Verdacht auf Lungenkrebs

    Hallo


    Seit heute ist der Verdacht auf Lungenkrebs bei meinem Vater gestellt worden!!


    Er ist 59 Jahre seine 3 Brüder hatten bereits Lungenkrebs und sind alle daran verstorben :-(


    Mein Vater ist seit ca. 40 Jahren Raucher und war im Bergbau tätig.. Jedenfalls ist vom Röntgen Bild festgestellt worden das auf einer Lungenseite man wohl nicht mehr Operieren kann weil der Tumor schon zu nah/groß am Blutgefäss wäre..aber die andere Lungenseite nicht so betroffen ist wo man noch operieren könne..nächste Woche nimmt man bei meinem Vater erst Gewebeproben aus der Lunge...er hat allerdings seit Wochen erhöhte weiße Blutkörperchen erst 14.500 inzwischen gesunken auf 14.000...Leberwerte und sonstiges ist alles okay...was haltet ihr mit erfahrungen davon?!?!

  • 20 Antworten

    Bleib mal erst ganz ruhig :)_


    Mein Mann ist 59 und raucht seit 30 Jahren und ich noch länger :-/


    So einmal im Jahr hat er eine Erkältung und der Husten ist dann grauenvoll und dauert 4-6 Wochen und er hustet ständig ab :(v Diesmal ging das nach 8 Wochen nicht weg und so habe ich ihn zum Doc geschickt und der meinte: "Verschleppte Erkältung, oder Lungenkrebs" und hat ihn zum Röntgen geschickt. Da war er und die Ärztin meinte, daß sie nicht alles gut sehen kann und hat ein CT angeordnet :-/ 2 Wochen hatten wr solche Angst und nun war das gestern und da ist absolut nichts :-D :)*


    Aber sie meinte, selbst wenn was gewesen wäre, hätte man erstmal eine Bispsie gemacht und dann ist es auch noch nicht sicher, daß es böse gewesen wäre :|N


    Bei meinem Onkel hat man das damals gemacht und es war gutartig :)z


    Leicht gesagt, aber nicht nur immer an das Schlimmste denken :°_ Ich wünsche Deinen Dad so viel Glück, wie mein Hammel hatte :)* :)* :)* :)* @:)

    Zitat

    Aber sie meinte, selbst wenn was gewesen wäre, hätte man erstmal eine Bispsie gemacht und dann ist es auch noch nicht sicher, daß es böse gewesen wäre

    Du meinst Biopsie (Gewebeprobe). Damit kann man "gutartige" von bösartigen (malignen) Tumoren unterscheiden. Allerdings sind in den Lungen nur rund 2 % aller Tumore gutartig...

    Hallo


    Bis heute machen wir uns alle immernoch verrückt..gestern hatte mein Vater einen Termin im Krankenhaus dort wurde auch nochmal ein Röntgenbild gemacht und einen Lufttest..leider wurde danach überhaupt nichts gesagt..nur das er jetzt auf einen Anruf warten soll,die würden sich melden wenn ein Bett frei wird dann werden weitere Tests gemacht.. :-/ jetzt wissen wir immernoch nicht mehr als vorher..aufjedenfall hat mein Vater keinerlei Symptome die auf Lungenkrebs deuten würden..habe etwas von COPD gelesen..das würde wohl ehr zu ihm passen..das einzigste was uns halt verrückt macht ist das auf dem Bild aufjedenwas etwas zu sehen war wohl auch größer :-( kennt sich jemand eventuell mit COPD aus und weiß ob man das auch auf einem Röntgenbild sehen würde? Weil auf der überweisung steht V.a. Lungenkrebs :-( :-(

    Hey Candies!


    Ich drück dich mal lieb! :)_


    Bildgebende Verfahren sind zwar ein Hinweis auf Krebs, zur Diagnostik eignen sie sich aber nur bedingt. Deshalb muss auch immer eine Biopsie gemacht werden, bevor gesichert von Krebs gesprochen werden kann. In den bildgebenden Verfahren ist nicht immer eindeutig auszumachen, was in den Organen los ist.


    Mein Partner hat eine Krebserkrankung und in den bildgebenden Verfahren wurde zweimal der Verdacht auf einen weiteren Tumor gestellt, dabei handelte es sich nur um Narbengewebe einer Operation. Ich würde wirklich versuchen, keine Spekulationen zu machen, sofern medizinisch noch keine Tatsachen verfügbar sind. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber Sorgen ändern einerseits nichts an den Tatsachen, andererseits braucht man dann im Voraus schon Kraftreserven auf, die man später vielleicht noch ganz dringend braucht.


