Mein Vater hat T4/N2/M0

    Hallo leute, das ist mein erster beitrag in diesem abschnitt des forums und ich erhoffe mir, daß das evtl jemand liest, der mir etwas dazu sagen kann.


    meinen vater hat es erwischt. nachdem er letztens nur 2 mails mit andeutungen schickte ("was auf der lunge entdeckt, rechter flügel muß raus", "doch erstmal keine op"), weiß ich es nun sicher. anhand der vorigen andeutungen - er wollte mich und meinen bruder nich beunruhigen, wir haben wenig kontakt - war mir aber eigtl gleich klar, um was es geht. das is der nachteil, wenn man ne medizinisch ausgebildete tochter hat ;-)


    nachdem ich ihn gestern um mehr infos bat, weil ich wissen wollte, wie es steht, kam nun heute diese antwort:

    was die stadien/bezeichnungen bedeuten weiß ich schon, mich würde interessieren, wie ihr so die prognosen einschätzt. klingt das eher "gut" (ihr wißt schon, wie ich das meine) oder is das eher wenig hoffnung, daß er das übersteht?


    sonntag werd ich ihn wohl besuchen zu hause und dann mal sehen, wie er wirkt. ich bin aber überzeugt, ein häufchen elend anzutreffen..........


    danke erstmal fürs lesen


    *:)

  • 372 Antworten

    hallo josie 77


    ich habe deinen Eintrag gelesen. Es tut mir sehr leid für euch. Ich bin kein Arzt, aber meine Schwägerin und eine Gute Freundin machen das auch gerade durch. Ich kann dir nur empfehlen deinem Vater jetzt so gut du kannst bei zu stehen, da er eine schwere Zeit durchmachen wird. Auch wenn es ihm noch nicht bewust ist, aber die Chemo wird von vielen unterschätzt. Sie hat viele Nebenwirkungen. Bei meiner Schwägerin war es so, dass sie erst Brustkrebs hatte. Die Brust wurde entfernt, dann hat sie Chemo bekommen, dann eine Hormonbehandlung gehabt. Der Krebs hat sich verbreitet in der Zeit in der sie hormone bekam. Jetzt hat sie Lungenkrebs. - Und wieder CHemo... bis vor kurzem. sie haben die chemo abgebrochen da sie jetzt auch nicht mehr ohne Sauerstoffgerät atmen kann. Jetzt kann man ihr nicht mehr helfen. sie ist im Endstadium. Ich wünsche deinem Vater wirklich viel Glück und möchte den Teufel auch nicht an die Wand malen, aber bei meiner Schwägerin ging es so schnell vom ersten bis zum letzten (Stadium ca 3 Monate). Ich möchte dir jetzt nur empfehlen, für ihn da zu sein, denn er braucht jetzt wirklich FAMILIE. Man weiss sonst nie.

    bin auch ein T4 N2 M0


    (AdenoCa im rechten Oberlappen)


    Diagnose April 2007. Seit Ostern dieses Jahres gehe ich wieder Vollzeit arbeiten. Im Alltag merke ich von dem fehlenden Lungenlappen gar nichts. Gehe halt alle 3 Monate zur Kontrolle: Bisher kein Anhalt auf ein Rezidiv.


    vlt. macht euch das ein bisschen Hoffnung...

    @ Tourist

    Ich glaub so ein Beitrag macht immer Hoffnung.:)^:)^:)^


    Wünsch Dir alles Gute und dass der Befund weiterhin so bleibt.@:)

    @ amarshirin:

    danke für deine antwort. ja, ich weiß, daß chemo ne ziemlich fiese angelegenheit sein kann.... bisher scheint er sie aber ganz gut wegzustecken, den rest muß man wohl abwarten....


    sonntag fahr ich hin (wenn er fit genug ist) und seh ihn zum ersten mal seit fast 3 jahren wieder.

    @ tourist:

    das klingt ja super! glückwunsch!


    wäre schön, wenn das bei ihm auch so gut verlaufen würde. er ist eigtl ziemlich fit, immer schon gewesen. aber in so einem fall weiß man ja nie... da kann sich der zustand ja schnell ändern.


    ich danke euch erstmal für eure beiträge!


