Lungenkrebsbehandlung mit Resochin (Chloroquin)

    Hallo


    Bei mir wurde Lungenkrebs diagnostiziert, aber noch ohne tiefgreifende Untersuchungen. Da ich beim Tod meines Vaters durch Lungenkrebs mit ansehen mußte, wie schwer die schulärztlichen Behandlungsmethoden den Körper belasten, habe ich mich entschlossen, keinesfalls einer Bestrahlung oder einer Chemotherapie zuzustimmen. Als wir bei meinem Vater nur einen rasanten Verfall seines Gesundheitszustandes feststellen konnten, haben wir nach einem Strohhalm gegriffen und die Weiterbehandlung durch Injizierung des Malariamittels Resochin gewählt. Innerhalb eines Zeitraumes von ca. 6 Wochen hat dann der behandelte Arzt eine fast vollständige Rückbildung der Metastasen festgestellt (Aussage des Arztes). Leider waren aber die inneren Organe meines Vaters durch die Bestrahlung so geschwächt, das er kurze Zeit später an Leberversagen doch gestorben ist. Ich habe jetzt im Internet nach Hinweisen gesucht, ob diese Behndlungsmethode heute noch angewendet wird, bzw. nach Erfahrungsberichten gesucht, habe aber nichts gefunden. Vielleicht weis ja einer von Euch näheres ?


    Viele Grüße KHK

  • 1 Antwort

    Zunächst wünsche ich dir viel Kraft, für das was auf dich zukommen könnte.


    Wann wurde Lungenkrebs diagnostiziert und von wem? Im Normalfall werden die weiteren Untersuchungen ohne Zeitverzögerungen durchgeführt. Bist Du bei einem Onkologen in Behandlung bzw. warst/wurdest Du schon auf einer onkologischen Station im KH aufgenommen?


    Das das Malariamittel Resochin in der Krebsbehandlung eingesetzt wurde ist für mich neu und nicht nachvollziehbar, da es als Medikament in der Rheumatologie eingesetzt wird.


    Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schwer zu verkraften

    In der Phase der Behandlung kann es vorkommen, dass man vieles falsch versteht, nicht wahr haben will usw. Was zum Tode deines Vaters geführt hat - Bestrahlungen - kann mMn so nicht behauptet werden. Jedenfalls sollte immer das Alter, der Fortschritt der Erkrankung, der allgemeine Gesundheitszustand usw. mit berücksichtigt werden.


    Könnte es sein, dass Du nicht wirklich weisst, wie dein Vater insgesamt behandelt wurde? Hast Du die Aufnahmen gesehen, die fast vollständig den Rückgang der Metastasen belegen können? Verstehe mich bitte nicht falsch - ich will dir hier deine Schilderung nicht absprechen.


    Was dich betrifft, solltest Du erst alle Untersuchungen und die genaue Diagnose abwarten. Daraus resultiert erst die Art und Weise der für dich wichtigen Behandlung. Du hast das Recht jede Art von Behandlung abzulehnen, solltest das aber nicht tun weil Du mit der Behandlungsweise für deinen Vater (immer noch) haderst. Wenn dir Informationen fehlen für eine evtl. anstehende Behandlung bei dir, besprich alles mit den Spezialisten und frage sie auch nach einer Behandlung mit Resorchin.


    Ich denke nur so kannst Du deine Ängste und Vorbehalte für dich grundlegend überprüfen, bevor Du eine Entscheidung triffst, treffen musst.