Aufbau der Darmflora bei chronischer Verstopfung

    So Leute, jetzt reichts. Was ich meine?


    Ich werd jetzt ziemlich weit ausholen, um meine Probleme zu beschreiben – wen die allerdings nicht interessieren, kann auch einfach im letzten Abschnitt die eigentliche Frage lesen und beantworten ;-)


    Ich leide unter chronischer Verstopfung, seit ich geboren bin. Ich war ein Schreibaby, weil sich durch harten Stuhlgang so viel Luft in meinem Bauch angesammelt hat, dass ich einfach ständig Bauchschmerzen hatte – leider hat das nie aufgehört. Da ich sehr, sehr lange magersüchtig war, war das soweit kaum ein Problem, hat sich ja wenig Essen angesammelt, so dass sich nicht viel anstauen konnte und auch, wenn ich nur ca alle 2 Wochen, manchmal auch 3, Stuhlgang habe, war das immer nur gegen Ende der 2, 3 Wochen sehr unangenehm. Aber der darm hat sich dann entleert und die nächsten anderthalb Wochen waren wieder angenehm bis gut aushaltbar. Seit ein paar Jahren esse ich ja nun wieder mehr, zum Glück, und möchte damit eigentlich auch nicht wieder aufhören. Anfangs hat das die Verdauung auch super angeregt, ich hab sogar leider erst noch abgenommen, weil der Stoffwechsel so fleißig war, allerdings hat sich mein Stoffwechsel so sehr darauf eingespielt, dass es jetzt sehr unangenehm ist. Mein gesamter Magen-Darm Bereich schmerzt seit anderthalb Jahren fast konstant, es fühlt sich oft hart an, und manchmal habe ich das Gefühl, ich muss einen Knick im Darm haben oder einen Knoten, weil sich an immer ähnlichen Stellen Luft ansammelt und drückt. Ich kannte dieses ganz intensive Stopf-und Luftgefühlt anfangs nur nach dem Verzehr von stark stopfenen Sachen wie Keksteig (Mehl, Butter, Zucker – die Kombi macht automatisch riesen Verdauungsprobleme bei mir), inzwischen ist es konstant da, egal, was ich esse.


    Sicher bin ich natürlich nicht, dass das alles zusammenhängt, zumal ich auch ungewöhnlich viel Luft schlucke (habe das Gefühl, die Trennklappen zwischen Luft- und Speiseröhre funktionieren nicht richtig, ich brauch ja nicht mal schlucken, um Luft in die Speiseröhre zu drücken, das passiert automatisch und leider ständig), aber mich nimmt auch kein Arzt mit diesen Beschwerden wirklich ernst und es heißt immer nur "Sie haben sich das halt durch die Bulimie selbst kaputt gemacht" oder "Nehmen Sie doch Lein- oder Flohsamen!" (als hätte ich nicht alles erdenkliche für bessere Verdauung schon versucht!). Weiß ich selbst, dass die Bulimie und die Magersucht sicher nicht besonders toll für meinen Körper waren – deshalb will ich ja nicht wieder aufhören, nur, damit's meinem Bauch wieder besser geht!


    Ich verzichte inzwischen auf viel Blähendes wie Mais, Paprika, Kohl etc. und Stopfendes wie Kartoffeln, auch, wenn ich mich ernährungstechnisch dadurch sehr eingeschränkt fühle. Aber auch das hilft im Gegensatz zu früher nicht mehr.


    Jetzt ist meine Frage für Euch nicht, was man gegen Verstopfung machen kann, sondern welche natürlichen Stoffe und Lebensmittel helfen können, die Darmflora aufzubauen. Ich denke, dass mein Darm evtl. einfach mit Vielem nicht mehr umgehen kann, und ich würde die Flora gern aufbauen und stärken.


    Hat jemand Tipps? Bin dankbar für jeden Ratschlag!!

  • 17 Antworten

    weiß nicht ob ich das hier schreiben darf aber für den darm hilft omni biotic recht gut.


    sind so päckchen zum auflösen, werden meist sogar von ärzten verschrieben wenn man antibiotika nehmen muss. damit baut sich die darmflora wieder auf.


    liebe grüße und gute besserung!

    Kann Miau85 nur rechtgeben. Omni Biotic hilft am besten die Darmflora wieder aufzubauen. Nehme es gerades selbst ein. Meine Ärztin hat gesagt, dass es eine Kur ist und man es ein halbes Jahr täglich einnehmen soll. Die Bakterien sollen im Gegensatz zu den anderen Mitteln direkt im Darm und daher besser wirken. Bin bis jetzt zufrieden mit der Wirkung.


