Chronische Magenschmerzen

    Moin, ich hoffe, mir kann hier jemand Tips geben.


    Ich habe seit Mitte August Magenschmerzen. Eine Art Hungergefühl, mal stark, mal schwach. Fast jeden Tag. Ich bin normalgewichtig und esse fast alles, wenig Fertigprodukte. Appetit normal. Allerdings seit vielen Jahren laktoseintolerant und Reizdarmdiagnose. Wenn ich was "Falsches" esse, zeigt sich das in Völlegefühl und Durchfall - das habe ich seit >10 Jahren und bin's echt gewöhnt. Magenschmerzen hatte ich in dieser Ausprägung nie (zumindest nicht in den letzten 15 Jahren, hatte als junge Erwachsene mal irgendwas).


    Keine Konflikte oder Stress oder so - im Gegenteil, die Magenschmerzen fingen in einer Zeit an, in der es mir sonst sehr gut ging...


    Vor 5 Jahren wurde eher zufällig (klinische Studie zu Reizdarm) ein kleines Magengeschwür entdeckt. Da hatte ich aber nicht so starke Schmerzen, und die Medikamente halfen sofort.


    Meine Hausärztin hat mir vor ein paar Monaten (rezeptfreie) Säurehemmer gegeben und auf Verdacht hin auch Nexium verschrieben. Das half nicht.


    Jetzt war ich diese Woche zur Magenspiegelung, Diagnose Hiatushernie. Dafür typisch seien Symptome wie Sodbrennen, Aufstossen, Übelkeit. Habe ich aber überhaupt nicht. Er meinte, jetzt vier Wochen Pantozol ausprobieren.


    Heute nacht bin ich wieder mal von Magenschmerzen wachgeworden, es wird eher schlimmer als besser. Egal, was ich esse, und zu jeder Tages- und Nachtzeit.


    Irgendwelche Tips? ":/:-/

  • 9 Antworten

    Pantozol = null Effekt.


    Hat keiner einen Rat? Ich habe keinen der Risikofaktoren... weder maennlich, noch Uebergewicht oder hohes Alter. Tatsaechlich erinnere ich mich daran, dass die bei mir schon Anzeichen gesehen haben, als ich 20 war, da wurde mal eine Magenspiegelung gemacht. Da meinten die, dass der Muskel am oberen Ende des Magensacks nicht richtig schliesst.

    Hallo, wie du schon schreibst scheinst du eine chronische Gastritis zu haben. Du solltest da mal nachfragen welcher Typ es ist. Es gibt A B oder C.

    Ich habe auch seit Monaten eine chronische Typ C Gastritis und eine kleine Hernie. An sich nichts Schlimmes. Aber wie du habe ich Schmerzen, aber weniger nachts.

    Ich kann dir nur Tipps geben habe aber leider keine Lösung parat.

    PPI nehmen scheint mir auch nicht zu helfen. Habe sie auch schon mal abgesetzt und mir ging es etwas besser. Habe dann homöopathische Sachen genommen -Heilerde, Leinsamentee, Gaviscon Hevert.

    Jetzt nehme ich wieder PPI weil mein Halsweh schlimmer wurde (habe noch stillen Reflux) Aber nur 4 Wochen wie vom Arzt angeordnet, dann schleiche ich aus und nehme Gaviscon.

    Ganz viel kannst du natürlich mit der Ernährung beeinflussen, aber da kennst du dich bestimmt aus.

    Ich bin davon überzeugt das es irgendwann mal besser wird, aber man braucht wohl Geduld.

    Wieviel PPI nimmst du?

    Wie sieht denn deine Ernährung aus?


    Ich persönlich habe auch mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen.


    Für den Magen hat mir eine zeitweise basische Ernährung sehr gut getan. Hatte mir mal irgendein Buch in der Bibliothek zu diesem Thema ausgeliehen und das hat gut funktioniert. Viel Gemüse, Obst, Kräuter, Tee, Mandeln und Nüsse werden auch empfohlen. Kohlenhydrate dagegen etwas einschränken (weniger Stärkebeilagen, dafür mehr Gemüse), und auch zeitweise deutlich eingeschränkten Konsum an tierischen Produkten.

