Sind das Azeichen von Lungenkrebs?!

    Hallo liebe Community,


    ich möchte hier mal meien Fall schildern, in der Hoffnung die ein oder andere hilfreiche Antwort zu bekommen.


    Kurz zu mir: Ich bin männlich, 33, seit 18 Jahren leider Raucher gewesen (mal mehr mal weniger). Vor etwa 4 Wochen habe ich aufgehört, eben weil die Sorge ernsthaft zu erkranken zu groß wurde und es "Klick" gemacht hat.


    Seit meinem Rauchstopp jedoch ist nichts besser geworden, das Gegenteil ist der Fall. Anfangs begann es mit stechenden Schmerzen beim tiefen einatmen auf der rechten Seite (also nicht da, wo das Herz ist, die andere Seite) oben an der Brust, etwas unterhalb des Schlüsselbeines verbunden mit mäßigen Schmerzen im rechten Schulterblatt. Dieser Schmerz nahm sehr schnell zu und da ich 2005 schon einmal einen Spontanpneumothorax auf der rechten Seite hatte dachte ich zuerst daran.


    An einem Abend wurden die Schmerzen, verbunden mit Atemnot, so massiv, dass ich mir die betroffene Stelle druckmassierte. Dann plötzlich ein Grummeln (das war ähnlich wie dem direkt vor dem Kollaps meines Lungenflügels 2005), der Schmerz war sofort weg, zog in die unteren Rippen und verschwand auch dort nach kurzer Zeit, auch die Rückenschmerzen waren schlagartig weg. Ich vermutete, dass eine Luftansammlung im Pleuraspalt ohne Kollaps der Lunge entwichen war. (?)


    Nach ca. einer Woche (vor etwa 2 Wochen) kam das alles aber leider wieder, in abgeschwächter Form. Ich kann den Schmerz im Brustkorb recht gut lokalisieren, mal ist er da, mal nicht, lässt sich jedoch auch mit Druck von außen provozieren. Wenn dieser Schmerz nicht da ist habe ich ein leichtes Brennen im rechten Schulterblatt. Unter sportlicher wie auch Arbeitsbelastung nimmt die Schmerzintensität NICHT zu.


    Mit diesem Beschwerdebild war ich nach einem anstrengenden Arbeitstag letzte Woche Montag Abends noch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst weil die Schmerzen an diesem Tag schlimmer waren. Dort habe ich meine Symptome geschildert, auch meine "Raucherkarriere" hervorgehoben. Der behandelnde Arzt war sehr nett und freundlich, hat mich gründlich untersucht, auch die Lunge per Stethoskop abgehört (diese war nach seiner Aussage "frei" und gut belüftet), nahm mich mit meinen Beschwerden aber ofenbar nicht ernst.


    Der Wunsch nach einem Thoraxröntgen wurde mir verwehrt, dafür bestünde "keine Veranlassung". Als ich ihm meine Befürchtung schilderte versuchte er mich zu beruhigen und sagte meine Angst sei "völlig abwegig", das gäbe mein Beschwerdebild nicht her.


    Zwischenzeitlich habe ich versucht bei mehreren Lungenfachärzten auf eigene Faust einen Termin auszumachen, das jedoch gestaltet sich schwieriger als gedacht. Bei dem einen bot man mir trotz meines Beschwerdebildes einen Termin in 3 Monaten (!) an, der andere nimmt derzeit gar keine neuen Patienten mehr auf.


    Zwischenzeitlich ist eine Erkältung hinzugekommen die auch mit Husten einher ging, dieser war jedoch selten produktiv; wenn dann hatte ich teilweise klaren bis leicht bräunlichen Auswurf. Durch die Einnahme von Soledum Forte Kapseln schien es erst so, dass sich der Brustschmerz in Luft auflöst, dieser aber kommt jetzt in einer noch abgeschwächteren Form wieder. Er ist glücklicherweise nicht mehr so stark wie anfänglich.


    Weiß jemand, wie ich möglichst zeitnah einen Facharzttermin bekomme wo man diesen Dingen mal genauer auf den Grund gehen kann? Einfach so in die Notaufnahme eines Krankenhauses spazieren möchte ich nicht, aufgrund der Befürchtung dass ich dort wieder nicht ernst genommen werde.

  • 6 Antworten
    Leo1984 schrieb:

    Einfach so in die Notaufnahme eines Krankenhauses spazieren möchte ich nicht, aufgrund der Befürchtung dass ich dort wieder nicht ernst genommen werde.

    Du solltest in erster Linie nicht da hin, weil du eben kein Notfall bist.

    Warum nicht erstmal Hausarzt? Der Bereitschaftsarzt ist jetzt auch nicht erste Anlaufstelle, wenn man etwas nicht-akutes ordentlich abklären lassen will. Ansonsten eben 3 Monate warten. Mir scheint aber auch, dass hier viel Angst und das schlechte Gewissen, 18 Jahre geraucht zu haben, mit hineinspielt. Selbst wenn es ein Problem mit der Lunge gibt, muss das noch lange nicht Krebs sein.

    ich würde evtl auch Einmal zum Orthopäde gehen denn wenn was mit dem Rücken nicht stimmt oder Schulter kann das auch am brustkorb Schmerzen und Atemnot machen. Vielleicht bekommst du dort auch früher einen Termin. Der husten ist ja offenbar eher ein neues Symptom.

    Ich würde auch den Termin in 3 Monaten nehmen oder falls genug Geld vorhanden und du es unbedingt schneller haben willst anbieten ggf privat zu zahlen da lässt sich manchmal echt noch was machen... (leider)

    Und wie gesagt auch mal unbedingt nach dem Rücken (Wirbelsäule) schauen lassen. Der kann übrigens auch den thorax Röntgen.

    LG und gute Besserung.

    _nemesis schrieb:

    Das sind in erster Linie Zeichen einer Angsterkrankung. Aber das wollte noch nie jemand hier hören.

    wow du kennst echt alle User hier?:-o:-o

    Leo1984 schrieb:

    Der Wunsch nach einem Thoraxröntgen wurde mir verwehrt, dafür bestünde "keine Veranlassung". Als ich ihm meine Befürchtung schilderte versuchte er mich zu beruhigen und sagte meine Angst sei "völlig abwegig", das gäbe mein Beschwerdebild nicht her.

    und wenn du dem Arzt einfach mal vertraust?