    Alles Gute für dich

    Oh, so schnell schon Antworten! Danke schön!


    Kann man das Omni Biotic einfach in der Apotheke holen und muss ich mir dafür noch einen Termin beim Arzt holen? Das probier ich aus!


    Lieb, dass Ihr mir Gute Besserung wünscht, im Allgemeinen ist das ja für mich keine Krankheit, die jetzt spontan aufgetaucht ist, es ist ja nur ein Dauerzustand, der sich verschlimmert hat.


    Ich frag nachher mal direkt in der Apotheke nach!

    es gibt das omnio biotic 6 und das omni biotic 10 ....ich habe glaub ich das 6 er genommen aber lass dich in der apotheke beraten.


    habe damals so 20 € gezahlt aber ich bin aus österreich in deutschland ist es wahrscheinlich günstiger ;-)

    Mir hilft einfach Naturjoghurt. Das ist immer noch am günstigsten und tut wirklich gut.


    Ausserdem nehme ich zur Zeit 2x täglich Flohsamen ein (1-2TL in Wasser gequollen ins Müsli oder den Quark gerührt, in Milch funzt die Quellung nicht ;-) ) – dazu SEHR viel trinken. Leinsamen helfen auch sehr gut die Verdauung zu unterstützen.


    Flohsamen haben den Vorteil dass sie mti der Zeit den Darm mit ner schützenden Schleimschicht auskleiden!

    Nehme auch das Omni Biotic 6, habe es vor kurzen hier in Österreich um €38,-- in der Apotheke bekommen. Rezept von der Ärztin hatte ich zwar ist aber nicht wirklich notwendig da es sich sowieso um ein Privatrezept handelt und von der Krankenkasse nicht bezahlt wird.


    Alles Gute

    Zitat

    Ich kannte dieses ganz intensive Stopf-und Luftgefühlt anfangs nur nach dem Verzehr von stark stopfenen Sachen wie Keksteig (Mehl, Butter, Zucker – die Kombi macht automatisch riesen Verdauungsprobleme bei mir), inzwischen ist es konstant da, egal, was ich esse.

    Das hat mich spontan an eine Nahrungsmittelunverträglichkeit denken lassen. Hast du schon mal an eine Glutenunverträglichkeit gedacht? Das kann mit der Zeit schlimmer werden..und Gluten ist genau wie Laktose heute in vielen Fertiggerichten etc. enthalten.


    Ich finde sonst Flohsamenschalen (mit viel Wasser) auch sehr gut für die Darmflora.

    Hm, Gluten habe ich noch nie drüber nachgedacht, weil es ja jetzt erst seit anderthalb Jahren schlimmer ist. Lactose halte ich für unwahrscheinlich, weil mir Milchzucker eher hilft.


    Wirklich Abhilfe schaffen kann allerdings nichts bisher wirklich gut; besagte Leinsamen und Flohsamen, wie auch der Milchzucker schaffen nur ganz leicht Abhilfe – egal, wie viel ich trinke. Oft habe ich sogar das Gefühl, je mehr ich trinke (morgens viel Kaffee, der ja inzwischen auch zur Flüssigkeitszufuhr zählt, aber nachmittags und Abends sehr viel Tee), desto schlimmer wird es. Auf Verstopfung-fördernde Lebensmittel wie Bananen und stark Stärkehaltiges wie Kartoffeln und Weißbrot verzichte ich weitgehend (ab und zu gibt's mal Kartoffeln, ich kann ja meiner Tochter und meinem Mann nicht alles vorenthalten), oft gibt's Reis, den vertrag ich als Beilage am Besten.


    Ich werd mich mal bei einem Arzt über Gluten informieren!


    Danke für die Tipps!

    Entschuldigt den Doppelpost:


    Ich hab mir grad mal die Liste hier durchgelesen:


    http://dzg-online.de/hier-kann-gluten-enthalten-sein.30.0.html


    Und mir fällt auf, dass ich von diesen Produkten eigentlich so gut wie gar nichts verwende. Hm. Ich koche jeden Tag frisch muss ich dazu schreiben, komplette Fertiggerichte gibt's gar keine, selbst, wenn wir mal ausnahmsweise Pizza oder Burger essen, mach ich alles frisch selber, auch Puddings etc. Auch fertige Saucen verwende ich nur, wenn's mal ganz schnell gehen muss, weil ich vor lauter Arbeit die Uhrzeit vergessen hab.


