Lungenkrebs, Hirnmetastasen, Pleuraerguss

    Hallo....


    Seit ca. 4 Wochen wissen wir, dass meine Schwester inoperabelen Lungenkrebs hat. Immer wieder hatte sie malignes Wasser zwischen dem Rippenfell und der Lunge, was auch schon zu Metastasen im Rippenfell geführt hat. Nun hat sie eine Dauerdrainage, um das Wasser täglich abzulassen. Es wird immer weniger, manchmal auch nur schaumig, ich hoffe, dass das ein gutes Zeichen ist.


    Da sie auch 3 kleine Hirnmetastasen hat, bekam sie 10 Ganzkopfbestrahlungen, die sie aber gut vertragen hat.


    Ihre erste Chemo hat sie auch schon hinter sich (4 Stück, alle 3 Wochen) seitdem ist sie sehr schlapp. 10 Kilo hat sie abgenommen, sie ekelt sich vor warmen Essen und isst, wenn überhaupt, nur mal ein Brötchen.


    Keiner weiß nun, was so wirklich Sache ist. Wird sie noch lange leben? Geht es jetzt ganz schnell? Wir sind alle so verzweifelt, denn man liest sehr viel im Internet :-(


    Danke für eure Antworten.. und bitte ehrlich sein....Danke.


    LG Stern68

  • 8 Antworten

    Hallo Stern,


    eine pauschale Aussage, wie lang deine Schwester noch leben wird, kann dir niemand geben. Na klar, das ist die Frage, die einen beschäftigt, aber sie lässt sich so nicht beantworten, da der Verlauf von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein kann. Klar ist aber auch, dass ihre Diagnose nicht besonders gut aussieht. Da der Krebs bereits bis ins Hirn metastasiert hat, wird die Zeit, die deiner Schwester noch bleibt, nicht endlos sein. Manche leben noch ein halbes Jahr, andere ein Jahr oder länger. Es ist aber auch nicht immer die Frage, wie lang man noch lebt, sondern vielmehr, wie -mit welcher Qualität- man noch leben kann.


    Das ist sehr hart und ich verstehe deine Verzweiflung voll und ganz. Es ist unglaublich schwer, zu sehen, wie sich ein Mensch innerhalb kurzer Zeit verändert, wie es ihm immer schlechter geht und man selber nichts machen kann. Sei einfach für sie da und sprich mit ihr, wenn sie sprechen möchte, damit tust du schon ungemein viel für deine Schwester und fühlst dich vllt. nicht mehr ganz hilflos.


    Eine Chemotherapie ist sehr belastend, da sie die Zellen des gesamten Körpers angreift. Eine häufige Nebenwirkung ist die Übelkeit, da durch die Zytostatika das Brechzentrum im Gehirn gereizt wird. Daher kommt der Ekel und der Gewichtsverlust. Kann deiner Schwester da keine Ersatzkost gegeben werden? Es gibt verschiedenste hochkalorische Getränke, die die Kalorienzufuhr gewährleisten sollen.


    Sprich auf jeden Fall mit einem Arzt, wenn du Fragen hast. Dann hast du Klarheit und weißt, woran du bist.


    Ich wünsche dir und deiner Schwester wirklich alles, alles Gute :)*


    Liebe Grüße von Elyse @:)

    Hallo ,


    Ich kann mir gut vorstellen wie ihr euch fühlt . Ich wünsche euch viel kraft um deine Schwester auf ihren schweren Weg zu begleiten :)* .


    Vor 2,5 Jahren ist meine Tante an Lungenkrebs verstorben . Sie hatte auch Streuungen im kopf. Wurde sogar noch am Kopf operiert um es ihr zu erleichtern. Als sie erstmal im KH war dauerte es bei ihr nicht mehr lange , nach drei Wochen war sie erlöst . Allerdings war es ein sehr beschwerlicher Weg und sie hat sehr gelitten . Sie hatte große Schmerzen , schrie teilweise vor Schmerzen . Leider hat das morphium nicht angeschlagen da ihr stoffwechsel wohl nicht mehr gearbeitet hat . Ich habe ihr bis zum letzten Atemzug die Hand gehalten . War damals 21 Jahre alt . Aber ich war einfach erleichtert das sie sich nicht weiter quälen musste .


    Also wie gesagt man braucht sehr viel Kraft und wielange das dauert weiß keiner .


