Bald mit den Nerven am Ende....

    Hallo


    Ich hoffe auf eure Hilfe. Ich, 32 Jahre - leide seit über 1 Jahr an starken Blähungen/Luft im Darm.


    Mittlerweile habe mich sehr aus dem Leben zurück gezogen aber meine Familie leidet sehr und ich bin psychisch ziemlich am Ende.


    Magen üben Darmspieglung wurde gemacht - ohne Befund ausser einen leichten Gastritis, diese war am Anfang der Horror mittlerweile hab ich es ganz gut im Griff.


    Blut, Stuhl etc. alles unauffällig bis auf ein ca 2cm großer gallenstein.


    Stuhltest auf Bakterien etc über medivere liegt vor - nimmt aber keiner ernst.


    Bauchspeicheldrüse laut Blutabnahme vom HA unauffällig.


    Probiotica Enzyme nehmen, zeigt keine Veränderung.


    Habe Laktose testen lassen - negativ.


    Habe Fructose testen lassen - positiv.


    Aber trotz wochenlangem weglassen überhaupt keine Besserung.


    Mittlerweile wiege ich ich 48kg und habe insgesamt 15kg verloren durch das austesten etc.


    Mein HA hat mich jetzt quasi aufgegeben und sagt ich soll zum Psychologen gehen, Ernährungsberatung machen und mir die Galle entfernen lassen.


    Ich kann mir doch nicht einfach so die galle auf gut Eule raus nehmen lassen.


    Ich bin am Ende....


    Hilfe!

  • 24 Antworten

    Kannst du damit nicht irgendwie leben? Ich lebe auch mit chronischen Blähungen, die ich niemals wegbekommen habe. Irgendwann hört man auf, nach der Ursache zu suchen.

    Ich weiß es nicht da es nicht unbedingt vom Essen abhängig ist sondern schon morgens nach dem aufstehen los geht. Einen Test beim allergologen wäre ein weiterer Schritt. Ich spüre auch meinen Darm sehr intensiv.

    Getreide, auch gerade als Vollkorn, ist für manche Därme absolut schwer zu verkraften. Leider ist nur die Glutensache als Krankheit anerkannt. Da uns deshalb die Überempfindlichkeut unbekannt ist, denken wir gar nicht daran. Ich würde es testen lassen. Ich selbst bin nicht allergisch auf Getreide, vertrage es aber trotzden nur schlecht und reagiere auch mit massiven Bläungen - am meisten auf Weizen.

    Ich denke, mit konsequenter Nahrungsaustestung, und zwar einer, die man selber macht, kommt man den Dingen schon auf die Spur.


    Wenn man Blähungen hat, isst man schon was, was eben im Darm vor sich hingärt. Anders ist das nicht möglich.


    Wenn ich lese, glutenfreiernährt, wird das so gelaufen sein, dass du fleißig industriell angebotene


    Sachen gegessen hast. Man schaue da mal die Inhaltsangaben. Auch dort können sich die Nackenhaare aufstellen...


    Der Grundsatz ist, nie und nimmer etwas zu essen, was schon vorgefertigt ist. Lebensmittel pur sind Pflicht. Butter wurde auch gefertigt, ist aber ein Soloprodukt.


    Anfangen mit 2 Reistagen. Dann weitere Lebensmittel zufügen. Das Immunsystem kann sich erholen, wenn es das Lebensmittel von heute erst wieder in 5 Tagen zugeführt bekommt.


    Pflicht: Tagebuch führen.


    Vor über 20 Jahren schien ich gar nichts mehr zu vertragen. In einer Umweltklinik bekam ich genau diese obigen Auflagen.


    Unbequem. Lästig. Klar. Aussage des Chefarztes in Vorträgen: wer das hier nicht genau so handhabt, ist nicht wirklich daran interessiert, den Dingen auf die Spur zu kommen, verschwendet Zeit und Krankenkassengelder.


    Es gibt keine Tests, die die Geflogenheiten von menschlichen Vorlieben austestet. Wer Sorbit in Kaugummi nicht verträgt, dazu ein Problem mit Getreide hat, billige Brotsorten aus dem Discounter mit unnatürlichen Enzymen isst, dazu viel Zucker in Süßigkeiten, Maggi und Konsorten auch als Tüte bevorzugt, muß sich nicht wundern.


    Wer dazu nicht bereit ist, konsequent selbst alles akribisch aufzuführen, ist nicht krank genug.


