Lungenkrebs diagnostiziert durch Lungenröntgen

    Ich hatte vor etwa 2 jahren 2x eine Lungenentzündung mit Verdacht auf Embolie.D-Dimerewert über 350mmg/dl.Diese konnte man mit Amoxilin wieder in den griff bekommen.Heute war ich zur Torax Röntgenuntersuchung und es war ein heller Fleck zu sehen. Mein HA bereitete mich auf auf die Diagnose Lungenkarzinom vor.Ich habe weder Bluthusten ,andauernden Husten oder Luftnot trozdem ein Lungenkrebs?Am Montag muß ich zum CT. mit was muß ich rechnen ohne diese Symtome.Kann ein heller Fleck auf der Lunge auch andere Erkrankungen aufweisen oder muß es immer Krebs sein?

    werde weiter berichten

  • 104 Antworten

    Liebe begga,


    natürlich machst du dir nach so einer Äußerung des Arztes Gedanken. Durch das Röntgen der Lunge - und auch durch eine Computertomographie - kann man ein Karzinom der Lunge (und prinzipiell maligne Erkrankungen) weder diagnostizieren noch ausschließen. Dafür ist immer eine pathohistologische Untersuchung des Gewebes notwendig, welches durch z.B. eine Biopsie gewonnen wird.


    Du schreibst, dass du bereits 2x eine Lungenentzündung erlitten hast. Der weiße Fleck kann also auch daher rühren, dass an dieser Stelle durch die entzündlichen Prozesse des Lungengewebes Narbengewebe gebildet hat, was dann im Röntgen durch einen weißen Schatten auffällt.

    Ich finde das Vorgehen etwas unsensibel von deinem Hausatzt. Aber gut jeder tickt anders.

    Grundsätzlich zeigt das Röntgen erstmal nur das dort eine Veränderung vorliegt. Es kann etwas tumoröses sein, es kann sich auch schlicht um Narbengewebe handeln.

    Also warte weitere Untersuchungen ab.

    Bist du denn Raucher?

    Naja du hattest 2017 und 2019 Probleme die zumindest nicht dauerhaft mit AB beseitigt werden konnten. Warum jetzt ein Lungenröntgen anstand wird auch seinen Grund haben, was hattest du denn für Probleme oder wurde dies Routinemäßig gemacht?

    Der Fleck kann vieles sein (z.B. Narbengewebe, Lungensarkoidose) ein Karzinom sollte man natürlich trotzdem auf jeden fall ausschließen. An Hand des Röntgenbildes kann man da gar nichts 100% sagen und auch Vermutungen von Ärzten können falsch sein.

    Vielleicht hat der Arzt sich auch einfach unglücklich ausgedrückt

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es leider möglich ist an einem Lungencarzinom erkrankt zu sein, und keinerlei Symptome zu haben, speziell dann wenn sie sehr früh diagnostiziert werden.


    Ich finde deinen Hausarzt kompetent, der meiner Oma hat z.B das offensichtliche Karzinom "übersehen", sodass sie erst 1 jahr später, als die Symptome omnipresent waren, diagnostiziert wurde. Das hat dazu geführt, dass es nicht mehr operabel war.

    Hallo zusammen,Danke für eure Rückmeldung.

    ja Raucher war ich,und alles hängt sicherlich damit zusammen.Eine Situation habe ich vergessen zu erwähnen. Im Röntgenbild war im Januar 2020 an der gleichenStelle ein etwa 5mm großer weißer Fleck zu sehen, heute 2 Dezember ist der Fleck um die Hälfte vergrößert.Könnte es sich um eine schnellwachsenden Tumor handeln.

    Ich bin mit den Nerven fertig.

    Ausschließen kann man das sicher nicht und ich weiß auch nicht ob man bei 5mm auf 7,5mm in fast einem Jahr von einem schnell wachsenden Tumor sprechen müsste. Hört sich für mich erstmal nicht so schnell an. Ich wußte gar nicht das man so kleine Auffälligkeiten bereits im Röntgenbild erkennen kann, oder hattest du ne CT/MRT?


    Wie auch immer, es ist leicht gesagt aber jetzt das schlimmste anzunehmen hilft auch nicht weiter, außer am Ende vielleicht unnötig Sorgen und Stress. Aber verstehen kann ich deine Sorge nach so einer Aussage natürlich auch gut.

    Das dein Arzt dem auf den Grund gehen will ist erst einmal gut und richtig.


