SammyTheDog

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    Meine Ärzte raten vom googeln ab.

    Bin kein Arzt, sondern Betroffener und als solcher finde ich es grundsätzlich immer gut und richtig und unterstützenswert, wenn sich jemand umfassend über seine Erkrankung informieren möchte ! Und dabei ist Internet nun mal eine wichtige, unverzichtbare Informationsquelle.


    ... und nur um ein bisschen gegen zu steuern, falls dort zu viel negatives findest:

    Zitat

    Gehst zum Arzt und ahnst Nichts.

    Ja, das ging mir auch so.
    Beziehungsweise, ich war mir sicher, dass "da nichts ist"…


    Was da doch war, war ein nichtkleinzelliger Lungenkrebs im Stadium 3B.


    Das ist ziemlich genau jetzt 10 Jahre her.
    Seit 9Jahen bin ich wieder Vollzeit im Beruf, gehe im Winter Skifahren, ...
    Und gerade vor ein paar Tagen hatte ich meine jährliche Kontrolle: Weiterhin alles OK.

    Zitat

    Aber wohin mit meiner Angst?

    Gute Frage. Generell glaube ich nicht, dass es den einen Weg gibt, mit so einer Diagnose umzugehen.
    Letzen Endes muss jeder seinen eigenen Weg finden. Und wenn dieser Weg beinhaltet, sich nicht so eingehend über seine Krankheit informieren zu wollen und/oder damit nicht ins Internet zu gehen, dann ist das genauso OK, wie alles andere. Mein persönlicher Weg war es nicht. Und mir hat es auch viel geholfen, mit anderen Betroffenen auszutauschen. Was ebenfalls nicht jedermann Sache ist. Ich würde dazu raten auszuprobieren, was (und in welcher Dosis) gut für dich ist. Mit hat es geholfen andere Sichtweisen kennen zu lernen. Manches was ich im Gespräch mit anderen Betroffenen gehört habe, hat mich sehr beeindruckt.


    Speziell was die Angst betrifft, hat mir allerdings kein Gespräch, sondern ein eigener Gedanke am meisten geholfen: Ich finde es wäre eher in Grund zur Sorge, wenn man in so einer Situation keine Angst hätte. Dieser Gedanke hat die Angst für mich zwar nicht unbedingt kleiner gemacht, aber ich konnte sie damit ganz gut akzeptieren.


    Vielleicht hilft es dir ja auch ein bisschen weiter.


    Alles Gute !

    Dankeschön für jeden Beitrag.


    Zuhause erlebe ich durch die Nachbarschaft viel Zuspruch. Meine direkte Nachbarin kam sofort mit Essen an und will mich in Zukunft bekochen und unterstützen. Ich war sprachlos und gerührt.


    Meine Hausärztin war sprachlos und fragte, was ich brauche. Ich habe dann sofort nach einer Adresse eines Onkopsychologen gefragt.


    In den letzten Tagen wollen Alle mich sprechen und anrufen. Es ist heftig und ich sage immer: Bitte kein Mitleid, bitte keine Tränen.


    Leider kann ich nicht mehr durchschlafen. Ich werde nachts wach, weiß nicht wo ich bin, sehe meinen Hund, bin beruhigt und liege da wach.


    Jetzt langsam kommt der Wunsch nach Klarheit. Was ist es, wo genau ist er (er hat ja einen Namen bekommen).


    Leider steht nicht viel im Kurzbericht des Krankenhauses und ich muß den ausführlichen Bericht abwarten bzw. werde ich wohl beim nächsten Termin umfassender aufgeklärt.

    Letzte Woche Freitag war ich zum PET-CT. Die Leute da waren ziemlich unfreundlich und geradezu kalt. Gut, ich brauche nicht deren Mitleid, aber ich denke auch an andere Patienten, die mit großer Angst dort hinkommen und denen nur ne CD in die Hand gedrückt wird und dann sollen sie bitte möglichst schnell den Raum verlassen. :-X


    Morgen habe ich dann endlich den Termin bei meinem Arzt und erfahre, wie wir den Krebs entfernen. Ja, das Biest wird entfernt. Hat bei mir nichts zu suchen und alle kleinen Helferlein (falls versteckt vorhanden) dürfen auch gerne den Abgang machen.


    Einen Termin bei einer Onko-Psychologin habe ich auch. Die Wartezeit bis August muß ich allerdings hinnehmen.


    Ich denke im Moment an all die Menschen, die Niemanden in ihrem Umfeld haben und alleine klar kommen müssen. Und für diese Menschen empfinde ich tiefstes Mitgefühl.

    Zitat

    Ich denke im Moment an all die Menschen, die Niemanden in ihrem Umfeld haben und alleine klar kommen müssen. Und für diese Menschen empfinde ich tiefstes Mitgefühl.

