Mein Vater hat Lungenkrebs

    seit 2 Monaten hat mein Vater immer mal wieder Blutbeimengungen im Auswurf gehabt, mal mehr mal weniger. er wollte nie zum Arzt, als ich ihn dann doch zum Arzt bewegen konnte, kam gestern die Diagnose, Lungenkrebs.


    Laut Arzt liegt der Tumor im rechten Lungenfeld, hätte laut arzt noch nicht gestreut und läge gut für eine OP.


    Er hat ein Termin am 25.10 zur Stationärer Aufnahme, leider gehts nicht früher da alles voll ist. Dort werden erstmal 1 woche lang alle Untersuchungen gemacht.


    Ich habe aber angst weil es noch solange dauert bis zum 25.10 :°( . Habe sehr angst um meinem vater möchte ihn nicht verlieren :°( Er ist selber schon am verzweifeln hat schon längst aufgegeben, denkt schon über das erbe und alles nach :-( . Er sagt immer er kommt sowieso nicht mehr aus dem Krankenhaus.


    Das schlimmste ist das ich nicht weiß wie fortgeschritten der krebs schon ist. er war auf dem Röntgenbild schon ziehmlich groß, da meinte der arzt auch dafür das er schon so groß ist sieht er noch gut aus.


    ich weiß nicht mehr was ich machen soll, mein vater ist das liebste was ich habe :°(


    Warum ist denn immer dieses blut beim Auswurf mit dabei?

  • 80 Antworten

    Hi cherrygirly,


    wenn der Tumor schon so groß und trotzdem nicht gestreut hat, ist das ein relativ gutes Zeichen. Die meisten Krebspatienten sterben ja nicht an dem ursprünglichen Tumor, sondern an den vielen Metastasen (Tochtergeschwülsten) im ganzen Körper. So also klingt die erste Diagnose nicht schlecht.


    Untersucht wird jetzt, um welche Art von Tumor es sich handelt und wie man ihn am besten bekämpfen kann. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, die abgewogen werden müssen. Manche Karzinome lassen sich leicht operieren, andere kann man besser mit einer Chemotherapie behandeln.


    Das Blut im Auswurf entsteht dadurch, dass die Geschwulst (die selbst an den Blutkreislauf angeschlossen ist) in feine Blutgefäße hineinwächst und diese zerstört. Ich hoffe für deinen Vater, dass er rechtzeitig operiert werden kann. Denn dann sind die Aussichten für eine längere Überlebenszeit am besten. Auch eine Heilung ist dann nicht völlig ausgeschlossen.


    Alles Gute für euch! :)* @:) :°_

    Im jetzigen Stadium noch nicht. Krebs hat aber die Angewohnheit, immer weiter zu wachsen und neues Gewebe zu infiltieren. Blutungen sind dabei nur eine Begleiterscheinung.


    Lebensbedrohlich wird es, wenn der Tumor zu viel Raum fordert oder in andere Organe streut, in denen er sich ebenfalls ausbreiten kann. Davon sind dann zunehmend lebenswichtige Funktionen betroffen.


    Mach dir wegen dem Blut keine Gedanken, das ist nur ein Symptom. Viel wichtiger ist, dass dein Vater gute Krebsspezialisten bekommt, die sein Überleben verlängern und die verbleibende Zeit erträglicher für ihn machen können. Vielleicht findest du ja schon in diesem Forum ein paar Tipps.


    Dein Vater braucht auch keine Angst zu haben, dass er ständig im Krankenhaus bleiben muss. Krebspatienten können in der Regel viel Zeit daheim bei ihrer Familie verbringen.


    :)*

    Liebe cherry,


    diese Diagnose haut jeden einfach nur um :-/ ich verstehe Dich gut.


    Wie alt ist Dein Papa?