    Vielleicht ist es gar nix, vielleicht ist es ein ganz kleiner langsam wachsender Tumor gerade erst in Entstehung und du kannst nach ner kleinen OP noch 90+ werden, wer weiß das schon, je früher das abgeklärt ist desto besser.

    Mit 70 hat die Lunge ja auch schon einiges erlebt und es gibt ja auch noch gutartige Veränderungen.

  • Hyperion

    Hat den Titel des Themas von „Lungenkrebs diaknostiziert durch Lungenröngen“ zu „Lungenkrebs diagnostiziert durch Lungenröntgen“ geändert.

    Komisch ist das ich nie Symptome hatte die gerne bei Lungenkrebs genannt werden,weder andauernder Husten,Blut im Sputum, Atemnot , Schmerzen usw.Habe mich nie Krank gefühlt. Wenn ich diesen hellen Fleck im Röntgenbild nicht selber gesehen hätte würde ich mich keiner ärtzlichen Behandlung unterziehen.Vielleicht lasse ich einfach alles bis ich 75 bin und dann als Palliativpatient ende.Wer weis was passiert wenn an der Lunge herumoperiert wird und es dadurch noch schneller zu ende geht.

    begga schrieb:

    Komisch ist das ich nie Symptome hatte die gerne bei Lungenkrebs genannt werden,weder andauernder Husten,Blut im Sputum, Atemnot , Schmerzen usw.Habe mich nie Krank gefühlt. Wenn ich diesen hellen Fleck im Röntgenbild nicht selber gesehen hätte würde ich mich keiner ärtzlichen Behandlung unterziehen.Vielleicht lasse ich einfach alles bis ich 75 bin und dann als Palliativpatient ende.Wer weis was passiert wenn an der Lunge herumoperiert wird und es dadurch noch schneller zu ende geht.

    Aber dann hast Du Ungewißheit auf ewig. Wie alt bist Du denn jetzt?

    Du tust mir echt leid. Jetzt bis Montag auf die Folter gespannt zu werden.

    Rauchst Du? Gäbe es Gründe für Lungenkrebs?
    Ich drücke Dir die Daumen, dass am Montag eine harmlose Ursache diagnostiziert wird. :)*@:)

    danke fürs Daumendrücken,vielleicht hilft es ja! ich werde im Dezember 71, ja ich habe geraucht und nie richtig aufgehört,Wenn ich in den Foren Berichte lese habe ich keine große Hoffnung auf eine harmlose Ursache. Alle Röntgenbilder die meinem Befund gleichen werden in Fachforen als Lungenkrebs betitelt.In keinem Bericht wird einmal erwähnt das es sich auch um harmloserere Ursachen drehen kann.Zu erwähnen ist das mein Hausarzt vor 13 Jahren selbst an Lungenkrebs erkrankt war(Zufälligbefund)und die Röntgenbilder sich gleichen.Ihm mußte eine halbe Lunge entfernt werden.Vor solcher Aktion habe ich Angst und werde mir eine solche OP genauestens Überlegen und versuchen mit Chemo und Bestrahlung den Krebs einzudämmen,Nach entfernern eines Lungenteiles ist Atemnot und langes Krankheitsgefühl vorprogrammiert,ich will aber das es so bleibt wie jetzt, keine körperlich und geistigen Beschwerden.Nur wenn die Ärzte mir dies vermitteln können denke ich an eine OP.

    guten Morgen

    Achim

    Die Symptome, die du benennst, tauchen erst auf, wenn der Patient kurz vor dem Tod steht. Bis dahin ist LK symptomfrei.


    Ich finde die Aussage des Arztes grenzwertig, nein eigentlich ist sie daneben und unsensibel. Es hätte greicht, wenn er gesagt hätte, dass er was gesehen hat, was er weiter untersuchen möchte, um zu sehen, was es ist.


    Nicht jeder LK wird operiert / kann operiert werden. Dazu muss erst die Klassifikation vorliegen.

    Soweit sind wir hier aber gar nicht. Es muss erstmal geschaut werden, um was es hier überhaupt geht. Also reite mit deinen Gedanken nicht allzu weit in die Zukunft und auf die OP- und Bestrahlungstische in dieser Welt.

    Mein Arzt hat im Beisein von mir die Röntgenaufnahme gesichtet und Ausgewertet durch seine Erfahrung am eigenen Laib kann ich ihm glauben das er richtig diaknostiziert.Hätte ich die Aufnahme nicht selbst gesehen wäre es mir leichter gefallen auf das CT zu warten.So belaste ich mich damit das es auf jedenfall Lungenkrebs ist , und nichts anderes in Frage kommt.Ich habe 2 kleine Enkelmädchen die ich noch eine zeitlang begleiten möchte aber bei Lungenkrebs ist die chance gleich null.Ich habe ich vor den bevorstehenden Untersuchungen so ungute Gefühle das es schlimmer ist als mein Arzt (ein sehr guter Freund) aus Rücksicht auf meine Phsyche mir berichtet .