    Ich habe das ganze nicht langfristig durchgezogen sondern nur einige Wochen, aber es hat mir gut getan.


    Generell mag mein Magen keine Kohlensäure und auch keine fettreichen Produkte. Das beachte ich auch weiterhin.


    Für mich ist es wichtig, nicht zu spät vor dem Schlafengehen zu essen. Und dann auch nur eine Kleinigkeit, nichts fettiges. Einige behaupten auch nicht kohlenhydratreich.

    Hallo Jana

    Basisch ist wohl auch nicht so einfach. Nimmt man da ab? Ich habe schon so viel abgenommen.

    Kannst du den Titel des Buches nennen?

    Ich esse ziemlich gesund, so gut wie keine Fertigprodukte, zeitweise low FODMAP. Zur Zeit wenig Kohlenhydrate, viel so Mittelmeerkost. Fleisch, Fisch, Gemuese. Obst.


    Wenig Brot, dann eher Hafergruetze. Oder Egg & Bacon zum Fruehstueck.


    Esse sonst so ziemlich alles. Hab' auch nichts an meiner Ernaehrung geaendert in den letzten Jahren. Esse leider oft abends spaet noch was.


    Aber ohne Kaffee kann ich nicht... ich weiss, dass Kaffee und O-Saft nicht so toll sind bei der Diagnose.


    Trinke sehr wenig Alkohol.


    Der Doc (werde im Januar wieder hingehen) erwaehnte, dass auch eine Operation moeglich waere.


    Aber ich habe ohnehin nicht so die typischen Symptome - ich habe nur diese Schmerzen, wie Hunger! Kein Sodbrennen, kein Aufstossen.


    Vor Urzeiten (>15 Jahren) habe ich mal Baldriantee probiert, da keine Medikamente halfen. Werde ich mir jetzt noch mal bestellen. Schmeckt grauenhaft, aber war tatsaechlich das einzige, was mir Linderung verschafft hat, aber da waren meine Schmerzen nicht im Ansatz so schlimm wie jetzt.

    Das einzige, was nützt, ist - und so hat man es auch früher empfohlen - eine Zeit lang nur Kamillentee und Zwieback oder Haferschleimsuppe. Sonst nichts, bis sich der Magen erholt hat!


    Wenn du weiterhin Kaffee, Alkohol, etc. zu dir nimmst, wirst du es auf keinen Fall loswerden. Ich sag mal: Solange du Kaffee und Alkohol verträgst und trinkst, kann es nicht so schlimm sein, denn als ich genau diese starken Symptome hatte, war K. oder A. undenkbar.

    Also, ich habe in zwei Wochen ein Bier getrunken.

    Aber Alkohol verschlimmert meine Beschwerden nicht.


    Von Gastritis war uebrigens keine Rede (beim Arzt)? Nur, dass der Muskel oben am Magen nicht richtig schliesst und in die Speiseroehre hochrutscht.

    HB5 schrieb:

    Hallo Jana

    Basisch ist wohl auch nicht so einfach. Nimmt man da ab? Ich habe schon so viel abgenommen.

    Kannst du den Titel des Buches nennen?

    Bei Magenproblemen ist es erstmal wichtig, den Magen zur Ruhe kommen zu lassen. Durch jede Schonkost nimmt man i.d.R. ab. Aber nur wenn es dem Magen dann wieder gut geht, kann man dann auch wieder zunehmen. Sonst bleibt man ewig in dem Teufelskreis.


    Ob man bei basischer Ernährung zwangsweise abnimmt, weiß ich nicht.

    Das Buch hieß glaube ich Basisch genießen. Hatte als Titelbild ein Teller mit Spaghetti/Gemüsespaghetti und Tomaten.

    Aber es gibt zu dem Thema sicher viele Bücher.