    Nun wird Dein Papa stationär aufgenommen und es werden viele Untersuchungen vorgenommen:


    Bronchoskopie – eine Spiegelung der Bronchien: es ist sehr wichtig, die Bronchien von innen anzuschauen, die Schleimhäute werden betrachtet, wenn nötig, kann auch eine Gewebeproben entnommen oder Sekret abgesaugt werden, die Probe wird untersucht und man kann erkennen, ob sich darin bösartige Zellen finden.


    Lungenfunktionsprüfung – hier wird gezeigt, ob genug Reserve zum Atmen übrig bleibt, wenn ein Lungenteil oder sogar ein Flügel entfernt werden muss.


    Röntgen und CT wurden vermutlich schon durchgeführt?


    Ultraschalluntersuchungen – es wird nun nach Tochtergeschwülsten gesucht (Bauch, Leber, Niere, Milz, Lymphknoten usw.).


    Kernspintomographie – des Schädels – auch zum Ausschluss von Metastasen.


    PET – des Körpers ohne Schädel – auch zum Ausschluss von Metastasen.


    Während dieser Zeit ist das Warten und die Ungewissheit das Schlimmste :-/ Haltet fest zusammen – seid füreinander da – mache Deinem Papa Mut und begleite ihn – sei bei ihm – es ist ganz normal, dass er Todesangst hat – das er sich schlimme Gedanken macht – das ihr sehr traurig und verzweifelt seid.


    Nach all diesen Untersuchungen werdet Ihr das Ergebnis erhalten – die Diagnose – um was es sich genau handelt und ob es nur diesen einen Tumor gibt – und ob er operiert wird.


    Es gibt viele Kliniken für diese Abklärung. Euch steht es frei, auch eine andere zu wählen.


    Wenn Du Interesse an Broschüren oder Büchern hast, melde Dich gerne. Ich könnte Dir welche vorschlagen.


    Ja, die Ungewißheit ist schlimm. Sehr schlimm. Es wird eine sehr schwere Zeit auf Euch zukommen. Aber Ihr müßt kämpfen und stark sein.


    Wie groß war der "Tumor" auf dem Rö-Bild? Oder war es ein CT?


    Was Du tun kannst ist, für ihn da sein, ihn auf diesem schweren langen Weg begleiten, ihm Kraft und Liebe schenken und so nah wie möglich immer sein.


    Wichtig ist jetzt, dass Ihr Ärzte findet, mit denen Ihr sprechen könnt, die sich Zeit nehmen, für Euch da sind, wo er sich gut aufgehoben fühlt, denn die Abklärung ist enorm wichtig.


    Hat er wirklich einen Tumor? Ist er gut- oder bösartig? Welche Art von Tumor ist es genau und wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?


    Ich wünsche Dir und Deinem geliebten Papa viel Kraft :)* viel Mut :)* viel Geduld und Hoffnung :)* und alles erdenkliche Liebe,


    Gruß Claudi

    Also brauche ich keine Angst haben das es bis zum 25.10 wo er erst stationär aufgenommen wird, schon zu spät ist oder?


    er sagt immer er hat angst das er mich und meine familie an diesen tag das letzte mal umarmt und von meinem sohn nichts mehr haben wird.


    es tut so weh wenn er das sagt :°( er hat schon alles aufgegeben :°(

    es wurde bis jetzt nur ein röntgenbild gemacht. wie groß und welche art von tumor wissen wir noch nicht. er hat es ja erst gestern beim hausarzt erfahren. er musste sich gestern bei der klinik ein termin machen lassen, am 25.10 ist der termin zur aufnahme. Mein vater will auch bis dahin warten, er sagt immer er muss noch soviele dinge klären, wie gesagt er hat sich schon längst aufgegeben. für ihn heißt lungenkrebs der tot, denn mein opa und freunde sind daran gestorben.

    Sehr schön ist, auch wenn es jetzt vielleicht total blöd klingt, dass Dein Papa so offen über seine Gefühle spricht.


    Das Schlimmste wäre jetzt, er würde sich verkriechen und isolieren und nicht mit Euch darüber sprechen.


    Über seine Ängste offen zu reden, ist jetzt sehr sehr wichtig.


