@ hag


    Das haben wir schon heute für sie ,Weihnachten mit ihr gefeiert es geht nicht anders mit Ihr da das Schmerzmittel nach läst und sie es sonst nicht aushalten kann vor Schmerzen Sie konnte heute auch nicht lange bleiben . Ich weis nicht einmal wie ich das alles sagen kann aber eins sag ich ,wir lassen sie alles Teilhaben was sie auch noch mit machen kann.

    Hallo Galaxi

    Schoen, dass Du Dich getraut hast, zu schreiben.


    Ja, ich kann Dich sehr, sehr gut verstehen. Das mit dem Morphium ist ne gute Sache. Ich kann Euch aber nur raten, die Dosis erhöhen zu lassen. Deine Mutter braucht überhaupt keine Schmerzen zu haben. Das braucht kein Patient. Sprich unbedingt mit dem Arzt darüber. Mit Morphium ist sie zwar in einem dämmerzustand, aber immer noch besser, sie mit Schmerzen zu sehen. Tut Euch selbst den Gefallen und macht das ganz schnell.Wie klappt denn die Betreuung zu Hause? Habt Ihr schon mal an ein Hospiz gedacht?


    Ich bin in Gedanken bei Euch und wünsche Euch ganz, ganz viel Kraft!!!!!!!!!!!!!!!

    @ Chris – drummer

    hallo und danke für deine Antwort


    Meine Mutter bekam immer wieder Chemotherapie und Bestrahlung , Sie war immer wieder Krankenhaus zu Haus und


    Zurück und das fast ein ganzes Jahr lang . Die Morphium pflastert bekommt sie auch jetzt stärker . Sie kann auch noch


    eigenständige wenige Dinge allein machen und mit einer noch höheren Dosierung mit einem Dämmerzustand wäre für meiner Sicht undenkbar , da sie es nicht mehr alleine könnte.


    Das muss Sie alleine entscheiden können , wenn Sie es überhaupt nicht mehr aushalten würde .


    Zu Hause ist Sie noch gut aufgehoben , aber ich weis nicht wie Wir haben auch nicht nach einem Hospiz nach gedacht.


    Wir waren auch froh gewesen als Sie noch vor Weihnachten nach uns kam für eine kurze Zeit.


    es werden kann und was noch alles auf uns zu kommen wirdWeihnachten wurde vorverlegt und die Kinder konnten noch vor Ihr die Geschenke auspacken . Weil es sonst nicht anders ginge. Doch wir bekamen alle mit wie es Ihr ging .


    Ich weis nicht wie es weiter geht mit Ihr:°(

    Nachdem ich nun schon tagelang die Erfahrungsberichte lese, und mit meinen eigenen Gedanken nicht so recht klarkomme, habe ich mich dazu entschlossen,


    meine Geschichte zu erzählen. Obwohl es mich sehr wundert, daß die letzten Beiträge schon mehrere Jahre alt sind.


    Nach fast 26-jähriger engster und ehrlicher Beziehung ist mein Lebenspartner gestern vor drei Wochen in meinen Armen sanft eingeschlafen. Wir wußten seit fast genau einem Jahr von der Diagnose Lungenkrebs im Stadium IIIb. Von diesem Moment an hat sich – wie bei allen bestimmt auch – unser Zusammenleben schlagartig verändert. Im Juli und August hatten wir eine Serie mit 10 Chemotherapien, die relativ gut vertragen wurden. Im Anschluß standen uns 55 Strahlentherapietermine bevor, die allerdings extrem anstrengend und kräfteraubend waren. Nachdem die Nebenwirkungen mehr oder weniger gut verdaut waren, ging es ihm auch relativ gut, die Ergebnisse der Kontrolluntersuchungen konnten sich sehen lassen. So um die Weihnachtszeit hatte er plötzlich mit starker Atemnot zu kämpfen, die mit Cortisonspray aber gut behandelt wurde. Ende Januar feierten wir im kleinen Kreis seinen 70. Geburtstag


    und kurze Zeit danach gings dann los: Ende Februar waren die ersten Metastasen im Hals. Es hieß, man könnte gut dagegen angehen mit einer neuerlichen Chemotherapie, zuvor muß aber ein Teil dieser Metastasen operativ entfernt werden, um genau zu sehen von welcher Art sie sind. Nach diesem Eingriff kam es leider zu einer schweren Lungenentzündung wieder mit extremer Atemnot, d. h.