    Ich drück eurer Familie die Daumen! :)_

    Candies, auch wenn das eine aufwühlende Zeit ist, muss man jetzt einfach die Ergebnisse abwarten (auch wenn man Stunden zählt und es kaum aushalten kann). Eine Therapie wird nach Feststehen der Ergebnisse in Ruhe besprochen, auch das dauert vielleicht nochmal einige Tage. Sollte es ein bösartiger Tumor sein, werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie). Je nach Diagnose kommen auf deinen Vater und auch die Familie harte Zeiten zu, in denen ihr euch Halt geben müsst. Die psychische Verfassung und die soziale Einbindung sind sehr wichtig für die Zeiten zwischen den Untersuchungen oder Behandlungen.


    Die genetischen Familienbelastungen und das lange Rauchen sind dabei keine guten Zeichen, das möchte ich dir auch ganz ehrlich und offen sagen. Ihr müsst damit rechnen, dass sich die Diagnose bestätigt. Aber man kann heute viel machen, um einen Tumor gut in Schach zu halten und Jahre zu gewinnen. Bei meiner Mutter wurde ein Großteil eines Lungenflügels entfernt und sie konnte nach einiger Erholung sogar wieder auf Bergen wandern. Und auch zwischen Chemos gibt es immer wieder Zeiten, wo man sich gut fühlt.

    Mein Vater ist mittlerweile seit Dienstag in einem Lungenzentrum,es wurde ein Ultraschall gemacht ( wobei festgestellt worden ist das er auch was am Herzen hat und nun Marcumar bekommt ) die Gewebeprobe wurde gestern entnommen und heute soll der Kopf untersucht werden..ist das normal das die schon den Kopf untersuchen oder machen die das nur wenn die Ärtzte schon mehr wissen zwecks Tumor? Mein Vater weiß nämlich immer noch nichts genaues :-( weil der Arzt erst alle Untersuchungen machen will...wegen seinen Röntgenbildern wurde auch nichts gesagt...

    Zitat

    ist das normal das die schon den Kopf untersuchen

    Da jede Krebsform gerne in andere Organe streut wird grundsätzlich auch woanders gesucht. Lungenkrebs streut oft ins Gehirn oder Rückenmark. Das ist Routine.

    Über das Wochenende wurde mein Vater erstmal entlassen,am Montag muss er dann nochmal wegen weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus..er hat Clexane mitbekommen das er sich spritzen muss und noch ein paar andere Tabletten wo allerdings nichts steht was das ist..nun wird am Montag ein Langzeit EKG gemacht und er bekommt noch eine Magen und Darmspieglung...bisher wurde wohl nur festgestellt das er eine Thrombose hat..mehr auskünfte gab es noch nicht..

    Mein Vater hat tatsächlich Lungenkrebs :( morgen fahren wir zu ihm ins Krankenhaus um genaueres zu erfahren...aufjedenfall kann man nicht mehr viel machen das wurde ihm gesagt... jetzt müssen wir noch erfahren was für eine art Tumor er hat und ob er schon gestreut hat...da mein Vater nicht viel am Telefon sagte,hoffen meine Mutter und ich über den Arzt mehr zu erfahren....wer möchte kann gerne eine pn hinterlassen.....

    Hallo candies2015,


    was heißt, man kann nicht mehr viel machen? Wenn die Ärzte nichtmal wissen, ob der Krebs schon gestreut hat, finde ich so eine Aussage ziemlich idiotisch. Die sollen erstmal die Klassifizierung abschließen und das Stadium identifizieren. Vielleicht kommt eine Operation aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, darüber hinaus kann man aber sehr wohl sehr viel machen, sofern der Krebs noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Wenn der Arzt das wirklich so gesagt hat, würde ich mich gleich mal nach einem anderen umschauen.


    Mein Vater hat das Ganze auch bereits durch, bei ihm konnte man nicht operieren, weil der Tumor an einer ungünstigen Stelle lag und sein Allgemeinzustand schon zu schlecht war, er hat dann Chemo/Bestrahlung gemacht und der Tumor ist heute völlig verschwunden. Die Diagnose wurde vor gut zwei Jahren gestellt.

    Jetzt wissen wir genau welcher Tumor es ist, der Kleinzellige :-( :-( Stadium CT 3 Cn 2 Cm 1b entsprechend Klinischem Stadium IV Tumorgröße 7 cm Metastasen ZNS und Niere..


    das stand auf den Papieren die er mitbekommen hat..ausserdem muss er noch 5 Tage Cipro Hexal 500mg nehmen..morgen früh gehts ambulant mit der Chemo los :-(


    Achja es stand noch drauf Palliative Chemo Cisplatin/Etoposid

    Autsch... das tut mir Leid für Dich/Euch!


