Darm hängt durch, Kaskadenmagen, Schmerzen Bauch rechts

    Bauchschmerzen


    Hi,


    Ich habe einen Magen der bis ins Becken hängt (Kaskadenmagen) und nun seit Feb. verstärkte Bauchprobleme links Beim MRT wurde ein lange Dickdarm und 2 Abschnitte hängen durch. Darmspiegelung war soweit zu sehen, Darm war nicht leer zu kriegen, ok.


    Nun habe ich ständig das Gefühle es klemmt was unter der linken Rippe fest und im unteren rechten Bauch wo der Darm die S-förmige Schleife macht. Die Schmerzen strahlen in den Rücken aus, das Becken schmerzt und das linke Bein hat Gefühlsstörungen. Verstopfung (mein leben lang schon) waren für ein paar Wochen mit Resolor zu beheben, das wirkt aber jetzt nicht. Der Bauch ist aufgebläht und auch der Rücken tut weh. Verschlimmert haben sich die Schmerzen nach einer ungewollten Gewichtsabnahme.


    Die Ärzte hier helfen mir nicht, keiner hat wirklich Zeit sich das mal in Ruhe anzuschauen oder sich damit zu beschäftigen. Ich habe das Gefühl es muss erst Schlimmeres passieren und dann wir es eine Noteinweisung. Eigentlich möchte ich das Problem vorher beheben.


    Habe meine Unterlagen zur Uniklinik nach Münster (Chirugie) geschickt.


    Wer hat ähnliche Erfahrungen und wo wurde da geholfen?


    Würde mich über Rat sehr freuen.


    Grüße Silli

  • 57 Antworten

    Du solltest eine Abklärung wegen Slow Transit Obstipation in Erwägung ziehen, falls noch nicht geschehen.


    Durchhängender Dickdarm ist eine mögliche Folgeerscheinung davon.


    Wenn medikamentös nichts mehr hilft, ist bei entsprechend ausgeprägter Klinik eine Entfernung des Dickdarms indiziert.

    Habe gerade gesehen, dass ich Schmerzen Darm rechts geschrieben habe, das ist falsch, die ganze linke Seite bis ins Becken und die Flanke tut weh und fühlt sich verklemmt an.

    Wir immer schlimmer, aber irgendwie nehmen die chirugen wo ich war das nicht ernst. Habe das Gefühl wenn das so weiter geht könnte das ein Darmverschluss werden. Am besten fühle ich mich, wenn ich liege, aber das kann ja auch nicht auf Dauer so sein.

    Falls euch noch was einfällt, gerne Schreiben.

    Ich könnte nach HH zur Funktionsdiagnostik, hier würden die das auch in abgeschwächter Form tun, allerdings alles nur im August, d.h. warten, Schmerzen. Habe jetzt auch noch Kreislaufprobleme.

    Nun, zu einem Darmverschluss kommt es nicht sooo schnell. Das mit der lebenslangen Obstipation kenne ich nur zu gut. Ich hatte nicht erkannten Morbus Hirschsprung mit allerlei Folgeerkrankungen. Ohne Einläufe und Darmrohr war nahezu kein Stuhlgang möglich. Ich kannte es seit der frühsten Kindheit nicht anders.


    Auch ich wurde ewig nicht ernst genommen. Die gebetsmühlenartigen Kommentare der Ärzte: ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken und viel körperliche Bewegung. Ganz super und immens hilfreich ... :(v


    Dann endlich wurde mal eine Darmspiegelung veranlasst, die bei mir aber nur über ca. 60 cm möglich war. Allein auf dieser Strecke wurden mehrere Polypen entfernt. Bald darauf folgte eine Irrigoskopie mit dem Kommentar, mein Dickdarm sei an die 240-250 cm lang (errechnet anhand der Menge des benötigten Kontrastmittels) und somit mittels Darmspiegelung eh nicht komplett einsehbar. Dann wurde eine Kolon-Transituntersuchung gemacht, mit dem Ergebnis, dass nach einer Woche immer noch alle Röntgenmarker im Dickdarm waren. D.h. die Kolon-Transitzeit betrug über 150 Stunden. Damit war ich klare OP-Kandidatin.


    Seit über 14 Jahren habe ich keinen Dickdarm mehr und ein Ileostoma (künstlicher Dünndarmausgang) für immer. Ist zwar auch nicht DER Hit, aber immer noch besser als die Zeit davor.

    Hallo,

    danke für deine Mitteilung.