    eine Chemotherapie war erstmal nicht möglich. Zuhause wurde es immer schwerer, die alltäglichen Dinge im Haushalt waren nur mit größten Anstrengungen möglich, hinzu kam eine wahnsinnige Müdigkeit. Auch das mittlerweile vorhandene Sauerstoffgerät brachte wenig Erleichterung. Ein neuer Termin im Klinikum zeigte jede Menge Flüssigkeit in der Lunge, und zwar links.


    Nach ca. einer Woche als nichts mehr kam stand der Entlassungstermin bevor, aber ich war recht ratlos, da sein Allgemeinzustand sehr schlecht war. Da machte man uns den Vorschlag in ein Pflegeheim zu gehen. Ich war entsetzt!


    Es ging ihm immer schlechter und bei einer neuen CT stellt man fest, daß nun auch rechts alles voller Flüssigkeit sei. Also wurden die Schläuche neu gelegt...


    Am Mittwoch, 1. Juni rief mich der behandelnde Arzt an und bat mich um eine Entscheidung: Entweder man läßt die Geschichte so weiter laufen wie bisher, dann wird der Patient in spätestens 2 Wochen äußerst qualvoll ersticken, oder ich willige schriftlich ein, daß er täglich und permanent eine bestimmte Dosis Morphin


    erhält. Dieses bewirkt, daß der Patient in einen geistigen Zustand versetzt wird, der ihm die Angst und Sorge nimmt und die Atemnot einfach nicht mehr so wahrnimmt. Und er würde sehr viel schlafen und so irgendwann einschlafen und eben nicht mehr erwachen. Auf meine Gegenfrage was ich mir unter irgendwann vorzustellen habe hieß es, so 3, 4, vielleicht 5 Tage.


    Ich willigte ein und bat darum mir es möglich zu machen, "am Ende" dabeisein zu können. Gleich an diesem Mittwoch hat man damit begonnen mit 0,5 mg in den Bauch. Er wußte nichts davon, er hat sich in diesen Dingen immer auf mich verlassen. Am Tag danach stand bereits ein separates Zimmer bereit, nur für uns zwei! Ich glaube ich werde diesem phantasischen Ärzte- und Pflegerteam ein Leben lang dankbar sein für dieses Engagement. Für mich begann jetzt die schwerste Zeit unserer Beziehung, da ich auch zwecks der Beruhigung mehrmals die Unwahrheit sagen mußte. Schwierig war es nach einer plausiblen Erklärung zu suchen, warum man ihn in ein Einzelzimmer verlegt, obwohl das Bett im vorherigen 3-Bettzimmer nicht gebraucht wurde für einen anderen. Es fiel mir sehr schwer, aber irgendwie waren wir auch glücklich. Ich durfte ihn jeden Morgen waschen, rasieren und eincremen. Es hat ihm gut getan und mir geholfen.


