Darm hängt durch, Kaskadenmagen, Schmerzen Bauch rechts

    Bauchschmerzen


    Hi,


    Ich habe einen Magen der bis ins Becken hängt (Kaskadenmagen) und nun seit Feb. verstärkte Bauchprobleme links Beim MRT wurde ein lange Dickdarm und 2 Abschnitte hängen durch. Darmspiegelung war soweit zu sehen, Darm war nicht leer zu kriegen, ok.


    Nun habe ich ständig das Gefühle es klemmt was unter der linken Rippe fest und im unteren rechten Bauch wo der Darm die S-förmige Schleife macht. Die Schmerzen strahlen in den Rücken aus, das Becken schmerzt und das linke Bein hat Gefühlsstörungen. Verstopfung (mein leben lang schon) waren für ein paar Wochen mit Resolor zu beheben, das wirkt aber jetzt nicht. Der Bauch ist aufgebläht und auch der Rücken tut weh. Verschlimmert haben sich die Schmerzen nach einer ungewollten Gewichtsabnahme.


    Die Ärzte hier helfen mir nicht, keiner hat wirklich Zeit sich das mal in Ruhe anzuschauen oder sich damit zu beschäftigen. Ich habe das Gefühl es muss erst Schlimmeres passieren und dann wir es eine Noteinweisung. Eigentlich möchte ich das Problem vorher beheben.


    Habe meine Unterlagen zur Uniklinik nach Münster (Chirugie) geschickt.


    Wer hat ähnliche Erfahrungen und wo wurde da geholfen?


    Würde mich über Rat sehr freuen.


    Grüße Silli

  • 76 Antworten

    Du solltest eine Abklärung wegen Slow Transit Obstipation in Erwägung ziehen, falls noch nicht geschehen.


    Durchhängender Dickdarm ist eine mögliche Folgeerscheinung davon.


    Wenn medikamentös nichts mehr hilft, ist bei entsprechend ausgeprägter Klinik eine Entfernung des Dickdarms indiziert.

    Habe gerade gesehen, dass ich Schmerzen Darm rechts geschrieben habe, das ist falsch, die ganze linke Seite bis ins Becken und die Flanke tut weh und fühlt sich verklemmt an.

    Wir immer schlimmer, aber irgendwie nehmen die chirugen wo ich war das nicht ernst. Habe das Gefühl wenn das so weiter geht könnte das ein Darmverschluss werden. Am besten fühle ich mich, wenn ich liege, aber das kann ja auch nicht auf Dauer so sein.

    Falls euch noch was einfällt, gerne Schreiben.

    Ich könnte nach HH zur Funktionsdiagnostik, hier würden die das auch in abgeschwächter Form tun, allerdings alles nur im August, d.h. warten, Schmerzen. Habe jetzt auch noch Kreislaufprobleme.

    Nun, zu einem Darmverschluss kommt es nicht sooo schnell. Das mit der lebenslangen Obstipation kenne ich nur zu gut. Ich hatte nicht erkannten Morbus Hirschsprung mit allerlei Folgeerkrankungen. Ohne Einläufe und Darmrohr war nahezu kein Stuhlgang möglich. Ich kannte es seit der frühsten Kindheit nicht anders.


    Auch ich wurde ewig nicht ernst genommen. Die gebetsmühlenartigen Kommentare der Ärzte: ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken und viel körperliche Bewegung. Ganz super und immens hilfreich ... :(v


    Dann endlich wurde mal eine Darmspiegelung veranlasst, die bei mir aber nur über ca. 60 cm möglich war. Allein auf dieser Strecke wurden mehrere Polypen entfernt. Bald darauf folgte eine Irrigoskopie mit dem Kommentar, mein Dickdarm sei an die 240-250 cm lang (errechnet anhand der Menge des benötigten Kontrastmittels) und somit mittels Darmspiegelung eh nicht komplett einsehbar. Dann wurde eine Kolon-Transituntersuchung gemacht, mit dem Ergebnis, dass nach einer Woche immer noch alle Röntgenmarker im Dickdarm waren. D.h. die Kolon-Transitzeit betrug über 150 Stunden. Damit war ich klare OP-Kandidatin.


    Seit über 14 Jahren habe ich keinen Dickdarm mehr und ein Ileostoma (künstlicher Dünndarmausgang) für immer. Ist zwar auch nicht DER Hit, aber immer noch besser als die Zeit davor.

    Hallo,

    danke für deine Mitteilung.

    Ich werde jetzt im Aug. nach HH in die Klinik gehen und ebenfalls eine paar Untersuchungen machen lassen. Auch ich habe seit Kindheit Probleme mit der Verdauung, die jetzt seit Feb. diesen Jahres noch schlimmer geworden sind. War auch in HH in einer anderen Klinik beim Chirugen, der sagte es könne sein, dass ich irgendwann auch eine OP hätte. Magen verkleinern, Darm kürzen. Aber einen künstlichen Darmausgang, dass kann ich mir so gar nicht vorstellen. Mal sehen wie es weiter geht, auf jeden Fall scheine die Fachleute in HH zu sitzen. Ich habe fast ständig Schmerzen im Bauch. War es bei dir auch so?

    Wie alt bist du denn?

    Grüße Silli

    Na der Chirurg schien ja Ahnung na zu haben...

    Wenn sich eine STC bestätigen sollte, und diese medikamentös nicht zu behandeln ist, dann ist eine Kolektomie indiziert (und nicht eine Teilresektion).

