am Tiefpunkt (Darmspiegelung)

    Hallo an alle,


    Ich versuche mal das Wichtigste zusammenzufassen und weiß gar nicht so recht, wo ich überhaupt anfangen soll. Seit Jahren leide ich unter starken Bauchschmerzen (vermutlich Darm, links unten), Untergewicht, Schleim im Stuhl und Übelkeit. Natürlich war ich bei etlichen Ärzten, die Blutbilder, Ultraschall, Stuhlproben und auch ein MRT gemacht haben. Bis auf den Entzündungswert im Stuhl, der hin und wieder erhöht war, und das Abtasten (Druckschmerz) war alles ohne Befund. Die Ärzte haben mir fast alle eine Darmspiegelung empfohlen, die ich immer abgelehnt habe (habe eine Angst- und Panikstörung, was Erbrechen und Durchfall betrifft).

    Jetzt ist es Anfang des Jahres so akut geworden, dass ich oft in die Notaufnahme musste aufgrund der starken Schmerzen. Auch hat sich mein Allgemeinzustand über die Zeit stark verschlechtert (mein BMI ist nur noch 12,7), weil ich natürlich durch die Beschwerden nicht genug essen kann bzw. scheint es, als würde mein Körper das nicht verarbeiten. Jedenfalls, nachdem ich dort im Krankenhaus erneut die Darmspiegelung verweigert habe, hat der Arzt das Gesundheitsamt informiert. Die haben natürlich sofort reagiert mit der Diagnose Magersucht. Würde ich als Aussenstehender vermutlich auch, wenn ich eine so dürre Patientin vor mir hätte, aber ich WOLLTE NIE NIE NIE so dünn sein, sondern immer zunehmen (trinke auch viel Fresubin).

    Quasi bleibt mir nur noch die Darmspiegelung (Termin wäre in 2 Wochen), meine aller aller größte Angst und Panik, um zu "beweisen", dass wirklich am Darm was ist.

    Thema Darmspiegelung.. wie ihr euch jetzt vielleicht denken könnt, betrifft meine Angst nicht die Untersuchung selbst, sondern das Abführen.

    1. Wie soll mein schwacher Körper diese Tortur überstehen (nichts essen, starker Durchfall, usw..)? Man ist doch unglaublich schwach...?

    2. Panik vorm Übergeben von dem Zeug (man liest und hört ja solche Horrorstories darüber, ich seh mich schon kollabierend inkontinent im Bad liegen)

    3. Wie kann ich mir das vorstellen, kommt man wirklich gar nicht mehr von der Toilette oder muss "nur" immer wieder? Und wie oft? Ist das unkontrollierbar??

    4. Angst, dass die Wirkung nicht mehr aufhört

    5. Kann man in der Nacht schlafen?

    6. Schmeckt das wirklich so grausam??

    Abführmittel wäre Moviprep oder Plenvu


    Ich bin so am Ende, weil es im Endeffekt so ist durch den Druck vom Gesundheitsamt: Darmspiegelung oder Psychiatrie/Klinik für Magersucht (wo ich die Horror Schmerzen ja trotzdem haben werde und schlussendlich doch nicht drum rum komme)

    Ich bin so unglaublich verzweifelt.


    Danke an alle, die den Roman gelesen haben und sich die Zeit nehmen, zu antworten. <3

  • 30 Antworten

    Ganz ehrlich?

    Bei einem BMI von knapp 13 würde ich mich stationär aufnehmen lassen und das Abführen unter Aufsicht durchführen....das geht schon bei Normalgewicht auf den Kreislauf - vor Allem wenn man nicht zwischendurch genug trinkt (gerade bei Moviprep sind es ja zwei Zeiten zum Abführen - da muss man dann in der Pause Wasser trinken, sonst trocknet man aus!)....

    Zuhause würde ich das nicht riskieren...

    Mir deiner Vorgeschichte wurde dir dich bestimmt geraten bereits am Tag vor der Magenspiegelung ins Krankenhaus zu kommen . So das du das Abführmittel unter Aufsicht einnehmen kannst. Wenn nicht,muss ja trotzdem zumindest eine Person die ganze Zeit bei dir sein,welche im Notfall Hilfe anfordern kann.

    Zu den einzelnen Punkten....es ist halt starker Durchfall, est mit "Material"...dann wird es immer weniger - und der 2. Durchgang ist dann nur noch gelbes Wasser....

    Man läuft halt so ca. 2 Stunden lang alle paar Minuten...

    Zeitlich kann man es aber so legen dass man damit nicht in die Nacht kommt...wenn man z.B den 2. Teil auf 17.00 legt ist bis zum Bettgehen Alles durch....und wenn das Mittel durch ist IST ES DURCH! Dann ist auch wieder Ende!

    1. Du darfst ja trinken, auch klaren Apfelsaft, bis zur Untersuchung. Da kommt man gut hin. Von 24 Stunden kein Essen wirst du nicht sterben. Falls es da Bedenken gäbe, würde dein Arzt das sicher stationär machen.


    2. Ich kann dir Picoprep empfehlen. Von Moviprep o.ä. müssen sich viele übergeben, bei Picoprep tritt das viel seltener auf.


