Krebs durch Asbest?

    Hallo,


    ich habe letzte Woche bei Aufräumarbeiten einen Tag lang Asbestfasern eingeatmet. Beim Abmontieren der Schindeln haben wir Staubmasken getragen aber bei den Aufräumarbeiten einen Tag später hab ich einfach vergessen, dass in dem Staub- und Dreckhaufen, aus dem ich Holz und Ziegel aussortiert habe wahrscheinlich auch noch Asbeststaub ist. Ich könnt mich ohrfeigen für soviel blödheit, aber es nutzt jetzt nix mehr.


    Jetzt mache ich mich deshalb verrückt, weil ich genau einen Tag nach der Asbestexposition Halsschmerzen bekommen habe, die jetzt nach zwei Tagen immer noch anhalten.


    Die Halsschmerzen könnten aber auch von einer Infektion kommen, sämtliche Kollegen husten schon seit 2-3 Wochen, oder vom Pavatex (Holzfaserdämmplatten), das wir seit ca. 3 Wochen verarbeiten.


    Bin jetzt ziemlich fertig und verunsichert, kann an nichts anderes mehr denken, als an den evtl. folgenden Krebs.


    Nach Infos, die ich im Web gefunden habe, hat solch ein Krebs eine sehr lange Latenzzeit, trotzdem verunsichern mich meine Halsschmerzen ungemein.


    Sollte ich irgendwas unternehmen? Ein Arzt kann da glaube ich jetzt nichts machen, oder?


    Viele Grüße,


    neutrino

  • 6 Antworten

    wie kommst du denn darauf, das ein arzt da nichts machen kann??


    er kann sicher die ursache oder den grund für den schmerz ermitteln.


    ich würde mal auf eine reizung der atemwege durch die partikel tippen.


    eine erkrankung an krebs nach soo kurzem kontakt mit dem material halte ICH für nahezu unmöglich.


    ich bin aber kein arzt. mach dir doch einen termin. wahrscheinlich bekommt du einfach nur ein medikament (vielleicht einen saft) und es wird sich besser.


    gewissheit hast du dann doch auf jeden fall!


    mfg


    bull

    Mit Verlaub, Neutrino,


    beachte bitte, dass die mittlere Zeit zwischen Azbestexposition und der dadurch verursachten Berufskrankheit in Form von Lungenkrebs beträgt etwa


    DREISSIG JAHRE!


    Bleib also auf dem Teppich!

    Gib mir mal Deine Emailadresse - ich schicke Dir da den neuesten Bericht vom Spiegel zu - den habe ich gerade als PDF weil mein Vater den lesen wollte da er sehr viel mit Asbest früher gearbeitet hat.


    Kurz dazu: Asbest ist dermaßen viel verarbeitet worden, dass man es kaum glauben kann. Jeder, ja jeder Handwerker hat Astbestplatten, Dichtringe etc zugeschnitten - immer superviel Staub.


    Wenn Asbest so gefährlich wär, dass Du jetzt bangen müsstest durch 1x Aufräumen, dann müsste es viel mehr Krebsfälle geben.


    Also ich würde mal eher sagen 2 Jahre jeden Samstag in der verrauchten Disko und dein Krebsrisiko ist höher.


    Gruß


    SV

    an Stefan:


    Ich bin entsetzt, wie du das Thema Asbest verniedlichst. Asbest ist und bleibt 100% Krebs erzeugend. Da gibt es überhaupt keine Diskussion. Die Sache ist nur diese, ob man diese Lungen gängigen Fasern eingeatmet hat, in welchem Umfang und ob es auch die richtige Faser war. Aber es gibt überhaupt keine Diskussion über die Gefahr von Asbest. Leider erlebt man heutzutage (besonders in ländlichen Gebieten) immer noch meist männliche Personen die sich lustig machen über Asbest. Gemäß dem Motto" ist schon nicht so schlimm". Doch! Es ist so schlimm!

    Krebs durch Asbest

    Hallo,


    mein Vater hat Lungenkrebs. Er arbeitete bis zur Erkrankung seit über 35 Jahren am Bau, als Maurer. Früher hatten diese Arbeiter sehr oft mit Asbest zu tun. Auch heute noch bei Abrißarbeiten, aber in der Regel schützt man sich und man muss ja auch bestimmte Dinge einhalten, wenn man so alte Dächer oder so abreißt.


    Bei meinem Vater prüft jetzt die Berufsgenossenschaft, ob der Lungenkrebs mit den Asbestarbeiten zu tun hat. Leider ist nicht nach zuweisen, wie oft oder mit wieviel Asbest er zu tun hatte (eh egal, er würde daher auch nicht gesund werden). Früher gab es da keine Arbeitsanweisungen, wie man mit Asbest umgeht. Diese Eternitplatten enthalten ja auch Asbest und sind ganz viel verbaut worden.


    Aber ich glaube auch, dass man länger damit arbeiten muss, um an Krebs zu erkranken und oft gibt es ja mehrere Faktoren, die zusammen kommen und Krebs entsteht.


    LG KaBi1