    Aber es gibt Euch auch die Gelegenheit, die verbliebene Zeit gemeinsam noch zu gestalten. Das ist sicher kein Trost, aber Menschen, die ihren Angehörigen sehr plötzlich verlieren, haben diese Chance nicht.


    Viel Kraft wünsche ich Euch.

    Zitat

    Achja es stand noch drauf Palliative Chemo Cisplatin/Etoposid

    Candies, ich drück dich mal. :°_


    Hat dein Vater starke Beschwerden, dass eine palliative Chemo gemacht wird?


    Eine palliative Chemo hat nicht das Ziel der Heilung, sondern die Lebensqualität in der verbleibenden Zeit zu verbessern. Aber eine Chemo hat auch wiederum Nebenwirkungen, die die Lebensqualität auch wieder einschränken.


    Dein Vater muss nun schwere Entscheidungen treffen. Wenn er jetzt keine argen Beschwerden hat, dann bedeutet die Chemo möglicherweise einen Rückgang der Lebensqualität. Es gäbe Alternativen, erst gar nichts zu machen. Er sollte auf jeden Fall mit einem Palliativmediziner sprechen. Vermittelt werden diese z.B. durch Ansprechpartner beim örtlichen Hospizverein.


    Wurde er oder ihr aufgeklärt, was nun zu erwarten ist und wie es weitergeht? Metastasen im ZNS und in Organen sowie die Größe des Tumors klingen nicht ermutigend und ihr müsst euch darauf einstellen, dass deinem Vater nicht mehr so viel Zeit bleibt. Vielleicht Monate. Es tut mir sehr leid für euch alle. Diese Zeit wird nicht angenehm.


    Ich habe das letztes Jahr selbst alles erlebt. Wenn du dich austauschen möchtest, gerne auch per PN.


    Viel Kraft euch, und deinem Vater möglichst keine Beschwerden. :)*

    bezüglich der Nebenwirkungen ...


    es ist nicht gesagt, dass die Chemo stakt einschränkende Nebenwirkungen haben muss.


    Ich selber (Diagnose Lungenkrebs in 2007) hatte bei einer platinbasierten Chemo (es war ebenfalls Cisplatin) mit heftige Nebenwirkungen zu tun, die sich von einem Vergabezyklus zum nächsten immer weiter aufgeschaukelt haben, aber die überwiegende Mehrheit der Patienten, die ich in dieser Zeit kennen gelernt habe, haben ihre Chemo sehr viel besser vertragen. Das ist also individuell sehr verschieden.
    Und bei einer palliativen Chemo würde ich erwarten, dass die Dosis nicht so hoch ist.


    An Stelle Deines Vaters würde ich es einfach mal probieren und wenn die Nebenwirkungen tatsächlich immer belastender werden sollten, dann kann man die Behandlung immer noch abbrechen.


    Ansonsten kann ich alles bestätigen und unterstrichen, was Comran gesagt hat.

    Die Beschwerden die mein Vater hat sind das er ständig am Husten ist und er da durch manchmal Atemnot bekommt..ansonsten ging es ihn eigentlich immer gut..er hat auch durch Kortison 4 Kg zugenommen..im moment ist er noch beim Onkologen und bekommt heute 4 Stunden Chemo morgen dann 90 Minuten und am Montag dann die nächste Chemo..im Krankenhaus hat man ihm wohl gesagt das wenn er glück hat 18-24 Monate noch haben könnte..jetzt können wir nur abwarten wie die Chemo anschlägt..

    soweit ich weiß laufen demnächst Studien zur Immuntherapie bei metastasiertem, kleinzelligem Lungenkrebs an.


    Vielleicht wäre es etwas für Deinen Vater daran teilzunehmen?


    Immuno-oncology, the new option


    kommt natürlich drauf an, ob das Krankenhaus an so einer Studie teilnimmt und wenn ja ob diese überhaupt schon auflaufen und es wäre zu klären, ob Dein Vater von seinem spezifischen Krankheitsbild her in die Studie passt. Wäre wohl viel Aufwand mit wahrscheinlich wenig Aussicht, dass Dein Vater in so eine Studie hinein kommt...


    Aber man könnte den behandelnden Onkologen auf das Thema Immuntherapie einfach mal ansprechen.


    Nur so eine Idee.


    ich wünsche euch alles Gute