    Ab und zu mach ich Kroketten, die auch auf der Liste stehen, da ich die um einiges besser vertrage als frische Kartoffeln.


    Ganz besonders schlimm wirds übrigens mit Grießprodukten (daher gibt's bei uns keine Hartweizengrießnudeln mehr, sondern nur noch Eiernudeln, die gehen besser) und eben, wenn viel Weizenmehl vorkommt. Vollkornbrot geht, am beste vertrage ich "Kleine Sonne".


    Ich glaube auch nicht, dass es eine konkrete Darmkrankheit ist wie Morbus Crohn oder Culitis, weil die eher Durchfall hervorruft und Entzündungen nicht im Mintentakt ihre Position ändern – ich kann die Bewegungen der Luft spüren und lokalisieren.


    Ist zum Verrückt werden!


    Übrigens: Joghurt ist lecker, benutz ich oft auch zum Kochen, weil's einfach fettärmer und leichter bekömmlich ist als Schmand oder Créme Fraiche, hilft aber leider auch nicht viel.


    Ärgerlich ist, dass es tatsächlich zeitgleich mit dem wieder-essen angefangen hat und ich mich öfter bei dem Gedanken ertappe, es testweise mal wieder mit Nichts Essen zu versuchen – das will ich aber nicht, es hat mich zu viel Mühe gekostet, dahin zu kommen, wo ich jetzt bin.

    Ich habe halt bei mir herausgefunden, dass ich Produkte aus Dinkelmehl/Dinkelgrieß besser vertrage und dass meine Verdauung prima funktioniert, wenn ich morgens 2 Teelöffel Flohsamenschalen in Wasser quellen lasse und das trinke und ansonsten Produkte aus Weizenmehl meide. Zum Kochen/Backen verwende ich Dinkelmehl, zum Frühstück gibts Hirseflocken oder zuckerfreie Cornflakes zum Obst und wenn ich dann ausnahmsweise mal "normale" Nudeln oder sonstwas esse, geht es eigentlich. Vollkornprodukte sind bei mir auch nicht grad förderlich für die Verdauung, eher viel Gemüse und Obst.


    Obs am Gluten oder sonstwas aus deiner Ernährung liegt, findest du am Besten heraus, indem du das betreffende Nahrungsmittel mal über 3-4 Wochen konsequent weglässt.


    Kaffee soll bei Verstopfung in größeren Mengen auch nicht grad hilfreich sein (lt. meinem Doc).


    Ansonsten würde mir jetzt nur noch Bauchmassage bzw. Gymnastik/Übungen für den Bauch bzw. die Darmtätigkeit einfallen.


    Wenn es nach Produkten mit viel Weizenmehl schlimmer ist, würde ich glaub echt mal einen Test machen und das für ein paar Wochen weglassen. Wenns dann besser wird, weißt du ja woran es lag, wenn nicht...dann musst du leider weitersuchen.

    Zitat

    Kaffee soll bei Verstopfung in größeren Mengen auch nicht grad hilfreich sein (lt. meinem Doc).

    Lustig, da hat mir mein Arzt genau den entgegengesetzten Rat gegeben. Er selbst ist Nichtraucher und Teetrinker und rät mir natürlich immer wieder ab, aber sagte auch, "Wenn Sie schon rauchen und so viel Kaffee trinken müssen, dann rat ich Ihnen, wenn's mit der Verstopfung besonders schlimm ist, das mal zu übertreiben!" und manchmal wirkt das, die reine Kombination aus Koffein und Nikotin, tatsächlich abführend.


    Könnte vielleicht sein, dass es daran liegt – wo ich früher Literweise Kaffee getrunken und minimum eine Big Box am Tag geraucht habe, trinke ich seit einer ganzen Weile nur noch 2-3 Tassen am Tag und eine Schachtel reicht mir jetzt für 3-4 Tage, weil ich in kleinen Schritten aufhören möchte. Dass da eine Verbindung bestehen könnte, habe ich noch gar nicht bedacht.. ":/


    Ich hab die letzte Woche jetzt mal darauf geachtet, besonders viel mit Reis zu kochen und die für mich "schlimmen", blähenden Gemüsesorten mal wegzulassen, habe viel mit frischem Blattspinat, Brokkoli und Tomate gekocht, eher Hühnchen und Lachs statt Hackfleisch, wenig Fett und eher Sauce mit Natujoghurt statt Schmand gemacht und es geht mir tatsächlich besser.