    Ich werde jetzt im Aug. nach HH in die Klinik gehen und ebenfalls eine paar Untersuchungen machen lassen. Auch ich habe seit Kindheit Probleme mit der Verdauung, die jetzt seit Feb. diesen Jahres noch schlimmer geworden sind. War auch in HH in einer anderen Klinik beim Chirugen, der sagte es könne sein, dass ich irgendwann auch eine OP hätte. Magen verkleinern, Darm kürzen. Aber einen künstlichen Darmausgang, dass kann ich mir so gar nicht vorstellen. Mal sehen wie es weiter geht, auf jeden Fall scheine die Fachleute in HH zu sitzen. Ich habe fast ständig Schmerzen im Bauch. War es bei dir auch so?

    Wie alt bist du denn?

    Grüße Silli

    Na der Chirurg schien ja Ahnung na zu haben...

    Wenn sich eine STC bestätigen sollte, und diese medikamentös nicht zu behandeln ist, dann ist eine Kolektomie indiziert (und nicht eine Teilresektion).

    Der Magen dagegen sollte besser in Ruhe gelassen werden.

    Zitat

    Aber einen künstlichen Darmausgang, dass kann ich mir so gar nicht vorstellen.

    Na dann können deine Beschwerden noch nicht so schlimm sein...

    Das kann ich aus eigener Erfahrung und der anderer in ähnlicher Situation berichten.

    ja ich bin auch ganz glücklich, dass ich bei ihm war. den tipp habe ich hier im forum bekommen. was heißt denn "die beschwerden können dann nicht so schlimm sein"?

    das macht mir ein wenig angst.:-(

    also ich komme ohne schmerzmittel aus, die helfen eh nicht habe ich gemerkt, aber der linke bauch ist schon sehr dominant und fühlt sich irgendwie nicht gut an.

    mal sehen wie es weiter geht, ich habe die verstopfung mein leben lang irgendwie als normal für mich empfunden, dass das aber auf dauer zu solchen problemen führen kann, wusste ich nicht und hat mir auch keiner gesagt. der chirug in hh deutete auch sowas an.

    Das soll heißen, dass alle, die ich kenne und ähnlich extrem wie ich litten, diesen Satz „aber ein Stoma kann ich mir so gar nicht vorstellen“ nie gesagt hätten.

    Wenn die Beschwerden schlimm genug, d.h. einen gewissen Punkt überschritten haben, dann ist man einem Stoma häufig nicht nur nicht abgeneigt, sondern wünscht es sich.

    Ich selbst kämpfte für ein Stoma, weil meine Chirurgen zunächst meinten, sie müssten mir das Stoma „ersparen“, auch wenn das weiterhin massivste Beschwerden und extremes Leiden bedeutet hätte. Erst in letzten Operation, in der das Stoma angelegt wurde, erkannten sie dann, dass der restliche Dickdarm bei massiver Dilatation kurz vor dem Durchbruch stand und kaum mehr durchblutet war.

    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine lange Leidensgeschichte mit unzähligen, fast fatalen Fehldiagnosen hinter mir, und hätte mir ein Arzt zuvor das Angebot eines Ileostomas bei korrekt gestellter Diagnose gemacht, hätte ich ohne zu zögern zugestimmt.

    aha, so langsam verstehe ich das ausmaß der erkrankung, danke für deine hilfe.

    also bis jetzt hat sich auch keiner der vielen ärzte die ich aufgesucht habe wirklich darum gekümmert und mir auch nichts über mögliche auswirkungen erklärt. ich hoffe mal das es nicht so schlimm wird und ich jetzt endlich an die richtigen ärzte geraten bin. auf jeden fall werden die schmerzen mehr, aber sie sind noch auszuhalten. trotzdem fühlt es sich in meinem bauch nicht "richtig" an.

    darf ich dich mal anschreiben, wenn ich weitere unterstützung brauche?

    gruß silli

    Pelztier

    darf ich fragen wie du deine Chirurgen davon überzeugt hast dir ein Stoma zu verpassen?


    ich hab vor einem jahr meien tochter zur welt gebracht, und keine Ahnung was da passiert ist.

    auf jeden fall hat es mir den beckenboden nach unten gezogen, und es geht nichts mehr. nichts. also täglcih jetzt stundenlange Bauchschmerzen, durch nervenschaden Inkontinenz (die aber nicht zutage kommt durch die Verstopfung) (und deshalb für die Ärzte auch nicht existiert haha), ziehen im magen, druck im becken, täglich stundenlang. ich hab auch so die nase voll. ich renn von Chirurgen zu Chirurgen, und natürlich erst mal: Flohsamen, beckenbodentraining.

    ich sag denen ich kann 10 kg Flohsamen essen, es GEHT NICHTS.

    die begreifen das nicht??!!


    ich frag mich immer: mann bin denn die einzie mit so nem mist?


    jetzt soll ich ne defäkographie machen. und hoff dass die dann sehen dass nichts geht.


    ventrale rektopexy ist angedacht, ich frag mich warum, denn ich bin ja inkontinent, sprich wenn die anatomie wieder hergestellt ist, aber die Funktionen nicht gehen, dann hab ich ja nur noch angst dass ich mir in die hosen mache?


    können die nicht bis zwei zählen?


    und frag ich nach Stoma, denn ich bin soweit dass ich sage leute bastelt mir das ding drang ich hab die nase gestrichen voll, dann kommt:


    NEIN.


    dürfen die das nicht? wollen die das nicht? wollen die mich vor davor bewahren? oder sollen die das nicht weil es die kasse zu viel kostet auf die folgenden jahre?


    sprich ich soll lieber mein leben in der nähe der Toilette fristen?