    *:)

    Ich möchte zwischendurch wieder darauf hinweisen, daß es auch diese Methode gibt, wenn Tumoren inoperabel sind:


    http://www.cyber-knife.net/

    so, falls es jemanden interessiert, heut war ich bei ihm. bin eben zurückgekommen. er macht sich gut, wenn man es nich wüßte (und es im gespräch kein thema gewesen wär), hätte man ihm nichts angemerkt. außer 1x.


    er hat erzählt, daß er zum glück bisher von der kotzerei durch chemo verschont geblieben ist (hat auch noch alle haare etc), dafür leidet der geschmackssinn und er hatte letztens nen fiesen 48std-schluckauf, der wohl ziemlich übel und schmerzhaft war. vorhin dann hatte er einen großen "hickser", da hat er sich kurz gekrümmt und das gesicht verzogen, aber abgesehen davon ist er der alte.


    natürlich is die abwehr komplett am boden, er sollte sich also besser im supermarkt nicht anhusten lassen, aber ich hatte es mir wirklich schlimmer vorgestellt.


    im moment ist der plan, die op (lungenflügel raus) so um neujahr herum anzugehen, man hofft, durch die chemo und bestrahlung den tumor bis dahin so geschrumpft zu haben, daß man es operieren kann, im moment liegt er dafür zu ungünstig (zu nah an den bronchien und der luftröhre) - auch wegen der größe.


    falls noch jemand erfahrung mit diesem typ hat, freu ich mich nach wie vor über erfahrungsberichte.


    gruß

    Falls du noch Infos brauchst:


    Hab n bisschen rumgegoogelt:


    TNM ist eine Abkürzung für


    * T = Tumor, Beschreibung von Ausdehnung und Verhalten des Primärtumors * N = Nodes = Lymphknoten, Fehlen bzw. Vorhandensein von regionalen Lymphknotenmetastasen * M = Metastasen, Fehlen bzw. Vorhandensein von Fernmetastasen


    T, N und M sind die wichtigsten so genannten Kategorien des TNM-Systems


    T4: Tumor jeder Größe mit direkter Ausdehnung auf die Brustwand oder Haut


    N1, 2 oder 3: zunehmender Lymphknotenbefall abhängig von der Lokalisation des Primärtumors. Einteilung z. B. nach ipsi- oder kontralateralem Befall und Beweglichkeit, sowie Lokalisation in Relation zum Primärtumor.


    M0: keine Anzeichen für Fernmetastasen.


    Wobei letzteres eine tolle Nachricht ist.


    MfG Dominik :)^

    @ domme:

    danke für die mühe.... aber:

    Zitat

    was die stadien/bezeichnungen bedeuten weiß ich, mich würde interessieren, wie ihr so die prognosen einschätzt.

    ;-)

    um sich zur Prognose zu äußern, müßte man wissen, welche Art Lungenkrebs es ist, kleinzellig, Adeno-, Plattenepithel etc.

    agnes, stimmt!


    oh gott, danach hab ich bisher gar nich gefragt..... warum hab ich denn da nich dran gedacht...?


    ich werd das die tage mal in erfahrung bringen.

    neuester stand... (mag das nur mal loswerden, vielleicht kann ja jemand was dazu sagen)


    das allerdings

    Zitat

    welche Art Lungenkrebs es ist, kleinzellig, Adeno-, Plattenepithel etc.

    weiß ich bisher immernoch nicht. aber es gibt andere probleme.


    also die geplante op (befallener lungenflügel raus) hat stattgefunden. durch die bestrahlung war der krebs wohl tatsächlich weg - jedenfalls nix mehr nachweisbar - allerdings hat er dadurch wohl ein "loch" in der lunge bekommen :-o


    die LK sind frei, im moment scheint kein krebs mehr da zu sein, lungenflügel is weg, und die ersten 2,3 tage ging es ihm ganz gut, kam auf normale station etc. war aber natürlich noch schlapp und schwach.


    naja..... das sieht nun anders aus. er liegt seit dem wochenende wieder auf intensiv, hat eine lungenentzündung!


    will (und soll auch) niemanden sehen, nich mal wir kinder sollen kommen, seine frau is viel bei ihm, aber er soll sich erstmal nur auf sich und kraft schöpfen konzentrieren können.....


    tja, daß das nun alles andere als günstig is, is mir klar. ne LE is ja normalerweise schon keine leichte kost.


    aber wie groß is das risiko, es nicht zu schaffen, bei jemandem mit nur noch 1 lungenflügel, der kaum ißt, nach ner krebs-op total schwach is....?


    ich stell mich grad innerlich schon darauf ein, demnächst ne böse nachricht zu bekommen - ohne nochmal bei ihm gewesen zu sein... :°(