    Das stimmt wirklich. Wenn man Angst und Sorgen hat, sollte man nicht allein sein.


    Ich finde es gut, wie du das angehst. Dem Feind sogar einen Namen gibst. Die innere Einstellung und die Suggestionskraft ist ganz wichtig für die Genesung. Ich habe vor vielen Jahren mal von einem Experiment gelesen, da wurde krebskranken Kindern ein Videospiel gegeben. Ein typisches Baller-Arcade-Spiel, aber dort wurden Tumorzellen abgeschossen und keine Raumschiffe. Man stellte fest, dass im Vergleich zur Kontrollgruppe bei den spielenden Kindern messbar höhere Heilungschancen eintraten.


    Ich müsste googeln, ob ich das nochmal finde, aber da ich ohnehin Hypnoseanhänger mit positiven Erlebnissen bin, kann ich die positive Suggestivkraft nur unterstützen.


    Viel Erfolg bei deinem Kampf! :)^

    Du bist stark und kannst durch deinen Umgang damit auch anderen Menschen Mut machen.


    Möge alles gut ausgehen und vielleicht schreibst auch du hier nach einigen Jahren, dass es dir gut geht und vom Krebs nichts mehr zu sehen ist.


    Noch einpaar Jahre und es werden noch mehr Medikamente auf den Markt kommen.


    Es kommen gerade jedes Jahr welche dazu.

    Die erste OP habe ich hinter mir. Es wurden erstmal die umliegenden Lymphknoten entnommen. Danach ging es mir sehr, sehr schlecht und ich hatte mich den ganzen Tag übergeben müssen. Die Schmerzen waren extrem.


    Der Befund ist noch nicht da. Mein Stimmband hat was abgekommen und ich höre mich an wie ein röhrender Elch.


    Ich sehe sehr optimistisch in die Zukunft. Mir wurde bisher zwar immer nur Schritt für Schritt erklärt, wie man vorzugehen gedenkt, aber dadurch macht man sich auch nicht allzuviele Gedanken und läßt es auf sich zukommen. Es bleibt einem auch nichts anders übrig.


    Übernächste Woche wird der Tumor entfernt. Das Mistvieh hat nicht gestreut und ist scheinbar inaktiv. Sehr gut. Dann darf er gehen, bevor er mir noch mehr schadet.


    Ich laufe nicht blauäugig durchs Leben und weiß genau, ich muß mit Allem rechnen und bin noch lange nicht über dem Berg. Aber ich werde weiterhin sehr positiv denken und mir das auch niemals nehmen lassen.

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    im Befund stehen sehr viele Abkürzungen zum Tumor. Wo kann man als Laie dazu mehr erfahren?

    Beispielsweise beim Krebsinformationsdienst: https://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/krebs-befunde-verstehen.php


    Bei den Abkürzungen handelt es sich um die sog. TNM-Klassifikation.


    Es tut mir sehr leid, dass du diese Diagnose erhalten hast. Ich wünsche dir alles Gute!

    Nach langer Zeit und einigen Krankenhausaufenthalten möchte ich mich noch mal zu Wort melden. Der Lungentumor wurde letzte Woche restlos entfernt. Dazu ein Teil der Lunge. Die Schmerzen sind sehr heftig und lassen mich kaum schlafen.


    Im Moment warte ich auf den Beginn der Reha und dann muß ich wieder auf die Beine kommen.

    Gute Besserung! :)*


    Die Schmerzen können eine ganze Weile anhalten. Meiner Mutter hat nach der OP geholfen, sich auf eine Gartenliege zu legen, weil da der Oberkörper in einer angenehmeren Haltung war als im Bett. Man muss erfinderisch sein. Die Schmerzen gehen aber wieder vorbei. :)z

    Nach langer Zeit (und verlegtem Passwort) möchte ich mich wieder melden.


    Die Reha habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Vorher war ich immer voller Power und ich mußte lernen, mich selber stark zu bremsen und viele Ruhepausen einzulegen.


    Ich möchte einen guten Spruch meiner Onkopsychologin weitergeben: Ihr Leben wird nie wieder so sein wie vor dem Krebs!!! Ihr jetziges Leben muß besser werden.

    Krebs entsteht nur im sauren Milieu. Ihr MÜSST euer Körper Alkalisch halten. Dafür braucht ihr nur Natron und Ahornsirup. Informiert euch mal bitte im Netz. Und achtet auf Vitamin D3 + K2. Sehr wichtig. Kein Mensch brauch Chemo und Co. Und vor allem Krebs. Ich wünsche euch viel Kraft und gutes gelingen.


    P.s online oder in der apotheke solltet ihr euch Urin PH Teststreifen kaufen und ßig mässen.