    ARGH. ich bin so sauer.


    sorry, musst ich mal rauslassen. aber gut zu sehen (na gut ist vielleicht nicht das richtige wort) dass es anderen auch so geht.


    lg anna

    Anna


    Eine Stomaanlage ist für die meisten Chirurgen eine Art fachliche Niederlage. Und wenn ihnen eine Stomaanlage nicht erspart bleibt, wollen sie es möglichst schnell wieder rückverlegen. Hat man ein ein endständiges Ileostoma bei fehlendem Dickdarm, träumen sie von einer Pouch-OP. Die macht sich (im Gegensatz zur Stomaanlage) wieder gut im persönlichen OP-Repertoire ... %-|

    und ich blödi dachte immer, Ärzte wollen einem helfen.

    haha.


    ganz ehrlich ich kann jetzt mittlerweile echt ein buch schreiben mit all den blöden sprüchen die ich mir schon anhören durfte :(


    ich hatte ja gestern Termin und hab gesagt es MUSS jetzt etwas passieren, es geht so nicht weiter, ich kann so nicht wieder arbeiten gehen.

    aber: interessiert keinen.


    das gute ist dass ich jetzt diese defäkographie machen soll damit di emal sehen dass nix geht. das wird ein Drama.


    eh ne, was würden denn die Ärzte sagen wenn sie nicht mehr in ihren weissen hosen rumflitzen könnten? das war der beste spruch von einem Arzt, zum Thema Inkontinenz: ach ist doch egal, nehmen sie einfach zwei Taschentücher mehr mit und hocken sie sich unter einen baum.


    echt jetzt, ich hab so die nase voll. vor allem wenn man mit logischem Menschenverstand argumentiert, dann wird man angeschaut als sei man blöd?! oder man hat gegoogelt.


    sorry, ich bin einfach so sauer und enttäuscht.


    und wenn man sagt: aber hallo, dann stimmt meine anatomie, aber ich hab ja einen nervenschaden, dann kommt; ach dann bauen wir ihnen halt ein stimulationsgerät ein.


    ah so. mann, ich fühl mich seit einem jahr elend und beschissen und geh zu all den Spezialisten und jeder sagt: oooochh…..


    das beste war auch so ein Dialog:


    ich hab eine beckenbodensenkung und Bauchweh.

    beckenbodensenkungen machen kein Bauchweh

    machen beckenbodensenkungen Verstopfung?

    ja

    macht Verstopfung Bauchweh?

    ja

    ahhhhhh


    ich glaub die koennen sich da alle gar nicht reinversetzen?

    ich weiss es nicht.


    ja, entweder es ist wirklich eine Niederlage, oder sie wollen einen davor bewahren. wobei ich bei all der fehlenden Empathie da draussen denke dass es wohl doch ersteres ist. :(

    Ich habe nicht klein beigegeben, immer wieder gesagt, dass ich mir ganz sicher sei, dass nur noch das Ileostoma mir helfen könne und ich mit einem Stoma auch nie psychische Probleme hätte...

    Außerdem war dann intraoperativ die Situation klar und so, dass sie mir recht gab.

    Anna


    Bei mir hat es 46 Jahre gedauert, bis man mich endlich mal ernst nahm. Vorher hörte ich trotz massiver Begleit- und Folgeerscheinungen immer nur den üblichen Mist. Keiner wollte an meinen Dickdarm ran.


    Nachdem auf mein Drängen hin endlich diverse Untersuchungen gemacht worden waren und am Ende klar war, dass eine OP dringend notwendig ist, hatte ich das "Glück", nach der subtotalen Kolektomie eine Peritonitis zu bekommen. Mein Rest-Dickdarm war nach 5 Tagen nektrotisiert und mein gesamter Bauch voll Eiter, Blut und Kot (7 Liter!). Wäre zwar fast mein Tod gewesen, aber dank Ileostoma-Anlage überlebte ich.