    Ich bin damals diesen langen Weg gegangen. Und konnte somit sowohl das Immunsystem wieder stärken.


    Mit zunehmendem Alter traten dann bei mir erneut Inverträglichkeiten auf, auch die konnten durch Konsequenz wieder aufgedeckt werden.


    Ob Du jemals so konsequent vorgegangen bist?

    Ja da hast du bestimmt recht mit. Ich habe auch dosenfutter/maggitüten etc. von meinem Speiseplan gestrichen, Zucker esse ich seit Juni 2016 nicht mehr.


    So 100prozent wie du es schreibst hab und kann ich es nicht machen. Ich geh arbeiten, habe zwei kleine Kinder etc - natürlich bleibt da weder Zeit noch nerven alles ganz genau frisch zu kochen etc.


    Ob ich dann nicht krank genug bin? Ich habe einen ärztemarathon hinter mir, hab eine Magen und eine über mich ergehen lassen. Ich glaube ich nehme das ganze schon sehr ernst, aus Spaß würde ich das ja nicht machen.

    Hallo! Die bisherigen Ratschläge empfehlen Dir eine komplette Ernährungsumstellung unter Verzicht auf alles, was nicht bio-öko und selbst gemacht ist. Nun gut, aber das ist eine sehr umständliche, aufwendige Lösung, ohne Garantie, dass es etwas bringt, denn Du hast ja schon sehr viel selbst ausprobiert.


    Ein 2 cm Gallenstein ist nun wirklich keine Bagatelle und kein Mensch braucht die Gallenblase und minimalinvasiv operiert merkst Du nach 6 Wochen davon gar nichts mehr.


    Ich würde das was wirklich diagnostiziert wurde machen lassen (den Gallenstein weg ) bevor ich mich auf ein psychologisches Abenteuer mit ungewissem Ausgang einlassen würde. Und bitte gründlich kauen, nicht schlingen. Vielleicht hilft auch ein Säurebinder (am besten liquid), Deine Verdauung zu beruhigen. Bitte frage dazu Deinen Apotheker /-in. Viel Erfolg und gute Besserung!

    Also jetze mal klinisch empfohlene Maßnahmen einer Umweltklinik als psychologischen Tünnef abzutun ist schon ein starkes Stück.


    Und nirgends steht was von biologisch. Sondern nur von Monolebensmitteln.


    Und auch ein entfernter Gallenstein muß nicht unbedingt Unverträglichkeiten hochindustriell gefertigter Nahrungsmittel beseitigen.

    Ich finde, eine Empfehlung à la "nimm Säurebinder, und bloß keinen psychologischen Quatsch" ist nicht das, was die TE braucht.


    Gerade wenn man partout nicht erkennen kann, wo die Ursachen für Beschwerden liegen, ist eine grundlegende Überprüfung der Ernährung niemals ein Fehler. Das geht ganz konsequent am besten in einer Klinik, wo die Mahlzeiten entsprechend zubereitet werden. Es gibt aber Anleitungen für sogenannte Rotationsdiäten, die so schwierig auch nicht sind, wie sie zunächst scheinen.


    Erst mal anfangen und dann weitersehen.

    Es kann auch sein, dass es gar nicht an den Nahrungsmitteln liegt, sondern, dass du Luft beim Essen mit schluckst. Das vermutete der Arzt bei mir, als er nicht mehr weiterkam. Zudem hatte ich eine abnorme Darmbewegung. Mein Darm pumpt nicht vernünftig von oben nach unten weiter, sondern mittendrin auf einmal wieder hoch. Das kam bei einer Durchleuchtungsuntersuchung in so einem Gerät, wo man sich reinstellen muß, ähnlich wie röntgen (gibts heute wohl nicht mehr?) bei raus. Und er meinte, das hätte er noch nie gesehen.


    Na toll.


    Es kann nervös bedingt sein, dann helfen Beruhigungsmittel, was aber keine Dauerlösung sein darf.

    Es gibt zig mögliche Ursachen, von unentdeckter Allerige über ein Darmbeeinträchigung über Drüsen bis hin zu versteckter Angststörung. Aber irgendwo muss man ansetzen. :)z

    Ich hatte ständig Blähungen, als ich noch meine Gallenblase und die Steine hatte.


    Bei der Galle anzusetzen fände ich jetzt gar nicht so verkehrt.