    Und natürlich tut es Dir weh :-/ das ist wirklich alles sehr schlimm. Aber es ist sicherlich "nicht zu spät" und er wird auch wieder aus der Klinik entlassen. Vermutlich werden nicht alle Untersuchungen in dieser Klinik gemacht (wie z. B. das MRT und PET). Diese werden vermutlich ambulant nach der stationären Aufnahme gemacht in Eurer "Nähe".


    Dann werden alle Befunde zusammengetragen und bei einer "Tumorkonferenz" vorgestellt. Dort treffen sich mehrere Spezialisten und werden Deinen Papa auch als Thema behandeln. Erst dann wird Euch alles genau erklärt. Und das ist nun sehr wichtig. Wenn Deine Papa dies möchte, lasse die Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Damit Du Antworten erhältst und Ergebnisse. Wenn die Diagnose "gesichert" ist, erhaltet Ihr Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise / Behandlung.


    Mache ihm Mut. Sei bei ihm. Genießt jetzt ganz intensiv diese 10 Tage. Genießt diese Zeit. Sehr innig. Verbringt so viel Zeit wie möglich miteinander. Höre ihm zu. Es ist sehr wichtig, dass Du ihn zum Reden motivierst. Höre einfach nur zu. Oder stelle Fragen. Es braucht jetzt Eure Hilfe.


    Ich weiß, es ist vermutlich die schwerste Zeit in Eurem Leben. Angst. Verzweiflung. Hilflosigkeit. Machtlosigkeit. Aber Ihr müßt jetzt hoffen. Glauben.


    Ich drücke Euch sehr die Daumen :)*

    Ich weiß nur das der hausarzt meinte, dafür das er schon so groß ist das er noch ziehmlich gut aussieht und gut liegt für eine OP und das er noch nicht gestreut hat. aber ich habe angst das es bis dahin getreut haben könnte und alles ist zu spät.

    Nach einem Röntgenbild wird eigentlich ein CT erstellt. Erst hier kann genau festgestellt werden, wo genau der Tumor sitzt und groß er ist.


    Er hat sich nicht aufgegeben. Er hängt sehr am Leben. Er hat jetzt große Angst.


    Nicht jeder muss daran sterben.


    Lungenkrebs heißt nicht gleich Tod. Es ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, aber kann auch "geheilt" werden.

    Wer sieht gut aus?


    Wie alt ist Dein Vater?


    So schnell streut der Tumor normal nicht, hat uns der Arzt damals gesagt. Nicht innerhalb von 2-3 Wochen.


    Die Untersuchungen dauern jetzt auch vielleicht 1-2 Wochen. Bis die Besprechung am Ende dann ist vergeht auch wieder Zeit. Es wird jetzt leider Zeit des Wartens benötigen.

    Entschuldige bitte diese Antwort: aber der Hausarzt klingt für mich wirklich komisch.


    Er kann rein durch ein Röntgenbild diese Auskunft überhaupt nicht geben, meiner Meinung nach.


    Und auch ob operiert werden kann, kann er nicht entscheiden.

    der tumor sähe noch ziehmlich gut aus, dafür das er schon so groß ist. mein vater meinte, das der arzt gesagt hat das der tumor ziehmlich kräftig und rund sei. was es genau bedeutet weiß ich nicht.


    mein vater ist 68 jahre alt ist aber für sein alter noch relativ fit.

    ich habe alles gelesen dankeschön @:)


    also kann der hausarzt ( innere medzin ) das nicht erkennen von röntgenbild? es wurde ja im näheren krankenhaus gemacht das röntgenbild und wurde dann mit bericht zum hausarzt rüber gefaxt.

    Durch ein Röntgen lassen sich zB verdächtige Bezirke feststellen. Soll aber nach Metastasen zB gesucht werden, sind weitere Aufnahmen von anderen Körperbereichen erforderlich. Ich würde sagen, dass man rein vom Röntgenbild (Thorax) nicht sagen kann, ob ein Tumor gestreut hat.