    Ich muß abwarten aber ohne Hoffnung auf ein gutes Ergebnis

    Achim

    Vielleicht tröstet es Dich ein wenig:

    Mein Vater war in Deinem Alter als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wurde. 5 Jahre zuvor hatte er einen Schlaganfall, von dem er sich aber einigermaßen gut erholte.

    Doch leider wurden sämtliche Symptome die dann kamen von den Ärzten darauf geschoben. Er war an sich immer ein recht sportlicher Kerl, ist viel schwimmen gegangen, war im Rentnersport, täglich spazierengegangen. Auch nach dem Schlaganfall, zwar eingeschränkter, aber es ging.

    So zwei Jahre vor der Diagnose fing es langsam an, dass er immer schneller müde wurde, Spaziergänge wurden weniger, das Schwimmen fiel irgendwann ganz flach. Und er fühlte sich so insgesamt einfach kränklich. Verschiedene Untersuchungen wurden zwar gemacht, aber immer im Hinblick auf den vergangenen Schlaganfall. Und es wurde ihm gesagt es sei "normal" sich so zu fühlen, nach einem Schlaganfall und dann noch das Alter...

    Bis ich ihn dann drängte anstatt immer alle paar Monate zu einem anderen Facharzt zu gehen, für drei Tage in die Klinik für einen Komplettcheck. Und da kam es dann raus, leider viel zu spät.



    Bei Dir hört sich das aber GANZ anders an!! Nach einer doch recht frühen Erkennung - wenn es denn überhaupt Krebs ist. Bei meinem Vater haben sie immer gesagt: ein Jahr früher und er hätte noch gute Chancen gehabt - ein Arzt hat sich noch etwas krasser (fanden wir aber gut) ausgedrückt: Er wäre wahrscheinlich eher an seinen Durchblutungsstörungen oder Bluthochdruck (bzw. daraus irgendwann resultierenden Herzproblemen) gestorben als an dem Krebs.


    Ich verstehe Deine Angst sehr, sehr gut - aber versuche die wahrscheinlich frühe Erkennung positiv zu sehen. Nochmal: Wenn es denn überhaupt Krebs ist.


    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen :)*

    Krebs hat nun leider die miese Angewohnheiten still und heimlich zu wachsen und oft keine Probleme zu machen.


    Letztlich kann tatsächlich nur eine Histo bestätigen, ob es ein bösartiger Tumor ist, oder nicht. Aber ein erfahrener Arzt kann durchaus auch an einem Röntgenbild oder CT oder MRT oder gar Ultraschall erkennen, ob da etwas eher in die gutartige oder bösartige Richtung geht.


    Meinem Vater hat der Urolog während einer Ultraschalluntersuchung auf den Kopf zugeesagt, dass der tennisballgroße Tumor an der Niere zu 99,99% bösartig ist. Und er hatte Recht.


    Was für dich spricht: du scheinst ja in den letzten Jahren regelmäßig wegen deiner Lunge in Behandlung gewesen zu sein. Da würde ich zumindest davon ausgehen, dass der Tumor (sollte es denn einer sein) noch nicht jahrelang in dir schlummern. Und Lungenkrebs ist wie alle anderen Krebsarten rechtzeitig genug erkannt, auch gut behandelbar und auch manchmal heilbar.

    Die wartezeit ist dennoch mies, da versteh ich nicht, wieso man dich nicht gleich zum CT geschickt hat. Das find ich unmöglich. An die Psyche der Menschen denkt dabei leider keiner. Vielleicht kannst du dich ans Telefon hängen und alle möglichen Radiologien anrufen, ob du irgendwo heute oder morgen noch dran kommen kannst. Oder bitte deinen Hausarzt nochmal für dich ganz fix einen Termin auszumachen, notfalls mit Einweisung im KH.

    Mein Vater bekam damals Donnerstag Abend den Befund (Ultraschall in der Praxis) und hatte sofort Freitag früh das CT. Montag drauf war er dann schon im KH und Dienstag wurde der Tumor entfernt. Da war nicht viel Zeit zum grübeln und verrücktmachen, zum Glück.


    Ich wünsche dir alles Gute!


    PS: das mit meinem Vater ist übrigens 18 Jahre her und es geht ihm super.