    3. Du musst anfangs vermutlich schon so 2 - 3 Mal die Stunde zur Toilette. Das wird mit der Zeit aber immer weniger. Unkontrollierbar ist es nicht, also du hast schon ein paar Minuten um es aufs Klo zu schaffen. Aber drauf ankommen lassen würde ich es nicht, also mich nicht irgendwo aufhalten, wo keine Toilette sofort erreichbar ist.


    4. Die Wirkung lässt nach. Du musst das Medikament ja sogar 2 Mal nehmen, weil es sonst nicht lange genug wirken würde.


    5. Nach ca. 3 Stunden lässt die Wirkung langsam nach. Kann sein, dass du nachts trotzdem 2 Mal rausmusst o.ä., aber du solltest schlafen können.


    6. Moviprep soll furchtbar sein, Picoprep fand ich völlig in Ordnung. Kriegst du rezeptfrei in der Apotheke. Aber zu Picoprep muss man sehr viel trinken!!! Also sowas wie Wasser oder klaren Saft beispielsweise.

    Huch, BMI von 13?! Welcher Arzt will bei dir denn ambulant eine Darmspiegelung machen :-o?! Nee, das geht wirklich nur im Krankenhaus, und das auch besser heute als morgen!


    Der Rest meines Postings stimmt aber.

    frag ob du dafür eine Berughigungsmittel kriegen kannst. Etwas leichtes was dir nicht ausknockt oder zu sehr auf der Kreislauf geht (es gibt einiges - z.B. einige lassen sich in Tropfenform genau dosieren). Dann ist es dir vermutlich alles relativ egal.


    Ich denke, dass du einen i.v. mit Elektrolyten kriegst. Alles anderes wäre zu riskant. So kann man auch schnell einschreiten. Dein BMI ist lebensgefährlich und wenn man der Ursache nicht findet, hast du irgendwann eine akuten Herzinfarktrisiko. Das ist woran viele Magersüchtige sterben. Das Herz ist ja auch nur ein Muskel und atrophiert auch. Die länger das Problem besteht, der höher der Risiko.

    Übrigens: alles unter 16 gilt bei psychische Essstörungen als behandlungsbedürftige Magersucht, damit du ein Vergleich hast.


    Ich wurde schon bei diesen Wert zur Endo und Internist zur Untersuchung geschickt.

    Ich hatte schon mehrere Spiegelungen und kenne beide hier erwähnte Präparate. Lecker ist etwas anderes, aber ich habe beide Präparate gut vertragen und nie auch nur ansatzweise einen Brechreiz empfunden.

    Ich habe mal ein Jahr lang eine unerkannte Schilddrüsenüberfunktion gehabt, die immer schlimmer wurde. Ich bin eh schlank, aber ich nahm dann auch noch 15 kg ab. Auch mir wurde ständig von allen Ärzten unterstellt, dass ich magersüchtig wäre. Aber diese unerkannte Schilddrüsenüberfunktion verursachte starke Heißhungerattacken. Ich aß bestimmt die vierfache Menge, nahm aber immer mehr ab. Also eine große Gewichtsabnahme über längere Zeit muss nicht zwangsläufig etwas mit Magersucht zu tun haben.


    Du solltest dich auf die Suche nach einem verantwortungsvollen Hausarzt machen. Allerdings in deinem Zustand ist das leichter gesagt, als getan. Ich kenne das, mir ging es in dieser Zeit auch sehr, sehr schlecht. Das Ende vom Lied war dann eine thyreotoxische Krise mit allen Konsequenzen.


    Ich habe damals die Arztsuche aufgegeben.Dir würde cih raten, falls bei der Darmspiegelung nichts rauskommen sollte, suche dir einen guten Arzt.

    Rotschopf2 schrieb:

    Ich hatte schon mehrere Spiegelungen und kenne beide hier erwähnte Präparate. Lecker ist etwas anderes, aber ich habe beide Präparate gut vertragen und nie auch nur ansatzweise einen Brechreiz empfunden.

    Wenn sie aber ohnehin unter übelkeit leidet, sind ihre Bedenken mehr als gerechtfertigt!


    Der angegebene BMI kann UNMÖLGLICH ausschlich auf eine Magersucht hindeuten, wenn die psychische Anamnese nicht passt und das tut sie hier nicht. Wer hier instand mit der psychokeule schwingt, dem gehört SOFORT die Zulassung entzogen.


    Hinzu kommt, dass die TE die Grundzüge einer Emetophobie zeigt, was viel eher um ungewollten Abnehmen führen kann!


    1. Ich würde NEBEN der wichtigen Darmspiegelung ebenfalls auf eine Magenspiegelung bestehen!


    2. Kein Mensch muss mehr die Hölle von 6l übel schmeckender Chemie erleiden. Es gibt bspw "fleet". 2 Gläser, fertig. Den Rest kannst du mit ganz normalem Wasser auffüllen. Wollen dir die Krankenhäuser natürlich nicht geben, weils eben teurer ist.


    Ich bin Laie, gehe bei dir aber von einer entzündlichen Darmerkrankung aus mit angrenzender Emetoohobie. Für letztere solltest du dir ganz unbedingt einen KOMOERENTEN Therapeuten suchen UND nach der DS wieder REGELMÄßIG essen - auch wenn's dir nicht gut is.


    Lass dich unter gar keinen Umständen mit der Diagnose Magersucht abspeisen, diese scheint bei dir atypisch zu sein.