    Da hat sich wohl, seit ich mehr esse, ganz unbewusst ein etwas bedenkenloserer Umgang mit Kochzutaten eingeschlichen, weil Paprika und Mais einfach schneller zuzubereiten ist; ich achte die nächste Zeit noch mehr darauf. Schade trotzdem, dass es keine allgemeingültige Lösung gibt.


    Die Verstopfung ist bei mir ja bereits seit Säuglingszeit chronisch und ich stelle auch fest, nachdem ich gestern mit Trockenpflaumenextrakt versucht habe, etwas zu bewirken, dass dies nur zu mehr Luft im Bauch und extremen Bauchschmerzen statt Abhilfe führt. Und ständig nur noch Spinat und Brokkoli kochen, kann's ja auch nicht sein, mein Mann und Tochter haben schließlich keine Verdauungsprobleme und langweilen sich doch spätestens nach zwei, drei Wochen zu Tode :-/

    Ja, das ist ein schwieriges Problem und leider muss häufig jeder für sich herausfinden, was ihm gut tut.


    Ich esse häufig direkt nach dem Essen Nüsse und Trockenfrüchte. Dann bekomme ich auch keine Blähungen oder sonsige Verdauungsprobleme davon. Wenn ich sie zwischendurch esse schon.


    Die Flohsamenschalen hast du mal probiert (regelmäßig über ein paar Wochen täglich 2 Teelöffel) ???

    Heey, habe ein ähnliches Problem, also starke Verstopfung...


    weil du geschrieben hast viel trinken (Kaffee, Tee...) ich rate dir aus eigener Erfahrung: trink VIEL VIEL WASSER!! am besten lauwarmes in der früh auf nüchternen Magen (aber nicht aus dem Hahn (Keime der Therme) sondern abgekocht und mit Kaltem vermischt....


    grundsätzlich für den Magen: nicht zu kalt/heiss, nicht scharf gewürzt, nicht zu fett, nicht zu sauer (Essiggurken etc adé), nicht zuviel auf einmal, besser 5x am tag kleine MZ, nichts süsses vorm schlafen gehen, nicht 180 grad hinlegen nach dem essen sondern spazieren (Achtung reflux, hast du möglicherweise auch nach der bulimie od durch die langjährige Verstopfung)


    und vor allem: je mehr selbst gemachtes desto besser (keine Fertigprodukte/saucen/säfte usw)


    mir hat omnibiotik etwas geholfen, aber wenn ich nicht auf 2l/tag Wasser komme wird's schlimm am WC....


    Tees nur tassen/häferl weise (habe das selbst nicht gewusst bis vor kurzem, dachte ich trinke viel, aber manche Tees, vor allem bei längerem stehen, wirken dann auch stopfend od magen irritierend) also besser (warmes) Wasser und ab und an eine Tasse.


    Käsepappeltee hilft mir gut nach dem Essen, Kamillen ebenso, die besänftigen den Magen...


    Rauchen u Kaffee ist ein NOGO, aber das weisst du hoffentlich e auch (hab selber auch aufgehört aus gesundheitlichen gründen, seitdem ist mein reflux weg u mein Magen freut sich und bin nicht mehr so gereizt. Kaffee löste bei mir immer so einen üblen Stuhl aus, der säuerlich war u brannte...darum, den Magen lieber etwas schonen, und schonender zum abführen bringen...


    viele schreiben auch von heilerde, od curcuma (kapseln)....habs selbst zu wenig probiert um eine aussage treffen zu können.


    bei mir hilft Gemüse im Backrohr oder gedünstet u danach Olivenöl u ev Busserl Zitronensaft drüber sehr gut.


    wärmflasche / Massagen / Übungen bei der man die Verdauung ankurbelt / viel Bewegung draussen... hilft auch


    und vor allem, nicht zurückhalten aus stress od weils grade nicht passt, sondern zum WC gehen wenn dein körper es dir signalisiert (ich weiss das klingt sehr simpel, aber in meinem fall spielt das schon auch mit, vll bei dir auch)


    hoffe ich konnte dir bisserl helfen.

    Hallo zusammen


    Ich habe mir alles sehr aufmerksam durch gelesen und möchte nun diesen doch etwas älteren Beitrag wieder zum Leben erwecken.