    Ich hoffe es gibt dir ein wenig Kraft zu wissen das du nicht alleine in so einer Situation steckst .


    Ich wünsche euch alles gute .

    Ich habe auch eine Bekannte gehabt die Lungenkrebs hatte und dann eben diese Metastasen. Sie wurde auch bestrahlt, bekam Chemo etc.


    Von beginn an ihrer Krankheit habe ich den Verfall miterlebt. Bei ihr dauerte es 6 Monate bis sie gestorben ist.


    Es war wirklich schrecklich das mit ansehen zu müssen. Ich weiss das dir das keine Hilfe sein wird.


    Leider muss ich auch dazu schreiben, dass sie diese 6 Monate nicht wirklich mehr schön verbracht hat. Sie hat das Haus nicht mehr verlassen, war zwar mal im Garten, aber das wars auch schon. Sie wurde halt immer schwächer, irgendwann musste ihr Mann sie dann die Treppen hochtragen ins Schlafzimmer.


    10 Tage vor ihrem Tod habe ich sie nochmal besucht und es war erschreckend was ich da sah, vor allem fand ich schlimm das sie wohl dachte das sie noch die Kurve kriegt. So zumindest hat man es aus ihren Gesprächen mitbekommen, sie hatte dann auch so ein ganz teures Krebsmedikament, für das ihr Mann ein Fahrzeug verkauft hatte usw.


    Ich wünsche euch sehr viel Kraft für diese Zeit. Es ist ein Abschied auf Raten und zu sehen wie der andere sich quält und an jeden Strohhalm festhält macht es nicht leichter.


    Ich hoffe nicht das man mit mir meckert, aber ich kann nichts positives berichten über die gleiche Diagnose......................so Leid es mir auch tut..ich würde gerne was anderes schreiben.


    :)*

    Vielen Dank für eure Antworten. Es ist völlig in Ordnung, dass ihr so ehrlich wart. Denn ich wollte ja wissen, was auf mich zukommt......


    Sie bekommt schon diese hochkalorierten Getränke, kann aber diese nicht bei sich behalten.


    3 mal in der Woche fahren wir zum Arzt um Blut abzunehmen, sie schafft es so gerade noch. Kaum noch Muskeln, keine Kraft und absolute Schwäche.


    Jetzt gehen ihr die Haare aus und das zwickt auch noch an ihrem Selbstbewusstsein.


    Ich hoffe, dass sie noch ein paar lebensfähige Monate hat. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, ist es schon übel....


    Sie selbst glaubt auch an Heilung. Sie denkt, dass die Strahlentherapien ihre Hirnmetastasen weggebrannt haben. Und die Chemo wird ihren Tumor und die Rippenfellmetastasen verschwinden lassen. Daran glaubt sie ganz fest. Ich lasse sie auch in dem Glauben!!


    Sie, die immer so fit und voller Lebenslust war, ist nun todkrank... ich kann es einfach nicht glauben. :-(

    Zitat

    Sie selbst glaubt auch an Heilung. Sie denkt, dass die Strahlentherapien ihre Hirnmetastasen weggebrannt haben. Und die Chemo wird ihren Tumor und die Rippenfellmetastasen verschwinden lassen. Daran glaubt sie ganz fest.

    :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ :)^ DAS DA ist das allerwichtigste!!!! Und ich glaube, gerade in ihrer Situation ist es total schwer, positiv zu denken und feste daran zu glauben, dass man wieder gesund wird. :)z Aber genau DAS kann ihr Ticket zum Glück werden - die positive innere Kraft zur Selbstheilung. Ich selbst wäre wahrscheinlich eher der Typ "Selbstmitleid" und "alles ist doof" und "warum ausgerechnet ich" %-| ":/ Ich bewundere die Tapferkeit Deiner Schwester und wünsche ihr von Herzen, dass sie tatsächlich wieder gesund wird! :)* :)* :)* :)*

    Das freut mich für deine Schwester und dich . Ich hoffe ihr werdet noch einige schöne momente haben :)- .


    Ich drücke euch ganz fest die Daumen , obwohl ich selbst leider nicht an "Wunderheilung" glaube . Wenn die Diagnose wirklich richtig gestellt ist .


    Aber positives Denken schadet nie :)^ .


    Alles gute für euch .