefühle, man schwankt zwischen dem Wunsch den geliebten Menschen noch sehr, sehr lange bei sich zu haben und dem das es endlich vorbei ist und er sich nicht mehr quälen muss. Irgendwie weiß man die ganze Zeit das man ihn verlieren wird und wenn es dann soweit ist, ist es doch viel zu früh. Ein großer Trost für mich war das mein Vati ganz ruhig mit einem irgendwie freudig überraschten Gesichtsausdruck, so als ob er etwas wunderschönes gesehen hat eingeschlafen ist und das leiden für ihn vorbei war.


    Ich wünsche dir für die kommende Zeit ganz viel Kraft. Irgendwann wird die Trauer eine andere und es kommt eine Art Freude auf das man ein Stück des Weges gemeinsam gehen durfte und man viele schöne gemeinsame Momente hatte. So lange wir über unsere geliebten Menschen reden, leben sie in uns weiter. Mir half auch sehr dieser Spruch in der schlimmen Zeit.


    Ihr habt einen geliebten Menschen verloren, aber einen Schutzengel dazu gewonnen.


    Vlt. kann er auch dir ein wenig Trost vermitteln.


    Ganz liebe Grüße :)_ :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

    Hallo ihr Lieben,


    nun ist es schon mehr als 2 Jahre her, dass ich meinen ersten Beitrag hier zu diesem Thema geschrieben habe und meine Mutti ist schon etwas mehr als 1 Jahr nicht mehr hier bei uns. Ich habe mir ca. ein halbes Jahr nach ihrem Tod psychologische Hilfe geholt. Meiner Meinung nach hat die Dame aber das Kernproblem irgendwie verkannt und kam schnell auf andere "Baustellen"... Egal, das soll nicht das Thema hier heute sein.

    Seit dieser ganzen tragischen Geschichte habe ich mich so extrem verändert. Wenn ich meine ganzen alten Beiträge lese, kommt es mir so vor, als hätte gar nicht Ich das geschrieben, sondern ein ganz anderer Mensch. Ich denke, dass ich gar nichts mehr mit der Person vor der Diagnose gemeinsam habe. Das alles hat mich so abstumpfen und kalt werden lassen. Ich vermisse regelrecht die unbeschwerte und sorgenfreie Person, die ich früher einmal war. In der Therapie habe ich gelernt, dass ich jetzt kein Kind mehr bin. Ich denke einige von euch verstehen, was ich damit sagen will. Natürlich bleibt man ein Leben lang das Kind seiner Eltern, aber irgendwann drehen sich die Rollen. Ich wurde von einem Tag auf den anderen "die Mama" und meine Eltern wurden zu meinen Kindern. Es fällt mir aber unheimlich schwer mich um mein inneres Kind gut zu kümmern. Ich schaffe es nur sehr selten mal gut zu mir zu sein. Manchmal denke ich, ich habe gar nichts warmes, einfühlsames, empathisches mehr in mir und frage mich dann "Wo ist das hin? Verdammt, du warst doch früher nicht so!! So verbissen, feindselig, zum Teil missgünstig." Wie kann ich denn nur wieder zu meinem alten Ich zurückfinden? Der Krebs hat mir nicht nur meine Mutter genommen, er hat mir auch mein altes Ich genommen! :°_