    Schon zwei Jahre später bekam ich zunehmende Probleme mit dem verbliebenen Rektumstumpf. Er saftelte immer ausgiebiger und sorgte für üble Krämpfe, die bis in die Kniekehlen zogen. Ich setzte mich mit einem mir empfohlenen Chirurgen in Verbindung, der aber nur daran interessiert war, mir einen Pouch zu verpassen. Ich hingegen bat ihn inständig um eine Rektumamputation. War echt nicht einfach, ihn dazu zu überreden. Noch am OP-Tag fragte er mich, ob ich es mir auch reiflich überlegt hätte. Für mich gab es keinerlei Zweifel.


    Für ihn war es die erste nachträgliche Rektumamputation seiner Karriere, und sie ist ihm wirklich perfekt gelungen. Die OP war zwar nicht toll, ich habe sie aber nie bereut. Zudem habe ich seitdem (Ende 2007) keine nervigen Diskussionen mehr wegen Pouch-OP-Ambitionen ... ;-D


    Manchmal muss man wirklich lästig sein. :)z

    46 Jahre??


    Oh mann :(


    Ich weiss hier ganz ehrlich nicht mehr zu welchem Arzt ich rennen soll. Mittlerweile frag ich mich schon ob die mich in ner Kartei haben, nach dem Motto: "Die die nach dem Stoma fragt".


    Als sei ich Stoma Fetischist oder so.


    Ich hab halt seit der Geburt so seltsame Symptome, dass ich von allen auf die Psychoecke gestellt werde. Und dann fang ich bei den Terminen noch an zu heulen, und das wars dann. Da nimmt mich keiner ernst.


    Der letzte meinte zu mir: ne op gibt's nicht, ich soll doch froh drüber sein, sont würd ich vielleicht an der Narkose sterben und meine Tochter wäre Waise.


    Da ich eh schon Angst vor OPs hab, war das natürlich ganz toll, dennsollte ich mal jemand finden der mich operiert, wird ich bestimmt vor der OP kurz vor nem Nervenzusammenbruch stehen.


    :(

    Aber ich frag ich halt warum? ich mein ich kann nicht mehr drücken (hab keine Bauchpresse mehr, geht nix mehr, Ich fühl nichts mehr da hinten, null nada niente, muss mir täglich Einläufe verpassen, hab Bauchschmerzen, der hintern tut oft weh, also eigentlich funktioniert da nix mehr, und trotzdem wollen die mir den Darm hochziehen als sei das die magische Kur :(

    Ich mein ich hock da und heul ja nicht ohne Grund, sondern weil mich das alles fertig macht, und dann kommt einfach ein: nein.

    so ohne Widerworte.


    ich will ja auch kein Stoma, aber was sind denn die Alternativen? es gibt keine.



    Ich wollte euch mal fragen ob ihr vor dem Stoma euch auch so miserabel gefühlt habt.


    ich kanns jetzt gar nicht beschreiben. ich hab morgens und vormittags immer Bauchschmerzen und voellegefühl, manchmal ist mir schlecht, und ich hab enormen druck auf dem becken. ok, das kann ich einordnen, das kommt halt von Verstopfung weil nichts mehr geht. das ist dann quasi ja nur körperlich, und ich denke das wäre weg wenn das Stoma quasi vor dem Problempunkt liegen würde.


    so, aber verpass ich mir dann den einlauf, dann krieg ich ein ziehen in den Magen? und ich fühl mich über den ganzen Körper hin mies.

    ??? Weiss nicht ob ihr euch das vorstellen könnt. ich frag ich ob mir da Nerven durchgehen? ich fühl mich halt jeden Tag irgendwie schlecht. aber ich weiss nicht warum.

    kann das irgendwie vom darm kommen?

    Anna


    Meine Beschwerden waren:

    • ohne Einläufe und Darmrohr nur 1x monatlich steinharter Stuhlgang,
    • massiv aufgetriebener Bauch (Marke 5.-6. Monat),
    • nicht heilende und ziemlich schmerzhafte Analfissuren,
    • ständige Perianalthrombosen, die mehrfach operiert wurden,
    • Hämorrhoiden Grad III (wollte man operieren),
    • chronisch-eitrige Broncho-Sinusitis (ebenso mehrfach operiert) seit dem 17. Lebensjahr, ohne Besserung, eher das Gegenteil, nämlich als Komblikation eine Orbitalphlegmone mit Sehnervenentzündung und beginnender Meningitis,
    • oft Lungenentzündungen,
    • starke Psoriasis.

    All das war nach der Dickdarmentfernung und Stomaanlage auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Es war wie ein Wunder.


    Geblieben ist mir seit über 25 Jahren allerdings eine schwere Psoriasis-Polyarthritis. Ob diese bei einer frühzeitigen OP verhindert worden wäre, weiß ich natürlich nicht.


    Die permanenten Bauchschmerzen waren eigentlich noch das geringste Problem. Ich kannte mein Leben lang nichts anderes.