    Am Sonntag dann hat man ihn an ein Gerät angeschlossen wo er permanent 2,0 mg Morphin bekam. Das gab mir heftig zu denken... In der Nacht auf Montag ist ein sehr langes heftiges Gewitter gewesen. Bei jedem Donnerschlag saß er im Bett, hat mich mit riesigen Augen und einem ängstlichen Blick angesehen und viel wirres Zeug erzählt. Für mich war diese Nacht die Hölle. Der Arzt erzählte mir am Montag, daß ein Sterbender so ein Unwetter noch viel intensiver erlebt. Heute war der erste Tag, an dem ich ihn füttern mußte, weil er einfach zu schwach war. Im Lauf des Vormittags hat man die Dosis auf 3,0 erhöht. Er war nur noch selten wach, kaum ansprechbar, aber die leisen Gespräche im Zimmer hat er verstanden. Manchmal nämlich lieferte er einen schwer verständlichen Kommentar


    ab. Ich war hin und hergerissen und am Zweifeln, ob meine Entscheidung die richtige war. Am Nachmittag sank seine Körpertemperatur auf 34° ab, er war eiskalt und schwitzig, klagte aber über zuviel Wärme im Zimmer. Am frühen Abend stieg sein Fieber auf knapp 39° und seine sonst so schlanken Hände und Finger wurden ganz dick. Schwestern und Pfleger gaben sich die Klinke in die Hand, haben mich bestärkt und immer wieder gesagt, daß sie das alle so gut finden, wie ich das bewerkstellige. Das hat mir schon gut getan, aber wie es in mir aussah, wußte niemand, wie auch! So ungefähr um 00.00 Uhr hörte ich ein leises gehauchtes "Drücken". Ich rollte mich rüber, legte mich auf ihn, stützte mich mit den Knieen und Ellbogen ab und merkte wie er seine schwachen dünnen Ärmchen um mich rumlegen wollte. Genau in diesem Moment schaute die Nachtschwester nach uns, beeilte sich und legte seine Arme auf meinen Rücken. Ich hörte ein wohliges Grunzen. Nach kurzer Zeit lag ich dann wieder neben ihm, händchenhaltend und verspürte um 01.44 Uhr einen recht festen Druck. Sofort schoß ich hoch, wir blickten uns an und er atmete ganz tief und leise ein und aus.


    Naja, somit war es vollbracht.


    Vielleicht ist meine Geschichte zu lang und ausführlich geraten, aber es wäre mir nicht möglich gewesen anders zu antworten. Ich bin nämlich auch der Meinung, daß es schon das Morphium ist, welches den Tod herbeiführt. Schließlich ist ja zu lesen, daß es die Atmung lähmt bis zum Stillstand.


    Mein Problem, welches täglich größer wird ist, daß ich weiß, daß meine Einwilligung zu einem schnellen Tod geführt hat. Das heißt die Todesursache war eigentlich keine natürliche, eher eine gewollte, manipulierte. Natürlich wäre das Ersticken auch keine gute Alternative gewesen.


    Abschließend möchte ich nur noch erwähnen, daß er sehr zufrieden ausgesehen hat am Ende und mir kam es so vor, als ob seine geistige Wahrnehmungsfähigkeit


    plötzlich wieder da war. Wir haben also mit dieser Art der medizinischen Behandlung eigentlich keine direkt "schlechten" Erfahrungen gemacht, ich würde wieder so entscheiden. Liebe Grüße an alle anderen Betroffenen.

    Friedemann Scherzer das hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Wenn ich all diese Geschichten lese um´s Sterben dann erinnert mich das immer an den Tod meiner Tante. Sie hatte ein Magenkarzinom und Knochenmetastasen. Hat gekämpft wie eine Löwin und sich irgendwann selbst in ein Hospiz eingewiesen. Wir haben dann immer abwechselnd im Zimmer gesessen und ihr auch mehr oder weniger beim Sterben zugeschaut. Sie bekam auch Morphium und hatte die Augen immer zu. Wenn ich ihre Hand nahm drückte sie auch manchmal, obwohl sie sonst zu schlafen schien. Sie bekam dann auch keine Nahrung mehr, das würde den Tod nur noch weiter hinauszögern sagte man uns. Alles sehr heftig was man da miterleben muß, aber man will seinem geliebten Menschen ja auch auch zur Seite stehen. Jeder der Familie hat quasi nur darauf gewartet dass sie es schafft von uns zu gehen. Die Schwestern baten uns dann mal sie alleine zu lassen, daraufhin hat es dann nicht mehr lange gedauert. Als ihr Mann dann wieder kam ist sie eingeschlafen.