    Da ich meine ganze Geschichte erzählen möchte beschreibe ich zuerst meine Anliegen/Fragen:


    - Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen


    - Erfahrungsaustausch in Bezug auf Medikamente wie Prontolax (Wann, wie, usw.)


    - Hilfe zur Verbesserung meiner Situation


    Ich bin heute 30 Jahre alt und leide seit ich weiss unter Stuhlgangproblemen bzw. Verstopfung. Diese Problematik hat sich jedoch in den letzten 5 Jahren stark verschlimmert und Zöliakie ist hinzu gekommen, was das Thema Ernährung zusätzlich erschwert.


    Zu den Verdauungsproblemen:


    Als Kind konnte mir geholfen werden mit angepasster Ernährung, um meine Verdauungs-Probleme zu besänftigen. Während meiner Ausbildung litt ich unter Stress und hatte Prüfungsangst. Da begann sich die Problematik zu verschlimmern. Ich hatte Probleme mit dem Stuhlgang und nur intensives Joggen konnte mir helfen meine Verstopfungen zu lösen. Also bin ich täglich früh aus dem Bett um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Nach und nach ist Übelkeit dazugekommen bis zu mehrfachem Erbrechen. Nach langem hin und her ist mir im Alter von 25 Jahren Zöliakie diagnostiziert worden und mir wurden abführende Medikamente verschrieben um die Verstopfungen zu lösen. Diese Medikamente nehme ich hochdosiert bis heute fast täglich und weiss langsam aber sicher nicht mehr weiter. Diese Medikamente bringen starke Übelkeit und Bauchkrämpfe mit sich und machen mir den Alltag im Berufsleben und natürlich auch im Privatleben alles andere als einfach. Oft fehlt mir Energie und nach Beginn der Einnahme dieser Medikamente habe ich die sportliche Tätigkeit eingestellt. Nach einem harten Tag bei der Arbeit, bei dem dann auch noch Krämpfe oder Übelkeit hinzukommen habe ich kaum Appetit und/oder habe riesige Angst zu essen. Ich esse daher aktuell sehr sehr wenig.


    Körperliche Konstitution:


    Als Kind eher ein wenig dick war ich auf Grund dieser Beschwerden im jungen Erwachsenen Alter magersüchtig und wurde diesbezüglich auch Ärztlich behandelt. Heute bin ich stark untergewichtig.


    Ärztliche Diagnose:


    Ein träger Darm soll es sein, obwohl ich das Gefühl habe, dass dieser seine Tätigkeit gänzlich eingestellt hat. Abhilfe schaffen könne man mir lediglich durch Medikamente ohne Aussicht auf Besserung. Ich müsse nun damit leben.


    Medikamente:


    Prontolax (hoch dosiert morgens um ca 5 Uhr)


    Constella


    neu ärztlich verschrieben: Darmol (am Vorabend einzunehmen)


    Medikamenten Einnahme von Montag-Freitag. Samstag und Sonntag gönne ich mir Ruhe, da ich sonst das Gefühl habe, dass ich gar nichts von meinem Leben habe. Nach Einnahme bin ich oft den halben Tag auf die Nähe zu einem mir vertrauten WC angewiesen und ganz zu schweigen von den Nebenwirkungen wie oben beschrieben (Übelkeit und Bauchkrämpfe) Montags habe ich dann oft nicht den Besten Tag der Woche und fürchte mich schon Sonntag Abends vor diesem Tag.


    Ich habe mir einen Rhythmus aufgebaut, mit dem ich irgendwie mein Berufs- und Privat- Leben regeln kann, aber irgendwie muss es doch auch anders gehen. So scheint mir mein Leben ab und an nicht mehr so lebenswert. Jedoch habe ich Angst etwas an diesem Rhythmus zu ändern, da ich auf meinen Job angewiesen bin.


    Diese Zeilen und überhaupt irgendwo darüber zu berichten, wie ich mich durch mein Leben kämpfe, hat sehr viel Überwindung gebraucht.


    Ich hoffe, dass mir jemand weiter helfen kann. Meine Anliegen und Wünsche habe ich oben beschrieben.


    Vielen Dank!

    Frage deinen Arzt doch mal nach Resolor. Das wurde besonders fuer Frauen entwickelt,


    bei denen gaengige Abfuehrmittel nicht mehr helfen.


    Das Medikament ist zwar recht teuer und manche Aerzte moegen es nicht verschreiben,


    doch in deinem Fall hast du sicher eine Chance, es zu bekommen.