    Der Magen dagegen sollte besser in Ruhe gelassen werden.

    Zitat

    Aber einen künstlichen Darmausgang, dass kann ich mir so gar nicht vorstellen.

    Na dann können deine Beschwerden noch nicht so schlimm sein...

    Das kann ich aus eigener Erfahrung und der anderer in ähnlicher Situation berichten.

    ja ich bin auch ganz glücklich, dass ich bei ihm war. den tipp habe ich hier im forum bekommen. was heißt denn "die beschwerden können dann nicht so schlimm sein"?

    das macht mir ein wenig angst.:-(

    also ich komme ohne schmerzmittel aus, die helfen eh nicht habe ich gemerkt, aber der linke bauch ist schon sehr dominant und fühlt sich irgendwie nicht gut an.

    mal sehen wie es weiter geht, ich habe die verstopfung mein leben lang irgendwie als normal für mich empfunden, dass das aber auf dauer zu solchen problemen führen kann, wusste ich nicht und hat mir auch keiner gesagt. der chirug in hh deutete auch sowas an.

    Das soll heißen, dass alle, die ich kenne und ähnlich extrem wie ich litten, diesen Satz „aber ein Stoma kann ich mir so gar nicht vorstellen“ nie gesagt hätten.

    Wenn die Beschwerden schlimm genug, d.h. einen gewissen Punkt überschritten haben, dann ist man einem Stoma häufig nicht nur nicht abgeneigt, sondern wünscht es sich.

    Ich selbst kämpfte für ein Stoma, weil meine Chirurgen zunächst meinten, sie müssten mir das Stoma „ersparen“, auch wenn das weiterhin massivste Beschwerden und extremes Leiden bedeutet hätte. Erst in letzten Operation, in der das Stoma angelegt wurde, erkannten sie dann, dass der restliche Dickdarm bei massiver Dilatation kurz vor dem Durchbruch stand und kaum mehr durchblutet war.

    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon eine lange Leidensgeschichte mit unzähligen, fast fatalen Fehldiagnosen hinter mir, und hätte mir ein Arzt zuvor das Angebot eines Ileostomas bei korrekt gestellter Diagnose gemacht, hätte ich ohne zu zögern zugestimmt.

    aha, so langsam verstehe ich das ausmaß der erkrankung, danke für deine hilfe.

    also bis jetzt hat sich auch keiner der vielen ärzte die ich aufgesucht habe wirklich darum gekümmert und mir auch nichts über mögliche auswirkungen erklärt. ich hoffe mal das es nicht so schlimm wird und ich jetzt endlich an die richtigen ärzte geraten bin. auf jeden fall werden die schmerzen mehr, aber sie sind noch auszuhalten. trotzdem fühlt es sich in meinem bauch nicht "richtig" an.

    darf ich dich mal anschreiben, wenn ich weitere unterstützung brauche?

    gruß silli

    Pelztier

    darf ich fragen wie du deine Chirurgen davon überzeugt hast dir ein Stoma zu verpassen?


    ich hab vor einem jahr meien tochter zur welt gebracht, und keine Ahnung was da passiert ist.

    auf jeden fall hat es mir den beckenboden nach unten gezogen, und es geht nichts mehr. nichts. also täglcih jetzt stundenlange Bauchschmerzen, durch nervenschaden Inkontinenz (die aber nicht zutage kommt durch die Verstopfung) (und deshalb für die Ärzte auch nicht existiert haha), ziehen im magen, druck im becken, täglich stundenlang. ich hab auch so die nase voll. ich renn von Chirurgen zu Chirurgen, und natürlich erst mal: Flohsamen, beckenbodentraining.

    ich sag denen ich kann 10 kg Flohsamen essen, es GEHT NICHTS.

    die begreifen das nicht??!!


    ich frag mich immer: mann bin denn die einzie mit so nem mist?


    jetzt soll ich ne defäkographie machen. und hoff dass die dann sehen dass nichts geht.


    ventrale rektopexy ist angedacht, ich frag mich warum, denn ich bin ja inkontinent, sprich wenn die anatomie wieder hergestellt ist, aber die Funktionen nicht gehen, dann hab ich ja nur noch angst dass ich mir in die hosen mache?


    können die nicht bis zwei zählen?


    und frag ich nach Stoma, denn ich bin soweit dass ich sage leute bastelt mir das ding drang ich hab die nase gestrichen voll, dann kommt:


    NEIN.


    dürfen die das nicht? wollen die das nicht? wollen die mich vor davor bewahren? oder sollen die das nicht weil es die kasse zu viel kostet auf die folgenden jahre?


    sprich ich soll lieber mein leben in der nähe der Toilette fristen?



    ARGH. ich bin so sauer.


    sorry, musst ich mal rauslassen. aber gut zu sehen (na gut ist vielleicht nicht das richtige wort) dass es anderen auch so geht.


    lg anna

    Anna


    Eine Stomaanlage ist für die meisten Chirurgen eine Art fachliche Niederlage. Und wenn ihnen eine Stomaanlage nicht erspart bleibt, wollen sie es möglichst schnell wieder rückverlegen. Hat man ein ein endständiges Ileostoma bei fehlendem Dickdarm, träumen sie von einer Pouch-OP. Die macht sich (im Gegensatz zur Stomaanlage) wieder gut im persönlichen OP-Repertoire ... %-|