    Hallo, Jessica M.


    Diesen von Ihnen geäußerten Gedanken hatte ich oft: Einfach dazusitzen und auf das Sterben, den Tod zu warten. Ich kam mir dabei irgendwie komisch vor, da man ja in der Regel eher helfen sollte, wieder gesund zu werden. Aber wenn man zusieht wie jemand so langsam vor sich hinstirbt, ist es ein ganz seltsames Gefühl. Ich habe mich ein paar Mal dabei ertappt, daß ich dachte, wann es denn nun passieren würde, da der Arzt ja von 3, 4 oder 5 Tagen sprach. Dieser Gedanke läßt mich einfach nicht los.


    Liebe Grüße, Friedemann.

    Ich denke das ist völlig normal dass man in so einer situation darbüber nachdenkt. Es geht ja auch gar nicht anders. Wie sollte man sich in so einer ausnahmssituation keine gedanken machen. aber: es ist der lauf der dinge, wir werden alle mal gehen. und wir müssen immer daran denken wie schön es für unsere angehörigen war dass ihnen jemand beigestanden hat.

    Halo Jessica!


    Das hast Du schön gesagt. Ich denke genauso, jetzt wo meine Mutter seit 5 Jahren an Lungenkrebs verstorben ist. Es war ein Höllenritt, nicht nur für sie, sondern auch für uns Angehörige. Im Nachhinein war es gut, ihr Morphium verabreicht zu haben, auch wir wollten sie nicht in einem Dämmerzustand gehen lassen. Aber die Schmerzen waren so ausgeprägt, sie hat nur noch geschrien .


    Ich wünsche allen Betroffenen und Angehörigen viel Kraft!

    Ist hier noch wer aktiv?


    Meine Mum hat kleinzelliges BK vor nem 3/4 Jahr diagnostiziert bekommen.


    Erst Chemo 6 Zyklen, dann Bestrahlung Schädel prophylaktisch und nun keine 2 Monate nach des letzten Chemozyklus ist der Drexxtumor in der Lunge wieder gewachsen sodass eine weitere Chemo angedacht wurde, wir befinden uns aktuell vor dem 3. Zyklus und nach dem 2. vergeht eigentlich kein Tag wo sie sich nicht übergibt. Zusätzlich gibt es Knochenmetastasen und sie ist auf Morphin eingestellt 10mg.

    Hallo Rasta,


    es tut mir leid, daß deine Mutter so sehr leidet.


    Wie alt ist Sie denn?


    Habt Ihr schon mit den Ärzten gesprochen, wie groß sie die Chancen sehen, daß die Chemo wirklich etwas zur Verbesserung der Situation deiner Mutter beiträgt? Ihr solltet abwägen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, daß die Chemo was nützt.


    Die Nebenwirkungen sind ja wohl massiv und nicht in den Griff zu bekommen und der Nutzen scheint ja eher kaum vorhanden zu sein.


    Habt Ihr schon über eine geeignete Palliativbehandlung nachgedacht?


    Gruß


    rentier

    Hallo !


    Sagt mal, wie war das während der ersten Krankheitsphase bei Euren Eltern, wer hat sich um sie gekümmert ? Waren oder sind sie Zuhause und haben Angehörige die mit ihnen im Haushalt leben und sich kümmern ?


    Mein Bruder, der leider schon seit vielen Jahren allein lebt, hat nun die schreckliche Diagnose erhalten und hat im Haushalt eben niemanden. Einer meiner 4 Brüder und ich kümmern uns eben so gut es geht (Die Tochter, Eltern,etc. bringen sich jetzt nicht so ein) aber er kann aus psychischen Gründen quasi nicht alleine sein.


    Viele Grüße und weiterhin viel Kraft